Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:13 Hisbollah meldet Drohnenangriffe auf israelische Soldaten +++
Nach israelischen Luftangriffen mit mehreren Toten im Süden des Libanon (Siehe Liveticker-Eintrag von 06:49 Uhr) erklärt die Terror-Miliz Hisbollah auf ihrem Telegram-Kanal, sie habe Drohnenangriffe auf eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Stadt Biyyadah im Südlibanon durchgeführt. Die Angriffe seien eine Reaktion auf "Verletzungen der Waffenruhe" durch Israel. Die israelische Armee bestätigt die Angriffe, spricht jedoch von erfolgreicher Abwehr: Eine Rakete sei abgefangen worden, weitere Geschosse seien in der Nähe operierender IDF-Einheiten niedergegangen - ohne Verletzte.
+++ 17:24 Trump: Würde vorziehen, den Iran nicht "ein für alle Mal dem Erdboden gleichmachen" zu müssen +++
Nach dem Zurückweisen eines neuen Verhandlungsvorschlags aus dem Iran betont US-Präsident Trump, dass die Führung in Teheran "uneinig" sei und sich nicht auf eine Strategie zur Beendigung des Kriegs einigen könne. Er würde es vorziehen, den Iran nicht "ein für alle Mal dem Erdboden gleichmachen" zu müssen, sagt er. Eine Wiederaufnahme des Krieges bleibe jedoch "eine Option".
+++ 16:46 Wie der US-Truppenabzug einzuordnen ist - Militärexperte Thiele erklärt +++
Dass die USA jetzt 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen wollen, wirkt wie eine direkte Reaktion auf die Kritik von Bundeskanzler Merz an US-Präsident Donald Trump. Militärexperte Ralph Thiele erkennt darin jedoch strategischen Druck - denn die Entscheidung habe schon festgestanden.
+++ 16:16 VAE: Flugverkehr läuft wieder normal +++
Der Flugverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verläuft nach Angaben der dortigen Luftfahrtbehörde wieder normal. Die Behörde habe die nach Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eingeführten Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Der Entscheidung liege eine umfassende Bewertung der Sicherheitslage zugrunde.
+++ 15:38 Jemen: Unbekannte kapern Öltanker +++
Vor der Küste der jemenitischen Provinz Schabwa haben Unbekannte nach Angaben der dortigen Küstenwache einen Öltanker gekapert. Bewaffnete Männer hätten die Kontrolle über die "M/T Eureka" übernommen und steuerten das Schiff durch den Golf von Aden in Richtung somalischer Gewässer, teilt die Behörde mit. Der Standort des Tankers sei bekannt. Es liefen Bemühungen, das Schiff zurückzuholen und die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten.
+++ 15:05 Pistorius reagiert gelassen auf Teilabzug der US-Soldaten +++
Die Bundesregierung reagiert betont gelassen auf die Ankündigung USA, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und dort keine Tomahawk-Marschflugkörper zu stationieren. "Dass die USA Truppen aus Europa und auch aus Deutschland abziehen würden, war absehbar", sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius. "Derzeit ist von 5000 US-Soldatinnen und Soldaten von insgesamt fast 40.000 die Rede, die aktuell in Deutschland stationiert sind." Der außenpolitische Sprecher der Union, Jürgen Hardt, und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußern hingegen die Sorge, dass US-Vorgehen die Abschreckungswirkung der Nato gefährde.
+++ 14:36 "Entführung": Madrid fordert von Israel Freilassung eines Spaniers +++
Spaniens Außenminister José Manuel Albares fordert die sofortige Freilassung des von Israel beim Stopp der Gaza-Hilfsflotte festgenommenen Spaniers Saif Abu Keschek. "Es handelt sich hier um eine rechtswidrige Festnahme in internationalen Gewässern außerhalb der Zuständigkeit der israelischen Behörden", sagt der Minister in einem Radiointerview. Auf die Frage, ob es sich bei der Verbringung von Abu Keschek nach Israel um eine "Entführung" handele, antwortete Albares: "Wenn dies von Behörden vorgenommen wird, die rechtlich gar nicht zuständig sind, ja, auf jeden Fall." Israel wirft Abu Keschek, der palästinensische Wurzeln hat, Verbindungen zur Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor. Nach Darstellung des Außenministeriums in Jerusalem ist er ein führendes Mitglied der Volkskonferenz der Palästinenser im Ausland. Nach Informationen von US-Behörden soll diese "heimlich von der Hamas kontrolliert" werden.
