Iran-Krieg im Liveticker+++ 21:17 Ölpreis steigt deutlich nach Trumps Drohung gegen Iran +++
Der Ölpreis hat nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran deutlich zugelegt. Am Abend wurden die Aufschläge noch ausgeweitet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni steigt um 7,1 Prozent auf 119,19 US-Dollar. In der Spitze klettert der Ölpreis kurzzeitig bis auf 119,76 Dollar. Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg heftige Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!", schreibt er auf seiner Platform Truth Social. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten "NO MORE MR. NICE GUY".
+++ 20:38 US-Flugzeugträger zieht aus dem Nahen Osten ab +++
Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wird den Nahen Osten in den kommenden Tagen verlassen und die Heimfahrt antreten. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere Offizielle. Dies dürfte für die rund 4500 Matrosen, die seit zehn Monaten im Einsatz sind, eine willkommene Erleichterung sein - bedeutet jedoch einen erheblichen Verlust an Feuerkraft, während die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind.
+++ 19:49 Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf: Trump will mit Seeblockade das Land spalten +++
Die Blockade iranischer Häfen durch die USA zielt nach Ansicht des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf auf eine Spaltung des Landes ab. US-Präsident Donald Trump teile den Iran "in zwei Gruppen, Hardliner und Gemäßigte", und habe die Seeblockade verhängt, "um den Iran durch wirtschaftlichen Druck und interne Zwietracht zur Unterwerfung zu zwingen", sagte Ghalibaf laut dem iranischen Staatsfernsehen. "Der Feind ist in eine neue Phase eingetreten und will durch eine Seeblockade und Medienrummel wirtschaftlichen Druck ausüben und interne Spaltungen schüren", betont Ghalibaf. Auf diese Weise wolle Trump "uns von innen heraus schwächen oder gar zum Zusammenbruch bringen", fügt der Parlamentspräsident hinzu. Er ruft zur "Wahrung der Einheit" auf, was in dieser Situation die einzige Lösung sei.
+++ 19:05 Hegseth: Iran-Krieg ist kein Schlamassel +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigt den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest. "Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage", sagt Hegseth vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die Demokraten. Deren Abgeordneten wirft er vor, mit ihrer Kritik "rücksichtslos, schwach und defätistisch" zu agieren.
+++ 18:19 US-Militär bereitet heftige Schläge gegen Iran vor +++
Das US-Zentralkommando bereitet neue Schläge gegen den Iran vor für den Fall, dass die Verhandlungen scheitern. Es gebe einen Plan für eine "kurze und kraftvolle" Angriffswelle, berichtet Axios. Damit solle Teheran dazu gebracht werden, sich zu bewegen und Zugeständnisse zu machen.
+++ 17:45 Islamistische Gruppe bekennt sich zu antisemitischem Anschlag in London +++
Nach dem jüngsten Terroranschlag in London hat sich die neue islamistische Gruppierung Aschab al-Jamin zu dem Angriff bekannt. Einzelkämpfer der Gruppe hätten zwei "Zionisten" im Stadtviertel Golders Green angegriffen und verletzt, heißt es in einer Stellungnahme, die die Gruppe heute auf proiranischen Kanälen im Internet verbreitete. In einem kurzen Clip zeigte die Gruppe auch Szenen des Angriffs, die Überwachungskameras und Augenzeugen gefilmt hatten. Die Gruppe verweist in dem Clip offenbar auch auf ein israelisches Gesetz vom März, mit dem die Todesstrafe ausgeweitet wird. Dieses sieht vor, dass bei terroristisch motiviertem Mord mit dem Ziel der Vernichtung des Staates Israel auch die Todesstrafe verhängt werden kann. "Wenn das Gesetz für die Hinrichtung von Gefangenen nicht gestoppt wird, werdet ihr auf der Straße hingerichtet", erklärt Aschab al-Jamin in dem Clip.
+++ 17:11 Israel: Keine Pläne für Netanjahu-Besuch in den USA +++
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten hat Berichte zurückgewiesen, wonach Benjamin Netanjahu nächste Woche US-Präsident Donald Trump treffen soll. "Es ist nicht zu erwarten, dass Ministerpräsident Netanjahu nächste Woche in die USA reist", teilt sein Büro mit. Israels Regierungschef spreche aber häufig "mit seinem Freund Präsident Trump". Mehrere Medien hatten zuvor von einem in der kommenden Woche anstehenden Treffen der beiden in den USA berichtet. Hintergrund seien die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sowie die Koordinierung mit den USA im Umgang mit dem Iran, hatte etwa die Zeitung "Israel Hajom" geschrieben.
