Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:26 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

28.08.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.483.780 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1630. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, drei  Luftabwehrsysteme, 55 Artilleriesysteme und 1657 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.307 Panzer, 48.749 Artilleriesysteme, 1593 Flugabwehrsysteme und 440 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 485.024 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 09:59 Gouverneur: Industrieanlage im russischen Jaroslawl von Drohne getroffen +++

Im russischen Jaroslawl ist nach Behördenangaben eine Industrieanlage von Trümmerteilen einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden, teilt Gouverneur Michail Jewrajew auf Telegram mit. 27 weitere Menschen seien verletzt worden.

+++ 09:40 Gouverneur: Drohne schlägt in Supermarkt in Region Moskau ein +++

Eine Drohne ist in einen Supermarkt des russischen Einzelhändlers Magnit in der Stadt Pawlowski Possad in der Region Moskau eingeschlagen. Es seien auch Schäden an einem nahegelegenen Gesundheitszentrum entstanden, schreibt der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, auf Telegram. Das Gesundheitszentrum bleibe aber geöffnet.

+++ 09:09 Von Notz fordert entschiedenes Vorgehen gegen russische Schattenflotte +++

Anlässlich eines Treffens der Innenminister der Ostsee-Anrainerstaaten hat der Grünen-Sicherheitspolitiker Konstantin von Notz gemeinsame Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte gefordert. Es handele sich um "1300 Schiffe, die jeden Tag das Geld für diesen Krieg in Europa ranschaffen", sagt von Notz am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Die Schattenflotte fahre jeden Tag durch die Ostsee. Die Innenminister müssten miteinander sprechen, "wie man da effektiv gegen vorgeht". Es müsse dafür gesorgt werden, dass nicht nur direkte Rohstofflieferungen aus Russland boykottiert werden, sondern auch verarbeitete Produkte. Der Grünen-Politiker fordert ein stärkeres Vorgehen gegen die Schattenflotte auch als Reaktion auf die Zunahme hybrider Angriffe, für die Russland verdächtigt wird. "Man darf sich das nicht gefallen lassen", sagt von Notz. "Diese Aggression richtet sich gegen Deutschland und Europa. Und wenn man darauf zahm und phlegmatisch reagiert, dann geht das immer so weiter."

+++ 08:50 Gouverneur: Russen treffen Baumarkt in Saporischschja +++

Die russischen Streitkräfte haben einen Baumarkt im Zentrum der Stadt Saporischschja bei einem Angriff getroffen. Das teilt der Gouverneur der südostukrainischen Region Saporischschja Iwan Fjodorow auf Telegram mit. Das Gebäude brennt, das Feuer breitete sich auf einer Fläche von mindestens 2.000 Quadratmetern aus. Bei dem russischen Angriff wurden mindestens vier Zivilpersonen verletzt, so der Gouverneur.

+++ 08:13 Ukrainischer Geheimdienst entlarvt russisches Spionagenetzwerk in Kramatorsk +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben ein Spionagenetzwerk des russischen Geheimdienstes FSB in der Region Donezk zerschlagen und vier Personen festgenommen. Die Verdächtigen hätten im Auftrag des FSB Koordinaten und Informationen zu den ukrainischen Streitkräften in der Stadt Kramatorsk in der Nähe der Front ausspioniert. Laut SBU zielten die mutmaßlichen Agenten vor allem auf Reservekommandostellen, Logistikdepots, Befestigungsanlagen und Marschrouten des ukrainischen Militärs. Die SBU-Ermittler klagen die Festgenommenen wegen Hochverrats an. Die Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft. Ihnen droht lebenslange Freiheitsstrafe.

+++ 07:39 ISW: Russen rücken bei Kostjantyniwka weiter vor +++

Die russischen Streitkräfte sind kürzlich im Westen der Stadt Kostjantyniwka im strategischen wichtigen Festungsgürtel Kostjantyniwka-Druschkiwka sowie im Gebiet im Nordwesten der Region Sumy vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:00 Kiew meldet russischen Luftangriffsrekord seit Kriegsbeginn +++

Kiew verzeichnet am 27. August innerhalb von 24 Stunden rund 13-mal Luftangriffsalarm. Das berichtet "The Kyiv Independent" unter Berufung auf Angaben von Behördenvertreter. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges  2022 ist diese Zahl an Luftangriffswarnungen ein neuer Rekord, so die Behördenvertreter laut "The Kyiv Independent". In der ukrainischen Hauptstadt herrschte am Donnerstag stundenlang Luftalarm. Das ukrainische Außenministerium meldet eine Alarm-Dauer von 872 Minuten - fast 15 Stunden.