+++ 13:57 Opec+ sollen sich über Erhöhung der Ölförderung einig sein +++
Sieben Opec+-Länder einigen sich Insidern zufolge grundsätzlich auf eine Erhöhung der Ölförderziele im Juni um etwa 188.000 Barrel pro Tag. Trotz des Austritts der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Kartell hielten sie an ihren Plänen fest, wie zwei mit den Überlegungen vertraute Personen erklären. Die Produktionserhöhungen sind vorerst weitgehend symbolisch, da der Großteil des Schiffsverkehrs durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zum Erliegen gekommen ist.
+++ 13:18 Umfrage: Iran-Krieg in USA so unbeliebt wie 2006 Irak-Krieg +++
Rund 60 Prozent der US-Amerikaner halten es laut einer neuen Umfrage von "Washington Post", ABC News und Ipsos für einen Fehler, dass die USA militärische Gewalt gegen den Iran angewendet haben. Diese Werte sind laut "Washington Post" ähnlich schwach wie im Mai 2006, als der Irak-Krieg von vielen Menschen in den USA für einen Fehler gehalten wurde. Eine Gallup-Umfrage aus dem Jahr 1971 ergab, dass etwa sechs von zehn Amerikanern dasselbe über den Vietnamkrieg sagten. Besonders unbeliebt ist der Iran-Krieg bei Anhängern der Demokraten: Etwa 90 Prozent bezeichnen die Militäraktion gegen den Iran derzeit als Fehler, ebenso wie 71 Prozent der unabhängigen Wähler. Unter Republikanern halten nur 19 Prozent den Krieg für einen Fehler.
+++ 12:29 Insider: Iran bietet USA Öffnung der Straße von Hormus an +++
Der Iran schlägt den USA in den Verhandlungen über ein Ende des Krieges nach Angaben eines ranghohen iranischen Regierungsvertreters die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der US-Blockade vor. Gespräche über das iranische Atomprogramm sollten auf später verschoben werden, so der Insider. US-Präsident Donald Trump hat den Vorschlag bislang zurückgewiesen. Ein ähnlicher Vorschlag des Iran wurde bereits Anfang der Woche bekannt.
+++ 11:32 Iran richtet zwei Menschen wegen Vorwurfs der Spionage für Israel hin +++
Der Iran richtet zwei Männer hin, die wegen der Spionage für Israel verurteilt worden waren. Beide seien gehängt worden, meldet die Justizwebsite "Misan Online". Einem der Männer wurde demnach vorgeworfen, Militär- und Sicherheitsstandorte gefilmt und fotografiert zu haben. Die Aufnahmen soll er während des zwölftägigen Kriegs zwischen dem Iran und den USA im Juni 2025 an einen Offizier des israelischen Geheimdienstes Mossad geschickt haben. Der andere Mann wurde den Angaben zufolge beschuldigt, Informationen über "religiöse und provinzielle Persönlichkeiten" und "wichtige Zentren wie das Gebiet Natans" an den Mossad weitergeleitet zu haben. In Natans befindet sich eine wichtige iranische Atomanlage.
+++ 10:45 UN untersucht Folgen von Irans Angriffen auf Telekommunikation in Golfstaaten +++
Die UN-Sonderorganisation für Telekommunikation will die Auswirkungen von Irans Angriffen auf die Telekommunikations-Infrastruktur in vier Staaten in Nahost und am Persischen Golf bewerten. Der Rat der Internationale Fernmeldeunion (ITU) habe sein Sekretariat beauftragt, "die konkreten Auswirkungen von Störungen" in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien und Kuwait "sowie die weiterreichenden Folgen für die regionale und globale Vernetzung zu überwachen, zu bewerten und darüber Bericht zu erstatten", erklärt eine Sprecherin.
+++ 09:54 Iranischer Militärvertreter: Erneuter Konflikt mit USA "wahrscheinlich" +++
Ein ranghoher iranischer Militärvertreter hält einen erneuten Konflikt mit den USA für "wahrscheinlich". Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA "sich nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten", zitiert die iranische Nachrichtenagentur Fars Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen Militärkommando Chamat al-Anbija. Zuvor hatte der Iran nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der ins Stocken geratenen Verhandlungen mit den USA vorgelegt.
