Iran-Krieg im Liveticker+++ 14:59 Chef der US-Terrorabwehr tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück +++
Der Leiter des US-Terrorabwehrzentrums, Joseph Kent, tritt aus Protest gegen den Krieg im Iran zurück. "Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen", schreibt Kent auf X. "Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar, und es ist offensichtlich, dass wir diesen Krieg begonnen haben", heißt es weiter. Dazu postet Kent einen Brief an Präsident Donald Trump.
+++ 14:46 Polen will keine Soldaten in den Iran schicken +++
Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. "Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden", sagt Ministerpräsident Donald Tusk. Sein Land habe im Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. "Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das." Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf.
+++ 14:21 UN: Hunderttausende im Libanon auf der Flucht +++
Die Menschen im Libanon zahlen den Vereinten Nationen zufolge einen hohen Preis für die Ausweitung des Krieges in ihrem Land. "Die Vertreibung nimmt unglaublich schnell zu", sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Imran Riza. Hunderttausende hätten ihre Häuser verlassen, viele nur mit den Kleidern am Leib. Nach Angaben der Regierung in Beirut ist fast ein Fünftel der Bevölkerung auf der Flucht. Bei der israelischen Offensive wurden bislang mehr als 800 Menschen getötet.
+++ 14:00 Indien dementiert Bericht über Tauschgeschäft mit Iran +++
Indien dementiert Verhandlungen mit dem Iran über die Freigabe von drei festgesetzten Tankern. Es gebe keine Gespräche darüber, den Iranern die Schiffe im Gegenzug für sicheres Geleit indischer Frachter durch die Straße von Hormus zu überlassen, teilt das Außenministerium in Neu-Delhi mit. Ein Sprecher bezeichnet einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Reuters als unbegründet. Die indische Marine hatte im Februar drei unter US-Sanktionen stehende Öl-Tanker nahe indischen Hoheitsgewässern gestoppt. Den Betreibern warf Indien vor, auf hoher See illegalerweise Öl auf nicht sanktionierte Schiffe umzuladen. Reuters hatte am Montag unter Berufung auf Insider gemeldet, Teheran wolle die beschlagnahmten Tanker freibekommen.
+++ 13:35 Geheimdienst nimmt im Iran 55 angebliche Kollaborateure fest +++
Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim berichtet auch, das iranische Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen im Iran umgehen.
+++ 13:07 US-Wirtschaftsberater: Verkehr durch Straße von Hormus wird aufgenommen +++
Nach Angaben des Wirtschaftsberaters der US-Regierung, Kevin Hassett, werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen. Erste Öl-Tanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagt er dem US-Sender CNBC. Er bekräftigt die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Zudem zeigt er sich überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen wird.
+++ 12:37 Iranischer Botschafter: Chamenei nicht in Russland +++
Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, befinde sich in Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen der USA und Israels leicht verletzt worden.
+++ 12:08 Iran: Kein Ende der Blockade der Straße von Hormus +++
Die Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UN-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schreibt Araghtschi auf Telegram. Zudem fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen.
+++ 11:45 Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel +++
Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel gefeuert. Darüber berichtet der staatliche iranische Rundfunk. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst.
+++ 11:19 Thiele: "Eskalationsstufe ist hoch - irgendwann wird alles egal" +++
Bei der Blockade der Straße von Hormus soll der Iran auch auf den Einsatz von Seeminen setzen. Ob diese tatsächlich bereits ausgelegt wurden, sei zwar nicht bekannt - doch allein die Bereitschaft zu deren Einsatz zeige, wie hoch die Eskalationsstufe ist, so der Militärexperte Ralph Thiele.
+++ 10:52 CDU-Politiker befürwortet Bundeswehr-Einsatz in Straße von Hormus +++
Trotz der klaren Absage der Bundesregierung an die von US-Präsident Donald Trump geforderte Unterstützung in der Straße von Hormus geht die Diskussion über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr weiter. Er finde es "falsch, dass die Bundesregierung diese Möglichkeit frühzeitig ausschließt", sagt der CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst der "Zeit". "Wir werden uns nicht am Krieg beteiligen", stellt er klar. "Doch die Bundesrepublik, für die der internationale Seehandel so wichtig ist, sollte einen eigenen Beitrag zur Aufklärung der Lage in der Straße von Hormus leisten", sagt Ernst. Er sprach sich für eine Ausweitung der EU-Marinemission Aspides im Roten Meer aus. In diesem Rahmen "könnten wir auf Aufklärungskräfte der Bundeswehr zurückgreifen, die sich bereits in der Region befinden", argumentiert er. Damit werde nicht der Trump-Regierung geholfen, sondern ein eigenes Lagebild erstellt.
