Iran-Krieg im Liveticker+++ 15:35 Erdgas sinkt wieder etwas im Preis +++
Die Futures auf Erdgas sind um 3,3 Prozent gefallen, da das Wetter in den USA wärmer wird. Das anhaltende Chaos durch den Krieg im Iran wird dadurch ausgeglichen. "Die wetterbedingte Gasnachfrage schwächt sich weiter ab", schreibt die EBW Analytics Group in einer Research Note. "Mildes Wetter könnte den Speicherüberschuss gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt weiter erhöhen, so dass er bis Mitte April den dreistelligen Bereich überschreitet."
+++ 15:11 Nato zieht Beobachter aus Irak ab +++
Die Nato zieht Personal aus dem Irak ab. Grund sei die angespannte Lage in der Region, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur des Irak. Bei dem Einsatz der Militärallianz handele es sich um eine reine Beratungsmission. Das Personal werde zurückkehren, sobald der Krieg ende und sich die Sicherheitslage im Irak stabilisiere.
+++ 14:58 Trump beschimpft Nato-Verbündete +++
US-Präsident Donald Trump greift die Nato-Verbündeten wegen ihrer mangelnden Unterstützung im Krieg der USA und Israels gegen den Iran scharf an. "Ohne die USA ist die Nato ein Papiertiger!", schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Er bezeichnet die langjährigen Verbündeten als "Feiglinge" und fügt hinzu: "Wir werden uns daran erinnern!"
+++ 14:45 Mehrere Frachtschiffe brennen in iranischen Häfen +++
Die USA und Israel attackieren laut iranischen Behörden mindestens 16 iranische Frachtschiffe in iranischen Häfen am Persischen Golf. Die Schiffe seien dabei verbrannt, heißt es. Angriffe gibt es laut einem Vertreter der Behörden der Provinz Hormusgan in den Städten Bandar Lengeh und Bandar Kong, die beide an der Straße von Hormus liegen.
+++ 14:20 Iran droht Touristen weltweit - "Kein Ort sicher für euch" +++
Das Regime in Teheran stößt eine Drohung gegen Touristen aus. "Kein Ort auf der Welt wird für euch sicher sein", lässt Brigadegeneral Abolfazl Shekarchi verlauten, der kurz darauf selbst einem Angriff zum Opfer fiel. Konkret sprach Shekarchi von "Feinden des Landes - darunter Funktionäre, Piloten und Soldaten", die auch in Vergnügungsparks, Ferienorten und Touristenzentren ins Visier genommen würden. Macht der Iran diese Drohung war, wären sogenannte Kollateralschäden an anderen Besuchern dieser Orte wohl unvermeidlich.
+++ 13:59 "Irreführende Informationen" über den Krieg - Emirate nehmen mehr als 100 Menschen fest +++
Die Polizei in den Vereinigten Arabischen Emiraten nimmt nach eigenen Angaben mehr als hundert Menschen fest, weil sie Videoaufnahmen gemacht und "irreführende Informationen" über den Iran-Krieg in sozialen Netzwerken verbreitet haben sollen. Die 109 Festgenommenen hätten unterschiedliche Nationalitäten, heißt es in einer Erklärung der Polizei von Abu Dhabi auf X. Sie hätten "Orte und Vorfälle gefilmt und falsche Informationen über Social-Media-Plattformen verbreitet". "Solche Aktionen können die öffentliche Meinung aufstacheln und zur Verbreitung von Gerüchten beitragen", heißt es weiter. Ähnliche Maßnahmen gab es auch in anderen Golfstaaten. In Katar wurden bislang mehr als 300 Menschen festgenommen, die Bilder von iranischen Angriffen gemacht und "irreführende" Informationen weitergegeben haben sollen. Auch in Bahrain und Kuwait wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen.
