Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 13:03 Druschba-Stopp: Berlin sucht nach Alternative für Raffinerie in Schwedt +++

27.04.2026, 00:01 Uhr

Die Bundesregierung sucht mit Blick auf eine Unterbrechung von Öllieferungen aus Kasachstan nach Wegen, die Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt weiterhin zu versorgen. "Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, alternative Möglichkeiten zu schaffen", sagt ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Ziel sei es, "eine gute Lösung zeitnah zu finden". Dazu sei man "mit verschiedenen Ländern" im Gespräch. Konkreter will der Sprecher nicht werden. Zugleich betont er, die Versorgungssicherheit Deutschlands sei nicht gefährdet, dies gelte auch für Kerosin. Russland hat angekündigt, ab dem 1. Mai kein Öl mehr aus Kasachstan durch die Druschba-Pipeline nach Schwedt fließen zu lassen.

+++ 12:40 Merz sieht EU-Anbindung der Ukraine als Weg zum Frieden +++

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht eine stärkere Einbindung der Ukraine in die EU als wichtige Voraussetzung für ein Ende des russischen Angriffskriegs. "Irgendwann wird es hoffentlich einen Friedensvertrag mit Russland geben. Dann wird möglicherweise ein Teil des Territoriums der Ukraine nicht mehr ukrainisch sein", sagt Merz bei einer Diskussion mit Schülern in Marsberg im Sauerland. Damit der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dafür in einer Volksabstimmung eine Mehrheit bekomme, müsse er seiner Bevölkerung sagen können: "Aber ich habe den Weg nach Europa für euch geöffnet." Die EU müsse für die Ukraine Schritte einleiten, "die glaubwürdig sind, die irreversibel sind und die letztendlich in die Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union führen, fordert Merz.

+++ 12:12 Moskau wirft CDU-Außenpolitiker Unterstützung tschetschenischer "Terrororganisation" vor +++

Das russische Außenministerium begründet die Einberufung des deutschen Botschafters in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, (siehe Eintrag um 09:38) mit der angeblichen Unterstützung eines deutschen Abgeordneten für eine tschetschenische "Terrororganisation". Konkret wirft Moskau dem CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter vor, sich kürzlich in Kiew mit dem Anführer der in Russland verbotenen Gruppierung "Tschetschenische Republik Itschkerien" getroffen und ihre "antirussischen Aktivitäten" befürwortet zu haben. Das russische Außenministerium wertet das Treffen als Beleg dafür, "dass die deutschen Behörden beabsichtigen, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen und Gefahren für dessen nationale Sicherheit zu schaffen".

+++ 11:40 Putin kümmert sich um russische Soldatenwitwen +++

Ob das ein Trost ist? Laut dem exilrussischen Portal Meduza unterzeichnet Kremlchef Wladimir Putin drei Gesetze, mit denen die Leistungen für die Familien von im Krieg gefallenen Soldaten, für Verwandte von Angehörigen der Nationalgarde sowie für aus dem Militärdienst zurückgekehrte Soldaten ausgeweitet werden. Demnach können sich Witwen von gefallenen Soldaten künftig an Universitäten und Hochschulen studiengebührenfrei einschreiben, wobei sie im Rahmen einer separaten Quote ohne Aufnahmeprüfungen zugelassen werden sollen. Ferner sollen künftig auch zwei nahe Verwandte von Mitgliedern der russischen Nationalgarde kostenlos an den Ort reisen, an dem ein schwer verwundeter Angehöriger der Garde behandelt wird. Die dritte Änderung soll Arbeitnehmer vor Entlassung schützen, die nach einer Mobilmachung oder nach Ablauf eines Vertrags während des Kriegsrechts aus dem Militärdienst zurückgekehrt sind.

