Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:27 Ukrainische Unterhändler zu Gesprächen in den USA +++

17.01.2026, 00:01 Uhr

"Die Ukraine braucht einen gerechten Frieden. Für dieses Resultat arbeiten wir", fordert Kyrylo Budanow, Leiter des ukrainischen Präsidentenamtes, in einem Telegram-Eintrag. Das neue Treffen zu möglichen Friedensregelungen findet in Miami im US-Bundesstaat Florida statt. Dabei soll es ukrainischen Angaben zufolge vor allem um Sicherheitsgarantien und die langfristige ökonomische Entwicklung der Ukraine gehen. Budanow nannte als Gesprächspartner den US-Sondergesandten Steve Wikoff, Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und den für das Heer zuständigen Staatssekretär Daniel Driscoll aus dem Pentagon.

+++ 14:59 Belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja will von Litauen nach Polen gehen +++

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja will aus Sicherheitsgründen von Litauen nach Polen umziehen. Wie am Samstag aus ihrem Umfeld und dem polnischen Außenministerium verlautete, wird die seit 2020 in Litauen im Exil lebende Oppositionelle bald mit ihrem Team nach Warschau gehen. Die Behörden in Vilnius hatten im Oktober die Sicherheitsvorkehrungen für Tichanowskaja verringert, ihr Team hatte seitdem über eine verstärkte Bedrohung durch den belarussischen Geheimdienst KGB in Litauen berichtet.

+++ 14:37 Klitschko: Fernwärme-Reparatur in Kiew kommt voran +++

Nach tagelangem Heizungsausfall kommt die Wiederherstellung der Fernwärme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Etwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schrieb er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war zunächst für 6000 Häuser die Fernwärme ausgefallen, also die Hälfte des Wohnungsbestandes.

"Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr", schrieb Klitschko. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts. Viele Häuser sind entsprechend ausgekühlt.

+++ 14:12 Zehntausende ukrainische Familien ohne Strom nach russischen Angriffen auf Butscha +++

Nach erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur ist bei 56.000 Familien in der Region Butscha der Strom ausgefallen. Wie das ukrainische Energieministerium am Samstag meldete, betrafen die Ausfälle bei klirrender Kälte hauptsächlich Menschen in Butscha nahe der Hauptstadt Kiew. Wegen "anhaltender massiver Angriffe" sei jedoch in der gesamten Ukraine der Energie-Notstand ausgerufen worden. Auch im Süden des Landes rund um Odessa sei es zu Stromausfällen gekommen.

In mehreren Regionen sei "wegen der Überlastung der Anlagen durch den hohen Verbrauch während der Kälteperiode" der Strom abgeschaltet worden, erklärte das Ministerium weiter. Der Gasversorger Naftogaz berichtete ebenfalls von russischen Angriffen auf seine Anlagen in der Nacht zum Samstag.

+++ 13:33 Selenskyj ordnet schnellen Ausbau von Stromimporten an +++

Der ukrainische Präsident hat wegen der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung den schnellstmöglichen Ausbau der Stromimporte und der Einfuhr zusätzlicher Energieausrüstung angeordnet. "Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen", teilt Selenskyj nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern bei X mit.

+++ 12:54 Ukraine beklagt weiteren gezielten Angriff auf Gasinfrastruktur +++

Russland hat bei einem nächtlichen Luftangriff erneut Anlagen zur Gasproduktion getroffen. Dies teilt der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz mit. Demnach war es der sechste derartige Angriff innerhalb einer Woche. "Es handelt sich um gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur, um die Ukrainer während der kalten Jahreszeit von Heizung und Gas abzuschneiden", erklärt das Unternehmen bei Telegram. Die Ukraine erlebt derzeit die schwerste Energiekrise des Krieges, da die Versorgung durch die russischen Bombardements und die schweren Schäden inmitten der kalten Temperaturen massiv beeinträchtigt ist.

+++ 12:17 Noch 50 Wohnblocks in Kiew ohne Heizung +++

Die Wiederherstellung der Fernwärme in der ukrainischen Hauptstadt kommt nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Etwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schreibt er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war für 6000 Häuser die Fernwärme ausgefallen - die Hälfte des Wohnungsbestandes. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts, viele Häuser sind ausgekühlt. Weiterhin schwierig ist auch die Stromversorgung der Dreimillionenstadt. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur für wenige Stunden Strom.

+++ 11:37 Ukrainische Delegation trifft in Florida ein +++

Vertreter der Ukraine sind für weitere Gespräche über eine Beendigung des Krieges und Sicherheitsgarantien für Kiew im US-Bundesstaat Florida eingetroffen. Geplant ist ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner sowie Armeeminister Dan Driscoll. Aus der Ukraine sind der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, der Chef des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umerow, und Unterhändler David Arachamia vor Ort. Bei dem Treffen soll es auch um die wirtschaftliche Erholung des Landes gehen. Die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist laut Selenskyj bereits während des Weltwirtschaftsforums in Davos in der kommenden Woche möglich.

