Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:18 Ukraine meldet russische Raketen weit im Westen +++
Die russischen Streitkräfte haben die Region Lwiw im Westen der Ukraine mit Raketen angegriffen. Die Flugabwehr sei zum Einsatz gekommen, teilte der Bürgermeister von Lwiw mit. Die Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Raketen gewarnt. Lwiw liegt weniger als 60 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, das Mitglied der EU und der Nato ist. Angriffe auf die rund 600 Kilometer von der russischen Grenze entfernte Stadt sind seltener als in anderen ukrainischen Großstädten, insbesondere bei Tag.
+++ 15:07 Wadephul macht bei Russland-Sanktionen Druck auf zentralasiatische Länder +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert die Länder Zentralasiens auf, an der Seite der Europäischen Union die Ukraine unmissverständlich zu unterstützen. Die EU habe weitreichende Sanktionen erlassen, um der russischen Kriegsmaschinerie Einhalt zu begegnen. "Ich möchte das hier heute klar sagen: Versuche, diese Sanktionen zu umgehen, stützen den russischen Angriffskrieg und bedrohen damit direkt die Sicherheitsinteressen der Europäischen Union", sagte Wadephul vor einem Treffen mit den Außenministern aus Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisien, Usbekistan und Kasachstan.
+++ 14:39 Ukraine will mit neuem Laser russische Drohnen vom Himmel holen +++
Die Ukraine testet laut "The Atlantic" eine neue Laserwaffe gegen russische Drohnen. Das System heißt "Sunray" (Sonnenlicht). Ukrainische Ingenieure sollen es entwickelt haben, weil der Ukraine die Luftverteidigungsraketen ausgehen. Die Entwicklung hat laut Bericht zwei Jahre gedauert. Der Prototyp koste mehrere Millionen Dollar. Ein Serienmodell soll demnach aber deutlich billiger werden: voraussichtlich einige hunderttausend Dollar – weit unter dem Preis moderner Boden-Luft-Raketensysteme. "Sunray" soll Drohnen ausschalten, indem der Laser ihren Rumpf durchbrennt oder die Elektronik lahmlegt.
+++ 14:00 Ukrainischer Beamter schützt Männer vor Kriegsdienst und kassiert ab +++
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU deckt nach eigenen Angaben einen Plan zur Wehrdienstverweigerung im Hauptkrankenhaus der Streitkräfte auf. Im Zentrum steht ein hochrangiger Beamter, der für die Organisation der Einrichtung verantwortlich war. Den Ermittlern zufolge hatte er Bekannte formell beschäftigt, die im Krankenhaus jedoch nicht tatsächlich arbeiteten und nie in der staatlichen Einrichtung erschienen. Sie waren aber alle für den Militärdienst registriert. Unter diesen Personen befand sich ein Mann, der sich der Mobilisierung entzogen hatte. Der SBU schreibt, der Verdächtige habe alle Gehaltskarten der fiktiv beschäftigten Personen in seinem Besitz gehabt und Geld von diesen Karten abgehoben. Auf diese Weise habe er seit Mai 2022 insgesamt 2,6 Millionen Hrywnja (rund 50.700 Euro) erschlichen, heißt es in der Erklärung. Bei Durchsuchungen fanden die Ermittler Bargeld und Unterlagen, die Beweise für den Betrug enthielten. Dem hochrangigen Beamten drohen bis zu 12 Jahre Haft.
+++ 13:32 Russisches Gericht verurteilt neun ukrainische Kriegsgefagene wegen "Terrorismus" +++
In Russland verhandelt das Militärgericht des Zentralbezirks (CDMC) innerhalb einer Woche neun Fälle von ukrainischen Kriegsgefangenen und verurteilt sie wegen "Terrorismus". Alle neun Ukrainer wurden wegen "Ausbildung für Terrorismus und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung" angeklagt. Laut Mediazona ist dies der gängige Vorwurf gegen Kriegsgefangene ukrainischer Einheiten, die in Russland als "terroristische Organisationen" anerkannt sind. Das anonyme Projekt War Tears, das die Namen ukrainischer Kriegsgefangener veröffentlicht, identifiziert sieben von ihnen als Mitglieder des Asow-Regiments, die beiden anderen als Kämpfer des Donbass-Bataillons. Die Dauer der Haftstrafen ist noch nicht bekannt.