+++ 11:08 Kostenexplosion: Ausschuss stoppt Kauf von Dieseltanks für die Bundeswehr +++

Haushaltspolitiker von Union und SPD im Bundestag haben Pläne des Verteidigungsministeriums zum Kauf von Dieseltankcontainern für die Bundeswehr vorerst gestoppt. Grund dafür seien deutliche Kostensteigerungen von zuvor etwa 142.000 Euro auf nun rund 291.000 Euro pro Stück, berichtet die "Bild"-Zeitung. Aus dem Verteidigungsministerium verlautet auf Anfrage von ntv.de, dass man sich zu Einzelheiten von geplanten Beschaffungsvorhaben grundsätzlich nicht vor einer abschließenden Billigung durch den Deutschen Bundestag äußere. Bei der Beschaffung gelte aber "ein besonderes Augenmaß auf die Liefergeschwindigkeit mit dem Zieldatum 2029, zur schnellen Maximierung der Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr sowie der nachgewiesenen Erfüllung aller geltenden Sicherheitsbestimmungen", teilt ein Sprecher des Ministeriums mit. Der Deutschen Presse-Agentur wird auf Anfrage aus dem Haushaltsausschuss erklärt, es handele sich um eine "Kostenexplosion", obwohl die Menge mit 900 Stück größer und der Preis dann oftmals auch niedriger sein könne. Die Haushälter beobachten seit einiger Zeit einen starken Preisanstieg bei Militärgütern, die auch als Rüstungsinflation bezeichnet wird. Die Container sollen laut "Bild"-Bericht bis 2029 ausgeliefert werden und sind unter anderem für die Litauen-Brigade sowie die Versorgung der Truppe vorgesehen. Insgesamt könne die zugrunde liegende Rahmenvereinbarung auf bis zu 4.200 Einheiten ausgeweitet werden, mit einer Vertragsobergrenze von rund 902 Millionen Euro.

+++ 10:38 Ukraine und Norwegen starten Produktion von Mittelstrecken-Drohnen +++

Die Ukraine und Norwegen starten nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums eine gemeinsame Produktion von Mittelstrecken-Drohnen. Diese sollen Ziele 50 bis 200 Kilometer hinter den feindlichen Linien treffen, heißt es. Die ersten Drohnenlieferungen werden für diesen Sommer erwartet.

+++ 10:09 ISW: Ukraine nutzt überlastete russische Luftabwehr aus +++

Seit dem März erhöhen die ukrainischen Streitkräfte beständig die Reichweite, das Ausmaß und die Intensität ihrer Langstrecken-Angriffskampagnen gegen die russische Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen in Russland und den besetzten Gebieten der Ukraine. Dies berichtet das Institute for the Study of War. Demnach werden die ukrainischen Streitkräfte wahrscheinlich weiterhin die große Angriffsfläche im tiefen Hinterland Russlands und die überlastete russische Luftabwehr ausnutzen, um - auch dank der gesteigerten Drohnenproduktion - verstärkt anzugreifen. "Die ukrainische Fernangriffskampagne nutzt weiterhin die überlastete russische Luftabwehr aus, um Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen in Russland und auf der besetzten Krim zu beschädigen", heißt es beim Thinktank.

+++ 09:38 Russisches Ministerium bestellt deutschen Botschafter ein +++

Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff wird nach Angaben seiner Pressestelle für heute Morgen ins russische Außenministerium einbestellt. Lambsdorff solle sich dort am Vormittag wegen angeblicher Kontakte von deutschen Politikern zu Terrororganisationen einfinden, sagt seine Sprecherin in Moskau. Details zu den Vorwürfen seien nicht bekannt. "Der Einbestellung werde ich selbstverständlich Folge leisten. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die russische Seite ihre Vorwürfe belegen kann", sagt Lambsdorff laut der Sprecherin vorab. Weitere Informationen werde es nach dem Termin im Ministerium geben.

+++ 09:09 Sumy beklagt zahlreiche Angriffe und Tote +++

In der Region Sumy werden in den vergangenen 24 Stunden zwei Menschen bei Luftangriffen getötet, drei weitere verletzt. Dies gibt die örtliche Polizei auf Telegram bekannt. "Die Besatzer setzten gelenkte Bomben, Kampfdrohnen, FPV-Drohnen, Artillerie und Mörser ein. Insgesamt wurden etwa 150 Angriffe registriert. Infolge der feindlichen Angriffe gab es Tote, Verletzte und die Zerstörung ziviler Infrastruktur."

