Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:03 Putin will "strategische Partnerschaft" zwischen Russland und Nordkorea weiter ausbauen +++

23.03.2026, 00:01 Uhr

Russlands Präsident Wladimir Putin spricht sich angesichts der Bestätigung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im höchsten Staatsamt für eine Stärkung der "strategischen Partnerschaft" beider Länder aus. "Wir werden natürlich unsere enge Zusammenarbeit fortsetzen, um die strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Pjöngjang weiter auszubauen", erklärt Putin in einer vom Kreml veröffentlichten Botschaft an Kim. Putin preist darin Kims "persönlichen Beitrag" zur "Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen der Verbündeten" Russland und Nordkorea.

+++ 08:11 Tusk: Ungarn soll EU-Infos an Russland weitergegeben haben +++

Polens Ministerpräsident Donald Tusk wirft Ungarn vor, über Jahre hinweg EU-Informationen an Russland weitergegeben zu haben. Tusk reagierte damit auf einen Bericht der "Washington Post", wonach die ungarische Regierung dem Kreml detaillierte Einblicke aus EU-Ratssitzungen geliefert haben soll. Er betonte, dass seine Regierung schon lange entsprechende Vermutungen gehegt habe.

+++ 07:35 EU-Rüstungskommissar fordert massive Investitionen in Luftverteidigung +++

EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius fordert eine deutliche Aufstockung der Raketenabwehrproduktion in Europa. Er warnte in der Augsburger Allgemeinen, dass die Nachfrage nach Patriot-Systemen durch den Konflikt am Golf hoch sei und dies auch die Unterstützung der Ukraine verzögern könne. Kubilius schlägt vor, gemeinsame Raketenabwehrsysteme zu entwickeln und dabei mit der Ukraine zusammenzuarbeiten, um von deren Erfahrung zu lernen. Zugleich appellierte er an die EU-Mitgliedstaaten, die zugesagte Milliardenhilfe für Kiew schnell freizugeben.

+++ 07:02 Ukraine: Russische Soldatenverluste übersteigen Rekrutierungen +++

Ukrainische Drohneneinheiten fügen den russischen Streitkräften nach eigenen Angaben seit Beginn des Winters deutlich höhere Verluste zu, als Moskau ausgleichen kann. Wie der "Kyiv Independent" unter Berufung auf Aussagen des Drohnenkommandeurs Robert "Madyar" Brovdi berichtet, überstiegen die durch Drohnen verursachten Ausfälle erstmals im Dezember die Rekrutierungen.

Demnach hätten ukrainische Drohnen seitdem mindestens 8776 russische Soldaten getötet oder kampfunfähig gemacht haben.

+++ 06:31 US-Finanzminister verteidigt Lockerung der Öl-Sanktionen +++

US-Finanzminister Scott Bessent verteidigt die Lockerung der Beschränkungen für iranische und russische Ölexporte durch die Trump-Regierung und stellt sie als Maßnahme zur Stabilisierung der globalen Märkte dar. Wie der "Kyiv Independent" berichtet, soll die Ausweitung des Käuferkreises über China hinaus helfen, Preisspitzen zu vermeiden und gleichzeitig die Einnahmen Moskaus und Teherans zu begrenzen. Bessent argumentiert, dass niedrigere Ölpreise Russland finanziell stärker treffen würden als höhere Preise mit begrenzten Exporten. Zuvor hatte das US-Finanzministerium am 12. März eine befristete Lizenz für den Verkauf von auf See festsitzendem russischem Öl erteilt. Die Entscheidung gilt als deutlicher Kurswechsel in der US-Sanktionspolitik gegenüber Russland.

+++ 05:47 Drohnenangriff auf russischen Hafen nahe der finnischen Grenze +++

Der Gouverneur der nordwestrussischen Region Leningrad meldet einen Drohnenagriff auf den russischen Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland. Ein Treibstofftank sei beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei, erklärte der Regionalgouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden. Die russische Luftabwehr habe mehr als 50 Drohnen über der Region Leningrad zerstört. Die Bemühungen, den Angriff abzuwehren, dauerten demnach weiter an

+++ 03:24 Ukrainer zählen 116 Front-Gefechte +++

Die ukrainische Armee zählt im Laufe des gestrigen Tages 116 Gefechte mit den russischen Streitkräften. Besonders schwer umkämpft ist dem Lagebericht zufolge der Frontabschnitt bei Pokrowsk in der Regio Donezk, wo die Russen 23 Angriffe durchführten. Beim Versuch in diesem Gebiet vorzudringen, seien 49 russische Soldaten getötet und 23 weitere verwundet worden, schreibt das ukrainische Militär. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

+++ 01:24 Selenskyj: Russland nutzt besseres Wetter für verstärkte Angriffe +++

Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, seine Offensiven wegen günstigerer Wetterbedingungen zu verstärken. Dies führe jedoch zu höheren Verlusten, teilt Selenskyj auf X mit. In der Region Donezk hätten sich die ukrainischen Positionen in der vergangenen Woche nicht wesentlich verändert. In den Grenzgebieten der Regionen Charkiw und Sumy würden russische Vorstoßversuche abgewehrt und die entsprechenden Einheiten zerstört.

+++ 23:37 Drohne trifft Auto und verletzt Jugendliche +++

Erneut soll das russische Militär ein ziviles Auto angegriffen haben: In der Ortschaft Beresiwska sei eine Drohne in ein Auto eingeschlagen, in dem sich zwei Jugendliche befanden, sagt der Gouverneur der Region Sumy. Beide – ein 13-jähriger Junge und ein 18-jähriges Mädchen – seien verletzt worden.

