Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:16 Russische Drohne reißt Loch in Kiewer Wohn-Hochhaus +++
Russische Drohnen schlagen im Darnyzkyi-Bezirk von Kiew in ein Wohnhochhaus ein. Für Kateryna Slobodianiuk ist es schon der zweite Angriff auf ihr Zuhause binnen weniger Wochen. Anwohnerin Olha Smal überlebt den Einschlag, verliert aber ihre Katze.
+++ 16:45 Ukrainische Stahlproduktion im August auf historisch niedrigem Stand +++
Die Ukraine verzeichnet im August eine der niedrigsten Stahlproduktionszahlen ihrer Geschichte, zeigen Daten des GMK Centers. "Nur April und Dezember 2022 waren noch schlechter", sagt Chefanalyst Andrii Tarasenko. Die ukrainischen Stahlhersteller reduzierten demnach ihre Stahlproduktion im August im Vergleich zum Vorjahr um 57,3 % auf 277.000 Tonnen, berichtet "Ukrainska Pravda". Tarasenko erklärt, dass die Produktionsmengen in der ersten Monatshälfte durch die Seeblockade und die Lieferbeschränkungen in die EU beeinträchtigt wurden. In der zweiten Augusthälfte haben zwei der größten Stahlproduzenten des Landes ihre Produktion nach russischen Angriffen eingestellt. Dabei sind auch Zivilisten ums Leben gekommen.
+++ 16:10 Kiew: Russland plant finalen Test von neuer Rakete mit 800-Kilometern-Reichweite +++
Russland plant, bis Ende 2026 abschließende Tests eines neuen ballistischen Raketentyps mit einer Reichweite von bis zu 800 Kilometern durchzuführen, erklärt Vadym Skibitskyi, stellvertretender Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes. Russland könnte beabsichtigen, während dieser Raketentests Ziele in der Westukraine anzugreifen, so Skibitskyi. Es sei Russlands oberstes Ziel, die Raketen- und Drohnenangriffe zu intensivieren, um die Ukraine in eine sozioökonomische Krise zu stürzen, fügte er hinzu. Moskau strebe eine Steigerung sowohl der Raketenproduktion als auch der Reichweite seiner Waffensysteme an, schreibt "Kyiv Independent".
+++ 15:31 Treffen zwischen Trump und Putin in Aussicht +++
Im Ringen um ein Ende des Kriegs in der Ukraine laufen derzeit Gespräche zwischen Washington und Moskau. Am Rande des Wirtschaftsgipfels in China im November könnte es zu einem persönlichen Treffen zwischen US-Präsident Trump und Kremlchef Putin kommen. Auch Chinas Staatspräsident Xi könnte daran beteiligt sein. Trump und Putin hätten bei ihrem letzten Telefonat über die Möglichkeit eines solchen Dreiergipfels gesprochen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Während Russland eine Teilnahme Putins bereits bestätigt hat, äußerte sich das Weiße Haus noch nicht zu einer Reise von Trump nach China.
+++ 15:00 Russland will bald weitere Friedensgespräche unter US-Vermittlung +++
Russland hofft auf nach eigenen Angaben auf eine baldige Wiederaufnahme der von den USA vermittelten Friedensgespräche. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, man setze auf eine Fortsetzung der Verhandlungen in absehbarer Zeit und bleibe mit den US-Vertretern in Kontakt. Am Wochenende hatten die USA Unterhändler nach Moskau und Kiew entsandt, um den seit Februar stockenden Prozess wieder in Gang zu bringen. Am Dienstag hatten US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin miteinander telefoniert.
