Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:39 Kiew bezeichnet die ungarische Druschba-Delegation als "Touristen" ohne Mandat +++
"Wir wissen, dass heute Morgen eine Gruppe ungarischer Staatsbürger unter den allgemeinen Einreisebestimmungen für alle Schengen-Bürger visafrei in die Ukraine eingereist ist", bestätigt das ukrainische Außenministerium den umstrittenen Besuch einer Expertengruppe aus Ungarn, welche die Schäden an der Druschba-Pipeline untersuchen möchte. "Jeder, der zu touristischen Zwecken aus einem Schengen-Staat einreist, kann auf diesem Weg in die Ukraine einreisen", spottet das Außenministerium. "Diese Gruppe hat keinen offiziellen Status und keine geplanten offiziellen Treffen in der Ukraine, daher ist es definitiv falsch, sie als 'Delegation' zu bezeichnen."
+++ 13:58 Experten aus Ungarn und Slowakei prüfen Druschba-Pipeline in Ukraine +++
Ungarn und die Slowakei entsenden eine Gruppe von Experten in die Ukraine, um den Ausfall der Druschba-Pipeline zu untersuchen. Ziel sei es, den Zustand der Leitung zu bewerten und die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Ölflüsse zu schaffen, teilt der stellvertretende Energieminister Gabor Czepek auf Facebook mit. Die Slowakei werde sich an der vierköpfigen Delegation beteiligen. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl. Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte. Selenskyj hat sich mehrfach gegen Kritik aus Ungarn sowie der Slowakei verwahrt und auf die anhaltenden russischen Angriffe auf den Energiesektor seines Landes verwiesen.
+++ 13:26 Polens rechter Präsident lehnt EU-Rüstungskredite ab +++
Trotz Überredungsversuchen der Regierung sperrt sich Polens rechtskonservativer Präsident Karol Nawrocki gegen die Teilnahme des Landes am milliardenschweren EU-Rüstungsprogramm Safe. Stattdessen bringt er einen eigenen Entwurf zur Rüstungsfinanzierung ins Parlament in Warschau ein. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sagt indes der Nachrichtenagentur PAP zufolge, Nawrockis Vorschlag sei noch schlechter, als er erwartet habe. Wegen der zunehmenden Bedrohung durch Russland stellt die EU mit dem Programm Security Action for Europe (Safe) 150 Milliarden Euro günstiger Kredite für Rüstung zur Verfügung. Polen soll mit 44 Milliarden Euro größter Nutznießer sein. Regierung und Parlament in Warschau haben zugestimmt. Es fehlt noch die Unterschrift Nawrockis, für die er bis zum 20. März Zeit hat. Der Präsident, die rechtspopulistische frühere Regierungspartei PiS und die gesamte polnische Rechte lehnen das Programm aber ab. Ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel sagt, man wolle sich nicht in die polnische Diskussion einmischen. Aber das Programm müsse umgesetzt werden um der Sicherheit Polens, der Ukraine, der gesamten EU willen.
+++ 13:02 Kreml bezichtigt London der Beteiligung an ukrainischem Raketenangriff auf Brjansk +++
Russland wirft Großbritannien die Beteiligung an einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk vor, bei dem mehrere Menschen ums Leben gekommen sind. Die Rolle Großbritanniens werde "in Betracht gezogen", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der Abschuss der britischen Storm-Shadow-Raketen sei ohne britische Spezialisten unmöglich gewesen. Bei dem Angriff am Dienstag wurden dem Gouverneur der Region zufolge mindestens sechs Zivilisten getötet und 37 Menschen verletzt. Die Ukraine erklärt hingegen, eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen zu haben. Eine Stellungnahme aus London liegt zunächst nicht vor.
+++ 12:15 Munz zu "Storm Shadow"-Angriff: Russische Blogger "fordern Vergeltung gegen Großbritannien" +++
Während die Augen der Welt auf den Iran gerichtet sind, geht der Ukraine-Krieg weiter. Kiews Militär greift die russische Stadt Brjansk an. Ziel war eine Mikrochipfabrik, Berichten zufolge wurden jedoch auch zivile Ziele getroffen. Laut Russland wurden britische "Storm Shadow" Raketen eingesetzt.
