Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:15 Eisige Kälte stellt ukrainische Drohnenpiloten vor Probleme +++
Temperaturen von bis zu minus 20 Grad machen nicht nur den Soldaten in der Ukraine zu schaffen, sondern auch ihren Drohnen. "Die Batterien entladen sich viel schneller, die Kameras und Kabel frieren ein", sagt ein ukrainischer Drohnenpilot mit dem Kampfnamen Ali der Nachrichtenagentur AFP. Die Folgen können fatal sein. Vor Kurzem sei die Kamera einer Abfangdrohne im Flug vereist und habe deshalb einen russischen Angriff nicht vereiteln können, erzählt er. Denys Schtilierman, Chefkonstrukteur beim Drohnenhersteller Fire Point, kennt einen einfachen, aber wirkungsvollen Trick, um die Drohnen vor der Eiseskälte zu schützen. "Wir schmieren sie einfach mit Schmalz ein, und schon heben sie ab", sagt er. Das Fett bilde eine zusätzliche Isolierschicht gegen den Frost.
+++ 14:50 Kiew dementiert Bericht über multinationales F-16-Geschwader +++
Die ukrainische Luftwaffe weist einen Medienbericht zurück, wonach ein multinationales F-16-Kampfgeschwader, bestehend aus amerikanischen, niederländischen und ukrainischen Piloten, den Luftraum über Kiew schützen soll. Das französische Portal Intelligence Online hatte zuvor berichtet, die geheime Einheit operiere bereits über der Ukraine und ihre Piloten seien an Abfangmissionen gegen russische Marschflugkörper und Drohnen beteiligt. Der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Jurij Inhat, dementiert die Angaben und fügt ironisch hinzu: "Ja! Und Tom Cruise führt das Geschwader an."
+++ 14:29 Ukraine: Friedensgespräche mit Russland und USA in Genf gestartet +++
Die trilateralen Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA in Genf haben begonnen. Dies teilt der Leiter der ukrainischen Delegation mit. Die Verhandlungen, an denen US-Vermittler Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teilnehmen, laufen hinter verschlossenen Türen in einem Hotel. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, dass heute noch keine Neuigkeiten zu erwarten seien, weil die Gespräche bis Mittwoch angesetzt seien.
+++ 14:00 Russische Drohne tötet drei Mitarbeiter eines Wärmekraftwerks +++
Durch einen russischen Drohnenangriff im Osten der Ukraine werden drei Menschen getötet. Die Mitarbeiter eines Wärmekraftwerks der Stadt Slowjansk seien bei dem Angriff auf ihr Fahrzeug getötet worden, erklärt der stellvertretende Energieminister der Ukraine, Artem Nekrasow, in Onlinediensten.
+++ 13:35 Ukraine: Haben Ölterminal Taman angegriffen +++
Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht den Ölterminal Taman in der russischen Region Krasnodar mit Drohnen attackiert. Es habe sich um den zweiten Angriff auf diese Anlage seit dem 22. Januar gehandelt, sagt ein Vertreter des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU.
+++ 13:12 Mörder soll nach Rückkehr aus dem Krieg gleich zweimal wieder getötet haben +++
Die Polizei in der russischen Republik Sacha im Fernen Osten nimmt Berichten zufolge einen mehrfachen Mörder fest, der bereits zweimal freikam, um in der Ukraine zu kämpfen. Schon vor der Vollinvasion hatte er eine Frau ermordet, wie die "Moscow Times" schreibt. 2023 meldete er sich demnach für den Krieg gegen die Ukraine, nach seiner Rückkehr brachte er eine Lehrerin um. Wieder ließ er sich offenbar in die Ukraine schicken, seine Militärzeit endete 2025. Am Samstag, so der Verdacht, soll er zwei Menschen umgebracht haben, am Sonntag nahm die Polizei ihn fest, schreibt die Zeitung weiter. Seit der Vollinvasion 2022 haben russische Kriegsheimkehrer Medienberichten zufolge mindestens 1000 Menschen getötet oder verletzt.
+++ 12:41 Teil der Schattenflotte? Öltanker muss Millionen zahlen +++
Frankreich lässt den festgesetzten Öltanker "Grinch" nach Zahlung einer Strafe in Höhe von mehreren Millionen Euro wieder auslaufen. Die Umgehung europäischer Sanktionen habe ihren Preis, teilt Außenminister Jean-Noel Barrot auf der Plattform X mit. Das Schiff war im vergangenen Monat unter dem Verdacht festgesetzt worden, zur sogenannten Schattenflotte zu gehören, mit der Russland Ölsanktionen umgeht. Die Strafe wurde Behördenangaben zufolge fällig, weil die Eigner die Nutzung der Flagge der Komoren nicht rechtfertigen konnten.
