Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:51 Finnland prüft nach Drohnenfund mögliche Grenzverletzung +++

04.09.2026, 00:01 Uhr

Nach dem Fund einer Drohne untersucht Finnland eine mögliche Verletzung seines Hoheitsgebietes. Der finnische Grenzschutz teilt mit, es solle geklärt werden, wo, wann und wie das Fluggerät die finnische Grenze überquert habe. Die Drohne war laut dem Verteidigungsministerium am Dienstag in Porvoo an der finnischen Südküste rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt gefunden worden. Sie sei für Vermessungs- und Kartierungsarbeiten bestimmt gewesen, es habe keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden, so das Ministerium. Der Fundort Porvoo liegt am Finnischen Meerbusen, rund 260 Kilometer Luftlinie westlich vom russischen St. Petersburg.

+++ 12:33 Ukraine schießt 103 von 121 russische Drohnen binnen einer Nacht ab +++

In der Nacht hat die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 103 russische Drohnen abgeschossen. Das teilt die ukrainische Luftwaffe in den sozialen Medien mit. Demnach hat Russland mindestens 121 Drohnen und einer Rakete auf verschiedene Regionen der Ukraine abgefeuert. 15 russische Drohnen schlugen an unterschiedlichen Orten in der Ukraine ein.

+++ 12:05 Munz: Russland lässt "die Deutschen noch zappeln" +++

Das russische Außenministerium kommentiert die jüngsten Spannungen mit Berlin zunächst nur so, dass man "zum richtigen Zeitpunkt antworten werde". ntv-Korrespondent Rainer Munz schätzt ein, was es mit dieser ominösen Äußerung auf sich haben könnte.

+++ 11:41 Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Brjansk +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der westrussischen Region Brjansk werden zwei Menschen getötet. Dies teilt der kommissarische Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit.

+++ 11:15 Ukraine: Russland hat Energieanlagen in Odessa angegriffen +++

Russland hat in der Nacht Energieinfrastrukturanlagen in der südukrainischen Region Odessa angegriffen. Das ukrainische Energieministerium warnt deshalb vor möglichen Netzeinschränkungen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, sagte zuvor, bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden (siehe Eintrag 08:22). Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden.

+++ 10:59 ISW: Putin spielt Russen wirtschaftliche Stabilität vor +++

Der russische Präsident Wladimir Putin spielt die steigenden wirtschaftlichen und demografischen Kosten des Krieges für die normale russische Bevölkerung weiterhin herunter und stellt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen als Zeichen für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Russlands und eine allmähliche Stabilisierung dar. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Putin versuche, der russischen Bevölkerung im Vorfeld der bevorstehenden Staatsduma-Wahlen im September zu versichern, dass die russische Regierung geeignete Maßnahmen ergreift, um die wirtschaftlichen Herausforderungen Russlands zu bewältigen, indem er die Auswirkungen der Kriegskosten und der internationalen Sanktionen auf die russische Wirtschaft herunterspielt, vermuten die ISW-Analysten.

+++ 10:20 Russland: Haben zwei Frachter mit Waffen für Ukraine angegriffen +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Sie hätten Waffen, Munition und andere militärische Ausrüstung für die Ukraine an Bord gehabt, teilt das Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kriegsgeschehen nicht.

+++ 09:44 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete in Charkiw, Donezk und Dnipropetrowsk zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben an verschiedenen Stellungen an der Front Gebiete zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Demnach sind ukrainische Truppen kürzlich in Richtung der Stadt Kupjansk im Osten der Region Charkiw, der Siedlung Nowopawliwka im Osten der Region Dnipropetrowsk und der Siedlung Oleksandrivka im Osten der Region Charkiw vorgerückt. Laut den Analysten des ISW sollen russische Streitkräfte im Norden von Nowopawliwka vorgerückt sein. Die ISW-Analysten beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 09:03 Bericht: Ukrainische Drohnen treffen russisches Rüstungswerk in Sterlitamak +++

Ukrainische Drohnen sollen eine militärisch-industrielle Anlage in Sterlitamak in der Republik Baschkortostan im östlichen Teil des europäischen Russlands angegriffen haben. Das berichtet "The Kyiv Independent" unter Berufung auf Meldungen und Videos, die in den sozialen Medien kursieren. "The Kyiv Independent" zufolge ist das Petrochemiewerk in Sterlitamak angegriffen worden, das mehr als 1.300 Kilometer von der Ukraine entfernt liegt. Dort werden laut "The Kyiv Independent" Flugkraftstoff und andere Materialien, die von der russischen Rüstungsindustrie verwendet werden, produziert. Die Anlage sei bereits mehrfach Ziel ukrainischer Drohnen. Die Behörden von Baschkortostan hätten einen Drohnenangriff auf das Industriegebiet von Sterlitamak bestätigt.

