Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:56 "Um den Schaden zu vergrößern": Russland soll neue Drohnen-Variante einsetzen +++
Russische Streitkräfte setzen Berichten zufolge eine neue Variante der Langstrecken-Angriffsdrohne Geran ein - die Geran-5-Drohne, die von einem iranischen Abfangdrohnen-Design abgeleitet ist. Dies schreibt das Institute for the Study of War (ISW) unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Demnach kann die Geran-5 eine Sprengladung von etwa 90 Kilogramm tragen, soll eine Reichweite von etwa 1.000 Kilometern haben und gebaut sein wie andere Geran-Drohnen. Russland habe wahrscheinlich eine eigene Produktionslinie für diesen neuen Drohnentyp eröffnet, die durch einen iranischen Technologietransfer ermöglicht wurde, heißt es. Der Kreml beabsichtige wahrscheinlich, die Geran-5 nicht nur gegen Bodenziele, sondern auch gegen Luftziele einzusetzen. Dadurch könnten die russischen Angriffskapazitäten und Luftabwehrfähigkeiten potenziell erweitert werden. "Die russischen Streitkräfte modifizieren zunehmend ihre Drohnen vom Typ Shahed/Geran, um die Luftabwehr-Abfangdrohnen und Kampfflugzeuge der Ukraine ins Visier zu nehmen – wahrscheinlich, um den Schaden zu vergrößern", heißt es weiter.
+++ 09:27 Russland beklagt ukrainische Drohnen in Region Belgorod +++
Die ukrainische Armee greift russischen Berichten zufolge Siedlungen in der Region Belgorod mit rund 30 Drohnen an. Dies berichtet die staatliche russische Agentur Tass unter Berufung auf das Einsatzkommando der Region. Berichte über Verletzte oder Tote gibt es nicht.
+++ 09:00 Ukraine: Jeden Tag russische Angriffe auf Energieanlagen +++
wichtige Energieanlage im Bezirk Nowhorod-Siverskyi in der Region Tschernihiw wird durch einen nächtlichen russischen Angriff beschädigt. Dies schreibt "The New Voice of Ukraine" unter Berufung auf das regionale Energieunternehmen Tschernihiwoblenergo. Durch den Angriff werden mehrere Ortschaften demnach von der Stromversorgung abgeschnitten. Am Sonntag hatte die ukrainische Premierministerin Julia Svyrydenko erklärt, dass es in der vergangenen Woche keinen einzigen Tag ohne Angriffe auf Energieanlagen und andere kritische Infrastrukturen gegeben habe. Vierundvierzig Angriffe wurden der Ukraine zufolge in den Oblasten Donezk, Charkiw, Sumy, Poltawa, Tschernihiw, Kiew, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Kirowograd, Mykolajiw und Cherson registriert.
+++ 08:29 Wieder Angriffe auf Odessa +++
In der Nacht greift Russland erneut Odessa mit Kampfdrohnen an, wie ukrainische Behörden berichten. Infrastruktur und Wohngebäude werden demnach beschädigt. Teilweise kommt es zu Stromausfall, zwei Menschen werden verletzt. en.
+++ 07:56 Ukrainische Berichte über leichte russische Geländegewinne +++
Laut ukrainischen Medien erzielen die Russen kleinere Geländegewinne bei Wowtschansk in der Region Charkiw sowie bei Pokrowsk im Donbass. Der militärnahe ukrainische Blog "DeepState" veröffentlicht dazu auf Telegram entsprechende Karten und schreibt: "Der Feind rückte bis nach Wowtschansk, Pokrowsk und in die Nähe von Wiltscha vor." Zuvor dementierte die ukrainische Armee Berichte über einen angeblichen Verlust von Siwersk. Die Stadt "bleibt unter der Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte", erklärte das östliche Kommando des Militärs bei Facebook.