+++ 13:33 US-Kampfjets und Hubschrauber sollen Straße von Hormus für Schifffahrt freiräumen +++
Die USA intensivieren den Kampf um die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf Militärbeamte. So würden derzeit Apache-Kampfhubschrauber eingesetzt. Zum einen sollen sie iranische Drohnen abschießen. Zum anderen sollen sie in einem mehrstufigen Plan, die Straße von Hormus wieder passierbar machen. So sollen zunächst die Gefahr durch iranische Kampfboote, Minen und Marschflugkörper verringern. Im Anschluss sollen sie dann Frachtschiffe und Tanker durch die Meerenge eskortieren. A-10-Kampfflugzeuge würden derzeit Schnellboote bekämpfen, erklärt der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs der US-Luftwaffe, General Dan Caine, auf einer Pressekonferenz. Zum einen zweifelt Verteidigungsexperte Farzin Nadimi im "WSJ" an einer schnellen Umsetzung: "Ich denke, es wird Wochen dauern, bis wir einen Punkt erreichen, an dem ein sicherer Betrieb in der Straße möglich ist". Zum anderen hatte die US-Regierung eigentlich erklärt, dass die gesamte iranische Flotte längst zerstört sei. Zudem antwortete US-Präsident Trump auf die Frage, ob der Iran Seeminen ausgebracht habe, mit: "Wir glauben nicht". Somit bleibt die Frage, welche Ziele genau die Kampfhubschauer und -jets nun attackieren sollen.
+++ 13:16 UN-Generalsekretär Guterres: Mögliche Kriegsverbrechen auf beiden Seiten +++
UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärt, dass seiner Ansicht nach sowohl die Koalition aus den USA und Israel als auch der Iran sich im aktuellen Konflikt möglicherweise Kriegsverbrechen schuldig machen. In einem Interview mit Politico sagt Guterres: "Sollte es Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Iran oder von Seiten des Iran geben, gibt es meiner Meinung nach berechtigte Gründe anzunehmen, dass diese ein Kriegsverbrechen darstellen könnten." Israel griff am Mittwoch das iranische South-Pars-Gasfeld an. Der Iran schlug zurück, indem er Raketen auf Öl- und Gasanlagen in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten abfeuerte. Eine iranische Rakete traf das Gasfeld Ras Laffan in Katar - den weltweit größten Produzenten von Flüssigerdgas (LNG).
+++ 13:00 Französischer Matrose verrät mit Jogging-App Standort von Flugzeugträger +++
Ein französischer Soldat verrät versehentlich den Standort des Flugzeugträgers Charles de Gaulle. Ein französischer Soldat hat den Standort des Flugzeugträgers preisgegeben, weil er an Deck joggte und eine Smartwatch und eine App nutzte, die seinen Lauf dokumentierte, berichtet die Zeitung "Le Monde". Auf Basis der Daten ließ sich feststellen, dass Charles de Gaulle vor einer Woche westlich von Zypern unterwegs war. Da das Profil des Matrosen öffentlich war, konnte jeder verfolgen, wo er und damit der Flugzeugträger sich befand. Immer wieder verraten Soldaten anhand von Videos, Fotos oder Apps ihre Standorte. Teilweise, etwa im Ukrainekrieg, mit tödlichem Ausgang.
+++ 12:39 Krieg vertreibt rund 350.000 Kinder im Libanon +++
Hilfsorganisationen schlagen Alarm: Innerhalb von zwei Wochen sind mehr als eine Million Menschen im Libanon Opfer von Vertreibung geworden, davon rund 350.000 Kinder. Viele müssen in Notunterkünften unterkommen. Während draußen die Raketen einschlagen, spielt sich ihr ganzes Leben jetzt hier ab.
+++ 12:22 Reparaturen an LNG-Infrastruktur in Katar könnten fünf Jahre dauern +++
Laut dem staatlichen Unternehmen QatarEnergy verringern iranische Raketenangriffe die Exportkapazität Katars für Flüssigerdgas (LNG) um 17 Prozent. "Die Behebung der umfangreichen Schäden an unseren Produktionsanlagen wird bis zu fünf Jahre dauern", teilt das Unternehmen in einem Beitrag auf X mit und ergänzt, dass die Versorgung der Märkte in Europa und Asien dadurch beeinträchtigt werde. Der Iran griff am Mittwoch die LNG-Anlage Ras Laffan von QatarEnergy, die weltweit größte ihrer Art, an - als Vergeltungsmaßnahme für den früheren israelischen Angriff auf das South-Pars-Gasfeld.