+++ 13:05 Ukrainische Einheit widerspricht eigenen Analysten - Bondarne nicht russisch besetzt +++
Die ukrainische Einsatzgruppe Skhid (Ost) weist Berichte zurück, wonach russische Truppen das Dorf Bondarne im Gebiet Donezk eingenommen hätten. Dies entspreche nicht der Realität, heißt es auf Facebook. "Bondarne und Nykyforivka bleiben unter der Kontrolle der ukrainischen Verteidigungskräfte." Die Gruppe berichtete, dass ihre Einheiten Verteidigungsstellungen in der Nähe der Siedlungen halten. Unterdessen hat DeepState, eine ukrainische Gruppe von Militäranalysten, Bondarne auf ihrer interaktiven Karte der Kampfhandlungen als russisch besetzt markiert.
+++ 12:37 EU-Parlament bringt riesiges Finanzpaket für die Ukraine auf den Weg +++
Das Europäische Parlament stimmt den Plänen für ein neues Darlehen in Milliardenhöhe an die Ukraine zu. Es sieht vor, dem von Russland angegriffenen Land über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. 60 Milliarden davon sind für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen. Dies wird als Formalie betrachtet, weil sich die Regierungen bereits auf die Konditionen für das Darlehen geeinigt haben. Der Beschluss sieht vor, dass die Ukraine mit dem Geld nur dann Rüstungsgüter in Ländern wie den USA kaufen darf, wenn diese auf dem europäischen Binnenmarkt und in der Ukraine entweder gar nicht oder nicht zeitnah verfügbar sind. Für das Nicht-EU-Land Großbritannien ist eine Sonderregelung geplant.
+++ 12:30 USA fallen aus, EU springt ein - dennoch geht Ukraine-Hilfe deutlich zurück +++
Europa weitet vergangenes Jahr die Hilfe für die angegriffene Ukraine deutlich aus. Das geht aus einer Auswertung der Forschungseinrichtung Kiel Institut für Weltwirtschaft hervor. Die militärische Hilfe Europas lag inflationsbereinigt 67 Prozent über dem Schnitt der Jahre 2022 bis 2024, wie es in der Mitteilung heißt. Die finanzielle und humanitäre Hilfe nahm um 59 Prozent zu. Obwohl Europa mehr Hilfe als in der Vergangenheit bereitstellte, musste die Ukraine 2025 insgesamt mit weniger Unterstützung zurechtkommen, wie der Ukraine-Support-Tracker des Kiel Instituts zeigt. Hintergrund ist, dass die USA als nennenswerter Geber fehlten. Die gesamte militärische Hilfe lag 13 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen drei Jahre. Die finanzielle und humanitäre Hilfe fiel rund fünf Prozent geringer aus.
+++ 11:59 Russische Drohne attackiert lettisches TV-Team +++
Ein Team des lettischen öffentlich-rechtlichen Senders LSM ist bei Dreharbeiten in der Nähe von Stellungen einer ukrainischen Einheit im Gebiet Donezk von einer russischen Drohne attackiert worden. Reporterin Odita Krenberga und Kameramann Aigars Kovalevskis waren unterwegs, um eine Reportage über einen Letten zu drehen, der bei einer ukrainischen Luftangriffsbrigade dient. Die Drohne explodierte in der Nähe des Autos der Teams und zerschmetterte die Fenster. Der Fahrer konnte einen direkten Treffer vermeiden, da er das Auto rechtzeitig beschleunigte. Verletzt wurde niemand.