+++ 07:25 Reservistenverband kritisiert Sicherheitsüberprüfung: "Wir brauchen viel zu lange" +++
Wegen des enormen Bedarfs an neuen Reservisten fordert der Reservistenverband den Verzicht auf sehr langwierige Sicherheitsüberprüfungen, mit denen zum Beispiel extremistische Einstellungen von Soldaten offengelegt werden sollen. "Wir brauchen viel zu lange, um die Interessierten in den Dienst zu bringen. Wir müssen darüber nachdenken, ob eine Sicherheitsüberprüfung weiter die Voraussetzung sein muss", sagt Verbandschef Patrick Sensburg der "Süddeutschen Zeitung": "Wir hatten bei der früheren Wehrpflicht auch keine Sicherheitsüberprüfung für jeden, der eingezogen wurde. Wir reden nun von 200.000, vielleicht sogar 800.000 Reservisten, die wir nie durch eine so langwierige Sicherheitsüberprüfung bekommen", so Sensburg. Zurzeit brauche die Überprüfung, die benötigt werde, damit jemand an der Waffe ausgebildet werden kann, mehr als ein Jahr. "Das dauert viel zu lange, weshalb wir die Sicherheitsüberprüfung hinterfragen müssen."
+++ 06:53 Lokale Behörden: Russen attackieren Krankenwagen und medizinische Helfer +++
Russische Streitkräfte greifen in der Stadt Semeniwka im Gebiet Tschernihiw einen Krankenwagen an und verletzen dabei zwei medizinische Mitarbeiter. Dies schreibt der Leiter der lokalen Militärverwaltung von Novhorod-Siverskyi auf Facebook, dazu postete er ein Bild eines zerstörten Krankenwagen. .Beide verletzten medizinischen Mitarbeiter kamen demnach von einem Einsatz und konnten sich vor dem direkten Treffer aus dem Wagen retten. Über das Ausmaß der Verletzungen liegen keine Informationen vor, ebensowenig wie über die Art des Angriffs. Am selben Tag hatten laut "Kyiv Independent" Beamte berichtet, dass eine Musikschule von einer Drohne getroffen worden war. Die Stadt Semeniwka liegt nicht direkt an der Frontlinie, wird aber demnach regelmäßig von russischen Angriffen getroffen.
+++ 06:21 Bericht: Finnland, Schweden und Polen erwägen eigenen Nuklearschutz +++
In Finnland, Schweden und Polen gibt es offenbar wegen der Bedrohung aus Russland Überlegungen für einen eigenen Nuklearschutz gibt. Dies schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Fachkreise. Die Länder könnten dann entsprechend mit Deutschland kooperieren. Da in Frankreich die Rechtsextreme Marine Le Pen nach der nächsten Wahl die Macht übernehmen könnte, rät der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter demnach dazu, hier nicht nur auf Frankreich zu setzen. Der 2+4-Vertrag zur deutschen Einheit schließe zwar eine nationale Eigenentwicklung aus, nicht aber eine finanzielle Beteiligung an der Entwicklung mit anderen Staaten, betont Kiesewetter. "Daher sollten wir einen anderen Weg gehen, eine Allianz mit anderen Staaten bilden. Wir können finanzieren, solche Waffen stationieren, dürfen sie nur nicht selbst herstellen und einen Einsatz selbst führen", sagt er der SZ: "Ein Staat der wehrhaft sein will, muss sich Denkräume schaffen, wo auch das unwahrscheinliche, aber gefährliche mitgedacht wird."
+++ 05:54 Indiens besonderer Draht zu Putin - Merz vor schwierigen Gesprächen +++
Bei seinem derzeitigen Indienbesuch will Kanzler Merz mit Ministerpräsident Narendra Modi auch über Russland reden. Es dürfte das schwierigste Thema sein. Indien pflegt enge Beziehungen sowohl zu westlichen Partnern als auch zu Russland. Erst im Dezember war der russische Präsident Wladimir Putin in Neu-Delhi und wurde dort von Modi schon am Flughafen mit einer innigen Umarmung begrüßt. Das Land bezieht einen Großteil seines Öls aus Russland, das wiederum die Einnahmen in den Angriffskrieg gegen die Ukraine steckt. Die russische Invasion hat Indien anders als die meisten anderen Länder in der UN-Vollversammlung nicht verurteilt. Andererseits könnte Modi mit seinem Draht zu Putin an den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs mitwirken. Merz dürfte über all das mit Modi sprechen.