+++ 11:57 Klöckner in Kiew: "Europa lernt von der Ukraine" +++
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat in einer Rede vor dem ukrainischen Parlament gewürdigt, dass auch die Ukraine Europa angesichts der unsicheren geopolitischen Lage unterstütze. "Europa lernt von der Ukraine - technologisch, organisatorisch, auch in der Resilienz von Gesellschaft und Staat." Das Land habe "unter den Bedingungen dieses Krieges Fähigkeiten aufgebaut, die für die Sicherheit Europas insgesamt relevant sind", sagt Klöckner laut dem vorab verbreiteten Redetext. Klöckner hielt als erste Vertreterin Deutschlands eine Rede vor dem ukrainischen Parlament. Die Bundestagspräsidentin war am Morgen zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen.
+++ 11:30 Klöckner sichert vor Parlament in Kiew anhaltende Unterstützung für Ukraine zu +++
Angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg hat Bundestagspräsidentin Julia Klöckner der Ukraine die anhaltende Unterstützung Deutschlands zugesagt. In einer Rede vor dem ukrainischen Parlament sagt Klöckner laut dem vorab verbreiteten Redetext, sie wolle den Menschen in dem von Russland angegriffenen Land eine Sorge nehmen: "Wir verlieren Sie in der Ukraine nicht aus dem Blick - im Gegenteil!" Klöckner hielt als erste Vertreterin Deutschlands eine Rede vor dem ukrainischen Parlament. Der Besuch erfolgte nach Angaben der Bundestags-Pressestelle auf Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk.
+++ 10:38 Selenskyj: Die Ukraine hat jetzt Karten +++
In einem Video-Interview mit dem irischen Blogger Caolan Robertson sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Ukraine habe nun "die Trümpfe in der Hand", und dies sei dank des hohen Ausbildungsniveaus der Soldaten sowie der aktiven Arbeit der Industrie und der Spezialisten möglich geworden. Selenskyj bezieht sich darauf, dass die USA nach seinen Angaben um Hilfe von ukrainischen Spezialisten gebeten hätten, um bei der Abwehr von Shahed-Drohnen im Nahen Osten zu helfen. Der ukrainische Staatschef fügt hinzu, die Ukraine habe "Tricks", die sie bisher nicht gezeigt habe: "Ich glaube, vor einem Jahr hatte ich sie auch, aber wir haben sie nicht gezeigt. Aber jetzt hat jeder verstanden, dass wir sie haben." Im Februar vor einem Jahr hatte US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen mit Selenskyj im Weißen Haus gesagt, er sei dessen einziger Trumpf und ohne ihn hätte es eine "totale Katastrophe" gegeben. Trump fügte in Richtung Selenskyj hinzu: "Nun, er hat nicht die Karten."
+++ 10:01 Tote und Verletzte durch russische Angriffe in Region Sumy +++
Russische Truppen haben nach Angaben der regionalen Militärverwaltung fast 70 Angriffe auf 32 Siedlungen in der Region Sumy verübt. Dabei seien zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung der Behörde auf Telegram. Demnach wurde in der Gemeinde Hlukhiv ein 27-jähriger Mann durch einen Angriff mit gelenkten Fliegerbomben getötet. Ein weiterer 63-jähriger Mann sei nach dem Angriff im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Drei Männer im Alter von 42, 47 und 59 Jahren seien verletzt worden. Die meisten Angriffe verzeichnete die Militärverwaltung in den Bezirken Sumy und Schostka.. Die Russen sollen unter anderem Mörser, Artillerie, FPV-Drohnen und gelenkte Fliegerbomben eingesetzt haben.