+++ 10:30 Büchter: "Gibt hier in Israel viele, die Donald Trump verehren" +++
Israel setzt Bodentruppen im Libanon ein, um die Streitkräfte der Hisbollah zu bekämpfen. Aus der internationalen Staatengemeinschaft wird Kritik an dem Manöver laut - die stößt bei Benjamin Netanjahu jedoch auf taube Ohren, wie ntv-Korrespondentin Elke Büchter erklärt.
+++ 10:07 Israelischer Angriff richtete sich gegen Irans Sicherheitschef Laridschani +++
Der einflussreiche iranische Funktionär Ali Laridschani ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros erklärt, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben. Der konservative Politiker war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Eine Bestätigung von iranischer Seite gibt es nicht.
Nur kurz zuvor hatten Israels Streitkräfte mitgeteilt, den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet zu haben. Der Angriff sei am Montag in Teheran erfolgt, heißt es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gibt es auch dafür keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.
+++ 09:49 Bericht: Regime geschwächt, aber noch radikaler +++
Trotz mehr als zwei Wochen unerbittlicher Luftangriffe geht man bei den US-Geheimdiensten davon aus, dass das iranische Regime vorerst bestehen bleiben wird. Das Regime sei zwar geschwächt, aber noch radikaler, berichtet die "Washington Post". Dabei üben die mächtigen Sicherheitskräfte der islamischen Revolutionsgarde eine noch stärkere Kontrolle aus. Westliche Offizielle und Iran-Experten äußern dem Bericht zufolge die Ansicht, dass sie kurzfristig kaum Aussichten auf einen Regimewechsel sehen.
+++ 09:22 Erneut heftige Explosionen in Teheran +++
Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von heftigen Explosionen erschüttert worden. Wie ein AFP-Reporter berichtet, waren im Zentrum der Stadt mehrere Detonationen zu hören. Zunächst war nicht ersichtlich, welche Orte getroffen worden waren. Bereits in der Nacht zum Dienstag waren in Teheran starke Explosionen zu hören gewesen, während Starkregen und Gewitter über der Stadt niedergingen. In den frühen Morgenstunden hatte die israelische Armee eine weitere Angriffswelle auf "Infrastruktureinrichtungen des Terror-Regimes" in mehreren Gegenden von Teheran bekanntgegeben.
+++ 08:52 Kleim: Profit aus Hormus-Sperre? "Trump-Logik ist völlig schräg" +++
Dass der Iran so großflächig die Nachbarn am Golf angreift, hat in den USA nicht nur Präsident Trump nicht erwartet, wie Washington-Korrespondent Peter Kleim erklärt. Dennoch hat er sich erheblich verkalkuliert. Auch seine Rechnung, die USA würden von der Hormus-Sperre profitieren, hat einen Haken.
+++ 08:26 Iran nimmt zehn Ausländer wegen Spionage fest +++
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage festgenommen worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarde werfe ihnen vor, Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
+++ 08:03 Ein Toter bei iranischen Angriffen in Abu Dhabi +++
Bei neuen Angriffen des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Mensch getötet worden. In Abu Dhabi sei ein pakistanischer Staatsbürger durch Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit. Zudem traf den zweiten Tag in Folge eine Drohne eine Ölanlage im Hafen Fudschaira. Ein weiterer Drohnenangriff verursachte dem Medienbüro von Abu Dhabi zufolge ein Feuer auf dem Schah-Gasfeld. Verletzt worden sei dort niemand. Der Luftraum über den Emiraten wurde zeitweise geschlossen. Das Schah-Feld liegt 180 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi und ist eines der größten seiner Art weltweit. Fudschaira ist ein wichtiger Hafen für die Ölexporte der Emirate.
+++ 07:35 Libanon: Israelische Armee greift drei Vororte von Beirut an +++
Die israelische Armee hat nach Angaben der libanesischen staatlichen Nachrichtenagentur NNA drei südliche Vororte von Beirut angegriffen. Israelische Kampfflugzeuge hätten Angriffe in den Gebieten Kafaat und Haret Hreik ausgeführt, berichtete NNA am Dienstagmorgen. Ein israelisches Kampfflugzeug habe zudem ein Wohngebäude in dem Gebiet Doha Aramun attackiert. Bei den Angriffen wurde eine Äthiopierin verletzt, wie NNA unter Berufung auf das libanesische Gesundheitsministerium berichtete. Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, Angriffe auf "Terror-Infrastruktur der Hisbollah" auszuführen.
