Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:00 Bericht: Ukrainische Firma entwickelt Kopie der russischen Molnija-Drohne +++
Das ukrainische Rüstungsunternehmen GrimTech entwickelt einem Bericht zufolge eine Drohne, die stark der russischen Angriffsdrohne Molnija ähnelt. Wie das ukrainische Portal Militarnyi unter Berufung auf einen Unternehmensvertreter berichtet, befindet sich die Entwicklung der Grim LA-80 in der Endphase. Demnach verfügt das ukrainische Pendant über eine Nutzlast von bis zu fünf Kilogramm und eine Reichweite von maximal 100 Kilometern. Sie soll hinter feindlichen Linien gegen stationäre Ziele wie Befestigungen und Unterstände zum Einsatz kommen. Russland setzt seine Molnija-Drohne seit 2024 in großer Stückzahl in der Ukraine ein.
+++ 09:21 Ukraine: Russische Erdgasanlagen in Sibirien angegriffen +++
Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben zwei russische Erdgasanlagen in Westsibirien angegriffen, die rund 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Ziele waren zwei große Anlagen der Gaskondensat-Industrie in Nowy Urengoi und im Bezirk Purowski in der Jamal-Nenzen-Region, dem Zentrum der russischen Erdgasproduktion.
+++ 09:01 Selenskyj in Kanada eingetroffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Kanada eingetroffen. Bei seinem Besuch werde es vor allem um Unterstützung für die ukrainische Flugabwehr und die Vorbereitungen auf den Winter gehen, sagt er nach seiner Ankunft. Es seien wichtige Treffen und Vereinbarungen geplant. Unter anderem wird Selenskyj bei Premierminister Mark Carney erwartet.
+++ 08:25 Russische Drohne trifft belebtes Zentrum von Sumy +++
Erneut hat Russland zivile Ziele in der Ukraine angegriffen: Bei einem Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Stadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 20 wurden verletzt - unter ihnen wohl auch drei Teenager.
+++ 07:47 Bericht: Trump erwägt, CIA-Chef größere Rolle bei Verhandlungen zu geben +++
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Bericht zufolge, CIA-Direktor John Ratcliffe eine größere diplomatische Rolle bei den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu übertragen. Wie die "Financial Times" berichtet, haben US-Beamte ihre europäischen Kollegen über die geplante diplomatische Neuausrichtung informiert. Trump erwägt demnach, die Rolle der derzeitigen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner bei den Verhandlungen zu reduzieren. Den Quellen zufolge hat Trump allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Das Weiße Haus bezeichnet den Bericht der "Financial Times" als "völlig falsch".
+++ 07:10 Russland: Acht Verletzte nach Angriff mit Marinedrohnen in Sotschi +++
Bei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind nach Behördenangaben acht Menschen verletzt worden. Die Strandinfrastruktur sei nach dem Angriff teilweise beschädigt, teilen die Behörden der Region Krasnodar über den Messengerdienst Telegram mit. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video in den sozialen Medien zeigt Schüsse und eine Explosion an einer Uferpromenade. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
+++ 06:38 Ukrainischer Kommandeur: USA raten uns, sich auf einen langen Krieg einzustellen +++
Nach Angaben eines ukrainischen Kommandeurs haben die USA der Ukraine beim jüngsten Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe mitgeteilt, sich auf einen jahrelangen Krieg vorzubereiten. Er habe diese Nachricht von US-Unterstaatssekretär Elbridge A. Colby erhalten, schreibt Jurij Fedorenko, Befehlshaber der 429. Drohnenbrigade "Achilles", auf Facebook. Demnach bestätige diese Nachricht, dass es nach der jüngsten Gesprächsrunde zwischen Washington und Moskau keine "wunderbare Deeskalation" geben werde. "Eine kalte Dusche für alle, die auf einen schnellen Frieden gehofft haben: Die US-Vertreter drängen auf die Vorbereitung auf jahrelangen Krieg." Ein echter Friedensprozess in den kommenden Monaten sei unwahrscheinlich, so Fedorenko. Die 36. Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format fand am 8. September als Videokonferenz statt.
+++ 06:14 Bürgermeister: Verletzte durch russischen Angriff auf Charkiw +++
In der vergangenen Nacht sind in der ukrainischen Stadt Charkiw drei Personen durch einen russischen Drohnenangriff auf die Stadt verletzt worden. Das sagt der Bürgermeister der Stadt, Igor Terekhov, gegenüber Journalisten. Den Angaben zufolge fand der Angriff gegen 22:30 Uhr statt. Demnach seien drei Stadtbezirke von Drohnen getroffen worden.