+++ 12:04 Russischer Reporter im Südlibanon verletzt - Russland bestellt Israels Botschafter ein +++
Das russische Außenministerium bestellt den israelischen Botschafter in Moskau ein, um formell gegen einen Raketenangriff im Südlibanon zu protestieren. Bei dem israelischen Angriff am Donnerstag seien Journalisten des russischen Staatsfernsehens verletzt worden, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Dem Botschafter Oded Joseph sei mitgeteilt worden, dass Russland eine Untersuchung des Vorfalls verlange sowie die Zusicherung, dass sich ein solcher nicht wiederholen werde.
+++ 11:44 Altkanzler Schröder lobt Merz für Iran-Kurs +++
Altkanzler Gerhard Schröder begrüßt die Haltung von Bundeskanzler Friedrich Merz, den USA eine militärische Unterstützung im Iran-Krieg zu verweigern. "Das kann man nicht machen, auf gar keinen Fall", sagt Schröder der "Süddeutschen Zeitung" zu der Frage, ob sich Deutschland an einer militärischen Intervention beteiligen solle, um wieder einen Öltransport durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu ermöglichen. "Was die Amerikaner und die Israelis da tun, das finde ich zum Verzweifeln. Das ist im Grunde ein Krieg, der auch aus ideologischen Gründen geführt wird, den man nicht wirklich gewinnen kann, und der mich sehr an den Vietnamkrieg erinnert", sagt Schröder. Die Festigkeit des Machtapparats im Iran sei unterschätzt worden. Schröder hatte 2003 als sozialdemokratischer Kanzler Nein zu einer deutschen Beteiligung an der US-Invasion im Irak gesagt. Die Amerikaner hatten damals eine "Koalition der Willigen" gebildet, der sich auch einige europäische Bündnispartner anschlossen, darunter Großbritannien und Spanien. Deutschland und Frankreich lehnten die Militärmission ab.
+++ 11:24 Bundesregierung beschleunigt Waffenlieferungen in den Nahen Osten +++
Die Bundesregierung vereinfacht die Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an die Golfstaaten und die Ukraine. Eine neue, auf sechs Monate befristete Allgemeingenehmigung (AGG) ermögliche die schnelle Lieferung, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Sie betreffe Exporte nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait, Bahrain, Oman sowie in die Ukraine. "Die wahllosen Angriffe des Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden", erklärt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. "Gleichzeitig besteht der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung unvermittelt fort." Mit der neuen Genehmigung würden schnelle und unbürokratische Ausfuhren sichergestellt und so ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Die neue Regelung erlaubt Exporteuren demnach die Ausfuhr, ohne zuvor einen einzelnen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen zu müssen.
+++ 11:05 Bericht: US-Regierung erwägt Besetzung wichtiger iranischer Insel Charg +++
Die US-Regierung erwägt einem Bericht des US-Onlineportals Axios zufolge, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen. So solle Druck auf die Führung in Teheran ausgeübt werden, damit sie die für die Schifffahrt und vor allem Ölexporte der Golf-Staaten wichtige Straße von Hormus wieder öffnet. Axios stützt sich nach eigenen Angaben auf vier Insider, die mit den entsprechenden Plänen vertraut sind.
+++ 10:41 Israel meldet Angriffe auf Drusen und beschießt Südsyrien +++
Das israelische Militär bestätigt auf X Angriffe auf den Süden Syriens. Dabei seien eine Kommandozentrale und Waffenlager getroffen worden, heißt es. Die IDF schreibt, dass es am Vortag Attacken auf die drusische Bevölkerung in Syrien gegeben habe. Diese würde das israelische Militär nicht dulden, so die Erklärung. Die Drusen leben vor allem im Libanon, Israel und Syrien und wurden 1957 von Israel als eigene Religionsgemeinschaft anerkannt. Spätestens seither besteht ein enges Verhältnis zu Israel. Worauf genau sich die IDF bei den aktuellen Attacken auf Drusen in Syrien bezieht, ist nicht klar. Im vergangenen Jahr forderten Zusammenstöße zwischen Drusen und Beduinenstämmen Hunderte Todesopfer und zogen eine Intervention Israels gegen syrische Regierungstruppen nach sich.
