Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:46 EU will mit neuer Förderung "Krieg von morgen" gewinnen +++

25.03.2026, 00:04 Uhr

Die EU will die Entwicklung neuer Verteidigungstechnologien beschleunigen und dafür ein Förderprogramm in Höhe von 115 Millionen Euro auflegen. Kriege und Schlachtfelder "ändern sich auf dramatische Art und Weise", sage EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius bei der Vorstellung des "Agile" genannten Programms. Die Streitkräfte bräuchten "neue Technologien, schnelle Lieferungen und sehr wettbewerbsfähige Preise", erläuterte Kubilius den Hintergrund der Initiative. "Wir müssen bereit sein, die Kriege von morgen zu gewinnen und nicht nur die Kriege von gestern zu führen", betonte Kubilius. "Wir müssen schlauer und schneller als unsere Gegner sein." EU-Technologiekommissarin Henna Virkkunen erklärt, Agiles solle "unsere kreativsten Technologie-Unternehmen" der Rüstungsindustrie näher bringen.

+++ 15:14 Interner Bericht kritisiert "chaotischen" OSZE-Abzug aus Ukraine +++

Die Evakuierung der OSZE-Beobachter aus der Ukraine nach Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund vier Jahren verlief laut einer internen Untersuchung "chaotisch" und brachte die Mitarbeiter in Gefahr. Der streng vertrauliche Bericht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa übt scharfe Kritik an der "unzureichenden Vorbereitung" der Evakuierungsaktion. Es habe weder eine "permanente Risikobewertung" noch einen "aktuellen und brauchbaren Evakuierungsplan" gegeben. Die OSZE war seit 2014 in der Ukraine im Einsatz, um einen Waffenstillstand im Osten des Landes zwischen den von Moskau unterstützten Separatisten und der ukrainischen Armee zu überwachen. Als Russland am 24. Februar 2022 seine großangelegte Invasion startete, war die Mission immer noch mit hunderten internationalen und einheimischen Mitarbeitern vor Ort, die dann außer Landes beziehungsweise in sichere Gegenden innerhalb der Ukraine gebracht werden mussten.

+++ 14:39 Mutmaßliche Russland-Spionin in Untersuchungshaft +++

Nach dem Aufdecken eines neuen mutmaßlichen Spionagefalls ist eine Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Alla S. wurde nach Angaben der Bundesanwaltschaft dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzt. Sie soll zusammen mit einem Komplizen in russischem Auftrag in Deutschland einen Unternehmer ausgespäht haben. Der Unternehmer liefert Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine. Beide Verdächtige wurden am Dienstag festgenommen - die Rumänin S. in Rheine in Nordrhein-Westfalen, ihr mutmaßlicher Komplize Sergey N., ein ukrainischer Staatsbürger, in Spanien.

+++ 14:00 EU unternimmt nächsten Schritt auf Weg zu Ukraine-Sondertribunal +++

Die EU kommt ihrem geplanten Ukraine-Sondertribunal einen Schritt näher. Die Kommission in Brüssel legt einen Vorschlag vor, wonach die EU Gründungsmitglied des Tribunals werden soll. Justizkommissar Michael McGrath spricht von einem "entscheidenden Schritt hin zur Einrichtung des Sondertribunals". Dieses soll nach seinen Worten sicherstellen, dass "die Verantwortlichen für Russlands Verbrechen der Aggression zur Rechenschaft gezogen werden". Die Ukraine und die EU hatten im vergangenen Jahr die Einrichtung des Sondertribunals beschlossen, das beim - nicht zur EU gehörenden - Europarat angesiedelt sein wird. 

+++ 13:24 Estland: Drohne aus Russland wurde nicht gezielt abgefeuert +++

Die in Estland eingeschlagene Drohne war nach Angaben der estnischen Regierung nicht gezielt abgefeuert worden. Es sei eine konkrete Folge des russischen Angriffskrieges, teilt der Außenminister Margus Tsahkna mit. Die Drohne war in den Schornstein eines Kraftwerkes eingeschlagen.