+++ 12:41 Gouverneur von Sewastopol beklagt eine der "längsten Attacken" +++
Russland wehrt nach eigenen Angaben in der Nacht mehr als 150 ukrainische Drohnen ab. Die Luftverteidigungssysteme hätten 151 ukrainische Drohnen abgefangen oder zerstört, erklärt das russische Verteidigungsministerium bei Telegram. 38 der Drohnen seien über der Halbinsel Krim abgewehrt worden. 79 weitere werden demnach über dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgewehrt. Es sei eine der "längsten Attacken" in der jüngsten Vergangenheit gewesen, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, im Onlinedienst Telegram. Es habe mehrere Verletzte gegeben, darunter ein Kind.
+++ 12:17 Selenskyj baut auf "starken Druck" +++
Diplomatie wird dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mit "Gerechtigkeit und Stärke" wirkungsvoller. "Starker Druck auf die Russische Föderation – Sanktionsdruck und stetige, schnelle Unterstützung für die ukrainische Armee und unsere Luftabwehr", schreibt er in den sozialen Medien vor den Gesprächen in Genf.
+++ 11:51 Hälfte der frühen ukrainischen Flüchtlinge arbeitet +++
Ukrainische Kriegsflüchtlinge finden in Deutschland laut einer Studie deutlich schneller in den Arbeitsmarkt als frühere Flüchtlingsgruppen. Dreieinhalb Jahre nach ihrer Ankunft ist die Hälfte der zu Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 eingereisten Ukrainer erwerbstätig. Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Bei Flüchtlingen, die 2015 kamen, wurde diese Quote erst nach rund sechs Jahren erreicht. "Die Integration verläuft deutlich schneller und ist erfolgreicher als bei früheren Fluchtkohorten", sagte Yuliya Kosyakova vom IAB vor Journalisten. Sie sprach von einem ambivalenten Gesamtbild. "Nach dreieinhalb Jahren ist rund die Hälfte beschäftigt und die Vollzeitverdienste erreichen 72 Prozent des Medianlohns." Zugleich sei aber ein hoher Anteil im Niedriglohnsektor beschäftigt, und viele davon benötigten ergänzende staatliche Leistungen. Zudem gebe es ausgeprägte Geschlechterunterschiede.
+++ 11:22 Bei Festsetzung von Tankern: Russland droht Europäern mit seiner Kriegsmarine +++
Russland droht europäischen Staaten mit dem Einsatz seiner Kriegsmarine, sollten Schiffe seiner Handelsflotte aufgebracht werden. Sollten russische Frachter und Tanker festgesetzt werden, könnte dies Vergeltungsmaßnahmen gegen die europäische Schifffahrt nach sich ziehen, zitiert die Zeitung "Argumenty i Fakty" den Putin-Vertrauten Nikolai Patruschew. "Die beste Garantie für die Sicherheit der Schifffahrt ist wie immer die Marine", sagte der Vorsitzende des russischen Marinerats dem Blatt. An die USA richtet sich Patruschew nicht explizit, dabei hatte die US-Marine Anfang Januar einen russischen Tanker im Atlantik gestoppt und beschlagnahmt.
+++ 10:51 Kreml: "Denke nicht, dass wir heute mit Neuigkeiten rechnen sollten" +++
Von den Friedensgesprächen über die Ukraine sind dem Kreml zufolge heute keine Neuigkeiten zu erwarten. Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten in Genf fänden hinter verschlossenen Türen statt, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. Sie würden am Mittwoch fortgesetzt. "Ich denke nicht, dass wir heute mit Neuigkeiten rechnen sollten", sagt Peskow.
+++ 10:21 Russische Bewegung? "Da darf man sich nichts vormachen" +++
Die Ukraine und Russland kommen in Genf unter US-Vermittlung zu neuen Gesprächen zusammen. Ein Minimal-Entgegenkommen Moskaus hält ntv-Korrespondent Rainer Munz dabei zwar nicht für ausgeschlossen. Ein kurzer Waffenstillstand könnte es aber Russland ermöglichen, Raketen und Drohnen zu sammeln, um dann "umso härter zurückzuschlagen".
