Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:51 Behörden: Russischer General in Moskau niedergeschossen +++
Ein russischer General wird in Moskau niedergeschossen und in eine Klinik eingeliefert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Behörden.
+++ 08:44 Tass: Neue Drohnen-Produktionsstätte eröffnet +++
Russland eröffnet laut der staatlichen Agentur Tass eine weitere Produktionsstätte für die Drohnen der Piranha-Serie. Die erhöhte Produktionskapazität ermögliche eine monatliche Fertigung von bis zu 40.000 Einheiten, teilte demnach das in Simbirsk ansässige Konstruktionsbüro Piranha mit. "Wir haben unsere Produktion erweitert und eine vierte Produktionsstätte eröffnet, die eine monatliche Produktionsmenge von 40.000 Artikeln ermöglicht – darunter kleine und mittlere Piranha-Drohnen, Bodenkontrollstationen, fliegende Relaisstationen, Kommunikationssysteme und Komponenten", so die Unternehmensvertreter. Russische Drohnen greifen seit Monaten die ukrainische Infrastruktur massiv an, zerstören Energieanlagen und töten zahlreiche Zivilisten.
+++ 08:08 "Russen geraten in Panik": Offenbar weniger Angriffe nach Starlink-Abschaltung +++
Das russische Militär soll die Zahl der Angriffe an der Front reduziert haben, nachdem Space X nicht registrierte Starlink-Satellitenkommunikationsterminals blockiert hatte. Dies schreibt der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne und beruft sich auf eine Quelle im Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. In einigen Gebieten sollen die Russen die Angriffe vollständig eingestellt haben. Zuvor hatte Dmitri Pelych, Leiter der Kommunikationsabteilung der 118. selbstständigen mechanisierten Brigade, mitgeteilt, dass die Intensität des Beschusses nachgelassen habe, da nicht verifizierte Starlink-Systeme entlang der Kontaktlinie abgeschaltet worden seien: "Unseren abgehörten Gesprächen zufolge geraten die Russen in Panik, obwohl sie zuvor gewarnt wurden, dass alle schwarzen und grauen Starlink-Verbindungen gekappt würden. Es gibt also ein Kommunikationsproblem. Laut Informationen anderer Quellen und Brigaden hat die Intensität der russischen Militäraktionen sogar nachgelassen."
+++ 07:34 Große Wirtschaftskrise: Finanzbeamte sollen Kreml eindringlich warnen +++
Russische Finanzbeamte warnen offenbar Kremlchef Wladimir Putin eindringlich davor, dass Russland im zweiten Quartal 2026 vor einer groß angelegten Wirtschaftskrise stehe. Dies berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf eine Quelle mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Demnach wird das russische Haushaltsdefizit wegen sinkender Einnahmen weiter anwachsen, sollten die Steuern nicht weiter erhöht werden. Gleichzeitig verschärften hohe Zinsen und die zur Finanzierung des Ukraine-Krieges notwendige Zwangskreditvergabe an Unternehmen den Druck auf das Bankensystem. Ein Moskauer Geschäftsmann, der gegenüber der "Washington Post" anonym bleiben will, schätzt, dass die Krise in "drei oder vier Monaten" eintreten könnte. Er fügt hinzu, dass die reale Inflation offenbar weitaus schneller steige als die von der Regierung offiziell gemeldeten 6 Prozent, da die Zentralbank die Zinssätze bei 16 Prozent halte. Anzeichen für eine zunehmende Belastung der Wirtschaft sind ihm zufolge die höchste Zahl von Restaurantschließungen in Moskau seit der Pandemie und die Zwangsentlassung von Tausenden von Arbeitnehmern.