+++ 08:22 Gouverneur: Ein Toter und Verletzte nach russischem Angriff auf Odessa +++

Russische Streitkräfte haben in der Nacht die ukrainische Hafenstadt Odessa an. Das teilt Oleh Kiper, der Gouverneur der Region Odessa, auf Telegram mit. Bei den russischen Angriffen ist eine Person getötet worden, fünf Menschen wurden verletzt. Wohnhäuser und Autos wurden beschädigt, so Kiper. Rettungskräfte seien im Einsatz. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

+++ 07:56 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.446.150 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1440. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem einen Panzer, 77 Artilleriesysteme und 1890 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.272 Panzer, 479.162 Artilleriesysteme, 1604 Flugabwehrsysteme und 441 Flugzeuge, 355 Hubschrauber, 497.911 Drohnen, 35 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen – wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:18 So viele Russen machen Urlaub in der EU +++

Trotz des Ukraine-Kriegs erhalten hunderttausende Russen Touristenvisa für den Schengenraum. Die Bundesregierung fordert die EU-Partner nun zu einer strengeren Vergabepraxis auf. Welche Beschränkungen gelten und welche Länder die meisten Visa vergeben, erklärt ntv-Reporterin Lena Feuser.

+++ 06:47 Selenskyj: Russische Drohnen landen Treffer auf ein Coca-Cola-Werk bei Kiew +++

Russische Drohnen haben ein Werk von Coca-Cola außerhalb der ukrainischen Hauptstadt Kiew getroffen und beschädigt, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj laut einem Bericht von Reuters. Den Behördenangaben zufolge gab es bei dem Angriff in der Nähe der Stadt Brovary östlich der Hauptstadt keine Verletzten.

+++ 06:09 Koalition diskutiert weitere Staatsbeteiligungen im Rüstungssektor +++

Die Bundesregierung setzt weiter auf einen Einstieg beim Panzerhersteller KNDS – und wird aus den Regierungsfraktionen zugleich zu weiteren Aktivitäten im Rüstungssektor gedrängt. "Wir sollten das Instrument der Staatsbeteiligungen häufiger und strategischer einsetzen", sagt der SPD-Haushaltspolitiker Andreas Schwarz dem "Tagesspiegel" und dem "Handelsblatt": "Zu einem bestimmten Grad lässt sich damit steuern, dass die hohen Investitionen in den Rüstungsbereich auch zum Erhalt oder zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen." Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter hält es für "zwingend", Schlüsselindustrien zu benennen und sie "durch strategische staatliche Beteiligungen zu entwickeln und nachhaltig abzusichern", so der Bundestagsabgeordnete weiter. Sie müssten dann "besonders vor Spionage und vor allem nicht-europäischen Investoren geschützt werden". Einen Einstieg "beim Kampfjet der Zukunft oder der Weltraumindustrie" ist für Schwarz eine "sinnvoll": "Um Deutschland einen eigenen Zugang ins All zu verschaffen, sollte uns die Regierung durch einen Einstieg bei den jungen deutschen Unternehmen entsprechende Launch-Kapazitäten sichern – das ist deutsche Schlüsseltechnologie."

+++ 05:35 Behörden: Öldepot in Sotschi brennt nach ukrainischem Drohnenangriff +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi. Dies teilen die russischen Behörden der Region Krasnodar über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Laut dem "Kyiv Independent" ereignete sich der Brand im Zentrum von Sotschi, in der Nähe des Hafens; die genaue Anlage wurde jedoch nicht identifiziert. 