+++ 16:32 "Blinder Merz sagt einäugigem Trump, er könne nichts sehen" +++
Nach dem Schlagabtausch zwischen Merz und Trump wird die Kritik lauter. Ein Militärexperte sieht beim US-Präsidenten ein klares Muster: Widerspruch dulde er kaum. Gleichzeitig erkennt er durchaus strategische Ziele hinter Trumps Vorgehen.
+++ 16:03 Minenjagdboot startet am Montag Richtung Mittelmeer +++
Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs wird ein Minenjagdboot am kommenden Montag in Richtung Mittelmeer auslaufen. Das Minenjagdboot "Fulda" der Deutschen Marine wird am 4. Mai von Kiel aus auslaufen, wie die Bundeswehr mitteilt.
+++ 15:04 Libanon: Soldat bei israelischem Angriff im Süden des Landes getötet +++
Ein libanesischer Soldat ist nach Armeeangaben bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon getötet worden. Wie die libanesische Armee mitteilt, wurden der Soldat und sein Bruder in der Ortschaft Chirbet Selm im Bezirk Bint Dschbeil beschossen, als sie mit einem Motorrad von dem Posten des Soldaten nach Hause fuhren.
+++ 14:26 EU-Kommission lockert Beihilferegeln wegen Iran-Krieg +++
Die Europäische Kommission lockert die Regeln für staatliche Beihilfen, um die heimische Wirtschaft vor den Folgen des Iran-Krieges zu schützen. Die Brüsseler Behörde verabschiedet einen entsprechenden befristeten Aktionsplan. Auslöser sind die drastischen Preissteigerungen bei Energie und Düngemitteln infolge der Schließung der Straße von Hormus. "Die jüngsten Preisexplosionen bei Energie erfordern eine sofortige Reaktion", erklärt die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. Das Programm richtet sich an besonders betroffene Sektoren wie die Landwirtschaft, die Fischerei, den Verkehr und energieintensive Industrien. Es gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2026. Langfristig bleibe der Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft jedoch die beste Lösung, um Unternehmen vor globalen Energieschocks abzuschirmen, heißt es in der Mitteilung weiter.
+++ 13:47 UN: Mindestens 21 Hinrichtungen und 4000 Festnahmen im Iran seit Kriegsbeginn +++
Die Führung in Teheran hat nach UN-Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs mindestens 21 Menschen aus politischen Gründen hinrichten und mehr als 4000 Menschen festnehmen lassen. "Mindestens neun Menschen wurden im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar 2026 hingerichtet, zehn für eine mutmaßliche Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen", teilt das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte mit. Den Festgenommenen werden demnach Vorwürfe im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit gemacht. Der UN-Behörde zufolge wurden viele der Festgenommenen Opfer von Verschleppung, Folter oder von "grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung", darunter erzwungene und teils im Fernsehen übertragene Geständnisse sowie Schein-Exekutionen.
+++ 13:10 Merz bleibt nach Trump-Attacke bei Kritik am Iran-Krieg +++
Nach der scharfen Attacke von US-Präsident Donald Trump gegen Friedrich Merz hat der Bundeskanzler seine Kritik am Iran-Krieg erneuert. Der Krieg habe "unmittelbare Auswirkungen auf unsere Energieversorgung" und "massive Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Insofern dränge ich darauf, dass dieser Konflikt beigelegt wird." Sein persönliches Verhältnis zu Trump sei dennoch "unverändert gut". Er fügte hinzu: "Wir sind nach wie vor in guten Gesprächen miteinander."
+++ 12:42 Trotz Waffenruhe: Israel und Hisbollah-Miliz greifen sich wieder gegenseitig an +++
Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt eigentlich derzeit eine Feuerpause - es gibt aber weiterhin Gewalt. Bei einem israelischen Luftangriff in der Nacht seien fünf Mitglieder einer Familie im Süden des Landes getötet worden, berichtet die libanesische Nachrichtenagentur NNA. Demnach wurde ein Gebäude getroffen. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage bislang nicht zu dem Bericht. Die NNA meldete zudem weitere israelische Luftangriffe in der Stadt Bint Dschubail, berichtete aber zunächst nicht über Opfer. Israels Armee meldete am Vormittag wieder Drohnenbeschuss der Schiitenorganisation aus dem Nachbarland. Eine Drohne sei abgefangen worden, ehe sie nach Israel dringen konnte. In einem israelischen Grenzort heulten die Warnsirenen. Das israelische Militär teilt mit, es habe in mehreren Fällen Abwehrraketen in Richtung "eines verdächtigen Flugobjekts" abgefeuert, das jeweils in der Nähe israelischer Soldaten im Südlibanon identifiziert worden sei. Sie warf der vom Iran unterstützten Miliz vor, gegen die Waffenruhe-Vereinbarung zu verstoßen.
