Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:38 ISW: Ukraine führt keine großangelegte Gegenoffensive durch +++
Die ukrainischen Streitkräfte führen laut ISW-Wissenschaftler George Barros keine großangelegte Gegenoffensive in den Oblasten Saporischschja/Dnipropetrowsk durch. "Die russischen Streitkräfte behaupten wahrscheinlich fälschlicherweise, dass die ukrainischen Streitkräfte eine „Gegenoffensive“ in der Nähe der Verwaltungsgrenze zwischen den Oblasten Dnipropetrowsk und Saporischschja durchführen, um frühere Falschmeldungen über angebliche russische Vorstöße in diesem Gebiet zu korrigieren", schreibt Barros auf X.
+++ 10:09 Energieversorger: Anlage in Region Odessa bei Angriff schwer beschädigt +++
Eine Energieanlage in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa ist dem Betreiber zufolge durch einen russischen Angriff schwer beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten würden entsprechend lange dauern, teilt der Energieversorger DTEK mit. Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge sind einige Ortschaften teilweise ohne Strom.
+++ 09:35 Auffälligkeiten in seltenem Video zum italienisch-französischen SAMP/T-Flugabwehrsystem +++
In sozialen Netzwerken macht ein Video vom Besuch einer Vertreterin des französischen Verteidigungsministeriums bei einer ukrainischen Einheit die Runde. Die Soldaten setzen das italienisch-französische Flugabwehrsystem SAMP/T ein, das eine Alternative zum US-Patriot darstellt. In einer Sequenz ist zu sehen, dass die Soldaten die abgeschossenen russischen Objekte auf ein Startgerät gemalt haben. Demnach wurden mit dem System mehrere russische Marschflugkörper sowie Shahed-Drohnen und KAB-Gleitbomben eliminiert - aber auch zwei Kampfjets. Auffallend ist, dass in der Auflistung nur eine ballistische Rakete zu sehen ist. SAMP/T ist neben Patriot das einzige System in der Ukraine, das ballistische Raketen abfangen kann. Die Effektivität der italienisch-französischen Flugabwehr gegen diese Art von Bedrohung ist jedoch seit Längerem umstritten. Ab diesem Jahr soll die Ukraine erste Exemplare der verbesserten Version SAMP/T NG erhalten.
+++ 09:01 Munz zu "Rumms" gegen Washington: "Kreml setzt Lawrow als Rammbock ein" +++
Nach dem ersten Treffen von Russland, den USA und der Ukraine in Abu Dhabi ist zunächst von Fortschritten die Rede - auch seitens Moskaus. Nun aber schlägt Außenminister Lawrow plötzlich andere Töne an und wirft Trump Wortbruch vor. ntv-Korrespondet Rainer Munz ordnet die "Rammbock"-Strategie des Kremls ein:
+++ 08:32 "Nicht an andere delegieren" - Frankreich will wieder mit Russland sprechen +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will erneut das Gespräch mit Russland suchen. "Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen", sagt Macron in einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Dafür brauche es einen "gut organisierten europäischen Ansatz", aber "nicht zu viele Gesprächspartner", fügt er hinzu. Dies sei wichtig, um die Diskussion nicht "an andere zu delegieren", betont Macron mit Blick auf die USA. Es sei nicht akzeptabel, im Fall eines Waffenstillstands US-Gesandte etwa im Namen Europas über das Datum des EU-Beitritts der Ukraine verhandeln zu lassen, sagt Macron. "Das ist eine Frage des Selbstwertgefühls", fügt er hinzu.
+++ 08:01 Ukrainischer Armeechef: Lage an der Front stabilisiert - hohe Verluste auf russischer Seite +++
Dem ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrskyj zufolge haben die Streitkräfte der Ukraine die Lage an der Front stabilisiert, "den Feind aufgehalten und dessen Personal und Technik effektiv vernichtet", wie er in sozialen Netzwerken mitteilt. Die russischen Truppen hätten im Januar 31.700 Soldaten verloren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ 07:24 Insider: Indische Raffinerien stoppen Kauf russischen Öls +++
Nach Druck der USA vermeiden indische Raffinerien den Kauf russischen Öls für Lieferungen im April und werden voraussichtlich noch länger von solchen Geschäften Abstand nehmen, wie Quellen aus der Raffinerie- und Handelsbranche mitteilen. Bislang gibt es keine Bestätigung aus Neu-Delhi für eine Einstellung der Ölkäufe in Russland. Indien ist bislang einer der Hauptabnehmer, womit Moskau den Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgeblich finanziert. Die "Hindustan Times" berichtete vergangene Woche, dass es keine unmittelbaren Anzeichen dafür gebe, dass Indien seine Energiekäufe aus Russland auf null reduzieren werde.
