Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:51 Video des ukrainischen Geheimdienstes zeigt fingierte Tötung von Milizenführer Kapustin +++
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat ein Video veröffentlicht, das die fingierte Tötung des Kommandeurs des Russischen Freiwilligenkorps, Denis Kapustin, zeigt. "Um das Leben des Kommandeurs des russischen Freiwilligenkorps innerhalb der Timur-Spezialeinheit des ukrainischen Militärgeheimdienstes zu schützen und ein feindliches Agentennetzwerk aufzudecken, führten Offiziere des Militärgeheimdienstes eine komplexe, mehrstufige Spezialoperation durch, bei der sein Tod inszeniert wurde", teilt die Behörde mit. "Die russischen Geheimdienstmitarbeiter, die das Verbrechen in Auftrag gegeben haben, glaubten dem Video und zahlten den ukrainischen Geheimdienstoffizieren 500.000 US-Dollar für den 'Auftrag', der die Kampffähigkeiten der Spezialeinheiten der DIU erheblich stärken wird." In dem Video ist zu sehen, wie eine Kamikazedrohne einen Bus attackiert, in dem sich Kasputin angeblich befand. Das Russische Freiwilligenkorps (RVC) besteht aus russischen Freiwilligen und kämpft an der Seite der Ukraine.
+++ 14:20 Erdogan will in Telefonat mit Trump über Ukraine sprechen +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will am Montag mit US-Präsident Donald Trump über die Friedensbemühungen zwischen der Ukraine und Russland sprechen. In dem Telefonat solle es auch um die Lage im Gazastreifen gehen, sagt Erdogan vor Journalisten in Istanbul. Zudem kündigt er an, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan an dem Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten aus der "Koalition der Willigen" am Dienstag in Paris teilnehmen werde.
+++ 13:41 Munz über Wirtschaftslage: "Für jede russische Familie wird Geld knapper" +++
Wer ist für den Drohnenangriff auf ein Hotel in Cherson verantwortlich? Russland beschuldigt die Ukraine, die weist den Vorwurf zurück. ntv-Korrespondent Rainer Munz nennt Details zum Angriff und blickt auf die wirtschaftliche Lage Russlands:
+++ 12:53 Selenskyj will Militärgeheimdienstchef Budanow als neuen Leiter des Präsidialamtes +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Geheimdienstchef Kyrylo Budanow bei einem Treffen laut eigenen Angaben vorgeschlagen, den Job als sein Büroleiter zu übernehmen. "Derzeit muss sich die Ukraine stärker auf Sicherheitsfragen, den Aufbau der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte der Ukraine sowie auf die diplomatischen Verhandlungen konzentrieren, und das Präsidialamt wird in erster Linie der Erfüllung dieser Aufgaben unseres Staates dienen. Kyrylo verfügt über einschlägige Erfahrung in diesen Bereichen und über ausreichende Stärke, um Ergebnisse zu erzielen." Vorgänger in dem Job war Andrij Jermak. Dieser trat wegen Ermittlungen in Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen zurück.
+++ 12:36 Ukraine könnte in diesem Jahr enormen Boost mit wichtigen Waffensystem erhalten +++
Bei United24Media, einer Spendenplattform der ukrainischen Regierung, heißt es, Russland könne es sich in diesem Jahr nicht weiter leisten, Friedengespräche zu verzögern. Als Grund wird die Ausstattung der Ukraine mit wichtigen Waffensystemen genannt. So geht das Portal Defense Express davon aus, dass Schweden ältere Gripen-Kampfjets bereitstellen wird. Diese können mit Luft-Luft-Raketen vom Typ Meteor ausgestattet werden, die eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Die bisherigen Kampfjets der Ukraine wie F-16 und Mirage verfügen nicht über Raketen mit einer so hohen Reichweite. United24Media zählt als weitere wichtige Waffensysteme ASC-890-Aufklärungsflugzeuge auf, die möglicherweise in diesem Jahr geliefert werden. Auch das neue Flugabwehrsystem SAMP/T NG wird genannt sowie ballistische Raketen vom Typ FP-7 (200 Kilometer Reichweite) und FP-9 (855 Kilometer Reichweite) oder auch Eram-Marschflugkörper aus den USA.