+++ 08:40 Russland kann Iran nicht wirklich helfen +++

Der iranische Außenminister trifft zu Gesprächen in Moskau ein. Offiziell hält sich der Kreml aus den laufenden Verhandlungen heraus. Dennoch "wird man sicherlich ausloten, welche Unterstützung Russland auch künftig dem Iran geben kann", sagt ntv-Korrespondent Rainer Munz.

+++ 08:08 Kim weiht Denkmal ein für in der Ukraine getötete Soldaten +++

Seit März 2026 erhöhen die ukrainischen Streitkräfte beständig die Reichweite, das Ausmaß und die Intensität ihrer Langstrecken-Angriffskampagnen gegen die Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen in Russland und den besetzten Gebieten der Ukraine stetig erhöht Dies schreibt das Institute for the Study of War in seiner jüngsten analyse. Der Thfinktank geht davon aus, dass die ukrainischen Streitkräfte wahrscheinlich weiterhin die große Angriffsfläche im tiefen Hinterland Russlands sowie die überlastete russische Luftabwehr ausnutzen werden, um - uch dank der gesteigerten ukrainischen Drohnenproduktion im Inland - häufigere und umfangreichere Angriffe auf die russische Ölinfrastruktur und militärische Einrichtungen zu starten.

+++ 08:08 Kim weiht Denkmal ein für in der Ukraine getötete Soldaten +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un weiht eine für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten Gedenkstätte, ein "Gedenkmuseum für militärische Auslandsoperationen und Kampferfolge" ein. Die Veranstaltung erfolgte bereits am Sonntag, zum Jahrestag der russischen Rückeroberung der zuvor von ukrainischen Streitkräften eingenommenen Region Kursk. Schätzungen zufolge hat Nordkorea rund 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt, von denen mehr als 6000 gefallen sein sollen (siehe auch Beitrag um 06:09).

+++ 07:33 "Extrem schwierige Nacht" in Odessa +++

Bei schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht auf die ukrainische Hafenstadt Odessa werden nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen verletzt. Getroffen worden seien ein Wohnhaus und mehrere zivile Objekte in der Stadt, schreibt der örtliche Leiter der Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram. Er spricht von einer "extrem schwierigen Nacht". Der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, berichtet zudem von Schäden an der Hafeninfrastruktur. Odessa ist als wichtiger ukrainischer Hafen immer wieder Ziel russischer Angriffe in dem seit mehr als vier Jahre dauernden Krieg. Die Stadt liegt nur etwas mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

+++ 07:13 CSU-Politikerin fordert Konsequenzen nach Signal-Angriff +++

Nach dem Angriff mutmaßlich russischer Hacker auf die Kommunikation hochrangiger Politiker fordert Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz Bundesregierung und Bundestag auf, die Nutzung des US-Anbieters Signal einzustellen. Abgeordnete und Verwaltungen sollten vollständig auf den europäischen Messenger-Dienst Wire umsteigen, sagt die CSU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Dort würden Telefonnummern nicht offengelegt, E-Mail-Adressen seien nicht sichtbar, zudem sei das Sicherheitsniveau "wesentlich höher", sagt Lindholz.