+++ 10:19 Irans Außenminister droht Großbritannien +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wirft Großbritannien eine Beteiligung an den israelischen und US-Angriffen auf sein Land vor. Die Nutzung britischer Luftwaffenstützpunkte durch US-Kampfjets werde "als Beteiligung an der Aggression" gegen den Iran betrachtet und werde "in die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern eingehen", sagt Araghtschi in einem Telefonat mit der britischen Außenministerin Yvette Cooper, wie sein Ministerium mitteilt. Einen Tag nach Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte der britische Premierminister Keir Starmer den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt.
+++ 10:00 Feuer nach Drohnenangriff - Kuwait schaltet Ölraffinerie teilweise ab +++
In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtet, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen. Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärt demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden. Die Raffinerie war erst am Donnerstag getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem begrenzten Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
+++ 09:34 Kriewald: "Hier befürchtet man bereits ein zweites Gaza" +++
Fast jeder fünfte Libanese ist vertrieben, seitdem Israel seine Offensive vorantreibt. ntv-Reporterin Nadja Kriewald berichtet, israelische Streitkräfte versuchen, Brücken zu zerstören, um der Hisbollah den Weg gen Süden abzuschneiden. Währenddessen wächst die Sorge vor einer humanitären Katastrophe wie in Gaza.
+++ 09:08 Sprecher der Islamischen Revolutionsgarden Ali Mohammad Naini getötet +++
Laut iranischen Medien ist der Sprecher des Korps der Islamischen Revolutionsgarden des Iran getötet worden. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, dass Ali Mohammad Naini "als Märtyrer gestorben ist". Israel äußert sich bislang noch nicht dazu.
+++ 08:37 Trump-Sprecherin redet überragende Zustimmung der US-Bevölkerung zum Krieg herbei +++
Die Sprecherin von US-Präsident Trump, Karoline Leavitt, behauptet auf X, dass die amerikanische Bevölkerung der Meinung ist, der Krieg gegen den Iran (Operation "Epische Wut") sei ein überwältigender Erfolg. Dazu teilt sie eine Veröffentlichung des Weißen Hauses, aus der dies hervorgehen soll. Tatsächlich werden dort zahlreiche Umfragen von Medien oder Instituten erfasst, die zwischen 83 und 94 Prozent Unterstützung zeigen. Allerdings werden in den einzelnen Umfragen ganz unterschiedliche Fragen gestellt - mal zum allgemeinen Umgang mit dem Krieg, mal, wie wichtig es ist, dass der Iran die Atombombe nicht bekäme. Vor allem eins deckt sich aber nicht mit der Behauptung der Trump-Sprecherin: Es ist nicht die amerikanische Bevölkerung, die dem Vorgehen der US-Regierung zustimmt. Es sind nicht mal "die Republikaner". Am Ende geht es immer um die so genannten "Maga"-Republikaner, die eisern zu Donald Trump stehen. Sie stellen derzeit innerhalb der Republikaner zwar die Mehrheit, repräsentieren jedoch nicht alle von ihnen. Zudem werden Demokraten oder unabhängige Wähler in dieser Darstellung nicht erfasst. Und die sind mit überdeutlicher Mehrheit gegen den Iran-Krieg.
+++ 08:09 "Netanjahu will kämpfen, bis vom Iran nichts übrig ist" +++
Ursprünglich starten Israel und die USA als enge Verbündete den Krieg im Iran. Mittlerweile zeichnen sich jedoch gänzlich unterschiedliche Ziele im Konflikt ab, wie ntv-Korrespondent Peter Kleim aus Washington erklärt.
+++ 07:45 Revolutionsgarden: Raketen gehen uns nicht aus +++
Der Iran hat trotz der anhaltenden Angriffe Israels und der USA nach eigenen Angaben keinen Mangel an Raketen. Die Produktion von Raketen laufe trotz des Krieges weiter, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Es gebe keine Engpässe bei den Vorräten.
+++ 07:25 US-Regierung genehmigt Waffenexport in Nahen Osten - 7 Milliarden Dollar wert +++
Die Trump-Regierung genehmigt Waffenlieferungen im Wert von rund 7 Milliarden US-Dollar (6,06 Mrd. Euro) an die Vereinigten Arabischen Emirate, die das Außenministerium gemäß den Vorschriften für US-Waffenexporte nicht öffentlich bekannt geben muss, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Dies kommt zu den Waffenverkäufen an drei Länder im Nahen Osten im Wert von mehr als 16,5 Milliarden Dollar hinzu, die bereits zuvor bekannt gegeben wurde, so das Journal. Zu den nicht angekündigten Geschäften gehören laut WSJ unter Berufung auf US-Beamte der Verkauf von Patriot-PAC-3-Raketen im Wert von rund 5,6 Milliarden Dollar sowie von CH-47-Chinook-Hubschraubern im Wert von rund 1,32 Milliarden Dollar an die Vereinigten Arabischen Emirate.