+++ 12:03 Russland attackiert Ukraine - Behörden melden Stromausfälle +++
Russland hat laut der Nachrichtenagentur Unian die Energieversorgung der Regionen Mykolajiw und Saporischschja angegriffen und damit für Stromausfälle gesorgt. "Am Morgen sind die Verbraucher in der Region Saporischschja, insbesondere in der Stadt Saporischschja, sowie in anderen Frontregionen weiterhin ohne Strom", sagt der stellvertretende Energieminister Roman Andarak auf einer Pressekonferenz mit. Darüber hinaus sind nach seinen Angaben in der Region Odessa nach den vorangegangenen Angriffen mehr als 11.000 Verbraucher ohne Strom.
+++ 11:15 Bildaufnahmen bestätigen Tausende eliminierte russische Panzer im Jahr 2025 +++
Ein OSINT-Analyst beziffert die Zahl der beim Analyseprojekt Oryx im Jahr 2025 hinzugefügten Verluste an russischen Panzern und gepanzerten Fahrzeugen auf 2432. Darunter fallen 640 Kampfpanzer sowie 551 gepanzerte Kampffahrzeuge (AFVs), 1099 Schützenpanzer (IFVs), 136 Truppentransporter (APCs) und sechs minenresistente Fahrzeuge (MRAPs). Es handelt sich dabei um Verluste, die per Bild- und Videoaufnahmen bestätigt werden konnten. Die tatsächliche Zahl dürfte noch deutlich höher liegen.
+++ 10:37 Investitionen drastisch gekürzt: Ukraine sieht russische Eisenbahn im Verfall +++
Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sieht die russische Eisenbahn verfallen. Für 2026 sei das Investitionsprogramm drastisch gekürzt worden: um ein Fünftel. "Anstelle von Entwicklung und Modernisierung werden die meisten Ressourcen für die primitive Instandhaltung abgenutzter Anlagen und die minimale Gewährleistung der Verkehrssicherheit verwendet." Besonders kritisch sei die Situation bei vier Projekten, die die Durchlasskapzität der Zufahrten zu den baltischen Häfen erhöhen sollten. "Gemessen an der Finanzierung ist ihre Umsetzung im Jahr 2026 praktisch gescheitert. Das bedeutet, dass strategische Richtungen blockiert bleiben und die Wirtschaft Exportmöglichkeiten verliert." Der Rückgang der Investitionen halte bereits das dritte Jahr in Folge an und zeige eine systemische Krise der Verkehrsinfrastruktur, schätzt der ukrainische Auslandsgeheimdienst ein.
+++ 10:04 Ukraine weist Vorwürfe zurück: Russland unterstellt "Terroranschlag" in Cherson +++
In der ukrainischen Region Cherson, die derzeit von den russischen Invasoren besetzt wird, soll es einen von der Ukraine ausgehenden Angriff auf Zivilisten gegeben haben. Das behauptet zumindest Russland. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück:
+++ 09:32 "Einzigartig" in der Ukraine - Militärgeheimdienst erhält neues Boot +++
Der Wohltätigkeitsfonds von Diana Podolyanchuk hat ein Spezialboot gekauft und an den ukrainischen Militärgeheimdienst übergeben. Es soll das erste Boot dieser Art in der Ukraine sein. "Das einzigartige Schnellboot ist für die Feuerunterstützung und die Unterstützung von Marineoperationen des Militärgeheimdienstes bestimmt. Um diese Aufgaben zu erfüllen, ist es mit einem leistungsstarken Waffenkomplex ausgestattet – großkalibrigen Maschinengewehren und Granatwerfern, deren Typen dank der modularen Konstruktion des Wasserfahrzeugs variiert werden können." Er danke allen, die sich an der Umsetzung dieses Projekts beteiligt haben, sagt Geheimdienstchef Kyrylo Budanow. "Dank solcher Boote können wir sicher spezielle Operationen auf dem Wasser durchführen und für unser Schwarzes Meer kämpfen."