+++ 14:30 EU-Abgeordnete machen Druck auf Brüssel: Eingefrorenes russisches Vermögen für Ukraine nutzen +++
122 Mitglieder des Europäischen Parlaments haben einen offenen Brief an die EU-Staats- und Regierungschefs geschickt, in dem sie die dringende Verwendung russischer Vermögenswerte in Höhe von 200 Milliarden Euro (230 Milliarden US-Dollar) zur Unterstützung der Ukraine fordern, berichtet "Kyiv Independent". Die Idee, russische Vermögenswerte zu nutzen, wurde von der EU im Jahr 2025 diskutiert, scheiterte jedoch letztlich an den Bedenken Belgiens hinsichtlich rechtlicher Risiken sowie an mangelnder Solidarität, Belgien im Falle rechtlicher Auseinandersetzungen zu unterstützen.
+++ 13:53 Russische Drohne trifft Passagierzug - sechs Verletzte +++
Eine russische Shahed-Drohne hat ukrainischen Angaben zufolge in der Region Charkiw einen Passagierzug getroffen. Der Angriff habe den Zug am hinteren Teil erwischt, teilen die Behörden mit. In der Folge habe sich ein Brand entwickelt - mindestens sechs Menschen seien verletzt worden. Der Zug befand sich auf der Verbindung zwischen Charkiw und Isjum.
+++ 13:12 Moldaus Präsidentin: Russlands Front bewegt sich weiter nach Westen +++
Nach dem russischen Angriff auf den ukrainisch-moldauischen Grenzübergang Starokosatsche in der Südukraine warnt Moldaus Präsidentin Maia Sandu, dass Russlands Front sich nach Westen bewege. "Deshalb ist Luftverteidigung für die Ukraine ein dringendes Thema", schreibt sie auf X. Der Grenzübergang hat mittlerweile seine Arbeit eingestellt. Ukrainischen Angaben zufolge starben mindestens zwei Menschen, drei weitere sind verletzt worden.
+++ 12:41 Auch Selenskyj verabschiedet sich von Harald V. +++
Am Königspalast in der Osloer Innenstadt hat der Trauerzug für den verstorbenen norwegischen König Harald V. begonnen. Pünktlich um 12 Uhr setzte sich der Trauerzug am Mittwoch in Bewegung. Gäste aus aller Welt wie der britische Thronfolger Prinz William, das spanische Königspaar, Mitglieder des schwedischen und dänischen Königshauses, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie Staats- und Regierungschefs aus Finnland, Frankreich und Thailand zählen zu den Trauergästen. Deutschland wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vertreten.
+++ 12:06 Angriff auf Ölterminal: Russland meldet vier Tote +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Zudem seien 29 Menschen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, mit. Trümmerteile von Drohnen seien auf Firmengelände und in die Nähe eines Wohngebäudes gestürzt, erklärt Bürgermeister Andrej Krawtschenko. Es seien Brände ausgebrochen. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdi, teilte mit, das Militär habe in der Nacht Kriegsschiffe im russischen Marinestützpunkt in Noworossijsk getroffen. Zuvor hieß es, das der Angriff einem Ölterminal galt (siehe Eintrag um 05.43 Uhr).
+++ 11:28 Lawinenunglück trifft offenbar auch russische Eliteeinheit +++
In der Besengi-Schlucht reißt eine Lawine 33 Bergsteiger mit. Jetzt zeigt sich: Es handelt sich unter anderem um Soldaten der russischen Nationalgarde, darunter Angehörige der Eliteeinheit "Witjas". Russischen Medien zufolge sterben bei dem Lawinen-Unglück mindestens 13 Menschen.
+++ 10:58 Aus Zug evakuiert: BW-Innenminister erlebt Kriegsalltag +++
Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel ist mit einer Delegation nach Kiew gereist - und hat die Auswirkungen des Krieges in der ukrainischen Hauptstadt am eigenen Leib zu spüren bekommen. Man habe in der Nacht in einen Bunker gehen müssen, weil es Luftangriffe auf Kiew gegeben habe, sagt ein Sprecher des Innenministeriums. Als sich Hagel mit seiner Delegation in Kiew bewegt habe, sei zudem eine Drohne am Himmel über der Gruppe abgeschossen worden. Schon auf der Hinreise nach Kiew war die Delegation dem Sprecher zufolge kurz vor dem Hauptbahnhof in Kiew aus dem Zug evakuiert worden, weil in der Stadt Luftalarm ausgelöst worden sei.