+++ 07:17 Katar wird mit Raketen attackiert +++
Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äußern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilt. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff - etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen - werden zunächst nicht genannt.
+++ 06:48 Iran: Schah-Sohn gründet Komitee für Wahrheits- und Justizkommission +++
Der in den USA lebende Sohn des letzten iranischen Schahs hat ein Komitee zur Einrichtung einer Wahrheits- und Justizkommission im Iran gegründet. Das Komitee sei "mit der Ausarbeitung der regulatorischen Grundlagen für eine Übergangsjustiz beauftragt", erklärt der 65-jährige Reza Pahlavi auf X. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi habe "zugestimmt, dieses Komitee zu leiten", fügt er hinzu. Neben der 78-jährigen Ebadi sollen Pahlavi zufolge der Schriftsteller Iradsch Mesdaghi sowie Leyla Bahmany und Afschin Ellian Teil des Komitees werden. Sie verträten "vier Generationen iranischer Experten", erklärt der Schah-Sohn.
+++ 06:28 Greenpeace-Studie: Ölkonzerne mit Millionen-Übergewinnen an Tankstellen +++
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft den Mineralölkonzernen in Deutschland vor, seit Beginn des Iran-Kriegs massiv überhöhte Gewinne an den Tankstellen zu erzielen. Die Unternehmen verdienten täglich 21 Millionen Euro an sogenannten Übergewinnen, geht aus einer von Greenpeace beauftragten Analyse hervor. Grund sei, dass die Preise für Benzin und Diesel weit stärker gestiegen seien als die zugrundeliegenden Rohölpreise. Allein bei Diesel beliefen sich die täglichen Zusatzeinnahmen auf 17,9 Millionen Euro, bei Benzin auf 3,2 Millionen Euro, heißt es in der Studie des Energieexperten Steffen Bukold. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, diese Gewinne mit einer Steuer vollständig abzuschöpfen. "Im Iran sterben Menschen, in Europa ächzen Millionen unter massiv gestiegenen Preisen und die Ölkonzerne stopfen sich an der Tankstelle die Taschen voll - das ist widerlich und muss sofort gestoppt werden", sagt Greenpeace-Verkehrsexpertin Lena Donat.
+++ 06:01 Behörde: Frachter vor Oman von "unbekanntem Geschoss" getroffen +++
Ein Frachter ist nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) vor der Küste des Oman von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Bei dem Vorfall seien "geringfügige strukturelle Schäden" und "keine Verletzungen unter der Besatzung" gemeldet worden, erklärte die UKMTO am Morgen bei X. Der Tanker lag demnach vor Anker, als er getroffen wurde. Seit Beginn des Iran-Krieges sind in der Golfregion immer wieder Schiffe angegriffen worden. Die iranischen Revolutionsgarden haben zudem die Sperrung der für den weltweiten Seehandel wichtigen Straße von Hormus veranlasst. Durch die Meerenge werden normalerweise fast 20 Prozent des weltweiten Rohöls transportiert.
+++ 05:40 USA drängen auf Einstufung der Revolutionsgarden als Terrorgruppe +++
Die US-Regierung hat ihre Diplomaten weltweit angewiesen, bei verbündeten Staaten auf die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah als Terrororganisationen zu dringen. In einer internen Anweisung des US-Außenministeriums begründet Außenminister Marco Rubio die Mitteilung mit einem erhöhten Angriffsrisiko durch den Iran und seine Verbündeten. Die US-Diplomaten sollen die Botschaft bis spätestens 20. März auf "höchstmöglicher Ebene" überbringen und sich dabei mit israelischen Kollegen abstimmen. Die Trump-Regierung versucht damit, Verbündete für ihre Militäroperation zu gewinnen, viele von ihnen waren über den vor zwei Wochen begonnenen amerikanisch-israelischen Luftkrieg nicht vorab informiert worden. Erste Rückschläge zeichnen sich bereits ab: Mehrere US-Verbündete erklären, sie hätten keine unmittelbaren Pläne, Schiffe zur Freihaltung der Straße von Hormus zu entsenden. Damit weisen sie Trumps Bitte zurück, die lebenswichtige Öl-Schifffahrtsroute offen zu halten. Die iranischen Revolutionsgarden sind eine Elite-Einheit zum Schutz der schiitisch-muslimischen Herrschaft im Iran, die große Teile der iranischen Wirtschaft kontrolliert. Sowohl sie als auch die Hisbollah werden von den USA und einigen anderen Ländern bereits als Terrorgruppen eingestuft.