+++ 09:57 Verletzte und "unglaubliche schwere" Schäden an der Strominfrastruktur in Odessa +++
Mindestens drei Menschen werden bei einer Reihe von russischen Drohnenangriffen auf Odessa in der Nacht verletzt, berichtet der regionale Gouverneur Serhiy Lysak am frühen Morgen auf Telegram. "Letzte Nacht wurde in unserer Stadt sechs Mal Luftalarm ausgelöst", schreibt er. Zwei Männer im Alter von 62 und 65 Jahren werden ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen befindet sich in einem kritischen Zustand. Der Angriff verursacht nach Angaben des ukrainischen Energieunternehmens DTEK auch "unglaublich schwere" Schäden an der Strominfrastruktur derStadt. "Die Reparaturen werden lange dauern, bis die Anlagen wieder betriebsbereit sind", teilt das Unternehmen in den sozialen Medien mit.
+++ 09:44 Russland attackiert mit Hunderten Drohnen +++
Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht 396 Drohnen und 29 Raketen auf die Ukraine abgeschossen. 367 Drohnen und 25 Raketen seien zerstört worden. Vier Raketen und 18 Drohnen seien an verschiedenen Orten in der Ukraine eingeschlagen. In der Region Sumy im Norden der Ukraine wurde eine 68-jährige Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilt. Ihre beiden 7 und 15 Jahre alten Enkel sowie deren Eltern seien verletzt. Außerdem werden den Angaben nach eine Frau und ein Mann im Nachbarhaus verletzt.
+++ 09:13 Angeblicher Waffenschmuggel: Vier Jahre Haft für US-Bürger in Russland +++
Ein russisches Gericht verurteilt nach staatlichen Angaben einen US-Bürger zu vier Jahren Gefängnis. Der Mann habe versucht, Schäfte von Kalaschnikow-Sturmgewehren aus Russland auszuführen, berichtet die Nachrichtenagentur RIA. Bei dem US-Bürger handele es sich um einen Sammler von Kalaschnikow-Waffen. Er habe zwei Schäfte gekauft und den Koffer, in dem sie sich befunden hätten, am Moskauer Flughafen Wnukowo aufgegeben. Eine Zollanmeldung habe er jedoch nicht vorgenommen. Das Gericht befindet den Mann, dessen Name nicht genannt wird, des Waffenschmuggels für schuldig. Er habe seine Schuld teilweise eingestanden, meldet RIA weiter. Das US-Außenministerium rät von allen Reisen nach Russland ab und forderte seine Bürger wiederholt auf, das Land umgehend zu verlassen. Als Gründe werden unter anderem Terrorismus, Unruhen und die Gefahr willkürlicher Verhaftungen genannt.
+++ 08:52 Unionsaußenpolitiker: Gebietsabtretung wäre "ein Zeichen von Schwäche" +++
Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, hält es für "schlicht unvorstellbar", dass der ukrainische Präsident bereit ist, Gebiete aufzugeben, "die Russland in vier Jahren Krieg nicht hat erobern können". Im Frühstart“ von RTL/ntv sagt Hardt weiter: "Wenn die Ukraine das tut, wäre das auch ein Zeichen von Schwäche, das Putin sofort falsch deuten würde." Er würde dann nach einer Phase von Waffenruhe in kurzer Zeit einen Vorwand suchen, "weiterzugehen und sein Ziel tatsächlich weiter zu verfolgen, nämlich die gesamte Ukraine unter Kontrolle zu bringen".
+++ 08:22 "Wäre fatal, Festungsgürtel in Ost-Ukraine aufzugeben" +++
In den Diskussionen um einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine rückt auch die Frage nach Gebietsabtretungen wieder in den Vordergrund. ntv-Reporterin Kavita Sharma erfährt von ukrainischen Soldaten, warum das Land die Gebiete im Osten unbedingt halten will.
+++ 07:56 Polens Luftwaffe aktiviert: "Stehen für eine sofortige Reaktion bereit" +++
Wegen russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist auch Polens Luftwaffe in Alarmbereitschaft. "Aufgrund der Aktivitäten von Langstreckenflugzeugen der Russischen Föderation, die Angriffe auf ukrainischem Territorium durchführen, hat der Einsatz von Militärflugzeugen im polnischen Luftraum begonnen", teilen die Streitkräfte auf X mit. Bodengestützte Luftverteidigungs- und Radarerkennungssysteme sind demnach in Bereitschaft. "Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und zielen darauf ab, den Luftraum, insbesondere in angrenzenden Gebieten, zu sichern und zu schützen. Das operative Kommando der Streitkräfte überwacht die aktuelle Lage, und seine unterstellten Kräfte und Ressourcen stehen für eine sofortige Reaktion bereit."
