Politik

Verhandlungen über Ukraine-KriegPutin wünscht sich Schröder als Vermittler für Gespräche mit EU

09.05.2026, 21:38 Uhr
00:00 / 02:41
collage_1920x1080 (2)
Schröder und Putin kennen sich seit vielen Jahren. (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen/ IMAGO / ZUMA Press/ Collage ntv.de)

Laut Putin neigt sich Russlands Angriffskrieg in der Ukraine dem Ende entgegen. Für mögliche Verhandlungen zwischen Moskau und Brüssel wünscht sich der Kremlchef Altkanzler Schröder als Vermittler. Ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj kommt für Putin nur unter einer Bedingung infrage.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine neigt sich dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zufolge dem Ende zu. Putin brachte in Moskau zudem den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen Russland und der Europäischen Union ins Gespräch.

"Ich glaube, dass die Angelegenheit sich dem Ende zuneigt", sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs mit Blick auf den Ukraine-Krieg. Er erklärte zudem, der slowakische Ministerpräsident Robert Fico habe ihm gesagt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei. "Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen", sagte Putin. Es sei keine direkte Einladung an Selenskyj, doch würde er sich auch mit ihm treffen. "Wir können uns auch an einem anderen Ort als Moskau treffen, aber nur wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde."

Putin betonte, dass eine friedliche Lösung des Konflikts Sache der Ukraine und Russlands sei. "Aber wenn jemand helfen möchte, sind wir dafür dankbar." Auf die Frage, ob er zu Gesprächen mit den Europäern bereit sei, sagte Putin, die für ihn bevorzugte Person eines Vermittlers sei der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder. "Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen", so der Kremlchef. Schröder und Putin gelten als enge Freunde. Der russische Präsident warf Europa vor, den Konflikt in der Ukraine verschärfen zu wollen. Allerdings wisse Europa, "dass dieses Spiel teuer werden könnte". Die Ukraine werde von Europa weiterhin massiv unterstützt, vor allem mit Technik und Technologie.

ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google

Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen eine Box mit Schlagzeilen zum Thema angezeigt.

Hinterlegen Sie ntv als bevorzugte Quelle. Nur dann bekommen Sie in dieser Schlagzeilen-Box regelmäßig unsere Inhalte - redaktionell geprüft und verlässlich.

ntv.de als bevorzugte Quelle bei Google einstellen

Der Kreml hatte jüngst erklärt, es sei Sache der europäischen Regierungen, den ersten Schritt zu tun, da sie es gewesen seien, die 2022 nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine den Kontakt zu Moskau abgebrochen hatten. Die Zeitung "Financial Times" hatte am Donnerstag berichtet, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union auf mögliche Gespräche vorbereiten würden. 

Ein Sprecher der Bundesregierung in Berlin hatte auf Nachfrage dazu gesagt, er wolle nicht darüber spekulieren, wann der Zeitpunkt für Gespräche gekommen sein könnte. Momentan sehe man aber, dass Russland und Putin offensichtlich kein Interesse an ernsthaften Verhandlungen hätten. Wichtig werde ein abgestimmtes europäisches Vorgehen und auch ein abgestimmtes Vorgehen mit der Ukraine sein.

Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa

RusslandGerhard SchröderAngriff auf die UkraineDiplomatieUkraine