+++ 11:50 Trump droht Iran: "NO MORE MR. NICE GUY" +++
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck auf Teheran, zu einer Verhandlungslösung mit den USA zu kommen. Mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social drohte er: "Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschließt. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!" Dazu postete der US-Präsident eine Fotomontage, die ihn im Hollywood-Stil im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, Sonnenbrille und umgehängtem Sturmgewehr zeigt. Dahinter sind Explosionen in einer kargen Berglandschaft zu sehen. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: "NO MORE MR. NICE GUY" (etwa: "Jetzt ist Schluss mit lustig")
+++ 10:35 Studie: Touristen müssen sich auf knappes Kerosin und hohe Ticketpreise einstellen +++
Flugtouristen müssen sich im bevorstehenden Sommer auf weiter steigende Ticketpreise einstellen. Vor allem die Kerosinknappheit infolge des Iran-Kriegs treibe die Kosten und verenge das mögliche Angebot, geht aus einer Branchen-Studie des Kreditversicherers Allianz Trade hervor. Während die Krisenregion Nahost als Reiseziel ausfällt, werden Reisen nach Asien und Australien wegen der fehlenden Umsteigekapazitäten am Persischen Golf deutlich teurer.
+++ 09:30 Iran-Krieg: Stellenabbau in den Unternehmen verschärft sich +++
Die aktuelle geopolitische Unsicherheit greift laut Umfrage des Münchner Ifo-Instituts auf die Personalplanungen der Unternehmen über: "Es werden mehr Arbeitsplätze ab- als aufgebaut", erklärte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, am Mittwoch. Das vom Ifo erstellte Beschäftigungsbarometer sank von 93,4 Punkten im März auf 91,3 Punkte im April und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. In der Industrie bleibe die Arbeitsmarktsituation "angespannt", erklärte das Ifo. Hier sank das Barometer. Kaum eine Branche bleibe vom Arbeitsplatzabbau verschont. Gleiches gelte für den Groß- und Einzelhandel. Bei den Dienstleistern sei das Barometer auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Krise "eingebrochen". In der Logistik schlügen sich die gestiegenen Kosten infolge des Iran-Kriegs nun auch in den Personalplanungen nieder. Auch der Tourismus sei vom Arbeitsplatzabbau betroffen. "Eine nachhaltige Entspannung am Arbeitsmarkt ist erst zu erwarten, wenn die Unsicherheiten deutlich nachlassen, betonte Wohlrabe.
+++ 08:23 Iran-Krieg lässt Kosten im Straßenbau rasant steigen +++
Die Bundesregierung will mit Milliardensummen Straßen und Brücken modernisieren, doch der Iran-Krieg lässt die Kosten hochschnellen. Die Bauindustrie warnt vor Verzögerungen bei dringenden Investitionen in die Infrastruktur und wirft der Politik vor, sie auf Preisanstiegen sitzenzulassen. Der Preis für Bitumen, ein Bindemittel für Asphalt, das auf Erdöl basiert, habe sich seit Kriegsbeginn ungefähr verdoppelt, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands HDB. "Ohne Bitumen kein Asphalt, ohne Asphalt kein Straßenbau." Im März hätten die Kostenanstiege binnen Monatsfrist die Preisanstiege während des Ukraine-Kriegs 2022 noch überschritten. Die Kostensteigerungen hätten einen großen Einfluss auf den Asphaltpreis, der je nach Bitumenanteil von 15 bis 30 Prozent reiche. Und die Welle an Preiserhöhungen von Lieferanten anderer Produkte stehe noch bevor, so Müller.
+++ 07:14 Sanktionen gegen Banken: USA wollen Teheran den Geldhahn zudrehen +++
Die US-Regierung will verbliebene Lücken bei den Sanktionen gegen den Iran schließen und verschärft damit auch die Spannungen mit China. Das Finanzministerium in Washington droht Banken und Finanzdienstleistern mit Strafen, sollten sie Geschäfte mit sogenannten Teekannen-Raffinerien in der Volksrepublik machen. So werden vergleichsweise kleine und unabhängige Anlagen bezeichnet, die Öl aus mit Sanktionen belegten Ländern wie dem Iran billig aufkaufen und zu Benzin verarbeiten. Medienberichten zufolge gehen etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte nach China.