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+++ 12:41 Nach Drohnenabsturz: Lettlands Verteidigungsminister bricht Ukrainebesuch ab +++

Nach dem Absturz einer Drohne in Lettland kündigt der Verteidigungsminister des Landes, Andris Sprūds, seine Rückkehr nach Lettland an. "Aufgrund des Drohnenvorfalls unterbreche ich meinen Arbeitsbesuch in der Ukraine und kehre nach Lettland zurück", schrreibt Sprūds auf X.

+++ 12:10 Insider: Ölverladung in zwei russischen Ostseehäfen ausgesetzt +++

Russland setzt Insidern zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Verladung von Rohöl und Ölprodukten in seinen Ostseehäfen Primorsk und Ust-Luga aus. Dies sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bei den Häfen handelt es sich um wichtige Exportterminals. Laut russischer Behörden gab es am Morgen einen Brand in Ust-Luga, der nach einem ukrainischen Drohnenangriff ausgebrochen sei.

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Die Ölexporte von Ust-Luga und Primorsk waren erst am Montag wieder aufgenommen worden, nachdem sie am Sonntag nach Drohnenangriffen ausgesetzt worden waren. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 11:39 Ungarn will Gaslieferungen an Ukraine aussetzen +++

Im Streit über den Ausfall russischer Öllieferungen durch die Ukraine kündigt Ungarn den Stopp seiner Gaslieferungen an das Nachbarland an. Ungarn werde sie so lange einstellen, bis die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen würden, sagt Ministerpräsident Viktor Orban. "Wir stellen die Gaslieferungen von Ungarn in die Ukraine schrittweise ein und werden das Gas, das uns noch verbleibt, in Ungarn lagern", sagt Orban in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Die Lieferungen durch die Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt.

+++ 11:05 Hunderttausende in russischem Belgorod nach Angriff ohne Strom +++

Fast eine halbe Million Menschen sind in der russischen Oblast Belgorod Behörden zufolge nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen ohne Strom. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge sind von den Stromausfällen rund 450.000 Menschen in mehreren Bezirken betroffen, darunter ist auch die Regionalhauptstadt Belgorod. Viele Menschen hätten mit Unterbrechungen bei der Heizungs- und Wasserversorgung zu kämpfen. Die Nachttemperaturen in Belgorod werden in den kommenden Tagen voraussichtlich um den Gefrierpunkt liegen. Gladkow zufolge haben die Reparaturarbeiten bereits begonnen, ihr Abschluss werde jedoch mehrere Tage in Anspruch nehmen.

+++ 10:30 Munz: Treffer in Estland könnte auch Ukraine-Drohne sein +++

Das ukrainische Militär greift den russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga unweit von St. Petersburg an. Kurz darauf meldet der estnische Geheimdienst einen Treffer an einem estnischen Kraftwerk. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet aus Moskau über einen möglichen Zusammenhang der beiden Vorfälle.

+++ 09:51 Ukraine meldet Vorstoß in Donezk und Saporischschja +++

Ukrainische Truppen haben laut einem Bericht des Institute for the Study of War die Siedlung Minkiwka nahe Kostjantyniwka in der Region Donezk zurückerobert. Geolokalisierte Aufnahmen deuten zudem auf weitere Vorstöße hin, unter anderem bei Sakitne östlich von Slowjansk. Auch in der Region Saporischschja rückten ukrainische Einheiten vor, zuletzt im Dorf Prymorske westlich von Orichiw.

+++ 08:55 Geheimdienst: Drohne aus Russland trifft Kraftwerk in Estland +++

Eine Drohne aus Russland hat nach Angaben des estnischen Inlandsgeheimdienstes ein Kraftwerk in dem Nato-Mitgliedstaat getroffen. Die Drohne habe "den Schornstein des Kraftwerks Auvere" getroffen, teilt der Geheimdienst ISS mit. Die Drohne drang den Angaben zufolge "aus dem russischen Luftraum in den estnischen Luftraum ein", verletzt worden sei niemand.