+++ 11:28 "Russen sollen Familien Kriegsgefangener erpressen" +++
Um die Starlink-Abschaltung zu umgehen, sollen russische Soldaten laut ntv-Reporterin Nadja Kriewald die Angehörigen ukrainischer Kriegsgefangener unter Druck setzen. Vor allem die Region Charkiw erlebt aktuell schwere Angriffe.
+++ 10:56 Ex-MI6-Chef Moore: 30.000 Russen allein im Dezember getötet +++
Der ehemalige britische Nachrichtendienstchef Richard Moore sagt in einem Interview mit Sky News, dass die russischen Verluste Ende des Vorjahres immens gewesen seien. Nach seinen Kenntnissen seien nur im Dezember 2025 allein 30.000 Russen getötet worden. Das seien ähnlich viele, wie Russland in zehn Jahren in Afghanistan verloren hätte. Diese große Zahl könnten selbst die Russen nicht ohne Weiteres ersetzen.
+++ 10:22 Kreml "will die Kontrolle über diesen Messenger haben" +++
Der weltweit genutzte, russische Messenger Telegram ist auch in Russland einer der wichtigsten Kommunikationskanäle. Doch dem Kreml ist die App ein Dorn im Auge. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet aus Moskau: "Das ist schon mehr als ein Hauch von China und Nordkorea, der hier durchs Land weht."
+++ 09:57 Russland fehlen 2,3 Millionen Arbeitskräfte - Kreml wirbt Zehntausende Inder an +++
Angesichts des Mangels von etwa 2,3 Millionen Arbeitskräften infolge des Angriffskriegs in der Ukraine setzt Russland verstärkt auf Arbeitsmigranten. Allerdings nicht mehr hauptsächlich auf jene aus Zentralasien, wie zuvor, sondern auf Indien, wie Reuters berichtet. 2021 – ein Jahr vor der russischen Vollinvasion – erteilte Russland 5000 Arbeitsgenehmigungen für Inder, 2025 waren es bereits 72.000. Wanderarbeiter aus Zentralasien würden nicht mehr ausreichen, um die Nachfrage nach Arbeitskräften in Russland zu decken. Im Dezember unterzeichneten Premierminister Narendra Modi und Präsident Putin ein Abkommen, das Indern die Arbeit in Russland erleichtern soll. Russlands Vizepremier Denis Manturov sagt, theoretisch könnten Inder in unbegrenzter Zahl aufgenommen werden. In der Industriefertigung fehlen 800.000 Arbeitskräfte, im Dienstleistungs- und Bausektor sogar 1,5 Millionen.
+++ 09:30 Flughafen in Wolgograd steht nach ukrainischem Drohnenangriff still +++
In der Nacht sind in der russischen Region Wolgograd Explosionen zu hören. Lokale Telegram-Kanäle berichten von einem Drohnenangriff auf eine örtliche Ölraffinerie (Eintrag 3:29 Uhr). Es wird darauf hingewiesen, dass der Flughafen Wolgograd aufgrund des Drohnenangriffs den Betrieb eingestellt hat. Der Gouverneur der Region Wolgograd, Andrej Botscharow, bestätigt den Angriff und erklärt, dass er "einen Brand in einer Fabrik im Süden Wolgograds" verursacht habe. Wo genau das Feuer ausgebrochen ist, sagt er nicht. Gleichzeitig berichtet die russische Zeitung Astra, dass Drohnen das Werk Lukoil-Volgogradneftepererabotka getroffen hätten. Berichten zufolge bricht in dem Betrieb ein Feuer aus. Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor von zahlreichen Drohnen über der Region Wolgograd berichtet, allerdings behauptet, alle abgefangen zu haben.