+++ 06:11 Bericht: Trump lässt längere Blockade des Iran vorbereiten +++
US-Präsident Donald Trump lässt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge eine längere Blockade des Iran vorbereiten. Trump habe seine Berater entsprechend angewiesen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Er wolle den Druck auf die iranische Wirtschaft und die Ölexporte aufrechterhalten, indem der Schiffsverkehr von und zu den Häfen des Landes unterbunden werde. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht bislang nicht bestätigen.
+++ 05:05 UN: Schiffsverkehr durch Straße von Hormus fast zum Erliegen gekommen +++
Seit Beginn des Iran-Kriegs vor zwei Monaten ist die Zahl der Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, nach Angaben der Vereinten Nationen um mehr als 95 Prozent zurückgegangen. Dagegen seien die Preise für Lebensmittel-Rohstoffe um sechs Prozent gestiegen, sagt der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, in New York. Der Rohölpreis für Europa sei darüber hinaus um 53 Prozent gestiegen
+++ 04:15 Trump bei Staatsbankett mit König Charles: Iran ist "militärisch besiegt" +++
Beim Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus äußert US-Präsident Donald Trump erneut seine Einschätzung, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", so Trump. "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen." Der Iran will über die Frage seines Atomprogramms erst sprechen, wenn der zweimonatige Krieg beendet ist. Trump will das Thema Insidern zufolge aber von Anfang an verhandeln.
+++ 02:12 Libanon wirft Israel Angriff auf Zivilschützer vor +++
Bei einem mutmaßlich israelischen Angriff im Süden des Libanons sind nach offiziellen Angaben drei Mitarbeiter des Zivilschutzes getötet worden. Sie seien nahe der Küstenstadt Tyrus auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz gewesen, schreibt der libanesische Präsident Joseph Aoun auf X. Nach Angaben der libanesischen Streitkräfte wurden zudem zwei Soldaten verletzt. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht dazu. Medienberichten zufolge hatten die israelischen Streitkräfte eine libanesische Militärpatrouille angegriffen, die die Zivilschützer zu einem Rettungseinsatz am Ort einer vorherigen israelischen Attacke begleitete. Israel verstoße gegen internationales Recht, wenn es Rettungskräfte ins Visier nehme, schreibt Präsident Aoun.
+++ 00:35 Insider: USA prüfen Folgen einer einseitigen Siegeserklärung +++
US-Geheimdienste untersuchen Insidern zufolge, wie der Iran reagieren könnte, wenn Präsident Trump in dem seit zwei Monaten andauernden Krieg einseitig den Sieg erklärt. Die Analyse erfolge auf Bitte hochrangiger Regierungsvertreter, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei US-Beamte und eine weitere mit dem Vorgang vertraute Person. Ziel sei, die Folgen eines möglichen US-Rückzugs aus dem Konflikt zu verstehen. Einige Berater fürchten demnach, dass der Krieg bei den Kongresswahlen im Spätherbst zu schweren Verlusten für die Trumps Republikaner führen könnte.
+++ 23:05 Aufruf zur "Selbstaufopferung": Britische Regierung bestellt Irans Botschafter ein +++
Die britische Regierung bestellt den iranischen Botschafter ins Außenministerium ein. Anlass sind Aufrufe an in Großbritannien lebende Iraner zur "Selbstaufopferung" im Iran-Krieg. Das Außenministerium kritisiert in einer Erklärung die "inakzeptablen und aufrührerischen Kommentare der iranischen Botschaft in den sozialen Medien". Die iranische Botschaft hatte kürzlich in einer persischsprachigen Mitteilung auf Telegram "alle tapferen und edlen Kinder des Iran" aufgerufen, sich über die Konsularabteilung der Botschaft für die iranische Kampagne "Dschanfada" (Selbstaufopferung) anzumelden. Sein eigenes Leben zu opfern sei "besser, als das Land dem Feind zu überlassen", hieß es in dem Aufruf.
+++ 22:09 Präsidentin des Komitees vom Roten Kreuz zu Gesprächen in den Iran gereist +++
Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric, ist zu Gesprächen über die humanitäre Lage in den Iran gereist. Geplant sind Treffen Spoljarics mit hochrangigen Regierungsvertretern sowie Vertretern der Iranischen Rothalbmondgesellschaft (IRCS), wie das IKRK mitteilt. Dabei sollen die humanitären Folgen des Iran-Kriegs in dem Land sowie in der ganzen Region besprochen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Bedeutung des humanitären Völkerrechts für den Schutz der Zivilbevölkerung und wichtiger Infrastruktur während des Konflikts werde Thema sein, erklärt das Komitee. Die Präsidentin werde zudem "praktische Vorkehrungen erörtern, damit das IKRK mehr Güter ins Land bringen kann, um die Hilfsbemühungen, einschließlich jener der IRCS als erstes Glied in der Hilfskette, zu unterstützen", heißt es weiter.