+++ 08:44 Nach Angriff in Nordukraine: 150.000 Menschen ohne Strom +++

Nach Odessa meldet auch die nordukrainischen Region Tschernihiw einen russischen Angriff. Dabei wurde nach Angaben eines regionalen Stromanbieters eine Energieanlage beschädigt. Fast 150.000 Kunden müssten deshalb ohne Elektrizität auskommen. Mit der Reparatur soll begonnen werden, sobald es die Lage zulässt.

+++ 08:11 Militär: Drohne aus Russland in Lettland abgestürzt +++

Lettlands Militär meldet das Eindringen einer Drohne in den Luftraum des Landes. Die Drohne komme aus Russland gekommen und sei abgestürzt, heißt es. Weitere Details liegen bislang nicht vor.

+++ 07:41 Angriff in Odessa: Rettungsdienste melden einen Toten +++

Bei einem russischen Angriff in der südukrainischen Region Odessa in der Ukraine ist nach Rettungsdienstangaben eine Person getötet und eine weitere verletzt worden. Es sei außerdem ein Wohnhaus beschädigt und ein Feuer ausgelöst worden, das auf sechs weitere Gebäude übergriff. Wie die Rettungsdienste bei Telegram berichten, sei der Brand mittlerweile gelöscht.

+++ 07:08 Moskau: Über Nacht fast 400 ukrainische Drohnen abgefangen +++

Die russische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben fast 400 ukrainische Drohnen abgefangen. Die 389 Drohnen hätten insbesondere auf russische Regionen an der Grenze zur Ukraine sowie auf die Regionen Moskau und Leningrad abgezielt, teilen die russischen Streitkräfte am Morgen mit. Kiew hatte am Dienstag fast 1000 russische Drohnenangriffe auf die Ukraine gemeldet.

+++ 06:32 Russischer Gouverneur meldet "schwere Schäden" an Energieanlage in Belgorod +++

In der südwestrussischen Grenzregion Belgorod meldet der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow Störungen der Strom- und Wasserversorgung nach einem ukrainischen Raketenangriff. "Es wurden schwere Schäden an Energieinfrastrukturanlagen verursacht", sagt er.

+++ 05:59 Russland: Feuer in Ostseehafen nach Drohnenangriff +++

Im russischen Ostseehafen in Ust-Luga am Finnischen Meerbusen ist nach russischen Angaben nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Der Brand werde bekämpft, erklärt der Gouverneur der westrussischen Region Leningrad, Alexander Drosdenko. Die Anlage sei ein Umschlagplatz für russische Exporte, darunter Düngemittel, Öl und Kohle. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden.

+++ 03:56 Zehntausende Haushalte in Ternopil ohne Strom +++

In der Region Ternopil sind nach russischen Drohnenangriffen auf die Energieinfrastruktur etwa 70.000 Haushalte ohne Strom. Es gab mehrere Brände, die inzwischen aber gelöscht sind. "Wir hoffen, dass wir das System innerhalb weniger Stunden wieder anschließen und mit der Behebung der entstandenen Schäden beginnen können", so der Gouverneur der Region, Taras Pastukh. Russland hatte die Ukraine binnen 24 Stunden mit fast 1000 Drohnen angegriffen, die Mehrzahl davon tagsüber. Tagesangriffe in dieser Größenordnung sind ein Novum.

+++ 00:28 Ukraine meldet Erfolg auf der Krim: Zirkon-Abschussrampe zerstört +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew in der vergangenen Nacht eine Startanlage für Zirkon-Hyperschallraketen auf der besetzten Krim zerstört. Auch zwei Zirkon-Marschflugkörper seien unschädlich gemacht worden, heißt es aus Kiew. Ein weiterer Raketenwerfer soll bei der Aktion des Militärgeheimdienstes beschädigt worden sein. Videos in den sozialen Netzwerken sollen den Schlag zeigen. Die seegestützten Zirkon-Raketen haben eine Reichweite von 900 Kilometern und können auch Atomsprengköpfe tragen. Wegen ihrer hohen Geschwindigkeit sind sie nur schwer abzuwehren.