+++ 07:25 "Putin verspottet erneut öffentlich den Friedensprozess" - Angriffe trotz Gesprächen +++
Ungeachtet der trilateralen Gespräche in Genf attackiert Russland die Ukraine und überzieht das Land mit einer weiteren massiven Welle von Luftangriffen. Im ganzen Land wird Luftalarm ausgerufen. Ein Friedenswille ist darin schwer zu erkennen, wie Kommentatoren auf X bemerken. "Putin verspottet erneut öffentlich den Friedensprozess. Wie oft müssen wir das noch wiederholen?", so etwa ein User auf X.
+++ 07:15 Russische Delegation trifft in Genf ein +++
In Genf trifft laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax eine russische Verhandlungsdelegation ein. In der Schweizer Stadt sollen im Laufe des Tages die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein Ende des Krieges fortgesetzt werden. Die vom Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, geleitete Delegation aus Kiew traf bereits am Montag in Genf ein. "Die Tagesordnungspunkte sind abgestimmt, das Team ist bereit zur Arbeit", so Umjerow.
+++ 06:46 Estland warnt Kreml vor Angriff: "Wir werden den Krieg nach Russland tragen" +++
Estlands Außenminister Margus Tsahkna warnt Russland eindringlich vor Vergeltung im Falle eines Angriffs. In einem Interview mit "The Telegraph" erklärt Tsahkna, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen würden jeden Angreifer zurückschlagen und einen vernichtenden Gegenangriff starten. "Wir werden den Krieg nach Russland tragen und tief in Russland hinein angreifen. Wir wissen genau, was zu tun ist", sagt Tsahkna. "Deshalb beschleunigen wir jetzt unsere Investitionen und bauen unsere Fähigkeiten aus ... deshalb investieren wir 5 Prozent des BIP in die Verteidigung unserer Region." Zugleich weist er Befürchtungen zurück, Moskau könne im Osten rasch Gebiete erobern. Tsahkna bezieht sich dabei auf Befürchtungen in Verteidigungskreisen, dass Kremlchef Wladimir Putin nach dem Ende des Krieges in der Ukraine die Invasion und teilweise Besetzung eines baltischen Staates plane.
+++ 06:14 Großbrand in Ölraffinerie in Krasnodar +++
In der Nacht werden mehrere russische Regionen Russlands von Drohnen angegriffen, darunter die Ölraffinerie Ilsky in der Region Krasnodar, in der es zu einem Großbrand kommt. Dies berichtet "Kyiv Independent" unter Berufung auf lokale Behörden, Telegram-Kanäle und Beobachtungsgruppen. Die Raffinerie, die offenbar russische Truppen mit Treibstoff versorgt, soll jährlich 6,42 Millionen Tonnen Öl verarbeiten. Wegen ihrer Nähe zu den Schwarzmeerhäfen werden ihre Produkte in großem Umfang zur Unterstützung der Kreml-Militärlogistik eingesetzt, heißt es in dem Bericht. Die Region Krasnodar, eine strategisch wichtige Region im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer, liegt gegenüber der von Russland besetzten Halbinsel Krim auf der anderen Seite der Straße von Kertsch.
+++ 05:43 Trump drängt Ukraine zu baldiger Einigung mit Russland +++
Im Vorfeld der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine drängt US-Präsident Donald Trump Kiew zu einer baldigen Einigung mit Moskau. "Die Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen", sagt Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die USA kämen immer wieder auf die Frage von Zugeständnissen zurück, diese werde aber "oft nur im Zusammenhang mit der Ukraine diskutiert".
+++ 04:26 Verteidigungsministerium: Januar mit Höchstwert bei russischem Raketenbeschuss +++
Im Januar 2026 feuerten russische Streitkräfte 91 ballistische Raketen auf die Ukraine ab. Dies ist der höchste Monatswert seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor fast vier Jahren. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilt dazu mit, die Verbündeten müssten deshalb die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen beschleunigen.
+++ 03:08 Moskau: Gebietsfragen in Genf im Fokus +++
Vertreter der Ukraine und Russlands kommen heute in Genf zu einer neuen Runde von Friedensgesprächen zusammen. Bei den von den USA vermittelten Verhandlungen werde die Gebietsfrage der zentrale Streitpunkt sein, teilt der Kreml mit. US-Präsident Donald Trump drängt Moskau und Kiew zu einer Einigung, um den größten Krieg in Europa seit 1945 zu beenden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt sich jedoch, dass vor allem sein Land unter Druck gesetzt werde, Zugeständnisse zu machen. Russland fordert von der Ukraine die Abtretung der verbleibenden 20 Prozent der östlichen Region Donezk, die Moskau bisher nicht erobern konnte. Kiew lehnt dies ab.