+++ 08:56 Rüstungsboss will Ostflanke mit "rein europäischen" Waffen verteidigen +++
Der Mitgründer des Münchner Start-ups Helsing fordert, die Nato-Ostflanke weitgehend mit europäischen statt mit amerikanischen Waffensystemen abzusichern. "Wir hatten wahrlich genug Weckrufe", sagt der Unternehmer Grundbert Scherf dem "Spiegel". "An der Ostflanke sollten wir in der Lage sein, militärisch, soweit es geht, rein europäisch zu agieren", ergänzt der Gründer, dessen Firma unter anderem "lauernde Munition" herstellt, sogenannte Kamikazedrohnen. Um das Ziel zu erreichen, so Scherf, müsse die Politik ab sofort mehr Rüstungsgüter in Europa bestellen und an den strengen EU-Vergaberegeln "schnellstens etwas ändern". "Absurderweise ist es oft einfacher, ein US-Produkt zu kaufen als ein europäisches", so Scherf, der unter CDU-Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von 2014 bis 2016 als Sonderberater für eine effizientere Beschaffung im Wehrressort tätig war. Für ihre Erstausstattung mit Kamikazedrohnen will die Bundeswehr unter anderem auf das aktuelle Helsing-Modell HX-2 zurückgreifen. Der Bundestag muss der Beschaffung noch zustimmen.
+++ 08:32 Ukraine fängt 112 von 129 russischen Drohnen ab +++
Die Ukraine fängt nach eigenen Angaben in der Nacht 112 von 129 russischen Drohnen ab. 15 Drohnen seien an acht Orten eingeschlagen, teilt die Luftwaffe mit. Der Angriff dauere an, mehrere Drohnen befänden sich noch im ukrainischen Luftraum.
+++ 08:00 EU und Australien kurz vor Abschluss von Verteidigungspakt +++
Die EU und Australien schließen die Verhandlungen zu einem Verteidigungs- und Sicherheitspakt offenbar ab. Die Einigung könne möglicherweise parallel zum Freihandelsabkommen verkündet werden, das noch ausgehandelt wird, teilen EU-Diplomaten dem "Handelsblatt" mit. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen wird nun nur noch ein Datum für die Unterschrift gesucht. Mit dem Verteidigungspakt können australische Waffenschmieden nun auch von dem 60 Milliarden Euro schweren Rüstungsfonds für die Ukraine profitieren. Mit dem Verteidigungspakt richten die EU und Australien ihre Beziehungen neu aus. 2021 waren Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit gescheitert, nachdem Canberra Frankreich brüskierte und einen U-Boot-Deal mit den USA schloss.
+++ 07:29 Bericht: Selenskyj plant Referendum über mögliches Friedensabkommen +++
Die Ukraine beginnt einem Medienbericht zufolge mit den Planungen für eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen mit Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj werde das Vorhaben am 24. Februar vorstellen, meldet die "Financial Times" unter Berufung auf offizielle Vertreter aus der Ukraine und Europa, die in die Planungen eingeweiht sind. Als Termin ist früheren Medienberichten zufolge der Mai im Gespräch.
+++ 06:56 Rüstungsriese stellt neue autonome Unterwasserwaffe vor +++
Lockheed Martin enthüllt die Lamprey MMAUV - eine Unterwasserdrohne, die autonom agiert, unterwegs Energie lädt und sogar Luftdrohnen starten kann. Mit ihrer Flexibilität und Präzision könnte sie die Zukunft maritimer Einsätze maßgeblich verändern.
+++ 06:31 Russisches Verteidigungsministerium meldet Abschuss von 108 Drohnen +++
Russische Flugabwehrsysteme haben über Nacht 108 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgeschossen, berichtete das russische Verteidigungsministerium laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Der Großteil von ihnen soll über den Regionen Wolgograd und Rostow abgefangen worden sein. Zu Schäden macht das russische Verteidigungsministerium, wie sooft keine Angaben.