+++ 06:49 Stromsteuersenkung wegen Iran-Krieg? Die Bundesregierung bremst +++
Die Bundesregierung sieht in den gestiegenen Energiepreisen vorerst offenbar keinen Anlass, die im Koalitionsvertrag vereinbarte Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher doch noch umzusetzen. Dies geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Antwort des Finanzministeriums auf eine entsprechende Frage der Grünen hervor. "Die Bundesregierung beobachtet die aktuelle Lage hinsichtlich der Energiepreise sehr genau", heißt es in dem Schreiben. Zur Senkung der Energiepreise habe die Bundesregierung bereits Maßnahmen beschlossen, die allen Verbrauchern zugutekämen. Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, fordert hingegen schnelles Handeln. "Den guten Strom billig zu machen, ist das Gebot der Stunde", so Kellner zu Reuters. "Die Regierung sollte jetzt als Osterentlastung die Stromsteuer senken." Finanzstaatssekretär Michael Schrodi von der SPD verweist in dem Schreiben unter anderem auf den Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten, die Abschaffung der Gasspeicherumlage sowie die dauerhafte Senkung der Stromsteuer für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und der Land- und Forstwirtschaft.
+++ 06:28 Präsident Aoun fordert Waffenstillstand zwischen Israel und Hisbollah +++
Der libanesische Präsident Joseph Aoun ruft erneut zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen mit Israel auf. Aoun betont "die Notwendigkeit eines Waffenstillstands" und erklärt, dass "das Wichtigste darin besteht, die Eskalation" zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz zu beenden, wie es in einer Erklärung des libanesischen Präsidentenamtes heißt. Am 9. März hatte Aoun eine Vier-Punkte-Initiative vorgeschlagen, die einen "vollständigen Waffenstillstand" mit Israel, verstärkte Unterstützung für die libanesische Armee zur "Entwaffnung der Hisbollah" sowie "direkte Verhandlungen" mit Israel vorsah. Diese Initiative liege nach wie vor auf dem Tisch, erklärt Aoun. Jedoch behindere "die anhaltende militärische Eskalation" ihre Umsetzung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der vergangene Woche mit Aoun und weiteren libanesischen Führungspersönlichkeiten gesprochen hatte, drängte die israelische Regierung am Donnerstag, direkten Gesprächen mit Beirut zuzustimmen. Für direkte Verhandlungen müsse "die Zustimmung von israelischer Seite formell bekundet" werden, sagte Macron nach einem EU-Gipfel vor Journalisten in Brüssel.
+++ 05:55 Iranische Drohnen verursachen Feuer in kuwaitischer Öl-Raffinerie +++
Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi wird am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC. Verletzte werden bisher nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.
+++ 05:19 Politico: Präsident des Verfassungsschutzes sieht zunehmende Gefährdung durch iranische Akteure +++
Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, hat laut einem Medienbericht vor einer zunehmenden Gefährdung durch iranische Akteure in Europa und Deutschland gewarnt. "Iranische Akteure sind schon recht lange in Europa aktiv gewesen", sagte Selen einem Vorabbericht zufolge in einem Politico-Podcast, der bei einer Veranstaltung in Berlin aufgenommen wurde. Man habe bereits "Vorbereitungshandlungen für Tötungsoperationen und Aktionen gegen jüdische, israelische, jetzt auch vermehrt amerikanische Ziele" beobachtet. Es bestehe eine hohe Gefährdung von jüdischen, israelischen und amerikanischen Zielen. Zwar gebe es im Augenblick keine "Smoking Gun", also keinen konkret belegten Tatort samt Täter und Tatmitteln, sagte Selen dem Vorabbericht zufolge. Man sehe aber eine Zunahme von entsprechenden Hinweisen, die auf laufende Aktivitäten hindeuteten. Der Verfassungsschutz sei deshalb rund um die Uhr damit beschäftigt.
