Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:20 Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn +++
Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung - und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.
+++ 05:42 Überraschungsbesuch in Kiew: Selenskyj trifft Ex-Armeechef Saluschnyj +++
Unerwartet hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem früheren Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj getroffen. Saluschnyj wurde 2024 nach Differenzen mit Selenskyj aus der Armee entlassen. Er ist derzeit Botschafter der Ukraine in Großbritannien und wäre ein aussichtsreicher Spitzenkandidat bei künftigen Präsidentschaftswahlen. "Ich habe Herrn Saluschnyj für seine Arbeit im ukrainischen Team gedankt", sagt Selenskyj laut "Kyiv Independent". "Wir haben die diplomatischen Aufgaben besprochen, die jetzt relevant sind und uns alle stärken könnten - die Ukraine, unsere Widerstandsfähigkeit."
+++ 04:37 Russischer Botschafter wirft Nato Militarisierung der Arktis vor +++
Der russische Botschafter in Dänemark wirft der Nato angesichts der US-Ansprüche auf Grönland vor, in der Arktis militärisch aufrüsten zu wollen. Nato-Staaten, einschließlich Dänemark, nutzten das Schreckgespenst einer russischen oder chinesischen Bedrohung in großem Stil, um die Arktis zu militarisieren, sagt Wladimir Barbin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Das Nato-Mitglied Dänemark verfolge "durch das Hineinziehen der Nato" in die Arktis einen konfrontativen Ansatz, der zu steigenden militärischen Spannungen in der Region führe.
+++ 03:19 Neue Babis-Regierung in Tschechien gewinnt Vertrauensfrage +++
Die neue tschechische Regierung unter dem Ministerpräsidenten und Milliardär Andrej Babis hat die vorgeschriebene Vertrauensabstimmung im Parlament gewonnen. Einen Monat nach der Ernennung des rechtsgerichteten Kabinetts stimmten 108 Abgeordnete mit Ja und 91 mit Nein. Babis selbst betonte, dass die Tschechische Republik und die tschechischen Bürger für ihn an erster Stelle stünden. Er schloss aus, dass sich Tschechien an einer etwaigen Friedenstruppe in der Ukraine beteiligen würde. Die Prager Granaten-Initiative für das von Russland angegriffene Land will Babis nur koordinierend weiterführen, ohne eigene Steuergelder zu verwenden. Im Zuge dieses Projekts wurden bisher mehr als vier Millionen Schuss Munition an Kiew geliefert.
+++ 02:02 Großbritannien sagt Ukraine weitere 23 Mio Euro für Energieinfrastruktur zu +++
Großbritannien kündigt eine neue Nothilfe in Höhe von 20 Millionen Pfund (etwa 23 Millionen Euro) für die Ukraine an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach anhaltenden Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes den Notstand ausgerufen. Die zusätzlichen Mittel sollen laut Großbritannien unter anderem in die Reparatur, den Wiederaufbau und den Schutz des ukrainischen Stromnetzes fließen. Zudem soll damit die Stromversorgung in Häusern, Krankenhäusern und Schulen während des strengen Winters aufrechterhalten werden. Mit dem neuen Hilfspaket erhöht sich die britische Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor seit dem Einmarsch Russlands auf über 470 Millionen Pfund (etwa 541 Millionen Euro).
+++ 00:45 Polen will Ukraine neun Kampfjets liefern +++
Polen hat die Lieferung von neun MiG-29-Kampfjets an die Ukraine genehmigt. Das sagt der stellvertretende Verteidigungsminister Pawel Zalewski laut polnischen Medien. Auf die Frage, ob die Ukraine dem polnischen Angebot zugestimmt habe, betont Zalewski, dass Kiew einem Transfer gegenüber aufgeschlossen sei. "Ich glaube, die Ukrainer haben sich entschieden, dieses Angebot anzunehmen. Natürlich gibt es, wie immer, noch einige technische Aspekte zu klären", fügt er laut "Kyiv Independent" hinzu.
+++ 23:43 Neues Gesetz: Bundeswehr soll schneller beschaffen können +++
Angesichts der wachsenden sicherheitspolitischen Bedrohungen aus Russland soll die Bundeswehr künftig schneller und unkomplizierter Beschaffungen vornehmen können. Der Bundestag verabschiedet mit den Stimmen von Koalition und AfD ein Gesetz, das die Verfahren zu Genehmigung und Beschaffung deutlich beschleunigen soll. Der notwendige Fähigkeitszuwachs der Truppe dürfe nicht an zu komplexen Verfahren scheitern, heißt es im Gesetzentwurf. Ziel sei es, die "angestrebte vollumfängliche Verteidigungsbereitschaft" zu erreichen.
+++ 22:31 Selenskyj: Ukraine steht Frieden nicht im Weg +++
Die Ukraine steht Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge einem Frieden nicht im Weg. "Die Ukraine war und wird niemals ein Hindernis für den Frieden sein", sagt Selenskyj nach einem Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Sie hätten auch über die diplomatische Arbeit mit Amerika gesprochen. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er denke, die Ukraine sei weniger bereit für ein Abkommen als Russland. Auf die Frage, warum die von den USA geführten Verhandlungen noch nicht zu einem Ende des fast vierjährigen Kriegs geführt hätten, antwortete Trump: "Selenskyj."
+++ 21:58 Russische Einnahmen durch Öl und Gas fallen auf Fünf-Jahres-Tief +++
Die von Moskau zur Finanzierung seines Angriffskrieges genutzten Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind laut neuesten Daten des russischen Finanzministeriums auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Insgesamt erbrachten Öl- und Gasverkäufe 2025 Einnahmen in Höhe von umgerechnet knapp 93 Milliarden Euro, wie aus veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Das ist der niedrigste Stand seit 2020 und ein Rückgang um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
+++ 21:14 Selenskyj drängt auf höhere Stromimporte +++
Vor dem Hintergrund neuer russischer Attacken auf Energieanlagen fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vom Ministerkabinett Lösungen innerhalb eines Tages. "Vor allem damit der Import von Strom und aller Möglichkeiten für die Reserveversorgung erhöht wird", sagt der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. Dafür sei auch eine stärkere Kooperation zwischen den örtlichen Regierungsorganen und den Energieunternehmen notwendig. Er kündigt tägliche Beratungen mit Regierungsmitgliedern und regionalen Verantwortlichen zur Lage im Energiesektor an.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.