+++ 11:02 Russland meldet Einnahme von zwei Ortschaften +++

Russische Truppen haben angeblich die Ortschaften Prywillja in der ukrainischen Region Donezk und Pryluki in der Region Saporischschja eingenommen. Das meldet das Verteidigungsministerium in Moskau.

+++ 10:31 Trotz Feuerpause für AKW meldet Ukraine Angriff auf Saporischschja +++

Während Russland und die Ukraine sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde gerade erst auf eine lokale Feuerpause am Atomkraftwerk Saporischschja verständigt haben, berichtet die lokale Militärverwaltung von einem Angriff auf die Stadt. Dem Portal Ukrainska Pravda zufolge brach ein Feuer aus.

+++ 09:24 Ukraine meldet Angriffe und Opfer in Charkiw, Nikopol und Odessa +++

Die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet unter Berufung auf örtliche Behörden von zwei Todesopfern in Charkiw und Schäden an Gebäuden in Nikopol. Auch aus der Region Odessa werden demnach Schäden durch russische Angriffe gemeldet.

+++ 08:20 USA diskutieren über von Trump geleiteten "Friedensrat" +++

US-Beamte haben die Idee ins Spiel gebracht, einen von Donald Trump geleiteten "Friedensrat" für den Gazastreifen auf andere Krisenherde wie die Ukraine und Venezuela auszuweiten. Das berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Diskussionen vertraute Personen. Der Vorschlag, das Mandat des Gremiums zu erweitern, verstärkte demnach jedoch die Bedenken anderer Regierungen, dieses zu unterstützen.

+++ 07:14 Selenskyj: Geheimdienst erwartet neue russische Großangriffe +++

Geheimdienstberichten zufolge bereitet Russland neue massive Angriffe gegen die Ukraine vor. Das sagte der ukrainische Präsident Selenskyj in seiner Videoansprache, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldet.

+++ 06:15 Kadyrows Sohn Adam soll bei Autounfall schwer verletzt worden sein +++

Medienberichten zufolge liegt Adam Kadyrow nach einem Autounfall schwer verletzt im Krankenhaus. Das meldet das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf lokale Medien. Der 18-jährige Sohn des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow bekleidete schon mehrere öffentliche Ämter in der russischen Kaukasusregion. Der Unfall soll in der russischen Stadt Grosny passiert sein, als Adam Kadyrow in einer Autokolonne mitfuhr, bis mehrere der Wagen kollidierten.

+++ 05:13 Chemieanlage und Umspannwerk bei Moskau brennen +++

Russische und ukrainische Quellen melden zwei Brände in der Umgebung von Moskau. Im Vorort Voskresensk brennt es in einem der größten Chemiewerke Russlands, in den umliegenden Gebieten soll ein starker chemischer Brandgeruch wahrnehmbar sein. In der Anlage werden Sprengstoffe für die Armee hergestellt. Einen zweiten Brand soll es in einem Umspannwerk knapp 100 Kilometer von Moskau entfernt geben. Teile der Großstadt Serpuchow seien ohne Strom, berichtet "Ukrajinska Prawda."

+++ 03:36 Russland: Berichte über Einschränkungen bei Telegram-Nutzung +++

Die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadzor hat nach Informationen von "Kiyiv Independent" die Nutzung von Telegram eingeschränkt. Russische Nutzer berichten demnach von einer Verlangsamung der beliebtesten Messaging-Plattform des Landes. Laut dem Fensehsender Moscow24 sind die Störungen auf Maßnahmen von Roskomnadzor zurückzuführen. Der Kreml versucht seit dem Überfall auf die Ukraine seine Kontrolle über Medien und Telekommunikation weiter auszubauen. Der Zugang zu Plattformen wie Signal, Whatsapp oder Youtube wurde seitdem beschränkt.

+++ 00:12 Klitschko: Kiew hat nur noch halb so viel Strom, wie die Stadt braucht +++

Nach russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur verfügt die ukrainische Hauptstadt Kiew nur über etwa die Hälfte des benötigten Stroms. "Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer Stadt, dass bei so strengem Frost im größten Teil der Stadt die Heizung ausgefallen ist und es einen massiven Strommangel gibt", sagt Bürgermeister Vitali Klitschko. Reparaturteams würden rund um die Uhr arbeiten, um die Heizungsversorgung wiederherzustellen. Etwa 100 Gebäude seien immer noch unbeheizt. Es sei die schwerste Energiekrise während des Krieges für die Stadt mit 3,6 Millionen Einwohnern.