+++ 23:43 Gespräche über Ukraine und Iran: Rubio nimmt an G7-Treffen nahe Paris teil +++

US-Außenminister Marco Rubio nimmt am Freitag an Beratungen mit seinen G-7-Amtskollegen zur Lage im Iran-Krieg teil. Bei dem Treffen in Cernay-la-Ville im Westen von Paris solle es auch um den Krieg in der Ukraine und die Lage im Nahen Osten insgesamt gehen, teilt das US-Außenministerium in Washington mit. Zu dem Treffen hat Frankreich eingeladen, das derzeit den Vorsitz der G-7-Staaten hat. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul wird erwartet. Für Rubio ist es die erste Auslandsreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar.

+++ 22:15 Geld für Kultur: EU und London erhöhen Hilfen +++

Die EU-Kommission und Großbritannien wollen zur Unterstützung der Kultur in der Ukraine mehr Geld bereitstellen. 250.000 Euro sagt der EU-Kommissar für Kultur, Glenn Micallef, seitens der Kommission zu. Großbritannien wolle seinen Beitrag zum Schutz des ukrainischen Kulturerbes im Vergleich zu den zuletzt zugesagten 200.000 Pfund (rund 230.000 Euro) mehr als verdoppeln, teilt der britische Kulturminister Ian Murray nach einem gemeinsamen Treffen in Brüssel mit. Mit mehr als 50 Millionen Euro hätten die Kommission und die Mehrheit der Mitgliedsstaaten den Kultursektor seit Kriegsbeginn bereits unterstützt, so der Kommissar.

+++ 21:29 Nach Drohnengeschwadern: Selenskyj fordert mehr Druck auf Moskau +++

Nach massiven russischen Angriffen mit mehreren Toten und Dutzenden Verletzten fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mehr Druck auf Moskau. Das Ausmaß dieses Angriffs zeige, dass Russland nicht die Absicht habe, diesen Krieg zu beenden, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er spricht von Toten und mehr als 40 Verletzten. Nach schweren Angriffen in der Nacht mit Raketen und Drohnen habe es auch tagsüber mehrere Wellen von Drohnenattacken gegeben. Russland nehme weiterhin vor allem die Energieversorgung der Ukraine ins Visier, erklärt Selenskyj. Die russische Armee habe mehr als 550 Drohnen eingesetzt. Ein Großteil sei abgefangen worden, aber es habe auch Einschläge in neun Regionen gegeben.

+++ 20:49 Libyen: Abschleppen russischen Gastankers vorbereitet +++

Spezialisierte Teams haben das führerlos im Mittelmeer treibende russische Gastankschiff "Arctic Metagaz" erreicht und gesichert. Das teilt das libysche Verteidigungsministerium mit. Es sei ein Seil festgemacht worden, um das Abschleppen des rund 280 Meter langen Schiffs vorzubereiten und ein weiteres Abdriften zu verhindern. Am Wochenende hatte der libysche Staatskonzern National Oil Corporation mitgeteilt, dafür eine Spezialfirma beauftragt zu haben. Die "Arctic Mategaz" war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert.

+++ 20:07 Bericht: USA drängen Kiew zum Abzug aus dem Donbass +++

Die USA üben gemeinsam mit Russland Druck auf die Ukraine aus, ihre Truppen aus der Region Donezk abzuziehen. Das berichtet die "Ukrainska" Pravda unter Berufung auf das Umfeld des ukrainischen Präsidenten. Laut der nicht namentlich genannten Quelle könnten die USA bei einer Weigerung Kiews die Verhandlungen abbrechen und sich auf die Militäroperation im Iran konzentrieren.

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