Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:38 Ukraine sprengt russisches Munitionsdepot in Donezk +++

21.01.2026, 00:01 Uhr

In der russisch besetzten Stadt Debalzewe in der Region Donezk wird ein Munitionsdepot der Russen angegriffen, meldet Ukrinform. Petro Andruschtschenko, Leiter des Zentrums für Besatzungsforschung, veröffentlicht ein entsprechendes Video aus der Stadt. "Ein Treffer auf das Munitionsdepot der Besatzer. Der Angriff war so heftig, dass die Besatzungsverwaltung die Bewohner auffordert, 'in ihren Häusern zu bleiben'", schreibt Andruschtschenko.

+++ 04:45 Ohne Strom, Wasser, Heizung: Kiews Einwohner müssen in Notzelte +++

Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, heißt es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff liegt nicht vor.

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Ganze Häuserblocks unbewohnbar. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 03:43 Hochhausbrand in Russland: Acht Verletzte +++

Bei einem Hochhausbrand nach mutmaßlichen Explosionen in der russischen Teilrepublik Adygeja östlich des Schwarzen Meers sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen verletzt worden. Republikchef Murat Kumpilow spricht von einem Drohnenangriff und einem Feuer, das in der Siedlung Nowaja Adygeja ausgebrochen sei. Sieben Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, 15 Autos ausgebrannt und 25 weitere beschädigt worden. Tote gebe es nicht. In sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos, auf denen ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus und brennende Autos zu sehen sind.

+++ 01:43 Ukrainischer Verteidigungsminister: Wir wollen 50.000 Russen pro Monat töten +++

"Die Ukraine hat sich zum Ziel gesetzt, 50.000 Russen pro Monat zu töten", sagt der neue Verteidigungsminister des Landes, Mykhailo Fedorow, laut "Kyiv Independent" bei einem Treffen mit Reportern. "Letzten Monat wurden 35.000 Menschen getötet; alle diese Verluste sind per Video dokumentiert. Wenn wir 50.000 erreichen, werden wir sehen, was mit dem Feind passiert. Er betrachtet Menschen als Ressource, und die Knappheit ist bereits deutlich spürbar." Moskau und Kiew melden ihre eigenen Verluste nur selten offiziell. Die Ukraine schätzt, dass Russlands Gesamtopferzahl im Krieg 1.200.000 überschritten hat.

+++ 00:46 Russland: Drei Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen +++

Die russischen Behörden melden Opfer nach ukrainischen Angriffen. In der Region Belgorod kam laut Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow ein Mitarbeiter des Sicherheitschefs im Kreis Graiworon bei einem Drohnenangriff ums Leben. Von zwei weiteren Toten infolge eines Drohnenangriffs schreibt der Gouverneur des Gebiets Brjansk, Alexander Bogomas, bei Telegram.

+++ 23:27 Spanischer Außenminister Albares fordert europäische Armee +++

Angesichts der Grönland-Drohungen der USA setzt sich der spanische Außenminister José Manuel Albares für eine europäische Armee ein. Das sagt er in einem Interview mit dem "Spiegel". Auf dem Weg dahin könne man leicht einige Zwischenschritte gehen, sagt Albares. "Wir müssen erstens unsere Rüstungsindustrien integrieren. Und zweitens eine Koalition der Willigen schmieden. Wenn wir bereit sind, dies für die Ukraine zu tun, sollten wir so auch die EU schützen."

+++ 22:15 Meloni liefert Wärmequellen: Ukraine erhält 39 Kesselanlagen +++

Die Ukraine hat eine Lieferung von Energieausrüstung von der italienischen Regierung erhalten, teilt der Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Territorien, Oleksiy Kuleba, mit. Die Lieferung umfasst 39 industrielle Kesselanlagen mit einer Gesamtleistung von fast 53 Megawatt, darunter Modul- und Warmwasserkessel sowie Brenner, Komponenten, Filter und Hilfssysteme, schreibt Kuleba auf Telegram. Die Hilfe sei Teil der Vereinbarung zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Der geschätzte Wert der humanitären Hilfe liege bei 835.500 Euro. "Weitere Lieferungen werden in den kommenden Tagen eintreffen. Vorrangig werden die Geräte in die Frontregionen geliefert", schreibt Kuleba. Der Minister ergänzt, dass Italien zugestimmt habe, insgesamt 78 thermische Anlagen mit einer Gesamtleistung von 116 Megawatt zu liefern. Die Kessel können als primäre oder sekundäre Wärmequelle für Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude, kritische Infrastruktureinrichtungen sowie kommunale Heizhäuser und Fernwärmesysteme genutzt werden.

+++ 21:47 Außenminister Sybiha will Russland aus Atomenergiebehörde werfen lassen +++

Nach dem massiven Beschuss durch Russland fordert der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha die Internationale Atomenergiebehörde IAEA auf, eine Dringlichkeitssitzung einzuberufen, um die Mitgliedschaft Russlands zu klären. Auf X schreibt er: "Russlands rücksichtslose Angriffe gefährden die nukleare Sicherheit. Russland greift systematisch die Energieinfrastruktur der Ukraine an, um Stromausfälle in Kernkraftwerken zu verursachen - darunter auch in Tschernobyl und anderen Kernkraftwerken", so Sybiha. Er betont, dass russische Beamte zwar von der "Bedeutung" von Stromleitungen sprechen, ihre Streitkräfte jedoch gezielt Umspannwerke angreifen, wodurch sie die nukleare Sicherheit direkt gefährden und wiederholte Warnungen der IAEA ignorieren. Nach Ansicht des Ministers hat dies nichts mit der Initiative "Atoms for Peace" zu tun, sondern ist die Nutzung des nuklearen Risikos als Mittel der Nötigung. "Wir vertreten den Standpunkt, dass ein Terrorstaat, der bewusst Risiken für die nukleare Sicherheit schafft, dort keinen Platz hat", so Sybiha. Durch russische Angriffe wurden mehrere für die nukleare Sicherheit wichtige ukrainische Umspannwerke beschädigt. Das Kernkraftwerk Tschernobyl verlor vollständig seine externe Stromversorgung.

+++ 21:19 Anschlag in Moskau - Gericht schickt Männer für mehr als 20 Jahre ins Gefängnis +++

Ein Moskauer Militärgericht schickt zwei Männer 24 bzw. 26 Jahre in Haft, nachdem sie für schuldig befunden wurden, einen ehemaligen ukrainischen Geheimdienstoffizier mit einem Bombenanschlag ermorden zu wollen. Vasily Prozorov, ein ehemaliger Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, wurde im April 2024 verletzt, als ein Sprengsatz unter seinem SUV in Moskau detonierte. Die Staatsanwaltschaft warf den beiden Männern vor, "eine organisierte Gruppe gebildet zu haben, die von ihrer Opposition" gegen den Krieg in der Ukraine angetrieben wurde. Ein dritter Angeklagter wurde bereits im August zu 16 Jahren Haft verurteilt. Weitere mutmaßliche Komplizen warten laut Staatsanwaltschaft noch auf ihren Prozess.

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