+++ 10:17 "Zu wenig reagiert": Selenskyj zeigt sich enttäuscht +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj appelliert nach den neuerlichen tödlichen russischen Angriffen in der Nacht an die Welt. "Leider hat die internationalen Gemeinschaft auf diese Angriffe, die praktisch jeden Tag Menschenleben fordern, zu wenig reagiert", schreibt er auf X. "Doch eine Reaktion ist notwendig - Moskau darf nicht mit der Überzeugung in den Winter gehen, dass es mit seinem Raketen- und Drohnen-Terror ungestraft davonkommen kann. Die Aggression muss hier und jetzt gestoppt werden, bevor sie sich weiter ausbreitet." Selenskyj wirbt für Sanktionen gegen Moskau und weitere Unterstützung. "Die Partner, die helfen können, wissen genau, was jeden Tag benötigt wird. Und ich danke allen, die nach besten Kräften helfen."
+++ 09:38 Merz wirft AfD "groteske" Täter-Opfer-Umkehr vor +++
Bundeskanzler Friedrich Merz wirft der AfD in der Ukraine-Politik eine "groteske Umkehr von Täter und Opfer" vor. Der CDU-Chef antwortet in seiner Generaldebatte auf die Rede von AfD-Chefin Alice Weidel. "Niemand hat Russland bedroht: die Nato nicht, die EU nicht und auch Deutschland nicht", sagt Merz. Die Ukraine verteidige auch die Freiheit Deutschlands. "Das Einzige, was Russland und Putin bedroht, das ist die Strahlkraft der Demokratie", erklärt Merz. Die Ukraine sei vor dem umfassenden Angriffskrieg auf dem Weg in die europäische Gemeinschaft gewesen. "Und trotzdem stehen Sie an der Seite Russlands", wirft Merz der AfD-Fraktion vor, "genau da verläuft der tiefe Riss zwischen Ihnen und uns."
+++ 09:19 Ukraine: 1,5 Millionen getötete oder verwundete russische Soldaten +++
Die Zahl der im Ukraine-Krieg verwundeten oder getöteten russischen Soldaten übersteigt ukrainischen Zählungen zufolge 1,5 Millionen Menschen. Das teilt das ukrainische Verteidigungsministerium in den sozialen Medien mit. Demnach sind das die größten Verluste der russischen Armee seit dem Zweiten Weltkrieg.
+++ 08:33 "Nicht ganz zufrieden": Wadephul richtet Forderung an Selenskyj +++
Außenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an (...) Bestellungen in Deutschland gibt", sagt der CDU-Politiker im Podcast "Ronzheimer". "Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird."
Wadephul sagt in dem Gespräch mit "Bild"-Vize Paul Ronzheimer, Deutschland sei mittlerweile stärkster Unterstützer der Ukraine insgesamt. "Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert." Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt: "Wir stehen zu euch, wir unterstützen euch, aber ich muss den deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern das auch erklären. Und das Mindeste ist, dass ihr bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteiligt." Das beginne jetzt, fügt Wadephul hinzu.
+++ 08:10 Russischer Drohnenangriff: Toter in Mykolajiw +++
In der südukrainischen Hafenstadt Mykolajiw ist nach Angaben der Behörden bei einem russischen Drohnenangriff ein Mensch getötet worden. Zudem seien weitere Menschen verletzt sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt worden, teilte ein örtlicher Behördenvertreter auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die strategisch wichtige Region nahe dem Schwarzen Meer ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges immer wieder Ziel von Luftangriffen.
+++ 07:29 Tote bei russischem Drohnenangriff an Grenzübergang nach Moldau +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und der Republik Moldau hat es nach ukrainischen Angaben Tote und Verletzte gegeben. Bei der Attacke in der Nacht seien zudem Brände ausgebrochen, teilt der ukrainische Grenzschutz auf Facebook weiter mit. Russland habe auch wieder die Hauptstadt Kiew attackiert, erklärt der ukrainische Rettungsdienst auf Telegram. Auch dort sei es zu Bränden gekommen, es sei aber niemand verletzt worden.