+++ 07:01 Schon für tot erklärt und beerdigt: Ukrainischer Soldat kommt nach Jahren frei +++
Bei dem gestrigen Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine kehrt auch ein lange für tot erklärter ukrainischer Soldat in seine Heimat zurück. Wie der Sender Suspilne schreibt, kämpfte Nazar Daletskyj seit Beginn der Vollinvasion in der 24. Separaten Mechanisierten Brigade, im Mai bricht der Kontakt ab. Später wird der Familie mitgeteilt, dass er am 25. September 2022 ums Leben gekommen sei und er wird, wie es weiter heißt, "mit allen Ehren" beigesetzt. Erst im Sommer 2025 berichten mehrere aus der Gefangenschaft zurückgekehrte ukrainische Soldaten, dass Daletskyj noch lebt. Am Donnerstag nun kommt er mit 156 anderen Ukrainern nach Jahren in russischer Gefangenschaft frei.
+++ 06:35 Gouverneur von Saporischschja: Russen töten Ehepaar mit Drohne +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Wilnjansk in der Region Saporischschja werden ukrainischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Dies berichtet Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram. "Die Russen haben Wilnijansk mit einer Drohne angegriffen. Ein Privathaus wurde zerstört. Ein Ehepaar kam ums Leben – ein 49-jähriger Mann und eine 48-jährige Frau."
+++ 06:11 Baerbock: "Deals, die den Aggressor belohnen, sind alles andere als ein Frieden" +++
Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Ex-Außenministerin Annalena Baerbock, warnt davor, ein mögliches Friedensabkommen von Russland bestimmen zu lassen. Jegliche Friedensbemühung sei wichtig, die Einhaltung des internationalen Rechts und der Respekt der Souveränität der Ukraine dabei aber zentral, sagte Baerbock dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Denn Deals, die den Aggressor belohnen, sind alles andere als ein Frieden. Es wäre die Einladung an andere Aggressoren weltweit, es ihnen gleichzutun." Auch die Vereinten Nationen könnten eine Rolle übernehmen, sofern Russland bestimmte Bedingungen erfülle. Die UN könne "einen Beitrag zur Friedensabsicherung leisten, wenn Russland endlich seine Aggression sowie die Blockade im Sicherheitsrat beendet."
+++ 05:42 Ukraine erwartet rasch nächste Verhandlungen in den USA +++
Nach Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi erwartet der ukrainische Präsident Selenskyj eine Fortsetzung der Gespräche "in allernächster Zeit". Die nächste Verhandlungsrunde über ein Kriegsende werde wahrscheinlich in den USA stattfinden, sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, "die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, so dass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen", so der Präsident.
+++ 04:16 Hegseth kommt nicht zu Nato-Treffen +++
Pentagon-Chef Pete Hegseth wird einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister kommende Woche in Brüssel fernbleiben. Hegseth wird sich bei dem Treffen am 12. Februar von Staatssekretär Elbridge Colby vertreten lassen, sagt ein Pentagon-Mitarbeiter. Ein Grund für Hegseths Fernbleiben wird nicht genannt.
+++ 02:25 12.000 Haushalte in Saporischschja ohne Strom +++
Nach einem russischen Drohnenangriff auf Saporischschja sind 12.000 Haushalte ohne Strom. Ein 14-jähriger Junge sei verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, mit. Außerdem gebe es Schäden an mehreren Wohnhäusern. Die Reparaturen an der Strominfrastruktur würden beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse, so Fedorow.
+++ 01:04 Angriffe auf Energieinfrastruktur in russischer Region Belgorod +++
In der russischen Region Belgorod kommt es in der Nacht zu weitreichenden Strom- und Heizungsausfällen, auch die Wasserversorgung soll teilweise gestört sein. Vorausgegangen war ein Raketenangriff auf Energieinfrastruktur. Unter anderem sei ein Wärmekraftwerk und ein Umspannwerk getroffen worden, berichtet "Kyiv Independent". Früher am Tag habe es laut lokalen Telegramkanälen bereits einen Drohnenangriff auf das Umspannwerk gegeben. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, berichtet von schweren Schäden.