+++ 06:00 Kadyrow-Sohn tritt nach Unfall wieder öffentlich auf +++
Adam Kadyrov, der Sohn des tschetschenischen Herrschers Ramzan Kadyrov, ist zum ersten Mal seit Berichten über einen Autounfall wieder öffentlich aufgetreten, berichtet die unabhängige russische Nachrichtenagentur Agentstvo. Ramzan Kadyrov veröffentlicht auf seinem Telegram-Kanal ein kurzes Video, das seinen Sohn zeigt. Agentstvo berichtet, Adam sehe deutlich dünner aus als bei seinem letzten Auftritt Mitte Januar. Der Clip zeigt Kadyrov beim Essen mit seinem Berater Vismurad Aliyev. Adam betritt den Raum und Kadyrov begrüßt ihn auf Russisch mit den Worten "auferstanden", bevor das Gespräch auf Tschetschenisch fortgesetzt wird. Am 16. Januar berichteten russische und tschetschenische Oppositionsmedien, dass Adam Kadyrov nach einem Verkehrsunfall in Grosny ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Am Morgen des 17. Januar hieß es unter Berufung auf Daten von FlightRadar, dass ein medizinisches Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums, das möglicherweise Adam Kadyrov transportierte, in der Nacht auf dem Moskauer Flughafen Vnukovo gelandet sei. Das Flugzeug von Ramzan Kadyrov landete kurz darauf.
+++ 03:29 Russische Raffinerie brennt nach Drohnenangriff +++
Nach einem Drohnenangriff gibt es einen Großbrand in einer Ölraffinerie im russischen Wolgograd. Bilder und Videos zeigen das Feuer auf dem Gelände der Raffinerie des Lukoil-Konzerns. Anwohner hatten gegen Mitternacht eine Reihe von Explosionen gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte zuvor berichtet, es seien 48 ukrainische Drohnen in verschiedenen Regionen abgeschossen worden - von Wolgograd war dabei aber nicht die Rede. Die Raffinerie ist die größte im Süden Russlands und wichtig für die russische Militärmaschinerie. Sie wurde im Kriegsverlauf schon mehrfach angegriffen.
+++ 02:02 Marine-Inspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See +++
Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, warnt vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See. "Die Bedrohung ist real", sagt Kaack der "Süddeutschen Zeitung". Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. Die Marine beobachte vermehrt tief anfliegende russische Flugzeuge über Nato-Schiffen und aggressivere Annäherungen. Das sei "gefährlich, denn dadurch kann es leicht zu einer Eskalation durch Zufall kommen", sagte Kaack. Die russischen Streitkräfte würden wachsen, sowohl an Menschen als auch an Fähigkeiten, die im Ukraine-Krieg täglich erprobt würden.
+++ 00:40 Vier Tote bei russischem Angriff nahe Charkiw +++
Bei einem russischen Angriff in der Stadt Bohoduchiw westlich der ukrainischen Metropole Charkiw sind nach Angaben des Gouverneurs der Region vier Menschen getötet worden. Unter den Toten seien drei Kleinkinder, teilt Oleh Syniehubow auf Telegram mit. Zudem sei ein 34-jähriger Mann ums Leben gekommen. Eine 74-jährige Frau werde verletzt. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Eine russische Stellungnahme liegt nicht vor.
+++ 23:31 Ukraine: Russland besorgt sich Starlink über Familien von Kriegsgefangenen +++
Russland zwingt nach ukrainischen Angaben die Familien von Kriegsgefangenen, Starlink-Terminals zu registrieren, die dann von der russischen Armee eingesetzt werden. Laut dem ukrainischen Koordinationshauptquartier für die Behandlung von Kriegsgefangenen, wurden Fälle registriert, in denen Menschen gezwungen wurden, die Terminals auf ihren Namen anzumelden. Auf Drängen der Ukraine hatte Elon Musks Konzern SpaceX vergangene Woche Starlink-Terminals von nicht-autorisierten Nutzern in der Ukraine gesperrt. So soll verhindert werden, dass russische Soldaten das Satellitennetzwerk entlang der Frontlinie für ihre Vorstöße nutzen.