+++ 04:35 Russisches Gericht verhängt Ausgangssperre gegen Kinderhospiz-Leiterin +++

Ein russisches Gericht hat gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eine Ausgangs- und Kommunikationssperre verhängt. Die am Vortag wegen Kritik an der russischen Armee festgenommene Lida Moniawa dürfe ihre Wohnung zwischen 20.00 und 08.00 Uhr nicht verlassen und kein Internet nutzen, teilt ihr Anwalt Michail Birjukow mit. Zudem dürfe sie nicht mit Zeugen sprechen. Im Falle einer Verurteilung drohen der 38-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft. Moniawa ist Gründerin und Leiterin einer Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Moskau, die sich für die Sterbebegleitung von Kindern und jungen Erwachsenen einsetzt. Ihre Festnahme geht ihrem Anwalt zufolge auf einen Beitrag im Onlinedienst Telegram von 2023 anlässlich des ersten Jahrestags des Ukraine-Kriegs zurück. Darin verwies Moniawa demnach auf UN-Daten zu tausenden zivilen Opfern. Das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständige russische Ermittlungskomitee teilte mit, dass Moniawa wegen der "vorsätzlichen Verbreitung von Falschinformationen über den Einsatz der russischen Streitkräfte" angeklagt worden sei.

+++ 03:48 Mehrheit der Ostdeutschen hält Waffenhilfe für Ukraine für übertrieben +++

Die Mehrheit der Ostdeutschen (54 Prozent) ist laut ARD-Deutschlandtrend der Ansicht, dass die deutsche Militärhilfe für die Ukraine zu weit geht. In Westdeutschland sind dies 39 Prozent. Umgekehrt äußern in der Infratest dimap-Umfrage 59 Prozent der Westdeutschen, dass sie sich durch Russland bedroht oder sehr stark bedroht fühlen. In Ostdeutschland sind dies 42 Prozent. 21 Prozent der Befragten im Osten sehen überhaupt keine Bedrohung.

+++ 01:29 US-Dieselpreis erreicht Rekordhoch +++

Der durchschnittliche Dieselpreis in den USA erreicht nach Daten des Portals GasBuddy mit 5,820 Dollar pro Gallone (1,32 Euro pro Liter) einen neuen Rekord. Damit wird der bisherige Höchststand von 5,819 Dollar übertroffen, der am 17. Juni 2022 infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine verzeichnet worden war.

+++ 00:19 Russland bestellt norwegischen Botschafter ein +++

Der norwegische Botschafter ist nach der Beschlagnahme eines russischen Schiffes in einem Hafen der Inselgruppe Spitzbergen in das russische Außenministerium einbestellt worden. "Dem Botschafter wurde ein entschiedener Protest gegen das Vorgehen der norwegischen Behörden übermittelt, die am 2. September das russische Forschungsschiff "Professor Molchanov" festgesetzt hatten", teilt das Ministerium in Moskau mit. Das Schiff sei unter anderem mit Mitarbeitern des Bergbauunternehmens Arktikugol, Wissenschaftlern und Lebensmitteln von Murmansk in die russische Siedlung Barentsburg unterwegs gewesen. Die Versorgungsfahrt nach Spitzbergen - einer zu Norwegen gehörenden arktischen Inselgruppe - war demnach aufgrund der von Moskau als Blockade bezeichneten norwegischen Sanktionen notwendig. 

+++ 22:57 Tote durch ukrainischen Beschuss im Gebiet Belgorod +++

Durch ukrainischen Beschuss sind im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilt der kommissarische Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Die Opfer waren demnach in einem Krankenwagen in der Stadt Schebekino unterwegs. Schebekino ist nur rund fünf Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Russische Truppen sind an diesem Grenzabschnitt bis zu zehn Kilometer weit in die benachbarte ukrainische Region Charkiw vorgedrungen.

+++ 22:10 Russland exportiert mehr Flüssigerdgas nach Europa +++

Die russischen Flüssigerdgas-Exporte (LNG) nach Europa sind in den ersten acht Monaten des Jahres nach vorläufigen Daten von LSEG um 10,7 Prozent auf 10,3 Millionen Tonnen gestiegen. Die gesamten russischen LNG-Ausfuhren klettern demnach im selben Zeitraum um 13,7 Prozent auf 21,6 Millionen Tonnen. Grund für den Anstieg seien Lieferungen aus dem Projekt Arctic LNG 2. Im August gingen die Mengen nach Europa allerdings von 0,6 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat auf rund 0,5 Millionen Tonnen zurück. Die EU-Staaten hatten im Januar ein Verbot von russischen Erdgasimporten im Laufe von 2027 endgültig gebilligt. 

+++ 21:26 Klitschko: Hochhaus in Kiew brennt nach Angriff +++ 

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko ein Hochhaus schwer beschädigt worden. Im neunten Stock des Wohngebäudes nahe dem Stadtzentrum sei ein Feuer ausgebrochen, teilt Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. 15 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. 

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