+++ 23:14 Russland und Ukraine einigen sich auf Feuerpause an AKW Saporischschja +++

Russland und die Ukraine haben sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf eine lokale Feuerpause am Atomkraftwerk Saporischschja verständigt. Dies soll Reparaturen an der letzten Reserve-Stromleitung ermöglichen, wie die UN-Behörde mitteilt. Die Behörde arbeite eng mit beiden Seiten zusammen, um die nukleare Sicherheit zu gewährleisten und einen Unfall zu verhindern, erklärt Generaldirektor Rafael Grossi. Die Leitung war demnach vor zwei Wochen infolge von Kämpfen beschädigt worden. Anlagen des stillgelegten AKWs seien nur über die verbliebene 750-Kilovolt-Leitung mit Strom versorgt worden. Es ist die vierte lokale Waffenruhe rund um Saporischschja seit Beginn des Krieges.

+++ 22:19 Lawrow redet von "Neurussland" und der Sehnsucht nach "Rückkehr" +++

Der russische Außenminister Sergej Lawrow beschuldigt die EU einmal mehr, kriegerische Absichten gegen Russland zu hegen. "Das 'kollektive Brüssel' ist daran interessiert, sich auf einen Krieg gegen die Russische Föderation vorzubereiten", sagt Lawrow, ohne Belege zu liefern. Er bringt auch wieder den Begriff "Neurussland" ins Spiel. Den Russen zufolge handelt es sich dabei um ein Gebiet vom Schwarzen Meer bis in den Norden von Charkiw, von dem noch immer ein Großteil nicht russisch besetzt ist. Lawrow behauptet, dass die Menschen dort "das Kiewer Regime kategorisch ablehnen und ihre Haltung dazu ausgedrückt haben, nach Russland zurückzukehren". Damit hätte Moskau wieder einen Vorwand, um noch mehr ukrainisches Gebiet für sich zu beanspruchen. Allerdings dürfte spätestens seit der Vollinvasion in allen ukrainischen Regionen die Sehnsucht nach Russland weiter abgeebbt sein. Laut dem Institute for the Study of War unterstreicht Lawrows Erwähnung von "Neurussland", dass Russlands Erwartungen die Friedensvorschläge aus den USA übersteigen. "Seine Kommentare zielen wahrscheinlich darauf ab, Bedingungen für ein potenzielles Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem ehemaligen Senior Advisor Jared Kushner und Wladimir Putin vorzubereiten", heißt es weiter.

+++ 21:49 Kreml äußert ein Lob für die Europäer +++

Der Kreml begrüßt Forderungen einiger europäischer Regierungen nach einer Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland als "positiv". "Wir haben die Äußerungen einiger europäischer Staats- und Regierungschefs in den vergangenen Tagen zur Kenntnis genommen", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er fügte hinzu: "Wenn dies tatsächlich die strategische Vision der Europäer widerspiegelt, dann ist es eine positive Weiterentwicklung ihrer Position." Der französische Präsident Emmanuel Macron und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatten sich kürzlich beide für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau ausgesprochen.

+++ 21:16 Selenskyj warnt vor neuen massiven russischen Angriffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Lieferungen von Luftabwehrsystemen und Raketen durch die Verbündeten als unzureichend. Es sei entscheidend, dass die Partner die Bitten der Ukraine um zusätzliche Lieferungen hörten, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Zudem warnt er seine Landsleute vor neuen massiven russischen Angriffen. "Bitte beachtet die Luftalarme", sagte der Staatschef.

+++ 20:40 Bundespolizei wegen russischer Schiffe auf Ostsee im Einsatz +++

Die Bundespolizei ist auf der Ostsee wegen russischer Schiffe im Einsatz. Zu den laufenden Einsatzverfahren könne er sich aber aus einsatztaktischen Gründen nicht näher äußern, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Er reagiert damit auf eine Frage, ob die Bundespolizei in den vergangenen Tagen mehrfach die Durchfahrt russischer Schiffe verhindert habe. "Also ich kann generell dazu sagen, dass die Bundespolizei den Auftrag hat und den auch durchführt, den Schiffsverkehr auf Nord- und Ostsee – also in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone und im deutschen Küstenmeer - im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgabenwahrnehmung zu übernehmen und dass sie halt die entsprechenden Maßnahmen trifft, die notwendig sind für eine eventuelle Gefahrenabwehr", sagt der Sprecher.

+++ 20:12 Ukraine-US-Gespräche schon am Samstag +++

Die Ukraine kündigt für diesen Samstag Gespräche in den USA über die "zukünftige Sicherheitsarchitektur" und die "langfristige ökonomische Entwicklung" des osteuropäischen Landes an. Dabei solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum "wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine" mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden, schreibt die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, auf Facebook. Als Verhandlungsort nennt sie Miami im Staat Florida. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos zu einer Unterzeichnung kommen.

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