+++ 06:40 So viele getötete russische Soldaten sind namentlich bekannt +++

Das unabhängige russische Medienportal Mediazona und der russische Dienst der BBC bestätigen die Identität von 213.858 in der Ukraine getöteten russischen Soldaten. Seit der letzten Aktualisierung der Medien Anfang April sind die Namen von 5.103 russischen Soldaten in die Liste der Opfer aufgenommen worden. Die tatsächlichen Zahlen liegen wahrscheinlich deutlich höher, da die verifizierten Informationen der Journalisten aus öffentlichen Quellen wie Todesanzeigen, Beiträgen von Angehörigen, regionalen Medienberichten und Erklärungen lokaler Behörden stammen. Die bestätigte Zahl der Todesopfer umfasst laut den Medien nun mehr als 79.300 Freiwillige, 24.000 rekrutierte Gefangene und 18.500 mobilisierte Soldaten. Insgesamt wurden zudem 7.043 Offiziere als getötet bestätigt. Laut Schätzungen des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Russland vom 24. Februar 2022 bis zum 26. April rund 1.325.650 Soldaten in der Ukraine verloren hat. Die Zahlen geben keine Aufschlüsselung nach Getöteten oder Verwundeten. Bei der derzeitigen Rate, so Präsident Wolodymyr Selenskyj Anfang dieses Jahres, verzeichnen die russischen Soldaten Verluste von bis zu 35.000 Soldaten pro Monat.

+++ 06:09 Nordkoreas Machthaber unterstützt den "gerechten, heiligen" Krieg in der Ukraine +++

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un unterstreicht Pjöngjangs Unterstützung für den "heiligen" Krieg Russlands gegen die Ukraine. Nordkorea "wird wie immer die Politik der Russischen Föderation zur Verteidigung der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität und der Sicherheitsinteressen voll und ganz unterstützen", sagt Kim am Sonntag dem russischen Verteidigungsminister Andrej Belousow bei dessen Besuch in Nordkorea, wie die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur berichtet. Kim äußert demnach außerdem "die Überzeugung, dass die russische Armee und das russische Volk gewiss einen Sieg in dem gerechten, heiligen Krieg erringen werden". Nordkoreas Machthaber preist zudem die "glänzenden Kriegsergebnisse bei der Befreiung von Kursk". Schätzungen zufolge hat Nordkorea rund 14.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine entsandt, von denen mehr als 6000 gefallen sein sollen. Beloussow zufolge vereinbaren beide Seiten, die militärische Zusammenarbeit auf eine langfristige Basis zu stellen und noch in diesem Jahr einen Kooperationsplan für die Jahre 2027 bis 2031 zu unterzeichnen.

+++ 05:38 Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer steigt +++

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung in Deutschland steigt. Im ersten Quartal dieses Jahres hätten bereits 2656 Menschen einen entsprechenden Antrag gestellt, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Im gesamten Jahr 2024 hatten insgesamt 2998 Menschen einen solchen Antrag gestellt, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Im Jahr 2025 gingen bei der Behörde 3867 Anträge ein, wie eine Sprecherin im Januar der "Augsburger Allgemeinen" mitteilte. Hält der Trend an, könnte die Zahl 2026 auf den höchsten Stand seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 zusteuern. Hintergrund ist der Ukraine-Krieg und das Gesetz über den neuen Wehrdienst sein, das zum 1. Januar in Kraft trat.

+++ 04:48 SPD glaubt nicht mehr an gemeinsamen europäischen Kampfjet +++

Der SPD-Verteidigungsexperte Christoph Schmid hält das gemeinsame europäische Kampfjet-Projekt FCAS für gescheitert. "Ich halte es für wenig hilfreich, wenn wir nun weitere Schleifen drehen", sagt Schmid der "Augsburger Allgemeinen". "Schon seit einem knappen Jahr ist eigentlich allen Informierten klar, dass es keine gemeinsame Lösung mit Dassault mehr geben wird." Dies sei keine generelle Absage an eine deutsch-französische Kooperation bei Rüstungsprojekten. "Seit Monaten wird aber von französischer Seite zugunsten von Dassault auf Zeit gespielt, ohne Rücksicht auf bereits geschlossene Verträge. Dadurch entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass man gerne deutsche Finanzierungsanteile für die Entwicklung französischer Fähigkeiten nutzen möchte, aber nicht zu einer echten Partnerschaft bereit ist", so Schmid.