+++ 22:14 Russlands Geheimdienst FSB meldet für 2025 zehntausende Hinweise aus der Bevölkerung +++
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben 2025 fast 150.000 Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Aktivitäten erhalten. Unter den weitergegebenen Informationen seien tausende Meldungen zu mutmaßlichem Fehlverhalten im Zuge des Angriffskrieges gegen die Ukraine, teilt der FSB mit. Demnach erhielt die "Vertrauenshotline" im vergangenen Jahr 68.785 Anrufe in der Zentrale, 455 davon enthielten demnach "nützliche Informationen". 77.772 weitere Hinweise gingen laut FSB in den Regionalbüros ein. 15.233 von ihnen enthielten demnach "für Ermittlungen relevante Informationen".
+++ 21:35 Selenskyj kündigt Änderungen bei der Flugabwehr an +++
Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt Veränderungen bei der Organisation der ukrainischen Flugabwehr an. "In einigen Regionen wird die Arbeitsweise der Teams komplett umstrukturiert", das betreffe Abfangjäger, mobile Feuergruppen und den gesamten Komplex der lokalen Flugabwehr, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Entsprechende Anordnungen seien bei einer Beratung mit der Militärführung getroffen worden.
+++ 20:55 Kenia: Russland missbraucht Kenianer als "Kanonenfutter" an der Front +++
Kenias Vize-Außenminister wirft Moskau vor, kenianische Staatsbürger nach Russland zu locken und als "Kanonenfutter" an die ukrainische Front zu schicken. "Diese Menschen werden als Kanonenfutter an der Front missbraucht", sagt der kenianische Vize-Außenminister Korir Sing'Oei. Außenminister Musalia Mudavadi kündigt an, im nächsten Monat nach Moskau zu reisen, um "diesem Vorgehen Einhalt zu gebieten". Er werde sich auch für die Freilassung von in der Ukraine inhaftierten Kenianern einsetzen und den Zustand der im Krankenhaus behandelten Staatsbürger überprüfen, sagt Mudavadi. Dem Minister zufolge wurden in den vergangenen zwei Monaten mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. Skrupellose Anwerbe-Agenturen in dem ostafrikanischen Land wurden demnach geschlossen.
+++ 20:18 Spanien liefert Ukraine Frühwarnradar +++
Spanien liefert das taktische Frühwarnradar Lanza LTR-25 einem Bericht zufolge an die Ukraine. Wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet, hat der spanische Ministerrat einen Vertragsentwurf für die Produktion und Lieferung des taktischen Langstreckenradars sowie dessen logistische Unterstützung genehmigt. Das Lanza LTR-25 ist demnach eine mobile Drei-Koordinaten-Radarstation, die auch unter schwierigen Bedingungen der elektronischen Kampfführung eingesetzt werden kann. Der Hauptvorteil des Systems liegt in seiner Fähigkeit, nicht nur Flugzeuge, sondern auch kleine Objekte mit geringer Reflexionsfläche, darunter Drohnen und Marschflugkörper, zu erkennen und zu verfolgen. Die Erfassungsreichweite von Luftzielen beträgt den Angaben zufolge mehr als 450 Kilometer. über 450 km.
+++ 19:47 Deutscher Botschafter in Moskau soll wechseln +++
Wichtige deutsche Botschafterposten sollen nach übereinstimmenden Medienberichten neu besetzt werden: Der bisherige Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, könnte nach Tel Aviv wechseln. Das berichten der "Spiegel" und "Table Media". Sein Vorgänger dort, der frühere Regierungssprecher und ZDF-Journalist Steffen Seibert, würde dann regulär in den Ruhestand gehen. Nachfolger von Lambsdorff auf dem heiklen Posten in Kreml-Nähe soll laut "Spiegel" Clemens von Goetze werden, der bisher die Vertretung in Mexiko-Stadt leitet.
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