+++ 22:31 Selenskyj: Kein Lohn für den Aggressor +++
Die nächsten Verhandlungen über ein Ende des Krieges werden nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wahrscheinlich in den USA stattfinden. Die Ukraine sei bereit zu allen Gesprächsformaten, "die den Frieden wirklich näher bringen und ihn zuverlässig und dauerhaft machen können, sodass Russland den Appetit verliert, weiterzukämpfen", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Es ist wichtig, dass dieser Krieg so endet, dass Russland keinen Lohn für seine Aggression erhält." Seit Mittwoch hatten Unterhändler der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten miteinander gesprochen. Selenskyj sagt nicht, ob die künftigen Gespräche in den USA ebenfalls in diesem Dreierformat stattfinden sollen.
+++ 22:01 USA stellen Sanktionen gegen russische Schattenflotte in Aussicht +++
US-Finanzminister Scott Bessent knüpft weitere Sanktionen gegen Russland an den Verlauf der Friedensgespräche. Er erwäge Strafmaßnahmen gegen die russische Schattenflotte von Öltankern, sagt Bessent. Bestehende Sanktionen gegen die Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hätten Russland an den Verhandlungstisch gebracht.
+++ 21:30 Kiew: Trilaterale Gespräche werden "in kommenden Wochen" fortgesetzt +++
Die von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland werden ukrainischen Angaben zufolge in den nächsten Wochen fortgesetzt. Die Delegationen hätten vereinbart, "ihre Hauptstädte zu informieren und die trilateralen Gespräche in den kommenden Wochen fortzusetzen", erklärt Kiews Chefunterhändler Rustem Umerow nach der zweiten Runde der Gespräche in Abu Dhabi auf Telegram. Seinen Angaben zufolge drehten sich die Gespräche insbesondere um "Methoden für die Umsetzung einer Waffenruhe".
+++ 21:00 Polen und Ukraine wollen gemeinsam Rüstung produzieren +++
Polen und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Rüstungsproduktion verstärken. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen der polnische Regierungschef Donald Tusk und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Auf der Plattform X schreibt Tusk, dies sei "mehr als nur die Vorstufe zur praktischen Zusammenarbeit". Er ergänzt: "Dies war seit vielen Monaten unser Ziel, und wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Idee der gemeinsamen Waffen- und Munitionsproduktion zu verwirklichen." Wie die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf Tusk ausführt, ist neben der gemeinsamen Produktion von Munition und verschiedener Militärausrüstung auch eine gemeinsame Entwicklung von Verteidigungstechnologien geplant. Die Produktion soll demnach an Betriebsstandorten sowohl in Polen als auch in der Ukraine erfolgen.
+++ 20:29 Trump für neuen Atomwaffenvertrag mit Russland +++
US-Präsident Donald Trump spricht sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland aus. Trump schreibt in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen "neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag", der lange Bestand haben könne. Zuvor war das "New Start"-Abkommen ausgelaufen, mit dem die USA und Russland seit 2010 die Zahl ihrer atomaren Sprengköpfe begrenzt hatten. Der US-Präsident erklärt, er lehne eine Verlängerung von "New Start" ab. Es handele sich um ein "schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten", das "grob verletzt" werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen.
+++ 19:49 Ukraine: Haben russisches Raketen-Startgelände attackiert +++
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat das russische Testgelände Kapustin Jar in der Region Astrachan attackiert. "Nach aktuellem Kenntnisstand wurden auf dem Testgelände einige Gebäude unterschiedlich stark beschädigt, einer der Hangars wurde erheblich beschädigt, und ein Teil des Personals wurde vom Gelände evakuiert", teilt der ukrainische Generalstab auf Telegram mit. Kapustin Jar ist ein in der Sowjetunion erbautes Gelände. Russland nutzt den Standort, um ballistische Raketen vom Typ Oreshnik auf die Ukraine abzufeuern. Die ukrainischen Angriffe erfolgten laut dem Generalstab mit Langstreckenwaffen vom Typ FP-5 "Flamingo".
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