+++ 22:24 Neue Drohnenschwärme greifen an +++

Die Ukraine wird aktuell erneut von Russland angegriffen. Die Luftstreitkräfte warnen die Bevölkerung in sozialen Medien vor Drohnengruppen, die sich aus mehreren Richtungen den ukrainischen Gebieten nähern. Eine Drohnengruppe bewege sich vom Schwarzen Meer kommend in Richtung der Region Odessa, heißt es.

+++ 22:08 Ukrainer verkünden Treffer gegen russische Flugabwehr +++

Ukrainische Soldaten berichten von Treffern gegen die Flugabwehr in der russische Grenzregion Brjansk. Letzte Nacht hätten Einheiten ein Flugabwehrraketensystem Buk-M3, sowie ein Boden-Luft-Raketensystem Buk-M2 zerstört, schreibt ein Kommandeur. Zudem hätten ukrainische Soldaten einen "Triumph"-Radar eines S400-Boden-Luft-Lenkwaffensystems in der Region Donezk ausgeschaltet.

+++ 21:46 Russisches Raumschiff ist unterwegs zur ISS +++

Rund vier Monate nach der Beschädigung einer Startrampe auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hat Russland erstmals wieder ein Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine Sojus-Rakete startete mit einem unbemannten Frachtraumschiff ins All, wie auf einem von der russischen Raumfahrbehörde Roskosmos veröffentlichten Video zu sehen ist. Das Raumschiff, das Treibstoff, Trinkwasser und Sauerstoff geladen hat, soll am Dienstag an der ISS andocken. Russlands einzige Startrampe für bemannte Flüge zur ISS war Ende November beim Start einer Sojus-Rakete, die drei Raumfahrer ins All brachte, teilweise eingestürzt. Die Reparaturarbeiten dauerten mehrere Monate.

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Screenshot aus dem Video von Roskosmos: Die Sojus-Trägerrakete mit dem Progress MS-33-Frachtraumschiff hebt ab. (Foto: picture alliance/dpa/AP/Roscosmos space corporation)

+++ 21:12 Neuer Gefangenenaustausch könnte bevorstehen +++

Nach den Gesprächen von Unterhändlern der Ukraine und der USA in Florida deutet sich womöglich ein weiterer Gefangenenaustausch mit Russland an. "Es gibt Signale, dass die Gefangenenaustausche fortgesetzt werden", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Telefonat mit den Unterhändlern. Ihm zufolge wäre das bereits eine Bestätigung für funktionierende Diplomatie. Nach der Rückkehr der ukrainischen Gruppe werde diese einen detaillierteren Bericht erstatten. Einen Willen zum Frieden kann Selenskyj in Moskau weiterhin nicht erkennen. "Insgesamt bleibt die Lage recht klar: (Der russische Präsident Wladimir) Putin will den Krieg nicht beenden. Aber entscheidend ist, was die Welt will", sagt er in einer Videobotschaft.

+++ 20:49 Witkoff meldet Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen +++

Bei den Ukraine-Gesprächen von Unterhändlern Washingtons und Kiews sind nach US-Angaben Fortschritte erzielt worden. Bei dem zweitägigen Treffen im US-Bundesstaat Florida sei über "die weitere Überbrückung von Differenzen und die Klärung offener Fragen" beraten worden, erklärt der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Dabei sei auch "ein Durchbruch in einer wichtigen humanitären Angelegenheit erzielt worden". Die Unterhändler waren zusammengekommen, um weitere Dreier-Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs vorzubereiten. Eine trilaterale Gesprächsrunde hatte zuletzt Mitte Februar in Genf stattgefunden. Damals vereinbarten Moskau und Kiew den Austausch von jeweils 500 Kriegsgefangenen. Anfang März wurde der Austausch durchgeführt.

+++ 20:31 Für Kiewerin ist "Blackout-Menu" Zeichen der Resilienz +++

Die ukrainische Hauptstadt hat erneut mit Stromausfallen zu kämpfen. Laut dem Energieunternehmen Dtek kam es an diesem Sonntag erneut zu einem Ausfall in einer Anlage, die bereits zuvor durch russischen Beschuss stark beschädigt worden war. Infolgedessen hätten Haushalte in mehreren Kiewer Vierteln vorerst keinen Strom. Aufgrund Russlands wiederholter Angriffe auf das ukrainische Energiesystem sind solche Stromausfälle sowie geplante Stromabschaltungen für viele Menschen in der Ukraine mehr oder weniger Teil des Alltags geworden. Das zeigt sich auch bei Alltäglichem wie Mahlzeiten in Lokalen. Die Kiewer Journalistin und Musikerin Margo Gontar postet auf X ein Foto von einem "Blackout-Menu". "Viele Lokale in Kiew bieten das ebenfalls an, für den Fall, dass der Strom komplett ausfällt oder vielleicht nur ein Generator läuft, was für die ganze Küche nicht ausreichen könnte", schreibt sie. "Das sieht vielleicht nur nach Fish and Chips aus, ist aber in Wirklichkeit ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit."

+++ 19:39 Tote durch russischen Beschuss bei Nikopol +++

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Menschen durch russischen Beschuss mittels Artillerie und Drohnen getötet worden. Einer Mitteilung von Gouverneur Olexander Hanscha bei Telegram zufolge sind mehrere Gemeinden des Landkreises Nikopol beschossen worden. Gebäude seien beschädigt und ein Auto in Brand gesetzt worden.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.