+++ 09:33 Behörden melden mehr Verletzte nach Russen-Angriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Dies gibt der örtliche Gouverneur, Oleh Synegubow, bei Telegram bekannt. Infolge des Angriffs sei zudem in einem zivilen Unternehmen ein Brand ausgebrochen. Zuvor hatte Synegubow vier Verletzte gemeldet (Eintrag 08:08 Uhr). Charkiw liegt im Nordosten der Ukraine nahe der russischen Grenze und war vor Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie ist seit Monaten immer wieder russischen Angriffen ausgesetzt.
+++ 08:39 Kiew: Russland erleidet fast 1000 Verluste innerhalb eines Tages +++
Russland hat seit Beginn seines umfassenden Einmarsches am 24. Februar 2022 rund 1.27 Millionen Soldaten in der Ukraine verloren, wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in den sozialen Medien mitteilt. Die Zahl beinhaltet demnach 990 Tote und Verwundete, die die russischen Streitkräfte im Laufe des letzten Tages erlitten haben sollen. Dem Bericht zufolge hat Russland außerdem insgesamt 11.763 Panzer, 24.177 gepanzerte Kampffahrzeuge, 38.263 Artilleriesysteme, 1680 Mehrfachraketenwerfer, 1328 Luftverteidigungssysteme, 435 Flugzeuge und 349 Hubschrauber verloren.
+++ 08:08 Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Charkiw +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Charkiw sind nach Angaben des Bürgermeisters zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine russische Drohne habe ein ziviles Unternehmen in der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen, teilt Ihor Terechow auf Telegram mit. "Leider gibt es vorläufige Informationen über zwei Tote." Vier weitere Personen seien verletzt worden.
+++ 07:21 Bundestagspräsidentin Klöckner zu erstem Besuch in Kiew eingetroffen +++
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen. Die CDU-Politikerin möchte dem ukrainischen Parlament die Solidarität Deutschlands im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs übermitteln sowie sich über Herausforderungen der Energieversorgung und der Drohnenabwehr informieren. Als erste Vertreterin Deutschlands wird Klöckner in Kiew eine Rede vor dem ukrainischen Parlament halten.
"Gerade jetzt, wo sich viel Aufmerksamkeit auf die Lage in Nahost richtet, dürfen wir den Blick für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht verlieren. Wer das tut, verkennt dessen Bedeutung für die Sicherheit auch in Deutschland und Europa. Denn wenn sich in der Ukraine das Recht des Stärkeren durchsetzt, ist kein Land in Europa mehr wirklich sicher", sagt Klöckner. Es sei für sie "eine große Ehre und eine sehr berührende Geste, dass ich als erste Vertreterin Deutschlands im ukrainischen Parlament sprechen kann." Das sei ein starkes Zeichen der Verbundenheit unserer Länder und Parlamente. Zudem sind laut einer Mitteilung des Bundestages Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und mit Vertretern der parlamentarischen Opposition geplant.
+++ 06:36 Bruder im Krieg verwundet: Ukrainerin beklagt Russen-Start bei Paralympics +++
Die ukrainische Para-Langläuferin und -Biathletin Oksana Schischkowa hat sich erschüttert über den gemeinsamen Start von russischen und ukrainischen Athletinnen und Athleten in den Langlaufwettbewerben bei den Paralympischen Spielen in Italien gezeigt. "In der Ukraine sterben jeden Tag Menschen, und wir stehen hier mit Russen am Start. Das ist nicht normal und nicht gut", sagt die 34-Jährige sichtlich bewegt. "Mein Bruder war im Krieg und wurde verletzt. Er hat nun eine Amputation. Es ist einfach nicht normal, dass ich jetzt hier mit Russen bin, während in der Ukraine Freunde und Familie verletzt oder getötet werden", sagte Schischkowa, die aus der wiederholt massiv angegriffenen Stadt Charkiw stammt. "Das darf einfach nicht sein. Das ist nicht richtig", betonte die sehbehinderte Sportlerin bei ihrer fünften Teilnahme an Paralympics. "Wir wünschen uns Frieden."