+++ 06:21 Russland: Vier Verletzte nach Drohnenangriff auf Krim +++

Bei einem Drohnenangriff auf ein fünfstöckiges Wohnhaus in Sewastopol, auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim, wurden nach russischen Angaben vier Menschen verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Entgegen ersten Berichten brennen demnach keine Öldepots (siehe Eintrag 05:28). Gras in der Nähe der Anlagen fing Feuer, der Brand wurde jedoch gelöscht.

+++ 05:28 Agenturen: Drohnen treffen Öldepot und Wohnhaus auf Krim +++

In Sewastopol, auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim, haben Drohnen nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden Öldepots sowie ein fünfstöckiges Wohnhaus getroffen. Dies melden russische Nachrichtenagenturen.

+++ 03:59 Länder erwägen weiteres Treffen zur Drohnenabwehr +++

Beim Thema Drohnenabwehr sehen die Innenminister der Länder offenbar weiteren Absprachebedarf und erwägen ein zusätzliches Treffen. "Derzeit gibt es Überlegungen für ein Arbeitstreffen, das sich thematisch mit Fragen der Drohnenabwehr beschäftigen soll", sagt der Hamburger Innensenator und Präsident der Innenministerkonferenz, Andy Grote, der "Bild"-Zeitung. Es handele sich ausdrücklich nicht um eine Sonder-Innenministerkonferenz. Ein Termin steht dem Bericht zufolge noch nicht fest. Das Treffen könnte demnach aber im September in Hamburg mit Experten von Bund und Ländern stattfinden. Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Berichten zufolge wurden in Leipzig mehrere Drohnen eingesetzt.

+++ 01:51 Russischsprachige Hacker nutzen KI-Assistenten für Angriffe - Deutsche Firma betroffen +++

Russischsprachige Hacker haben den auf Technologie von Anthropic basierenden KI-Programmierassistenten "Cursor" für Cyberangriffe auf einen deutschen Hersteller und mindestens sechs weitere Firmen genutzt. Dies geht aus Daten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters exklusiv vorliegen, sowie aus am Donnerstag veröffentlichten Berichten der IT-Sicherheitsfirmen Gambit Security und CloudSek. Zu den Opfern der Ransomware-Gruppe "Aurora" zählten zwischen dem 8. April und dem 21. Mai dieses Jahres neben dem deutschen Garagentorhersteller Teckentrup und einem belgischen Chemieunternehmen auch Firmen in den USA, Schottland, Italien und Argentinien. Weder die betroffenen Unternehmen noch der heutige "Cursor"-Eigentümer SpaceX äußern sich bislang zu den Vorfällen.

+++ 00:13 Bericht: Shell hat Gespräche mit Unimot über Schwedt-Anteil beendet +++

Der britische Ölkonzern Shell hat einem Bericht zufolge die Verhandlungen über den Verkauf seines Anteils an der brandenburgischen Raffinerie PCK Schwedt an den polnischen Energiekonzern Unimot ergebnislos beendet. Die 2023 begonnenen Gespräche über das Paket von 37,5 Prozent seien vor Monaten abgeschlossen worden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Raffinerie in Schwedt versorgt den Großraum Berlin und weite Teile Ostdeutschlands mit Treibstoffen. Die Bundesregierung hatte die Anteile des Rosneft-Konzerns, der 54,17 Prozent hält, nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 unter Treuhandverwaltung gestellt. 

+++ 22:13 Polen schließt Stationierung von US-Atomwaffen aus +++

Die polnische Regierung lehnt die Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Staatsgebiet ab. Auf die Frage, ob eine künftige US-Militärpräsenz in dem Land auch nukleare Fähigkeiten umfassen könnte, erklärt der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski vor Journalisten: "Nein. Das möchte ich sehr klar und offen sagen. Polen will keine Atomwaffen auf seinem Territorium haben."

