Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:17 Transneft drosselt Öleinspeisung nach ukrainischem Drohnenangriff +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff muss der russische Ölpipeline-Monopolist Transneft die Rohölaufnahme einschränken. Nach Informationen von Reuters werden aktuell 250.000 Barrel weniger eingespeist. Bei dem Drohnenangriff am Montag war eine wichtige Pumpstation in Tatarstan beschädigt worden. Die Station versorgt unter anderem die Druschba-Pipeline, über die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei geliefert wird. Die Anlage ist aber auch ein wichtiger Knotenpunkt für Lieferungen an Ölraffinerien in anderen Teilen Russlands.
+++ 23:35 Tausende Slowaken protestieren für Ukraine und gegen Fico +++
Zum vierten Jahrestag des Beginns der russischen Invasion gehen in der slowakischen Hauptstadt Bratislava Tausende zu einer Solidaritätskundgebung für die Ukraine auf die Straße - auch gegen den Kurs der eigenen Regierung. Sie gedenken der ukrainischen Opfer des russischen Angriffskriegs und protestieren zugleich gegen den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico. Der linksnationale Politiker hatte einen Stopp von Strom-Hilfslieferungen an die Ukraine angekündigt, weil diese russische Erdöl-Lieferungen an die Slowakei blockiere. Nach Angaben des slowakischen Netzbetreibers Seps gegenüber der Nachrichtenagentur TASR wurden die laufenden Stromlieferungen aber bislang noch nicht eingestellt.
+++ 22:33 G7 stützen Trumps Friedensinitiative für Ukraine +++
Die G7-Staaten sichern der Ukraine weiterhin ihre volle Unterstützung zu. Zugleich stellen sie sich hinter die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, einen Friedensprozess durch direkte Gespräche einzuleiten. Ein Abkommen könne nur durch Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau erzielt werden, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die Gruppe unterstützt zudem die Sicherheitsgarantien der sogenannten "Koalition der Willigen" und kündigt weitere Hilfen für den ukrainischen Energiesektor an. Zur G7 gehören die USA, Kanada, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und Japan.
+++ 21:41 Bislang 1700 Ukrainer in Deutschland behandelt +++
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind laut Bundesgesundheitsministerium inzwischen rund 1.700 Kriegsverletzte und Soldaten von dort zu Behandlungen nach Deutschland gekommen. Die Patientinnen und Patienten werden aus der Ukraine geholt und auf Kliniken verteilt, wie das Ministerium mitteilt. Für die Behandlung in Deutschland stehen demnach in diesem Jahr 25 Millionen Euro über Bundesmittel bereit. Ressortchefin Nina Warken sagt: "Die Hilfsbereitschaft für die Ukraine ist auch im Gesundheitsbereich weiterhin groß." Die zivile Infrastruktur des Landes sei zentrales Ziel unzähliger Angriffe, laut Weltgesundheitsorganisation seien darunter bisher mehr als 2.800 Gesundheitseinrichtungen.
+++ 20:55 Von der Leyen: EU zahlt Ukraine-Kredit "auf die eine oder andere Weise" +++
Nach Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird die Europäische Union der Ukraine den geplanten Kredit über 90 Milliarden Euro ungeachtet des ungarischen Vetos auszahlen. Dies werde "auf die eine oder andere Weise" geschehen, sagt von der Leyen in Kiew. Zudem kündigt sie ein neues Energiepaket für den Winter über 920 Millionen Euro für 2026/2027 an. Ungarn hat am Vortag neue EU-Sanktionen gegen Russland und den Kredit blockiert. Die Regierung in Budapest wirft der Ukraine vor, Öllieferungen über die Druschba-Pipeline absichtlich unterbrochen zu haben. Kiew verweist dagegen auf Reparaturen nach einem russischen Angriff.
+++ 20:19 UN-Vollversammlung beschließt Ukraine-Unterstützer-Resolution - ohne die USA +++
Die UN-Vollversammlung verabschiedet eine Resolution zur Unterstützung der Ukraine. 107 Länder stimmen in New York für den Text, der das Recht der Ukraine auf "Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen" bekräftigt. Zwölf Staaten sprechen sich gegen die Resolution aus; 51 enthalten sich - darunter die USA. Washington hat ein separates Votum über einzelne Bestandteile der Resolution gefordert. So wollte die Trump-Regierung, dass die Passage zur territorialen Integrität der Ukraine und ein Absatz, in dem ein "allgemeiner, gerechter und dauerhafter" sowie völkerrechtskonformer Frieden gefordert wird, gesondert zur Abstimmung gestellt werden.
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