+++ 05:10 Nächtlicher russischer Luftangriff auf Kiew +++
In der Nacht greift Russland laut ukrainischen Militärangaben Kiew wieder einmal aus der Luft an. In einem der Stadtteile sei ein Feuer ausgebrochen. Die ukrainische Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, teilt der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, auf Telegram mit.
+++ 04:35 Wadephul berät mit Rubio über Friedensbemühungen für Ukraine +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul trifft heute in Washington seinen US-Kollegen Marco Rubio. Im Zentrum der Gespräche stehen die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Das Treffen findet vor dem Hintergrund wachsender Ungeduld der US-Administration unter Präsident Trump gegenüber Kremlchef Wladimir Putin statt.
+++ 02:52 Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin +++
Im Ringen um einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert Grünen-Bundeschefin Franziska Brantner mehr Einsatz von Bundeskanzler Friedrich Merz. Kremlchef Wladimir Putin wolle keinen Waffenstillstand und der nötige Druck auf ihn werde nicht von US-Präsident Donald Trump kommen, beklagt Brantner in der "Süddeutschen Zeitung". "Das müssen Merz und die EU jetzt endlich tun." Als Maßnahmen nennt sie unter anderem die Festsetzung von Russlands Schattenflotte und die Nutzung von russischem Vermögen. Außerdem müssten Länder ins Visier genommen werden, die russisches Öl kaufen.
+++ 01:29 Moskaus Krieg gegen Kiew nun länger als gegen Hitler-Deutschland +++
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen genauso lange wie der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen Hitler-Deutschland. Auf diese Statistik verweist neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die oppositionelle russische Website "Meduza". Sowjet-Diktator Stalin hatte nach dem deutschen Überfall 1941 den Großen Vaterländischen Krieg ausgerufen. Die Sowjetarmee habe 1.418 Tage gebraucht, errechnete die Website, um nach den ersten Rückschlägen gegen die Wehrmacht bis nach Berlin vorzustoßen und die Kapitulation Deutschlands zusammen mit den Alliierten zu erzwingen. Dagegen stecke die russische Armee nach 1.418 Tagen Krieg in der Ukraine "seit Jahren in denselben Dörfern und Städten des Donbass fest".
+++ 00:35 Russische Angriffe im Westen der Ukraine" +++
Russische Streitkräfte greifen die nördlichen Teile der westukrainischen Region Riwne nahezu einen ganzen Tag lang an. Das teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Kowal, mit. Verletzt worden sei niemand, allerdings sei Infrastruktur beschädigt worden. Einsatzkräfte seien damit beschäftigt, die Folgen der Angriffe zu beseitigen. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor russischen Drohnen in der Region gewarnt.
+++ 23:26 Papst: Angriffe auf Energieinfrastruktur im Winter "besonders schwerwiegend" +++
Papst Leo XIV. erinnert in seiner traditionellen Sonntagsansprache an das Leid der Menschen in der Ukraine. Er beklagt die anhaltenden russischen Angriffe, die sich zuletzt "besonders schwerwiegend" gegen die Energieinfrastruktur richteten, während die Kälte zunehme und vor allem die Zivilbevölkerung treffe, berichtet Vatican News. "Ich bete für jene, die leiden, und erneuere meinen Aufruf zu einem Ende der Gewalt und zu verstärkten Bemühungen um Frieden", sagt der Papst. Bereits zuvor hatte Leo XIV. wiederholt zu Friedensverhandlungen aufgerufen und die politischen Führungen in Moskau und Kiew zu Dialog und Verantwortung gemahnt.
+++ 22:17 Großbritannien will neue Raketen für die Ukraine entwickeln +++
Großbritannien will nach eigenen Angaben für die Ukraine eine neue ballistische Rakete für Angriffe auf weit entfernte Ziele entwickeln. Die Regierung in London schreibt dazu für das Projekt "Nightfall" einen Wettbewerb zur schnellen Entwicklung von bodengestützten Raketen aus. Diese sollen einen 200 Kilogramm schweren Sprengkopf mehr als 500 Kilometer weit tragen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.