+++ 09:07 Folge des Iran-Kriegs - Erste US-Fluglinie stellt Betrieb ein +++
Der Iran-Krieg treibt die Treibstoffpreise in die Höhe. Als Folge gerät die sich bereits seit August in einer Insolvenz befindliche US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines unter Druck. Nun meldet Spirit, den Betrieb komplett eingestellt zu haben. Alle Flüge seien storniert worden, teilt das Unternehmen mit. Ohne zusätzliche Finanzmittel habe die Airline keine andere Wahl. Spirit Airlines ist die erste Firma der Branche, die im Zuge des Iran-Kriegs aufgeben muss.
+++ 08:24 US-Regionalkommando: Bisher 45 Schiffe bei Iran-Blockade gestoppt +++
Die USA melden Zahlen zu ihrer Seeblockade gegen den Iran, mit der die Führung in Teheran von den Einnahmen aus dem Ölexport abgeschnitten werden soll: Bislang haben die Vereinigten Staaten mit ihrer Blockade demnach 45 Schiffe gestoppt, wie das zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mitteilt. Zuvor hatte der Iran die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Straße von Hormus durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen bereits weitgehend unpassierbar gemacht.
+++ 07:33 Trump: Zu behaupten, USA würden Krieg nicht gewinnen, ist "verräterisch" +++
Präsident Donald Trump bezeichnet es als "verräterisch", wenn von US-Politikern behauptet wird, die Vereinigten Staaten würden den Krieg gegen den Iran nicht "gewinnen", wie der US-Sender CNN berichtet. "Die radikale Linke sagt immer wieder: 'Wir gewinnen nicht, wir gewinnen nicht.' Sie (der Iran, Anm. d. Red.) haben gar keine Streitkräfte mehr", sagte Trump am Freitag (Ortszeit) bei einer Rede in Florida. "Es ist tatsächlich, es ist tatsächlich, ich glaube, es ist verräterisch, okay." In Bezug auf die rasche Militäraktion im Januar in Venezuela sagte Trump, er wolle noch nicht voreilig von einem Sieg im Iran sprechen. "Im Iran läuft es für uns fast genauso gut. Aber ich spreche nicht gerne darüber, bevor die Arbeit nicht erledigt ist."
+++ 07:13 Umfrage: Bundesregierung ohne klare Vorstellung zum Iran-Krieg +++
Mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck, dass der Bundesregierung eine klare Vorstellung fehlt, wie sich Deutschland im Iran-Krieg verhalten soll. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Zeitschrift "Internationale Politik" antworteten 68 Prozent der Befragten auf eine entsprechende Frage mit Nein. Nur eine Minderheit von 28 Prozent hat den gegenteiligen Eindruck. Forsa hat am 16. und 17. April 1.002 Menschen befragt.
+++ 06:49 Israel startet trotz Waffenruhe "Serie heftiger Angriffe" auf den Libanon +++
Trotz der derzeit geltenden Waffenruhe hat Israel neue Angriffe auf Ziele (siehe unter anderem Eintrag 02:03) im Libanon geflogen. Dabei wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Süden des Landes mindestens 13 Menschen getötet, darunter ein Kind. Die israelische Armee hatte vor den Angriffen auf die Stadt Habbusch die Einwohnerinnen und Einwohner zur Evakuierung aufgefordert. In Habbusch wurden den Ministeriumsangaben zufolge acht Menschen getötet, in Srarijeh vier. 21 weitere Menschen wurden demnach bei den Angriffen in Habbusch verletzt. Das Ministerium meldet zudem einen Toten bei einem Angriff in Ain Baal nahe der Küstenstadt Tyros. Die amtliche Nachrichtenagentur ANI sprach von "einer Serie heftiger Angriffe".
+++ 05:08 Trump: USA handeln bei Blockade iranischer Häfen "wie Piraten" +++
US-Präsident Donald Trump vergleicht das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten. "Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen", sagt Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. "Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen." Während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hält die Regierung in Teheran fast alle ausländischen Schiffe in der Straße von Hormus auf, während Trump seinerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.
+++ 04:02 USA genehmigen Verkauf von Patriot-Abwehr an Katar +++
Die US-Regierung hat den Verkauf von Patriot-Raketenabwehrsystemen an Katar im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar (rund 3,4 Milliarden Euro) genehmigt. Der Verkauf an Katar erfolge aufgrund eines "Notfalls", erklärt das US-Außenministerium. Der Rüstungsexport ziele darauf ab, "die Sicherheit eines befreundeten Landes" zu verbessern, das mit "aktuellen und zukünftigen Bedrohungen" konfrontiert ist, heißt es in Anspielung auf den Iran-Krieg.