+++ 06:54 ISW: Putin versucht wohl, Trump in Telefonat zu überzeugen +++
Kremlchef Wladimir Putin hat nach Einschätzung des US-Institut für Kriegsstudien (ISW) das Telefonat mit Donald Trump genutzt, um den US-Präsidenten von der russischen Perspektive auf den Krieg zu überzeugen. Das ISW bezieht sich dabei auf Aussagen des Putin-Beraters Juri Uschakow, der nach dem Gespräch am Dienstag berichtete, beide Seiten hätten sich über den Besuch der US-Berater Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau ausgetauscht. Uschakow zufolge gab Putin Trump einen "objektiven und gründlichen" Überblick. Das ISW schlussfolgert daraus, dass der Kremlchef versucht habe, die US-Seite von der verzerrten russischen Sicht auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld zu überzeugen - und dass die Ukraine kapitulieren sollte.
+++ 06:17 Fast 1700 Ukrainer durch russische Minen verletzt +++
Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine wurden 1688 Zivilisten durch russische Minen und explosive Kriegsreste verletzt, darunter 173 Kinder und 1515 Erwachsene. Das berichtet die Nachrichtenagentur Suspilne mit Verweis auf die Hauptabteilung für Minenräumung, Katastrophenschutz und Umweltschutz. Am stärksten betroffen sind demnach Landwirte.
+++ 05:43 Ukraine setzt russisches Ölterminal in Noworossijsk in Brand +++
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht ein Ölterminal in der südrussischen Stadt Noworossijsk angegriffen. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf Militärbeobachter. Nach Angaben des unabhängigen russischen Nachrichtensenders Astra wurde das Ölterminal nach dem nächtlichen Angriff in Brand gesetzt. Laut dem Sender, der sich auf Aufnahmen von Augenzeugen beruft, wurde bei den ukrainischen Angriffen auch ein Wohngebäude in der Stadt beschädigt.
+++ 05:09 Wadephul: Lawrow weiß genau, dass Russland "diese Sache" in Leipzig gemacht hat +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Äußerungen seines russischen Kollegen Sergej Lawrow zu angeblichen deutschen Kriegsabsichten nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle scharf zurückgewiesen. "Wir wissen ganz genau, und Sergej Lawrow weiß natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat - und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten", sagt Wadephul im Podcast "Ronzheimer" mit Bezug auf den Russland zugeschriebenen Anschlagsversuch.
+++ 03:57 Kiew: Ukraine bekommt 1000 Patriot-Abwehrraketen +++
Die Ukraine bereitet sich darauf vor, Verträge über die Lieferung von rund 1000 Raketen für Patriot-Luftverteidigungssysteme mit Unterstützung ihrer Partner und finanziert durch ein EU-Darlehen zu unterzeichnen. Das erklärt Verteidigungsminister Jewhen Chmara während eines Treffens der Ukraine-Unterstützer im Ramstein-Format, an dem er zum ersten Mal gemeinsam mit Oberbefehlshaber Mykhailo Drapatyi teilnahm, schreibt der "Kyiv Independent". Der Verteidigungsminister weist darauf hin, dass die bestellten Raketen einige Zeit benötigen würden, um einzutreffen. Er fordert die Partner der Ukraine dringend auf, noch vor dem Winter Abfangraketen aus ihren bestehenden Beständen bereitzustellen. Im Austausch könnten diese durch modernisierte Raketen aus künftigen Verträgen mit der Ukraine ergänzt werden, schlägt er vor.
