Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:04 Interfax: US-Gesandte Witkoff und Kushner wohl in Moskau gelandet +++
Einem Medienbericht zufolge sind die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau eingetroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax meldet unter Berufung auf Luftfahrtkreise, ein Flugzeug sei gelandet, das die beiden mutmaßlich transportiert habe. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, Witkoff und sein Schwiegersohn Kushner würden ins Ausland reisen, um zu versuchen, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu erzielen.
+++ 10:34 IAEA: Waffenruhe für Reparatur von Stromleitungen an AKW Saporischschja +++
Am russisch besetzten AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine ist eine Waffenruhe in Kraft getreten. Das teilt die der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Die Waffenruhe diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes wiederherzustellen, so die IAEA, die die Lage vor Ort beobachtet. Das Atomkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Seit Längerem sind alle Reaktoren abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, in dem es aber eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente benötigt. Fällt die externe Stromversorgung durch Kampfhandlungen aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist dies erneut der Fall. Die Dieselreserven des Kraftwerks gingen zur Neige, teilt die IAEA mit. Es drohe innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall, falls die externe Stromversorgung nicht wiederhergestellt oder mehr Dieselkraftstoff zum Standort transportiert werde.
+++ 09:53 Ukraine: Russland greift binnen einer Nacht mit 167 russische Drohnen und 23 Raketen an +++
In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 128 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 167 Drohnen und 23 Raketen auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. Eigentlich hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Kreml eine Feuerpause für die Dauer des Wochenendes vorgeschlagen. Denn die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden in den Hauptstädten der Kriegsparteien für Gespräche über einen möglichen Frieden erwartet.
+++ 09:09 Russland: USA sollten Realitäten vor Ort berücksichtigen +++
Russland ruft die USA vor einem möglichen Besuch ihrer Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew auf, bei Gesprächen über ein Ende des Konfliktes die Realitäten auf dem Schlachtfeld zu berücksichtigen. Die Lage verändere sich zuungunsten der Ukraine, sagt der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die US-Regierung angesichts der Realitäten vor Ort bereit ist, in die Suche nach einer echten Lösung für die aktuelle Krise zu investieren." Am Wochenende reisen Witkoff und Kushner Medienberichten zufolge nach Russland und - erstmals seit Kriegsbeginn - auch in die Ukraine.
+++ 08:28 Ukrainischer Außenminister verurteilt russischen Angriff auf SBU-Zentrale in Kiew als "massive Eskalation" +++
"Der russische Angriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Sicherheitsdienstes ist eine Eskalation, die entschlossene Reaktionen erfordert", schreibt der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha auf X. Am Freitagnachmittag wurde das zentrale SBU-Hauptquartier im historischen Zentrum von Kiew bei einem russischen Luftangriff getroffen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zielte die russische Drohne direkt auf das Büro des amtierenden SBU-Chefs Oleksandr Poklad, der jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht in seinem Büro aufhielt. "Moskau hat diesen Angriff inmitten erneuter Friedensbemühungen gestartet - und damit seine tatsächliche Ablehnung der Diplomatie offenbart", schreibt Sybiha auf X. Er fordert die Partner der Ukraine auf, den Angriff zu verurteilen und den Druck auf Russland zu verstärken.
+++ 07:49 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++
Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.495.050 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1260. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem drei Panzer, 65 Artilleriesysteme und 1898 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.328 Panzer, 49.227 Artilleriesysteme, 1604 Flugabwehrsysteme und 441 Flugzeuge, 355 Hubschrauber, 499.809 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.
+++ 07:04 ISW: Ukrainer gewinnen Stellungen in Dnipropetrowsk, Donezk und Charkiw zurück +++
Die ukrainischen Streitkräfte sind an verschiedenen Stellungen an der Front vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Während die russischen Streitkräfte versuchen neue Gebiete in der Ukraine, ohne Fortschritte zu erzielen, konnte das ukrainische Militär an Vorrücken der russischen Armee an einigen Stellen blockieren, Infiltrierungsmissionen verhindern, oder sogar Gebiete zurückgewinnen. Das gilt unter anderem für die Stellungen im Osten von Novopavlivka in der Region Dnipropetrowsk. Zudem sind die ukrainischen Streitkräfte laut ISW-Analysten im Osten von Slowjansk in der Region Donezk sowie Norden der Region Charkiw vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.