+++ 03:05 Bericht: Spirit Airlines wegen hoher Kerosinpreise vor dem Aus +++
Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines steht Insidern zufolge unmittelbar vor dem Aus, nachdem ein massiver Anstieg der Kerosinpreise aufgrund des Iran-Krieges die Sanierungspläne zunichtegemacht hat. Die Treibstoffkosten haben sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt und damit die ursprünglichen Kalkulationen der Airline für den Weg aus der Insolvenz über den Haufen geworfen. Spirit wäre damit in der Luftfahrtbranche das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konfliktes. US-Präsident Donald Trump erklärt, das Weiße Haus habe dem Unternehmen und seinen Gläubigern ein letztes Rettungsangebot vorgelegt.
+++ 02:03 Libanon: Zwölf Menschen bei israelischen Angriffen getötet +++
Trotz vereinbarter Waffenruhe zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz dauern die gegenseitigen Angriffe an. Das libanesische Gesundheitsministerium teilt laut der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mit, bei israelischen Angriffen auf Orte im Südlibanon seien zwölf Menschen ums Leben gekommen und 25 weitere verletzt worden. Eines der Opfer sei ein Kind. Die israelische Armee bestätigt den Vorfall bisher nicht.
+++ 00:46 USA billigen Rüstungsexporte in den Nahen Osten +++
Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
+++ 23:13 Weltgrößter Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt Golfregion +++
Der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verlässt die Golfregion, nachdem er zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran teilgenommen hatte, wie ein US-Beamter mitteilt. Damit seien aktuell mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Region. Der weltweit größte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist seit zehn Monaten auf See. Mitte März war auf dem Schiff in einem Waschraum ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden.
+++ 22:09 Was wird mit dem Iran? - Trump: "Wegpusten oder Vereinbarung abschließen" +++
"Entweder wegpusten oder eine Vereinbarung abschließen", sagt US-Präsident Donald Trump auf die Frage von Reportern, welche Optionen es zum Thema Iran gäbe. Trump geht nicht weiter ins Detail. Er äußert sich vor Medienvertretern stattdessen binnen weniger Minuten zu zahlreichen Themen, darunter seine geplante Reise nach China ("Treffen mit Xi wird großartig werden"), dem G7-Treffen in Frankreich ("werde wahrscheinlich teilnehmen"), Kritik an Europa ("nicht glücklich mit Italien und Spanien") dem neuen irakischen Präsidenten ("unterstütze ihn"), dem US-Unternehmen Anthropic ("hatten gutes Treffen"), US-Raketenbeständen ("bin nicht besorgt"), Folgen des Iran-Konflikts ("wenn der Krieg endet, wird Kraftstoff billiger werden") und der angekündigten Erhöhung der US-Zölle für Autos aus der EU ("zwingt Unternehmen, Produktion in die USA zu verlagern").
+++ 21:31 Verlängerung des Iran-Kriegs? Trump wird US-Kongress nicht um Erlaubnis bitten +++
Ungeachtet der Gesetzeslage wird US-Präsident Donald Trump sich die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. "Nie zuvor" sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagt er vor Journalisten in Washington. "Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?" Trump betont zugleich, dass er im Austausch mit dem Kongress stehe. Zum Wochenende läuft theoretisch das Zeitfenster aus, in dem Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Will ein Präsident darüber hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs befehligen, bedarf es der förmlichen Zustimmung des Parlaments. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Einsätze hineingezogen werden. Trump wäre nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das würde auch für die Seestreitkräfte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Allerdings gibt es Schlupflöcher, sodass Trump auch nach Verstreichen der Frist den Krieg fortsetzen könnte. Auch frühere Präsidenten wie die Demokraten Bill Clinton und Barack Obama hatten das Parlament umgangen.
+++ 20:30 Libanon meldet sechs Tote nach israelischen Angriffen +++
Ungeachtet der derzeit geltenden Waffenruhe fliegt Israel neue Angriffe auf Ziele im Libanon. Dabei werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Süden des Landes sechs Menschen getötet, darunter ein Kind. Die israelische Armee hatte vor den Angriffen auf die Stadt Habbusch die Bewohner zur Evakuierung aufgefordert. Bei den Angriffen seien acht weitere Menschen verletzt worden, erklärt das libanesische Gesundheitsministerium. Die amtliche Nachrichtenagentur ANI spricht von "einer Serie heftiger Angriffe". Diese sei "weniger als eine Stunde nach der Warnung" durch Israel erfolgt. Im Libanon besteht eigentlich seit dem 17. April eine Feuerpause. Dennoch hat Israel seitdem wiederholt Angriffe geflogen.
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