+++ 05:15 Mehrere Explosionen in Dubai und Doha +++
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in der katarischen Hauptstadt Doha sind Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Nach einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, "sofort einen sicheren Ort aufzusuchen", waren in Dubai drei Explosionen zu hören, wie ein AFP-Korrespondent am Morgen berichtet. Auch in Doha waren einem AFP-Journalisten zufolge mehrere Explosionen zu hören.
+++ 04:45 Iran: Werden weiterkämpfen, "bis der Feind seine Aggression bereut" +++
Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagt der arabischen Tageszeitung "al-Arabi al-Dschadid", aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Maßnahmen getroffen worden. "Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen", sagt Ghalibaf. Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, "bis der Feind seine Aggression bereut" und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien.
+++ 03:55 Libanon meldet israelische Angriffe auf drei Vororte von Beirut +++
Die israelische Armee hat nach Angaben der libanesischen staatlichen Nachrichtenagentur NNA drei südliche Vororte von Beirut angegriffen. Israelische Kampfflugzeuge hätten Angriffe in den Gebieten Kafaat und Haret Hreik ausgeführt, berichtete NNA am Morgen. Ein israelisches Kampfflugzeug habe zudem ein Wohngebäude in dem Gebiet Doha Aramun attackiert. Am Montag hatte die israelische Armee einen "gezielten Bodeneinsatz" gegen Stellungen der Hisbollah im Südlibanon bekannt gegeben. Deutschland sowie Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien riefen die israelische Regierung zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive auf. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Einsatz als "Fehler".
+++ 03:10 Israelische Armee startet neue Angriffe auf Teheran und Beirut +++
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine "großangelegte" Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran und der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Die Angriffe in Teheran zielten auf "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" ab, erklärt die israelische Armee am Morgen im Onlinedienst Telegram. In Beirut werde "Terror-Infrastruktur der Hisbollah" anvisiert. Zuvor hatte die israelische Armee erklärt, aus dem Iran abgefeuerte Raketen steuerten auf Israel zu. "Abwehrsysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen", erklärt die Armee auf Telegram und ruft die Menschen in den betroffenen Gebieten auf, Schutzräume aufzusuchen. Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah ist seit Beginn des Iran-Kriegs wieder eskaliert. Die Hisbollah feuert Raketen auf Israel ab und Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon. Bei den israelischen Angriffen wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bislang 886 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt. Mehr als eine Million Menschen seien seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vertrieben worden, erklärten die libanesischen Behörden am Montag.
+++ 02:30 EU verhängt weitere Sanktionen gegen Iran +++
Die Europäische Union verhängt Sanktionen gegen 16 Personen und drei Organisationen wegen möglicherweise schwerer Verletzungen der Menschenrechte im Iran. "Die neuen Sanktionen richten sich gegen eine Reihe von Personen und Organisationen, die eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt haben, die zu Tausenden von Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt haben", erklärt der Rat der EU in einer Stellungnahme.
+++ 01:40 Raketenangriff auf US-Botschaft in Bagdad abgewehrt +++
Die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen erneut Ziel eines Raketenangriffs geworden. Die Luftabwehr habe vier Raketen abgewehrt, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Ein Hotel, das wie die Botschaft in der streng gesicherten "Grünen Zone" liegt, wurde nach Angaben des irakischen Innenministeriums von einer Drohne getroffen (siehe Eintrag von 22:33 Uhr). Augenzeugen berichteten von einem Feuer auf dem Dach des Luxushotels, in dem regelmäßig internationale Treffen stattfinden. Dem Innenministerium zufolge gab es keine Verletzten und es entstand auch kein größerer Sachschaden. Auf der Straße vor dem Hotel sah ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP zahlreiche Sicherheitskräfte, Feuerwehrleute und Rettungswagen. In der "Grünen Zone" befinden sich neben der US-Botschaft weitere diplomatische Vertretungen sowie Einrichtungen der irakischen Regierung und internationale Institutionen. Die irakische Regierung verurteilte die "terroristischen Angriffe" in Bagdad. Diese zielten darauf ab, "die Sicherheit und Stabilität" des Irak zu untergraben. Seit Beginn des Iran-Kriegs beschießen pro-iranische bewaffnete Gruppen auch immer wieder Ziele im Irak, darunter die US-Botschaft in Bagdad. Zugleich werden den USA und Israel Luftangriffe auf Stellungen der pro-iranischen Kämpfer zugeschrieben.