+++ 08:47 Beschwerden von Soldaten zeigen schlimmste Gräueltaten innerhalb Russlands Armee +++
Der Militärexperte Franz-Stefan Gady verweist auf X auf einen Artikel der "New York Times", wonach aus mehr als 6.000 vertraulichen Beschwerden hervorgeht, dass Kommandeure unbequeme Soldaten schlagen, foltern und "auslöschen". Sie werden demnach auf todsichere Missionen geschickt oder direkt getötet und die Leichen dann in Gruben, geheimen Gräbern oder unter Panzerabwehrminen versteckt. "Schwer verwundete und kranke Männer werden mit gebrochenen Gliedmaßen, schweren Kopfverletzungen, Krebs im Stadium 4, Schizophrenie, Schlaganfallkomplikationen an die Front in der Ukraine zurückgeschickt, selbst wenn sie keinen Löffel halten oder ohne Stock oder Krücken nicht gehen können; ehemalige Kriegsgefangene werden innerhalb weniger Tage nach ihrer Freilassung wieder in den Kampf geschickt, und mobilisierten Männern wird gesagt, sie hätten 'kein Recht auf Entlassung – oder gar auf Leben'", heißt es von Gady.
+++ 07:58 Ukrainische Einheit zündet Feuerwerk im heftig umkämpften Pokrowsk +++
Das 425. Skala-Regiment der Ukraine zeigt in einem Video eine Feuerwerksbatterie, die mitten im besonders heftig umkämpften Pokrowsk gezündet worden sein soll. Damit will die Einheit wahrscheinlich unterstreichen, dass weiterhin Teile der Stadt im Norden gehalten werden. Russland hatte vor wenigen Wochen behauptet, den Ort vollständig eingenommen zu haben.
+++ 07:14 Russland übergibt USA angebliche Beweise für Angriff auf Putin-Residenz - Experte glaubt an "Streich" +++
Russland übergibt den USA Daten, die angeblich zeigen sollen, dass die Ukraine die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Drohnen angreifen wollte. John Foreman, ehemaliger Verteidigungsattaché in Moskau und Kiew, ist äußerst skeptisch. Er schreibt auf X: "Das russische Verteidigungsministerium hat mir am 22. Februar 2022 in Moskau denselben Streich gespielt und angeblich 'Beweise' für ukrainische 'Kriegsverbrechen' im Donbass vorgelegt. Außerdem haben sie 'Daten' aus einer britischen Boulevardzeitung verwendet, um zu 'beweisen', dass britische Kampftruppen in der Ukraine stationiert waren." Er habe die "Daten" in den Mülleimer geworfen, so Foreman.
+++ 06:41 Kämpfer aus Australien in der Ukraine getötet +++
Laut mehreren Beiträgen in den sozialen Medien wurde der für die Ukraine kämpfende Australier Russell Allan Wilson am 12. Dezember in der Region Donezk getötet. Der Sender ABC berichtet, dass ein Freund von Wilson mitteilt, er sei während seiner letzten Mission getötet worden und hätte eine Woche nach seinem Tod heiraten sollen.
+++ 05:59 Norwegischer Premierminister geht nicht von russischem Angriff aus +++
Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre geht nicht davon aus, dass Russland einen militärischen Konflikt mit seinem Land anstrebt. "Aber wir und unsere Verbündeten stehen vor Herausforderungen: Durch Einflussnahme, Desinformation und nachrichtendienstliche Aktivitäten. Und die Gefahr von Sabotage ist real. Dies kann viele Bereiche unserer Gesellschaft betreffen. Verkehrsadern. Industrieanlagen. Öl- und Gasanlagen. Banken", sagt Støre in seiner Neujahrsansprache. Norwegen ist Mitglied der Nato.
+++ 04:54 Ukraine: Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an +++
Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen "und andere legitime Ziele" an. Die ukrainischen Streitkräfte hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor
+++ 22:11 Deepstate: Russland hat 2025 über 4000 Quadratkilometer erobert +++
Das dem ukrainischen Militär nahestehende Analyseteam Deepstate spricht von 4336 Quadratkilometern, die im vergangenen Jahr von Russland erobert wurden. Das seien 0,72 Prozent der Gesamtfläche des Landes. Seit Januar 2023 konnten die Truppen Putins demnach 7463 Quadratkilometer besetzen. "Im Vergleich zu den Vorjahren war das Jahr 2025 für die ukrainischen Streitkräfte eine echte Herausforderung."
+++ 21:42 Polen will Tausende Himars-Raketen produzieren +++
Polen will im eigenen Land eine Produktion von Raketen des Typs CGR-080 aufbauen für die Verwendung in den südkoreanischen Mehrfachraketenwerfern K239 Chunmoo. Die Rakeen sind äquivalent zu den aus Einsätzen der ukrainischen Armee bekannten Himars. Polen will mehr als zehntausend der Raketen produzieren lassen. Starten wird die Manufaktur aber erst ab 2030.
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