+++ 21:15 "New York Times": CIA-Chef hat Kreml "düstere Einschätzung" übermittelt +++

Die Berichte über den Grund der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau reißen nicht ab. Die renommierte "New York Times" nennt nun einen Grund, der unter den vielen Spekulationen so noch nicht genannt wurde: Ratcliffes Ziel sei gewesen, dem russischen Auslandsgeheimdienstchef "unter vier Augen seine düstere Einschätzung der Lage im russischen Krieg gegen die Ukraine darzulegen und die Russen dazu zu drängen, eine Einigung zu erzielen, bevor sich ihre militärische und wirtschaftliche Lage weiter verschlechtert", schreibt das Blatt. Die Autoren nennen "aktuelle und ehemalige" Regierungsmitarbeiter als Quelle. Die USA gehen demnach davon aus, dass Russlands Präsident Wladimir Putin nur geschönte Lageberichte von der Front erreichen und er über kein realistisches Bild der Lage verfüge. Ratcliffe hoffe, dass der frühere Geheimdienstchef Putin Hinweise der CIA eher ernst nehme als Äußerungen von US-Diplomaten. Es soll sich aber nicht um eine Drohung oder dergleichen gehandelt haben. Auch die Autoren wissen dem Artikel zufolge nicht, ob Ratcliffes Mission auf eine Kursänderung der USA im Umgang mit Russland hindeutet.

+++ 20:45 Trump über Putin: "Wird kein Nato-Territorium angreifen" +++

US-Präsident Donald Trump hat sich überzeugt davon gezeigt, dass Russland keine Nato-Verbündeten attackieren wird. Auf eine Frage dazu, ob der russische Präsident Wladimir Putin zugestimmt oder sich verpflichtet habe, von einer solchen Offensive abzusehen, sagte er im Oval Office: "Ich hatte gute Gespräche mit ihm. Er wird kein Nato-Territorium angreifen." Zuvor war der Direktor des US-Geheimdienstes CIA überraschend für Gespräche nach Moskau gereist. Er soll Russland vor einem Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Trump lehnte es nun ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von CIA-Chef John Ratcliffe zu kommentieren. "Sie werden nicht angreifen", sagte Trump lediglich.

+++ 20:12 Permanent Drohnen in der Luft: Kiew nun auch tagsüber unter Dauerbeschuss +++

Nächte in U-Bahnhöfen und anderen Schutzräumen gehören in Kiew schon lange zum Alltag. Tagsüber ist in der Hauptstadt normalerweise eher ein einigermaßen normales Leben möglich, weil Russland um die einfachere Luftabwehr bei Tageslicht weiß. Am Donnerstag aber flogen nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe zwischen 07:00 Uhr morgens und 19:00 Uhr (Ortszeit) 140 Drohnen auf die Hauptstadt zu. Mehr als 100 Drohnen hatten demnach einen Jetantrieb. Diese neue Generation namens Geran-4 und Geran-5 ist schneller und damit schwieriger abzufangen. Dennoch seien mindestens 120 Drohnen abgewehrt worden, so die ukrainische Luftwaffe. Um 19.00 Uhr hätten sich mindestens zehn Drohnen noch immer in der Luft befunden. Auch Denis Trubetskoy, der regelmäßig für ntv.de ausKiew berichtet, bekam die Gefahr am eigenen Körper zu spüren.

+++ 19:22 Russland hat Kraftwerk endgültig zerstört: Bewohner sollen Cherson verlassen +++

Russlands Kampagne gegen die ukrainische Zivibevölkerung hat eine neue, traurige Wegmarke erreicht: Das Heiz- und Elektrizitätskraftwerk der Stadt Cherson ist nach einem abermaligen russischen Angriff auf lange Sicht außer Betrieb. Der Chef der Militärverwaltung für die Stadt Cherson und die gleichnamige umliegende Region, Oleksandr Prokudin, fordert nun die Bewohner zum Verlassen der Stadt und der umliegenden Dörfer auf. Vor allem Menschen mit Kindern und Ältere sollen – wenn es ihnen möglich ist - weggehen. Cherson könne über den kommenden Winter nicht mit Strom und Wärme versorgt werden. Russische Truppen stehen auf der anderen Seite des Flusses Dnjepr vor der Stadt. Drohnen machen Jagd auf Zivilisten, seit Anfang Juli feuerte Russland zudem 170 Gleitbomben auf die Region Cherson.

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