Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:44 Lawrow zeigt sich enttäuscht über Verhältnis zu den USA +++

13.05.2026, 00:01 Uhr

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht trotz positiver Äußerungen keinen Fortschritt in den Beziehungen zu den USA. Es werde zwar viel über das enorme Potenzial der amerikanisch-russischen Beziehungen gesprochen, in der Realität passiere jedoch nichts, sagt Lawrow in einem Interview mit dem Sender RT India.

+++ 08:12 Russland beklagt zahlreiche Drohnenangriffe und Feuer in Krasnodar +++

Russland meldet wieder einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht werden dem Verteidigungsministerium zufolge 286 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört. In der südlichen Region Krasnodar seien dabei Trümmerteile auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt und hätten ein Feuer ausgelöst, teilten die örtlichen Behörden mit. Einem ukrainischen Medienbericht zufolge sollen in der Region Drohnen eine Hafenanlage getroffen haben. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Ziele weit in Russland und dabei vor allem auch Öl-und Gas-Anlagen ins Visier genommen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen. 

+++ 07:44 "Golden Dome" der USA könnte bei russischem Angriff an seine Grenzen stoßen +++

Das von US-Präsident Donald Trump geplante Raketenabwehrsystem "Golden Dome" wird immer teurer – und ist offenbar bei einem massiven Angriff nur bedingt von Nutzen. Nach Schätzungen des parteiunabhängigen Haushaltsbüros des Kongresses (CBO) könnte es in den kommenden 20 Jahren rund 1,2 Billionen Dollar kosten. Damit überträfen die Ausgaben für Entwicklung, Aufbau und Betrieb die bisherige Prognose des zuständigen Pentagon-Direktors von 185 Milliarden Dollar um ein Vielfaches, teilt die Behörde mit. Zugleich hat er offenbar ein essentielles Problem: Das Haushaltsamt des Kongresses warnt, dass der Schutzschild bei einem großangelegten Angriff Russlands an seine Grenzen stoßen könnte. "Golden Dome" sieht neben dem Ausbau bodengestützter Abwehrraketen, Sensoren und Kommandozentralen auch satellitengestützte Waffen vor. Sie sollen Bedrohungen aus der Erdumlaufbahn heraus erkennen, verfolgen und gegebenenfalls ausschalten. 

+++ 07:10 Das ist Putins U-Boot-Zerstörer in der Ostsee +++

Russlands Kriegsschiff "Seweromorsk" wird vor Fehmarn gesichtet. Der U-Boot-Zerstörer der russischen Nordflotte ist kein Unbekannter und steht inzwischen besonders im Fokus westlicher Marinen. Beobachter vermuten hinter den Einsätzen einen Zusammenhang mit Moskaus sogenannter Schattenflotte.

+++ 06:37 "Es könnte in naher Zukunft jederzeit passieren" - Ukraine befürchtet russischen Großangriff +++

Die ukrainische Armee warnt vor einem massiven russischen Angriff. Die verstärkte Aktivität russischer strategischer Bomber deute darauf hin, dass Moskau sich darauf vorbereite, in den kommenden Tagen einen weiteren groß angelegten Luftangriff auf ukrainische Städte zu starten, erklärt der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Yuriy Ihnat, laut "The New Voice of Ukraine". "Die zahlreichen Berichte über einen möglichen Massenangriff sind nicht unbegründet, da wir über Geheimdienstinformationen, Informationen von Partnern und unsere eigenen Aufklärungsdaten verfügen", so Ihnat im ukrainischen Fernsehen.. "Wir verzeichnen die Verlegung von Luftfahrzeugen und verstärkte Aktivitäten auf Flugplätzen – auf jenen, auf denen zuvor Drohnen eingetroffen sind." Laut Ignat wurden in letzter Zeit Aktivitäten auf strategisch wichtigen Flugplätzen beobachtet, auf denen Flugzeuge üblicherweise mit Munition beladen würden. "Es könnte in naher Zukunft jederzeit passieren."

+++ 05:59 Brand in Moskauer Unterhaltungspark gemeldet +++

In Moskau soll ein Großbrand ausgebrochen sein. Dies berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegramkanäle. Auch auf X sind Videos zu sehen, die den Brand zeigen sollen. Das Feuer, das sich über eine Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern erstrecken soll, wird im Izmailovo-Kreml-Komplex im Osten Moskaus gemeldet, einem Kultur- und Unterhaltungspark, der den architektonischen Stil des Kreml nachahmt. Anwohner berichten demnach, dass ein Teil eines Gebäudes einstürzte, nachdem er vollständig vom Feuer erfasst worden war. Die Brandursache ist noch unklar, auch über Opfer ist nichts bekannt.

+++ 05:26 Ukraine setzt weitere Firmen und Privatpersonen auf die Sanktionsliste +++

Die Ukraine verhängt weitere Sanktionen gegen Russen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erlässt ein Präsidialdekret, mit dem Sanktionen gegen 32 russische Unternehmen und 34 Staatsangehörige verhängt werden, die an der Lieferung von Materialien zur Unterstützung des russischen Militär-Industrie-Komplexes beteiligt sind. Die Maßnahmen richten sich gegen Personen und Organisationen, die Materialien für verschiedene ballistische und Boden-Luft-Raketensysteme sowie Schießpulver, Raketentreibstoff und Komponenten für Munition liefern, teilt das Präsidialamt mit. Auch russische Unternehmen, die elektronische Aufklärungssysteme herstellen, werden ins Visier genommen. Auch werden nun Russen sanktioniert, die "versucht haben, die Aufhebung der US-Sanktionen gegen Russland zu erleichtern und die Haltung der Europäischen Union zu mildern.