+++ 04:44 Berichte über Drohnenangriff auf Dagestan +++
Das ukrainische Militär greift Ziele in der russischen Teilrepublik Dagestan mit Drohnen an. Videos in den sozialen Medien sollen mehrere Brände in der Stadt Machatschkala zeigen, in der Region wurde Luftalarm ausgerufen. Es gibt Berichte über Explosionen in der Nähe Hafens der Stadt am Kaspischen Meer. Machatschkala liegt etwa 750 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
+++ 01:38 Russen greifen Krywyj Rih an +++
Russland startet in der Nacht einen massiven Drohnenangriff auf Krywyj Rih im Süden der Ukraine. Der Leiter der Militärverwaltung, Oleksander Vilkul, berichtet von Einschlägen in Wohngebieten. Derzeit wisse man von zwei Verletzten, einer von ihnen sei in ernstem Zustand, so Vilkul. Mehrere Einfamilienhäuser und Hochhäuser seien beschädigt worden, auch zivile Infrastruktur wurde demnach getroffen. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Selenskyj.
+++ 00:37 Trump: Putin will eine Vereinbarung +++
Kremlchef Wladimir Putin ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump zu einer Vereinbarung zur Beilegung des Ukraine-Kriegs bereit. "Wir hatten ein großartiges Gespräch. Er will eine Vereinbarung", sagt der Präsident vor seinem Abflug zu einem Parteikongress der Republikaner in Dallas auf eine entsprechende Journalistenfrage über das Telefonat mit Putin. Und wenn auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Vereinbarung wolle, wäre das "sehr schön".
+++ 23:26 Russland nimmt Kiew unerbittlich unter Feuer +++
Nach den russischen Drohnenangriffen am hellichten Tag auf Kiew steigt die Zahl der Opfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht jetzt von einer Toten und 17 Verletzten. Eine jetgetriebene russische Drohne hatte am Nachmittag ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, ein Feuer brach aus. Am Abend gab es einen weiteren Einschlag in ein Hochhaus, auch hier gab es einen Brand. Russland hatte seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt unmittelbar nach einer kurzen Feuerpause während des Besuchs der US-Gesandten Witkoff und Kushner wieder aufgenommen. Am Dienstag starben in Kiew fünf Menschen durch massiven Raketen- und Drohnenbeschuss.
+++ 22:15 Merz: Wenig Anzeichen für russische Verhandlungsbereitschaft +++
Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich skeptisch, dass Russland wirklich zu neuen Friedensverhandlungen über die Ukraine bereit ist. "Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten", sagt Merz nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Bundesregierung mache seit Monaten Gesprächsangebote, um eine diplomatische Lösung zu erreichen. Man werde die Ukraine so lange weiter unterstützen. Das diene nicht der Verlängerung des Krieges, sondern dessen Beendigung.
+++ 21:45 Russische Angriffe fordern dutzende zivile Opfer: Tote und Verletzte +++
Bei russischen Angriffen auf ukrainische Städte sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Sumy kommen drei Menschen beim Einschlag einer Drohne auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums ums Leben. 14 weitere Personen werden verletzt. Die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine wird von mindestens neun Gleitbomben getroffen, berichten die Behörden. Dabei werden mindestens neun Bewohner verletzt. In Kiew kommt bei einem brutalen Angriff auf ein neunstöckiges Wohnhaus ein Mensch ums Leben, sieben weitere werden verletzt, darunter zwei Kinder. Bei großangelegten Angriffen auf Mykolajiw sterben zwei Menschen, sieben weitere werden verletzt. " Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Getöteten", schreibt Selenskyj in den sozialen Medien und fordert alle Partner dazu auf, sich auf die notwendigen Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Tötungen konzentrieren
+++ 21:00 Norwegens Premier: Selenskyjs Flieger nur knapp von Drohne verfehlt +++
Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben auf dem Weg nach Oslo beinahe von einer Drohne getroffen worden. "Sein Flug wäre beim Start in Moldau fast von einer Drohne getroffen worden. Das ist die Realität, in der er lebt", sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe dem Rundfunksender NRK. Selenskyj war zu Beerdigung von König Harald V. in die norwegische Hauptstadt Oslo gereist. Am Vorabend hatte er mit Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.
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