+++ 06:46 Ukraine erwartet weitere Kampfjet-Lieferung aus Frankreich +++
Frankreich bereitet die nächste Lieferung von Mirage-2000-Kampfjets an die Ukraine vor. Das berichtet das ukrainische Verteidigungsministerium. Die Luftwaffe des Landes hat bereits einige Mirage 2000 in Besitz - wie viele, ist unklar. Darüber hinaus soll Kiew eine "Rekordzahl" von AASM-Hammer-Lenkbomben von Paris erhalten. Die Produktion und Lieferung von Aster-Raketen, die für das SAMP/T-Flugabwehrsystem benötigt werden, werde fortgesetzt, teilt das Verteidigungsministerium mit. Ebenso sei über die Bereitstellung weiterer SCALP-Raketen gesprochen worden.
+++ 06:17 Ukrainischer Generalstab: Russen versuchen 36 Durchbrüche bei Pokrowsk +++
Binnen eines Tages liefern sich ukrainische Streitkräfte 159 Gefechte mit russischen Invasoren, wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte auf Facebook meldet. Die Russen unternehmen 36 Versuche, im Sektor Pokrowsk durchzubrechen. "Seit Tagesbeginn kam es insgesamt zu 159 Gefechtsbegegnungen. […] Der Feind führte einen Raketenangriff mit zwei Raketen, 43 Luftangriffe und den Abwurf von 113 Lenkbomben durch. Darüber hinaus setzte er 4034 Kamikaze-Drohnen ein und führte 2089 Angriffe auf Siedlungen und Stellungen unserer Truppen durch", heißt es in dem Bericht.
+++ 05:42 Moskau: Auch Russland braucht Sicherheitsgarantien +++
Ein Abkommen zur Beilegung des fast vier Jahre andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine müsse auch Sicherheitsgarantien für Russland berücksichtigen, sagt ein hochrangiger russischer Diplomat laut Reuters. "Wir erkennen an, dass eine Friedensregelung in der Ukraine die Sicherheitsinteressen der Ukraine berücksichtigen muss, aber ein Schlüsselfaktor sind natürlich die Sicherheitsinteressen Russlands", sagt der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko gegenüber dem Medienunternehmen "Iswestija".
+++ 04:44 Russland wirft US-Regierung "Neokolonialismus" vor +++
Russland hat die US-Sanktionen, die zu einer akuten Treibstoffkrise auf Kuba geführt haben, scharf kritisiert und Washington vorgeworfen, eine Erstickungstaktik anzuwenden. Die Lage auf der Karibikinsel sei kritisch, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau. Man stehe in intensivem Kontakt mit der kubanischen Regierung und prüfe alle erdenkliche Hilfe. Russland werde sich zudem jeder Art von militärischer Intervention widersetzen. Auch Außenminister Sergej Lawrow bekräftigt die Solidarität Moskaus mit Kuba und Venezuela. Man wende sich gegen neokoloniale Praktiken, schreibt Lawrow auf der Webseite seines Ministeriums. Hintergrund ist ein akuter Kerosinmangel auf Kuba, der durch die Blockade von Öllieferungen aus Venezuela durch die USA verursacht wurde. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begründet die Sanktionen damit, dass Kuba eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Im Ukraine-Krieg hat sich Kuba auf die Seite des Kreml gestellt.
+++ 02:48 Rubio kommt zur Münchner Sicherheitskonferenz +++
US-Außenminister Marco Rubio hat seine Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz nun auch offiziell angekündigt. Er werde für das Treffen von Freitag bis Sonntag in die bayerische Landeshauptstadt reisen, erklärt sein Ministerium. An dem weltweit wichtigsten Expertentreffen zur Sicherheitspolitik sollen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund 100 Außen- und Verteidigungsminister teilnehmen. Im Anschluss wird Außenminister Rubio in Europa bleiben und in die Slowakei sowie nach Ungarn reisen (15. bis 16. Februar).