+++ 03:57 Selenskyjs früherer Vertrauter Jermak weist Geldwäschevorwürfe zurück +++

Der frühere ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak weist gegen ihn erhobene Vorwürfe der Geldwäsche zurück. Der Verdacht sei "unbegründet", schreibt Jermak nach einer Anhörung vor Gericht auf Telegram. Als Jurist habe er sich "stets vom Gesetz leiten lassen", erklärt er. "Und jetzt werde ich in gleicher Weise meine Rechte, meinen Namen und meinen Ruf verteidigen". Das Nationale Antikorruptionsbüro verdächtigt den früheren Selenskyj-Berater, Teil einer Gruppe gewesen zu sein, die über ein Luxusbauprojekt Geld gewaschen hat.

+++ 02:39 Berlin bestätigt: Russischer Zerstörer vor Fehmarn unterwegs +++

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigt Medienberichte, wonach ein russischer Zerstörer derzeit vor der Insel Fehmarn liegt. Man gehe davon aus, dass Russland mit seinen Kriegsschiffen die eigenen Schiffe der "Schattenflotte" überwachen wolle, so der Sprecher. Über diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Berlin zeigte sich von der Präsenz russischer Kriegsschiffe nicht überrascht. "Im Bereich Fehmarn in der Ostsee, Skagerrak und am Finnischen Meerbusen sind kontinuierlich russische Kriegsschiffe zu beobachten", erklärt der Ministeriumssprecher. Dies werde zum Teil auch als Gegenreaktion zu Nato-Operationen wie "Baltic Sentry" gesehen. 

+++ 01:00 Selenskyj: Ukraine greift Gasanlagen tief in Russland an +++

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Gasanlagen in der russischen Region Orenburg angegriffen. Die getroffenen Ziele liegen mehr als 1500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sagt Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Zudem arbeite Kiew mit europäischen Verbündeten an Technologien zur Abwehr ballistischer Raketen. An entsprechenden Gesprächen hätten sich 13 Länder sowie Vertreter der Nato beteiligt. "Insgesamt ist die aktuelle Position der Ukraine (...) auf dem höchsten Stand seit Jahren", erklärt der Präsident. Dieses Niveau müsse gehalten werden.

+++ 23:19 Hegseth bekräftigt geplante Ukraine-Hilfen, sagt aber nicht, wann +++

Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen Hilfen im Wert von 400 Millionen US-Dollar wie geplant der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zufließen. Einen konkreten Zeitplan legt er allerdings nicht vor. Das Pentagon wolle mit dem für Europa zuständigen Regionalkommando (Eucom) zusammenarbeiten, um die Mittel "entsprechend und ordnungsgemäß auszugeben", sagt der Republikaner lediglich vor einem Senatsausschuss. Senator Chris Coons zufolge hat das Pentagon bislang keinen einzigen Groschen aus diesem Paket für Waffen für die Ukraine ausgegeben. Auf die Nachfrage des Demokraten nach einem konkreten Ausgabenplan weichtHegseth aus.

+++ 22:19 Kallas glaubt an Gelegenheit, den Krieg zu beenden +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht in Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem möglichen Kriegsende ein Anzeichen für eine Schwächung Moskaus. Putins Äußerung zeige, "dass er sich nicht in einer starken Position befindet", sagt Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. "Ich glaube, dass es eine Gelegenheit gibt, diesen Krieg zu beenden", fügt sie hinzu. Kallas sagt zudem, Putin könne den Ukraine-Krieg "sofort" beenden, "wenn er einfach aufhören würde, zivile Infrastruktur zu bombardieren, und seine Truppen abziehen würde". Mit Blick auf die Verteidigungsfähigkeit Europas zeigt die EU-Außenbeauftragte sich "frustriert", dass die Rüstungsproduktion nicht schneller anwächst. Trotz deutlich höherer Verteidigungsausgaben sei nicht zu beobachten, "dass die Branche so an Fahrt gewinnt, wie wir es erwartet hätten".

+++ 21:39 Donbass-Vereinbarung mit Putin? Trump dementiert +++

US-Präsident Donald Trump antwortet Journalisten am Weißen Haus auf die Frage zu einer möglichen Vereinbarung mit Wladimir Putin, den gesamten ukrainischen Donbass an Russland zu übergeben, kurz und knapp mit "Nein". Kiew lehnt ein solches Vorgehen ohnehin ab. Trumps Angaben zufolge neigt sich der Krieg "dem Ende zu". Ähnlich hatte sich zuletzt auch Putin geäußert, in diesem Zusammenhang aber auch von einer "endgültigen Zerstörung des Feindes" gesprochen. Ein militärischer Sieg über die Ukraine ist allerdings weit entfernt. Trump hatte sich in der Vergangenheit oft zuversichtlich für ein Kriegsende gezeigt. Etliche Verhandlungsrunden brachten jedoch kein Ergebnis.

+++ 21:00 Jäger: "Putin steht mit dem Rücken zur Wand" +++

Politikwissenschaftler Thomas Jäger sieht Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine deutlich geschwächt. Trotz massiver Drohnenangriffe fehle Moskau eine Perspektive - sowohl für einen militärischen Sieg als auch für ernsthafte Friedensverhandlungen:

+++ 20:28 Schlimme Bilder aus Krywyj Rih - "Russland tötet und verstümmelt weiterhin Ukrainer" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet einen russischen Drohnenangriff auf ein gewöhnliches Wohnhaus in seiner Geburtsstadt Krywyj Rih. Zwei ältere Menschen seien tot und ihre neun Monate alte Enkelin mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Nach dem Ende des dreitägigen teilweisen Waffenstillstands tötet und verstümmelt Russland weiterhin Ukrainer. Der Druck auf Russland darf daher in keiner Weise nachlassen", so Selenskyj.

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