+++ 06:05 Kiew arbeitet an neuer Energie-Sicherheitsarchitektur +++
Die Ukraine plant, die durch russische Angriffe beschädigte Stromerzeugungskapazität von rund vier Gigawatt wiederherzustellen und eine neue Sicherheitsarchitektur für die Energieinfrastruktur des Landes einzuführen. Das kündigt der erste stellvertretende Ministerpräsident und Energieminister der Ukraine, Denys Schmyhal, vor Journalisten an, berichtet Ukrinform. "Seit Beginn der Heizperiode wurden 9 GW Erzeugungskapazität beschädigt. Es gibt Pläne, etwa 4 GW wiederherzustellen", sagt Shmyhal.
+++ 05:39 Fünf Verletzte nach russischem Beschuss von Cherson +++
Fünf Einwohner von Cherson wurden bei Beschuss in verschiedenen Teilen der Stadt verletzt, darunter ein 38-jähriger und ein 59-jähriger Mann sowie eine 46-jährige, eine 44-jährige und eine 60-jährige Frau. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Militärverwaltung der Region Cherson.
+++ 04:43 Selenskyj nach Telefonat mit Erdogan: Türkei will vermitteln +++
Die Türkei ist laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit, Austragungsort für die nächsten direkten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter Vermittlung der USA zu sein. Das teilt Selenskyj in sozialen Medien nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit. Die wegen des Iran-Kriegs verzögerten Gespräche könnten in der nächsten Woche weitergehen. Die US-Seite habe das Treffen verschoben und einen Termin dafür in der nächsten Woche vorgeschlagen, sagt Selenskyj. Washingtons Chefunterhändler Steve Witkoff äußert sich ähnlich und sagt dem US-Sender CNBC, er rechne damit, dass die neue Runde auf die nächste Woche verschoben werde.
+++ 03:49 Kreml professionalisiert Rekrutierungen in Afrika +++
Der Kreml hat seine Vorgehensweise bei der Rekrutierung von afrikanischen Söldnern für die russische Armee zur Teilnahme am Krieg gegen die Ukraine geändert; insbesondere erfolgt die Rekrutierung nun systematisch. Laut Ukrinform berichtete das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation (CCD) beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine dies auf Facebook. Bisher erfolgte die Anwerbung hauptsächlich über halblegale Strukturen und inoffizielle Kanäle, darunter geschlossene Gruppen in Messenger-Apps, Tarnfirmen und Arbeitsvermittler. Mittlerweile fungieren russische diplomatische und kulturelle Vertretungen auf dem Kontinent jedoch zunehmend als Anwerbungszentren. Nach den vorliegenden Daten wurden bereits mehr als 1400 Bürger afrikanischer Länder identifiziert, die auf russischer Seite gekämpft haben.
+++ 02:51 UN-Kommission erkennt Kinderdeportationen als Kriegsverbrechen an +++
Die UN-Untersuchungskommission zum Krieg in der Ukraine bezeichnet die von Russland durchgeführten Deportationen und Transporte ukrainischer Kinder als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. In dem Bericht der UN-Kommission heißt es wörtlich: "Die von der Kommission überprüften überzeugenden Beweise hinsichtlich der Deportation und des Transports von insgesamt 1205 Kindern aus fünf Regionen der Ukraine erlauben den Schluss, dass diese Handlungen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen der Deportation und des zwangsweisen Transports von Kindern darstellen." Die russischen Behörden hätten Eltern oder Erziehungsberechtigte systematisch nicht über den Aufenthaltsort ihrer Kinder informiert.
+++ 01:33 Minister warnt vor russischer Spionage bei Atomgeschäft +++
Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer, hat seine Befürchtungen vor einer Kooperation eines in Lingen im Emsland ansässigen Brennelementeherstellers mit der russischen Staatsbehörde Rosatom geäußert. Meyers Ministerium prüft derzeit einen Antrag des französischen Atomkonzerns Framatome, ob in einem Werk seiner Tochterfirma ANF in Lingen sechseckige Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart in osteuropäischen Ländern hergestellt werden dürfen. Der Antrag auf die Umstellung der Produktion "auf hexagonale Brennelemente in der Fabrik mit russischer Beteiligung ist kein alltäglicher Vorgang", sagt der Grünen-Politiker den Funke-Zeitungen. Er bereite ihm und vielen Bürgern "ernsthafte Sorgen" in Bezug auf die innere und äußere Sicherheit. Meyer: "Abhängigkeiten von Putins Atomkonzern sollten vermindert und nicht ausgeweitet werden. Die Sorge um Sabotage, Spionage und Einfluss des Aggressors Russland ist groß."