+++ 21:25 Israels Armee zerstört Hisbollah-Tunnel im Libanon +++
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge am Abend zwei Tunnel der Hisbollah im Südlibanon gesprengt. Libanesischen Einwohnern zufolge war die Erschütterung weit über die Gegend hinaus zu spüren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "riesigen Terrortunnel der Hisbollah", der gesprengt worden sei. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete, es handle sich um eines der längsten unterirdischen Tunnelsysteme, die das israelische Militär bislang im Libanon entdeckt habe.
+++ 20:48 Trump geht auf Merz los: "Er weiß nicht, wovon er redet" +++
US-Präsident Donald Trump wettert in den sozialen Netzwerken gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, der ihm offenbar nicht gefügig genug erscheint, was die Befolgung des Iran-Kurses Washingtons angeht. "Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran eine Atomwaffen besitzt", beginnt Trump seinen Beitrag auf "Truth Social" mit einer Behauptung, die nicht stimmt. Merz hatte erst Anfang Merz erklären lassen, dass man die Ziele der Vereinigten Staaten und Israels, die das iranische Nuklear- und Raketenprogramm betreffen, teile. "Das militärische Nuklearprogramm sowie das ballistische Raketenprogramm Irans müssen überprüfbar beendet werden", hieß es da weiter.
Trump führt seinen Beitrag unter Prämisse dieser falschen Annahme dann fort und schreibt: "Er [Merz] weiß nicht, wovon er redet! Hätte der Iran Atomwaffen, wäre die ganze Welt in Geiselhaft. Ich unternehme jetzt etwas mit dem Iran, was andere Nationen oder Präsidenten schon längst hätten tun sollen. Kein Wunder, dass es Deutschland wirtschaftlich und in jeder anderen Hinsicht so schlecht geht!"
+++ 19:40 Sicherheitsexperte Neumann zu Terrorgruppe: "Hinweise auf eine iranische Steuerung" +++
Der Sicherheitsexperte Peter Neumann sieht bei dem pro-iranischen Netzwerk HAYI Hinweise auf eine Beauftragung durch das Regime in Teheran. "Es gibt mehrere Hinweise auf eine iranische Steuerung", sagt der Professor am Londoner King's College der "Rheinischen Post". "Die Gruppe wurde erst nach Beginn des Iran-Krieges sichtbar aktiv und agiert in diesem Kontext. Die Zielauswahl passt zu iranischen Feindbildern: Angriffe auf jüdische Communities, israelische Ziele, US-Firmen sowie die iranische Opposition." Neumann fügt hinzu: "Auch der Operationsmodus passt zum bekannten Muster der iranischen Revolutionsgarden aus vergangenen Anschlägen. Typisch dabei ist die Rekrutierung von Tätern aus dem kriminellen Milieu, teils online über Snapchat. Diese Personen haben oft keine ideologische Nähe zum Iran und werden für die Taten bezahlt. Teheran kann somit eine Beteiligung abstreiten - es gibt nicht den 'rauchenden Colt' als Beweis." Zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor einer neuen Eskalationsstufe bei der pro-iranischen Terrorgruppe HAYI in Europa gewarnt.
+++ 18:32 Blufarb: Auch Netanjahu sieht "rote Linie überschritten" +++
Der Iran unterbreitet den USA einen Vorschlag zur Lösung des Konflikts. Doch wie auch für Washington wird darin aus Sicht von Netanjahu "eine rote Linie überschritten", berichtet ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb. Daher sei die Angst vor neuen Angriffen aus dem Iran in der israelischen Bevölkerung groß.
+++ 18:11 US-Benzinpreis steigt auf höchsten Stand seit 2022 +++
Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA ist Daten des Automobilclubs AAA zufolge auf etwa 4,18 Dollar je Gallone gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit August 2022 erreicht. Das entspricht etwa 0,94 Euro je Liter. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar haben die landesweiten durchschnittlichen Einzelhandelspreise für Benzin um rund 40 Prozent zugelegt. Der Benzinpreis gilt in den USA als politisch sensibler Marker für die Teuerung im Land. Im November finden Kongresswahlen statt.
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