+++ 01:55 Ex-Wagner-Söldner sollen Sabotage-Akte in Europa organisieren +++
Nach Angaben westlicher Geheimdienstmitarbeiter sind Anwerber und Propagandisten, die zuvor für die russische private Militärfirma Wagner-Gruppe gearbeitet haben, zu einem wichtigen Instrument des Kremls bei der Organisation von Sabotageakten in ganz Europa geworden. Das berichten "Financial Times" und Ukrinform. Der Status der Wagner-Gruppe ist seit Juni 2023 ungewiss, nachdem ein gescheiterter Putsch gegen die russische Militärführung zu Repressionen und dem Tod des Gruppengründers Jewgeni Prigoschin geführt hatte. Offiziellen Angaben zufolge haben Wagner-Rekrutierer, die zuvor auf die Anwerbung von Männern aus abgelegenen russischen Regionen für Kämpfe in der Ukraine spezialisiert waren, nun einen neuen Auftrag erhalten: die Rekrutierung wirtschaftlich schwacher Europäer für Sabotageakte auf Nato-Gebiet.
+++ 00:43 Gespräche in Genf: Witkoff Vermittler zwischen Kiew und Moskau +++
Vertreter der Ukraine und Russlands treffen sich heute in Genf zu zweitägigen Gesprächen unter Vermittlung der USA, um über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Die USA werden vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Zwei vorherige Gesprächsrunden in Abu Dhabi hatten kein Ergebnis gebracht. In zentralen Fragen liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Moskau fordert als Voraussetzung für ein Ende des Krieges einen vollständigen Rückzug Kiews aus der Industrieregion Donbass. Die Ukraine lehnt dies ab.
+++ 23:25 Selenskyj rechnet mit neuen russischen Energie-Attacken +++
Kurz vor der Wiederaufnahme der Friedensgespräche in Genf warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen schweren russischen Luftangriffen. Geheimdienstberichte deuteten darauf hin, dass Russland weitere massive Schläge gegen die Energieinfrastruktur vorbereite, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Solche Angriffe erschwerten eine Einigung zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges. "Russland kann der Versuchung der letzten kalten Wintertage nicht widerstehen und will die Ukrainer schmerzhaft treffen", sagt Selenskyj. Dies erfordere besondere Unterstützung der Verbündeten, allen voran der USA.
+++ 22:22 Millionen Artilleriegranaten: Tschechiens Munitionsinitiative für die Ukraine "äußerst erfolgreich" +++
Die Ukraine hat dem tschechischen Präsidenten Petr Pavel zufolge 4,4 Millionen großkalibrige Artilleriegranaten durch die Munitionsinitiative seines Landes erhalten. Das seien mehr als 50 Prozent aller bisher an Kiew gelieferten Granaten dieser Art. Pavel zufolge wird die Initiative von Verbündeten als "äußerst erfolgreich" beschrieben, wie er dem Portal odkryto.cz sagt.
+++ 21:45 Stopp russischer Öllieferungen: Ungarn und Slowakei bitten Kroatien um Hilfe +++
Nach dem Stopp russischer Öllieferungen durch die Ukraine bitten Ungarn und die Slowakei Kroatien um Unterstützung. Außenminister Peter Szijjarto fordert die Regierung in Zagreb auf, den Transport über die Adria-Pipeline zu ermöglichen. Der kroatische Wirtschaftsminister Ante Susnjar signalisiert Hilfsbereitschaft, solange dies im Einklang mit EU- und US-Vorschriften stehe. Parallel dazu beantragt der ungarische Energiekonzern MOL bei der Regierung in Budapest die Freigabe strategischer Ölreserven. Sollten die Lieferungen aus dem Osten nicht in den kommenden Tagen wieder anlaufen, müssten zunächst rund 250.000 Tonnen Rohöl freigegeben werden, teilt das Unternehmen mit. Die Lieferungen über die Druschba-Pipeline sind seit dem 27. Januar unterbrochen.
+++ 21:05 Reisner erklärt Marschflugkörper: Ukraine-Waffe "Flamingo" muss Rückschlag hinnehmen +++
Seit dem vergangenen Jahr verfügt die Ukraine über eigene Marschflugkörper vom Typ FP-5 "Flamingo", doch bislang bleibt die Waffe hinter den Erwartungen zurück. Oberst Markus Reisner vom österreichischen Bundesheer erklärt im Interview mit ntv, was einer der Gründe dafür ist:
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