+++ 04:48 Israel: Neue Angriffswelle auf den Iran gestartet +++
Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilt ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf die iranische Erdgasinfrastruktur zu wiederholen.
+++ 03:40 WSJ: Ölpreis könnte bei längerem Iran-Krieg auf 180 Dollar steigen +++
Der Ölpreis könnte laut Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung "Wall Street Journal".
+++ 02:33 Analyst: US-Benzinpreis hält auf vier Dollar je Gallone zu +++
Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar klettert der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone. Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
+++ 01:10 Vereinigte Arabische Emirate: Behörden zerschlagen Hisbollah-Netzwerk +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein von der libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Dem Netzwerk werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. "Das Netzwerk war im Land unter dem Deckmantel einer Scheinfirma tätig und versuchte, die Volkswirtschaft zu unterwandern sowie externe Vorhaben auszuführen, die die Finanzstabilität des Landes bedrohten", berichtet die Nachrichtenagentur.
+++ 00:07 Katar: Vertrauen zum Iran muss wiederhergestellt werden +++
Katar sieht die Beziehungen zum Iran nach dessen wochenlangen Angriffen am Golf als stark beschädigt an. "Nach diesem feindlichen Akt ist es notwendig, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen", sagte Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman. "Das iranische Volk und uns verbinden Geografie, Nachbarschaft und Geschichte." Der Regierungschef rief den Iran erneut dazu auf, die Angriffe umgehend einzustellen, damit die Region nicht in einen "gefährlichen Strudel" gezogen werde. Die Handlungen des Irans würden die Sicherheit "für alle Länder in der Region" gefährden. Katar pflegt mit dem Iran eigentlich seit Jahrzehnten diplomatische Beziehungen. Katar steigerte seinen diplomatischen Einfluss, in dem es die Kontakte nach Teheran ausbaute und etwa im Konflikt mit den USA vermittelte. Katar und der Iran teilen sich auch den Zugang zum weltgrößten Gasfeld im Persischen Golf und arbeiteten aus wirtschaftlichen Gründen zusammen.
+++ 23:06 EU-Gipfel fordert Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasseranlagen +++
Die EU-Staaten fordern im Iran-Krieg ein Ende der gegenseitigen Angriffe auf Energie- und Wasseranlagen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Das geht aus der am Abend beschlossenen Gipfelerklärung zum Nahen Osten hervor. Der Iran wird dazu gedrängt, die Attacken auf Golfstaaten einzustellen. Dass die Ukraine diesen Staaten etwa mit Fachwissen zur Luftabwehr hilft, wird ausdrücklich begrüßt.
+++ 22:07 Umfrage: US-Bürger erwarten Bodenkrieg - Mehrheit lehnt ihn jedoch ab +++
Eine Mehrheit der US-Bürger rechnet mit einem Befehl für einen großangelegten Bodenkrieg im Iran, doch nur eine Minderheit befürwortet einen solchen Schritt. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge gehen 65 Prozent der Amerikaner davon aus, dass Washington Truppen in den Iran schicken wird. Unterstützung findet diese Vorstellung bei sieben Prozent der Befragten. Präsident Donald Trumps allgemeine Zustimmungswerte in der Bevölkerung stiegen um einen Prozentpunkt auf 40 Prozent. Bei den Republikanern befürworten 77 Prozent die Angriffe auf den Iran, verglichen mit sechs Prozent der Demokraten. Insgesamt stimmen der Umfrage zufolge 37 Prozent der Amerikaner dem militärischen Vorgehen zu, während 59 Prozent es ablehnen. Die Fehlerquote der Umfrage liegt bei etwa drei Prozent.
+++ 21:36 Trump: Schicke keine weiteren Soldaten in Nahen Osten +++
US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. "Ich schicke nirgendwo Truppen hin", sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen." Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters beruft sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
+++ 21:15 Angriff auf weltgrößtes Gasfeld - Expertin erklärt Folgen +++
Israel greift das weltweit größte Gasfeld "South Pars" im Iran an. Wie wichtig ist das Gasfeld für die globale Energieversorgung? Wie wirkt sich das auf die Preise und die Energieinfrastruktur aus? Was ist der Worst Case der Energiekrise und wie kann diese eingedämmt werden? Wirtschaftsexpertin Claudia Kemfert erklärt.
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