+++ 06:23 Ukraine meldet heftigen russischen Angriff auf Dnipropetrowsk +++
In der Nacht haben russische Streitkräfte die Stadt Kamjanske in der Region Dnipropetrowsk im Osten der Ukraine angegriffen. Das teilt Oleksandr Ganzha, Leiter der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, auf Telegram mit. Bei den Angriffen wurde demnach ein Industriegebiet in der Stadt am Ufer des Kamjansker Stausees am Mittellauf des Dnipro von den Russen beschossen. Dabei sollen vier Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden sein. "Drei Verletzte befinden sich im Krankenhaus. Darunter ist eine 30-jährige Frau, die auf der Intensivstation behandelt wird", so Ganzha.
+++ 05:41 Nach Selenskyjs Warnung: Air Tanzania setzt Flüge Richtung Moskau aus +++
Air Tanzania setzt Flüge von Daressalam nach Moskau vorübergehend bis Montag aus. Die Fluglinie zieht damit als erste Fluggesellschaft Konsequenzen aus der in dieser Woche ausgesprochenen Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor Gefahren im russischen Luftraum. Der Entscheidung sei eine routinemäßige Risikobewertung der Flugroute vorausgegangen, teilt Air Tanzania auf Facebook mit.
+++ 03:32 Selenskyj: US-Gesandte kommen Sonntag nach Kiew +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigt, dass er die US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner empfangen will. Besprochen sei, dass beide zunächst Moskau besuchen und am Sonntag erstmals überhaupt nach Kiew reisen, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die russische Seite hält sich bedeckt. Auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau erwartet würden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren."
+++ 00:53 Bericht: Ukraine hat Feuerpause an der Front begonnen +++
Für die ukrainischen Streitkräfte an der Front gilt offenbar seit Mitternacht eine Feuerpause. Das berichtet die "Ukrajinska Prawda" unter Berufung auf Quellen im Militär. Die Pause soll demnach bis zum Dienstag andauern und steht im Zusammenhang mit dem Besuch der US-Gesandten Witkoff und Kushner in Kiew und Moskau. Für welche Einheiten die Order gilt, ist unklar, eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. In Kiew ist derweil die Luftabwehr im Einsatz, Drohnen sind auch in dieser Nacht auf dem Weg in Richtung der Hauptstadt.
+++ 23:19 Trump: Putin plant keinen Angriff auf Nato-Gebiet +++
Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle sieht US-Präsident Donald Trump weiter keine Gefahr eines russischen Angriffs auf die Nato. "Wir sprechen miteinander, ich kenne ihn sehr gut. Putin plant keinen Angriff auf das Nato-Gebiet", sagte Trump auf die Frage, ob der Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle einen solchen Angriff darstelle.
+++ 22:08 Trump: Witkoff und Kushner machen Vorschlag zur Beendigung des Krieges +++
US-Präsident Donald Trump bestätigt Reportern in Washington, dass Steve Witkoff und Jared Kushner nach Russland und in die Ukraine reisen werden. Sie würden einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges unterbreiten. Kremlsprecher Dmitri Peskow hat der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau sind, geantwortet: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor angekündigt, dass die US-Unterhändler erst nach Russland und am Sonntag nach Kiew reisen werden.
+++ 21:17 Goethe-Institute zu: Bundesregierung sieht "keinen weiteren Reaktionsbedarf" +++
Die Bundesregierung sieht keine Notwendigkeit, auf die angekündigte Schließung der russischen Standorte des Goethe-Instituts wiederum mit eigenen Maßnahmen zu reagieren. Dazu gebe es "keinen weiteren Reaktionsbedarf", sagt heute ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Darüber, wie nun mit den Mitarbeitern der Institute weiter verfahren werde, wolle er "jetzt nicht spekulieren". Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte angekündigt, die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk zu schließen. Lawrow sagt, dass dies eine Reaktion auf die angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin sei.
+++ 20:11 Schusswechsel zwischen Geheimdiensten: Selenskyj kündigt Entlassungen an +++
Nach einem Schusswechsel zwischen Mitgliedern zweier ukrainischer Geheimdienste in Kiew hat Präsident Wolodymyr Selenskyj personelle Konsequenzen angekündigt: Mehrere Abteilungsleiter beim Inlandsgeheimdienst SBU und dem Militärgeheimdienst GUR werden entlassen, erklärt Selenskyj und betont, die beiden Geheimdienste müssten "Rechenschaft ablegen." Zwei mutmaßlich an der Schießerei beteiligte Mitarbeiter der beiden Dienste sind heute unter gerichtlichen Auflagen freigelassen worden.
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