+++ 02:53 Kreml: Beteiligung der Europäer an Friedensgesprächen "zu kompliziert" +++
Der Kreml erklärt, die Einbeziehung nationaler Sicherheitsberater der "europäischen Drei" - Frankreich, Großbritannien und Deutschland - in die Gespräche über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine könne den Prozess "verkomplizieren". Kremlsprecher Peskow behauptet, die Europäer täten alles, um ein Ende des Krieges zu verhindern, "ganz im Gegensatz zu den Amerikanern". Peskow fügt hinzu, dass sich die Position der Ukraine verschlechtern und die Forderungen Russlands zunehmend unangenehmer werden würden, wenn sich der Verhandlungsprozess "in die Länge ziehe".
+++ 01:43 Ukrainische Zentralbank: Russische Angriffe heizen Inflation an +++
Die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Ukraine treiben die Inflation in dem Land nach Prognose der Zentralbank hoch. Allein die gestiegenen Kosten für Unternehmen und die Störungen der Logistik werden die Inflationsrate in diesem Jahr um 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte erhöhen, schreibt der stellvertretende Notenbakchef Wolodymyr Lepuschynskyj in einem Beitrag für die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Die Notenbank rechnet für Ende 2026 ohnehin mit einer Teuerungsrate von rund zehn Prozent. "Die Eskalation der russischen Aggression hat bereits makroökonomische Folgen", erklärt Lepuschynskyj. Die Inflation hatte sich bereits im Juli auf 7,7 Prozent beschleunigt, von 7,2 Prozent im Juni. Vorläufigen Schätzungen zufolge setzte sich dieser Trend im August fort. "Und wenn die Angriffe andauern oder sich verstärken, werden auch die ökonomischen Kosten steigen", warnt der Notenbanker.
+++ 00:17 Ukraine: Zahl der Toten nach Angriffen auf Kiew steigt auf fünf +++
Nach den erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten auf fünf gestiegen. Zudem wurden 35 Menschen verletzt, teilen die Rettungsdienste mit. Drohnen und Raketen beschädigten nach Angaben von Behördenvertretern mindestens 14 Hochhäuser. Ein Gebäude eines ukrainischen Fernsehsenders wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge teilweise zerstört. Russland hatte die Bombardements kurz nach der Abreise der US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff wieder aufgenommen. Während deren Besuchs ruhten die Angriffe auf die Hauptstädte.
+++ 23:02 Wadephul: Ukraine muss mehr Rüstungsgüter bei deutschen Firmen kaufen +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen. "Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert", sagt Wadephul der "Bild"-Zeitung. Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt. Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteilige. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt", sagt Wadephul. "Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird."
+++ 22:00 Shahed-Drohne über Rumänien lässt Nato-Kampfjets aufsteigen +++
An der Grenze zwischen Moldau und Rumänien ist es zu einem Drohnenvorfall gekommen. Das moldauische Militär entdeckte eine mutmaßliche russische Shahed-Drohne, die zuerst in den eigenen Luftraum eindrang und dann über die rumänische Grenze flog, berichtet "Kyiv Independent". Wegen der Luftraumverletzung stiegen spanische F/A-18-Kampfjets, die im Rahmen einer Nato-Überwachungsmission im Einsatz sind, von einem rumänischen Stützpunkt auf. Die Behörden gaben in mehreren Regionen Notfallwarnungen an die Bewohner heraus und forderten sie auf, "in Kellern oder Zivilschutzbunkern Schutz zu suchen". Laut rumänischer Regierung stürzte die Drohne schließlich "im Gebiet der Republik Moldau, etwa 25 Kilometer östlich der Grenze zu Rumänien" ab. Russische Drohnen und Raketen haben in den letzten Monaten regelmäßig den Luftraum von Nato-Mitglied Rumänien und von Moldawien verletzt.
+++ 21:17 Anwohner filmt, wie draußen russische Geschosse einschlagen +++
Schon wieder greift Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew mit unvermittelter Härte an. Ein Anwohner filmt durch sein Balkon-Fenster, wie binnen Sekunden zwei russische Geschosse an scheinbar derselben Stelle einschlagen. Den Bewohnern Kiews bietet sich am Morgen ein Bild des Schreckens.
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