+++ 03:46 Trotz ausbleibender US-Hilfen für Kiew: Militärausgaben erreichen Rekord +++

Noch nie hat die Welt so viel Geld für das Militär ausgegeben wie 2025. Angetrieben von zahlreichen Kriegen und Konflikten erreichen die globalen Militärausgaben dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge im elften Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Inflationsbereinigt steigen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent. Innerhalb eines Jahrzehnts wachsen sie sogar um 41 Prozent. Alle Staaten wenden 2025 zusammen knapp 2,89 Billionen US-Dollar (knapp 2,47 Billionen Euro) für das Militär auf. Allerdings fällt der Anstieg deutlich geringer aus als 2024. Das führen die Friedensforscher auf einen Rückgang der US-Militärausgaben zurück. Der Hauptgrund dafür: die ausbleibenden Hilfen für die Ukraine. Dagegen investieren die USA mehr in ihre eigenen nuklearen und konventionellen militärischen Fähigkeiten.

+++ 02:49 Ukrainischer Oberbefehlshaber erklärt in Kanada seine Strategie +++

Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj spricht bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie. Bisher haben die russischen Streitkräfte knapp ein Fünftel des Territoriums des Nachbarlandes besetzt. Seit Monaten gibt es an den Fronten kaum Bewegung, Russland hat mit hohen Verlusten an Personal nur geringe Erfolge vorzuweisen. Die ukrainischen Verteidigungskräfte setzen laut Syrskyj auf sorgfältige Planung, innovative Lösungen und den effektiven Einsatz ihrer verfügbaren Angriffskapazitäten. Dadurch erleide der Gegner Verluste, die seine Fähigkeit zur Regeneration übersteigen.

+++ 01:46 Zahl der Rüstungsunternehmen in Deutschland verdoppelt +++

Die Zahl der deutschen Unternehmen in der Rüstungsindustrie hat sich seit dem russischen Überfall auf die Ukraine und durch die stetige Erhöhung des Verteidigungsetats mehr als verdoppelt. Das sagt ein Sprecher des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Demnach ist die Zahl der Mitgliedsunternehmen im BDSV von 2024 bis 2025 um rund 200 gestiegen - und seit November 2025 noch einmal um 100 auf zuletzt 550 insgesamt. Dieser Trend zeigt sich auch in Ostdeutschland, wo die Rüstungsindustrie zuvor weniger stark vertreten war.

+++ 00:01 Sicherheitspolitiker zu Signal-Attacke: "Russland hat Deutschland zum Feind erklärt" +++

Die Signal-Abhöraffäre löst in Deutschland weitreichende Sicherheitssorgen aus. "Die Spionage-Attacke muss ein Weckruf für alle Sicherheitsbereiche sein", sagt der Grünen-Fraktionsvizechef Konstantin von Notz, der auch im Parlamentarischen Kontrollgremium der Geheimdienste sitzt, der "Süddeutschen Zeitung". "Wir müssen begreifen, mit welcher Agenda Moskau hier unterwegs ist: Die Angriffe sind real und eine echte Gefahr für unsere Sicherheit. Jeden Tag sind Agenten hier unterwegs, spionieren und bereiten Sabotage vor."

+++ 22:45 Russland verstärkt Angriffe in der Ostukraine +++

Das russische Militär verstärkt seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine. Der Generalstab in Kiew teilt mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden. Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilt der Generalstab in Kiew in seinem Lagebericht mit.

+++ 21:45 IAEA-Chef mahnt zur schnellen Reparatur der Tschernobyl-Schutzanlage +++

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, mahnt bei einem Besuch in Kiew, die Reparatur der beschädigten äußeren Schutzhülle des Kraftwerks in Tschernobyl müsse unverzüglich beginnen. IAEA-Bewertungen zeigten, dass die Schäden durch den Angriff im vergangenen Jahr bereits eine wichtige Sicherheitsfunktion der Anlage beeinträchtigt hätten, sagt er und warnt, dass jahrelanges Nichtstun die Gefahr für den darunterliegenden Sarkophag noch erhöhen könnte. Ukrainischen Beamten zufolge hatte eine russische Drohne im Februar 2025 die Außenhülle der neuen Sicherheitskapsel des Kraftwerks getroffen. Moskau bestreitet, das Kraftwerk angegriffen zu haben, und behauptet, Kiew habe den Angriff inszeniert.

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