+++ 01:08 Kiew: Russen transportieren Ersatz für Starlink an die Front +++
Nach der Abschaltung von Starlink liefern die Russen eilig Satelliteninternet-Terminals an die Front. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf Serhij Beskrestnow, einen Berater des ukrainischen Verteidigungsministers. "Es treffen Informationen über die eilige Lieferung von Satelliteninternet-Terminals an die Frontstellungen des Feindes ein", schreibt Beskrestnow auf Telegram. Ihm zufolge gibt es in Russland mehrere Anbieter von Hochgeschwindigkeits-Satelliteninternet, die auf den Satellitensystemen Yamal und Express basieren.
+++ 23:42 Papst Leo schickt der Ukraine 80 Generatoren +++
Papst Leo XIV. hat 80 Stromgeneratoren und Medikamente in die Ukraine geschickt, um den Menschen zu helfen, die unter den Folgen des Krieges und der Kälte leiden. Laut Vatican News reagiert der Papst auf die Appelle zahlreicher Bischöfe aus aller Welt, die sich des Leids der Menschen aufgrund der Folgen des Krieges und der Notlage durch die eisigen Temperaturen inmitten der vorsätzlichen Zerstörung der Energieinfrastruktur bewusst sind. Die Hilfslieferungen, die von der Sophienbasilika in Rom aus gestartet wurden, sind bereits in Fastiw und Kiew angekommen, die von den jüngsten Anschlägen besonders betroffen waren, berichtet Ukrinform.
+++ 22:15 VIG bietet mit US-Hilfe Kriegsversicherungen in der Ukraine an +++
Die ukrainische Tochter der Vienna Insurance Group (VIG), Kniazha, hat mit Unterstützung der statlichen US-Entwicklungsgesellschaft DFC ihr Angebot an Versicherungen gegen Kriegsrisiken ausgeweitet. Wie der österreichische Versicherer mitteilt, wurde dazu ein Rückversicherungsvertrag mit der International Development Finance Corporation (DFC) geschlossen. Ziel sei es, Sachwerte von Firmen und Privatleuten gegen die Folgen des Krieges abzusichern. Die Vereinbarung trat den Angaben zufolge am 1. Februar in Kraft. Sie sieht eine Rückversicherungsdeckung durch die staatliche US-Bank in Höhe von 25 Millionen Dollar vor. Dies ermögliche es der Kniazha VIG, ein Portfolio an Kriegsrisikopolicen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen Dollar abzusichern. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Privatpersonen in der gesamten Ukraine. Der Sachversicherer ist seit 1997 in dem Land tätig und gehört seit 2005 zur VIG.
+++ 21:50 Selenskyj verspricht Hausbesitzern Hilfe bei Kauf von Generatoren +++
Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen. Das kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagt Selenskyj abends in seiner Videobotschaft. In einem anderen Programm für Unternehmen seien bereits 20.000 Anträge auf Beihilfen zur Wartung und Reparatur von Generatoren eingegangen. Außerdem sei eine halbe Milliarde Hrywnja (knapp zehn Millionen Euro) an zinslosen Krediten zum Kauf von Generatoren gewährt worden, sagt er. Der Bedarf dürfte allerdings viel größer und mit den vom Präsidenten genannten Zahlen nicht zu decken sein.
+++ 21:18 Besatzung eines ukrainischen Mi-24-Hubschraubers bei Kampfeinsatz getötet +++
Die Besatzung eines ukrainischen Mi-24-Hubschraubers ist bei einem Kampfeinsatz ums Leben gekommen, berichtet Ukrinform mit Verweis auf einer Mitteilung der 11. Chersoner Heeresfliegerbrigade auf Facebook. "Dieser Verlust schmerzt sehr. […] Für uns werden sie für immer am Himmel bleiben. […] Wir sprechen den Familien und Angehörigen der gefallenen Helden unser tiefstes Beileid aus", wird die Brigade zitiert. Der MI-24 ist ein schwer bewaffneter Kampfhubschrauber sowjetischer Herstellung. Er wird auch als "fliegender Schützenpanzer" bezeichnet.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.