+++ 00:50 Iran droht mit Angriffen auf US-Firmen in Golfstaaten +++
Die iranischen Revolutionsgarden drohen, US-Firmen in der Region anzugreifen. "Angestellte amerikanischer Firmen" seien aufgefordert, diese Standorte sofort zu verlassen, heißt es auf der Website der Revolutionsgarden, Sepah News. Diese Gebiete würden bald ins Visier genommen, heißt es weiter. Welche Unternehmen angegriffen werden sollen, ist unklar. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte in der vergangenen Woche eine Liste mit möglichen Zielen des Iran veröffentlicht. Dazu zählten die Büros von Tech-Giganten wie Amazon, Google, Microsoft und Nvidia in Golfstaaten.
+++ 00:10 Hisbollah: Haben israelische Truppen im Südlibanon angegriffen +++
Kämpfer der pro-iranischen Hisbollah-Miliz haben eigenen Angaben zufolge israelische Truppen in dem Dorf Chiam im Südlibanon angegriffen. Die Ansammlung israelischer Soldaten sei "mit einem Raketenhagel" ins Visier genommen worden, erklärte die Hisbollah am Abend. Zuletzt hatte die Miliz wiederholt Angriffe auf israelische Truppen in Chiam gemeldet, dem ersten Ort, in den die israelische Armee nach Beginn des Krieges vorgerückt war. Nach dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar hatte die vom Iran finanzierte Hisbollah den Norden Israels unter Beschuss genommen. Seither nimmt die israelische Armee Ziele im Libanon ins Visier, insbesondere in Gebieten, die als Hisbollah-Hochburgen gelten. Dazu zählen der Süden des Landes, die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut und die ostlibanesische Bekaa-Ebene. Am Montag gab die israelische Armee einen "gezielten Bodeneinsatz" gegen Stellungen der Hisbollah im Südlibanon bekannt. Deutschland sowie Frankreich, Italien, Kanada und Großbritannien riefen die israelische Regierung zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive auf. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete den Einsatz als "Fehler". Bei den israelischen Angriffen wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 886 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt. Mehr als eine Million Menschen seien seit dem Wiederaufflammen des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vertrieben worden, erklärten die libanesischen Behörden.
+++ 23:45 Trump: Israel würde nie Atomwaffen gegen Iran einsetzen +++
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt. Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? "Israel würde so etwas niemals tun", sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten. Der hatte den Präsidenten mit einer Äußerung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: "Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht." Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort. Israel verfolgt seit Jahren eine Politik der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont, Israel werde "nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen". Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über 90 nukleare Sprengköpfe.
+++ 23:15 Iranischer Außenminister dementiert Gespräche mit US-Sondergesandten +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: "Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen." Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen. Zuvor hatte das Portal "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging.
+++ 22:47 Iran droht mit Eskalation bei weiterem Angriff auf Ölinsel Charg +++
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Kharg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl- und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien. Am Samstag hatte das US-Militär nach Angaben des Regionalkommandos Centcom rund 90 Ziele auf der für den iranischen Ölexport zentralen Insel bombardiert. US-Präsident Donald Trump warnte zudem, jede Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus werde seine bisherige Zurückhaltung gegenüber der iranischen Ölinfrastruktur auf der Insel beenden.
+++ 22:33 Brand in Fünf-Sterne-Hotel in Bagdad nach mutmaßlichem Drohnenangriff +++
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll (siehe Liveticker-Eintrag von 20:33 Uhr). In dem betroffenen 18-stöckigen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Wer für den mutmaßlichen Drohnenangriff verantwortlich ist, ist noch unklar. Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation "sofort und professionell unter Kontrolle gebracht". Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen.
+++ 22:09 Deutschland und weitere Staaten rufen Israel zu Verzicht auf Bodenoffensive im Libanon auf +++
Deutschland und vier weitere westliche Staaten rufen Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon auf. "Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens. Die israelische Armee hatte zuvor einen "gezielten Bodeneinsatz" gegen Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekanntgegeben.
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