+++ 00:12 Sprecher der Freiwilligenarmee: Entwaffnung der Region Dnipropetrowsk militärisch vorteilhaft +++
Die vollständige Entwaffnung der Region Dnipropetrowsk wird das Risiko eines direkten Angriffs russischer Truppen auf Dnipro und Pawlohrad sowie den Artilleriedruck auf Industrie- und Energieanlagen in der Region verringern. Das erklärt Serhii Bratchuk, Sprecher der ukrainischen Freiwilligenarmee "Pivden", in einem Kommentar gegenüber Ukrinform. Militärisch lasse sich damit die Position der Ukraine am Schnittpunkt der drei Regionen Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja verbessern. Der Leiter der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs, Generalmajor Oleksandr Komarenko, betont in einem Interview mit RBC-Ukraine, dass die Verteidigungskräfte fast das gesamte vom Feind besetzte Gebiet der Region Dnipropetrowsk befreit hätten.
+++ 22:30 "Wir verteidigen uns" - Selenskyj sieht Angriff auf russische Fabrik als gerechtfertigte Reaktion +++
Nach dem Raketenangriff auf eine russische Militärfabrik in Brjansk mit mindestens sechs Toten und mehr als 30 Verletzten spricht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von einer völlig gerechtfertigten Reaktion. Eine der wichtigsten russischen Militärfabriken in Brjansk sei getroffen worden, erklärte er in einer Videobotschaft. Die Fabrik stelle Elektronik und Teile für russische Raketen her. Mit den Raketen greife Russland Städte, Dörfer und die Zivilbevölkerung der Ukraine an. "Wir verteidigen uns", sagte Selenskyj. Moskau habe die Möglichkeit, den Krieg, den es begonnen habe, zu beenden.
+++ 22:01 Sybiha: "Maske ist gefallen" - Ungarn verbirgt Erpressung der Ukraine nicht länger +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnet das Festhalten von sieben Oschadbank-Mitarbeitern in Ungarn als Akt des Staatsterrorismus und fordert die internationale Gemeinschaft auf, diese Tat zu verurteilen. "Die Maske ist gefallen. Ungarns Beamte verbergen ihre Erpressung nicht länger. Sie gestehen offen, Geiseln genommen und Geld gestohlen zu haben, um Lösegeld zu fordern. Solche Taten müssen beim Namen genannt werden: Staatsterrorismus. Wir fordern eine klare internationale Verurteilung", so Sybiha bei X. Zuvor hatte der ungarische Bau- und Verkehrsminister János Lázar, Medienberichten zufolge erklärt, dass die Festnahme der Oschadbank-Mitarbeiter und die Beschlagnahmung von zwei Geldtransportern mit Geld und Gold für die Ukraine kein Zufall gewesen sei, sondern eine Reaktion auf die angebliche Blockade der Druschba-Ölpipeline. Ungarn und die Ukraine liegen über russische Öllieferungen im Streit. Kiews Angaben zufolge ist die Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt worden, Budapest zieht das in Zweifel.
+++ 21:16 Sechs Tote und Verletzte nach Angriff auf Raketenfabrik im russischen Brjansk +++
In der Stadt russischen Brjansk sind nach russischen Angaben mehrere Menschen bei einem ukrainischen Raketenangriff getötet worden. Sechs Zivilisten seien ums Leben gekommen und 37 weitere verletzt worden, schrieb Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Bogomas, bei Telegram. Er warf der Ukraine Terror vor. Brjansk liegt nur knapp 100 Kilometer von der Grenze entfernt.
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