Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:04 Angriffe auf Energieinfrastruktur in russischer Region Belgorod +++

05.02.2026, 00:01 Uhr

In der russischen Region Belgorod kommt es in der Nacht zu weitreichenden Strom- und Heizungsausfällen, auch die Wasserversorgung soll teilweise gestört sein. Vorausgegangen war ein Raketenangriff auf Energieinfrastruktur. Unter anderem sei ein Wärmekraftwerk und ein Umspannwerk getroffen worden, berichtet "Kyiv Independent". Früher am Tag habe es laut lokalen Telegramkanälen bereits einen Drohnenangriff auf das Umspannwerk gegeben. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, berichtet von schweren Schäden.

+++ 22:31 USA stellen Sanktionen gegen russische Schattenflotte in Aussicht +++

Die nächsten Verhandlungen über ein Ende des Krieges werden nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wahrscheinlich in den USA stattfinden. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, "die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, sodass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält." Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten miteinander gesprochen. Selenskyj sagt nicht, ob die künftigen Gespräche in den USA ebenfalls in diesem Dreierformat stattfinden sollen.

+++ 22:01 USA stellen Sanktionen gegen russische Schattenflotte in Aussicht +++

US-Finanzminister Scott Bessent knüpft weitere Sanktionen gegen Russland an den Verlauf der Friedensgespräche. Er erwäge Strafmaßnahmen gegen die russische Schattenflotte von Öltankern, sagt Bessent. Bestehende Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hätten Russland an den Verhandlungstisch gebracht.

+++ 21:30 Kiew: Trilaterale Gespräche werden "in kommenden Wochen" fortgesetzt +++

Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland werden ukrainischen Angaben zufolge in den nächsten Wochen fortgesetzt. Die Delegationen hätten vereinbart, "ihre Hauptstädte zu informieren und die trilateralen Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen", erklärt Kiews Chefunterhändler Rustem Umerow nach der zweiten Runde der Gespräche in Abu Dhabi auf Telegram. Seinen Angaben zufolge drehten sich die Gespräche insbesondere um "Methoden für die Umsetzung einer Waffenruhe".

+++ 21:00 Polen und Ukraine wollen gemeinsam Rüstung produzieren +++

Polen und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Rüstungsproduktion verstärken. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der polnische Regierungschef Donald Tusk und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Auf der Plattform X schreibt Tusk, dies sei "mehr als nur die Vorstufe zur praktischen Zusammenarbeit". Er ergänzt: "Dies war seit vielen Monaten unser Ziel, und wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Idee der gemeinsamen Waffen- und Munitionsproduktion zu verwirklichen." Wie die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf Tusk ausführt, ist neben der gemeinsamen Produktion von Munition und verschiedener Militärausrüstung auch eine gemeinsame Entwicklung von Verteidigungstechnologien geplant. Die Produktion soll demnach an Betriebsstandorten sowohl in Polen als auch in der Ukraine erfolgen.

+++ 20:29 Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland +++

US-Präsident Donald Trump spricht sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland aus. Trump schreibt in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen "neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag", der lange Bestand haben könne. Zuvor war das "New Start"-Abkommen ausgelaufen, mit dem die USA und Russland seit 2010 die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe begrenzt hatten. Der US-Präsident erklärt, er lehne eine Verlängerung von "New Start" ab. Es handele sich um ein "schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten", das "grob verletzt" werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen.

+++ 19:49 Ukraine: Haben russisches Raketen-Startgelände attackiert +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat das russische Testgelände Kapustin Jar in der Region Astrachan attackiert. "Nach aktuellem Kenntnisstand wurden auf dem Testgelände einige Gebäude unterschiedlich stark beschädigt, einer der Hangars wurde erheblich beschädigt, und ein Teil des Personals wurde vom Gelände evakuiert", teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Kapustin Jar ist ein in der Sowjetunion erbautes Gelände. Russland nutzt den Standort, um ballistische Raketen vom Typ Oreshnik auf die Ukraine abzufeuern. Die ukrainischen Angriffe erfolgten laut dem Generalstab mit Langstreckenwaffen vom Typ FP-5 "Flamingo".

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