Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:30 Kreml: Siegesparade am 9. Mai ohne Panzer - Wegen Bedrohung aus Ukraine +++

29.04.2026, 00:01 Uhr

Aus Angst vor ukrainischen Angriffen will Russland in diesem Jahr bei seiner Parade zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät in Moskau auffahren. Angesichts der "terroristischen Bedrohung" würden alle Schritte unternommen, um "die Gefahr zu minimieren", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch vor Journalisten. Normalerweise demonstriert Russland bei der Parade seine militärische Stärke. Im vergangenen Jahr waren zum 80. Jahrestag des Weltkriegsendes T-90-Panzer, Iskander-Raketen, Drohnen und auch Interkontinental-Raketen vom Typ Jars über den Roten Platz gefahren worden - neben einem Aufmarsch von etwa 11.000 Soldaten. Kiew hatte damals versucht, die Feierlichkeiten im Vorfeld mit massiven Drohnenangriffen auf Moskau zu stören, was zu einem Chaos im Flugverkehr führte. Dennoch nahmen zahlreiche hochrangige Gäste aus dem Ausland an der Parade teil, darunter der chinesische Präsident Xi Jinping.

+++ 14:49 Ukraine greift Schattentanker im Schwarzen Meer an +++

Die ukrainische Marine hat einen Angriff auf einen Öltanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer durchgeführt. Das berichtet Defence Express. Ukrainischen Angaben zufolge war das Ziel der Tanker "Marquise", der unter kamerunischer Flagge fährt. Das Schiff soll ohne Ladung etwa 210 Kilometer südöstlich der russischen Hafenstadt Tuapse getrieben sein. Der Tanker wartete laut Bericht vermutlich vor der Küste darauf, im Rahmen eines Schiff-zu-Schiff-Transfers beladen zu werden. Dies sei eine Methode, die häufig zur Umgehung internationaler Sanktionen eingesetzt werde. Die Drohnen, die die ukrainischen Streitkräfte einsetzten, trafen demnach Antriebs- und Steuerungssysteme sowie den Maschinenraum.

+++ 14:07 Ukrainischer Geheimdienst nimmt zwei russische Spione in Schytomyr fest +++

Die Spionageabwehr-Mitglieder des Inlandsgeheimdienstes der Ukraine (SBU) und der Nationalpolizei haben zwei Agenten russischer Geheimdienste festgenommen. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf eine Mitteilung des SBU. Demnach hätten die Männer einen Mordanschlag auf einen Generalmajor der ukrainischen Streitkräfte geplant. Die SBU-Ermittler wurden auf die Männer aufmerksam, weil sie auf russischen Telegram-Kanälen nach leicht verdientem Geld suchten. Bei den Festgenommenen soll es sich um Drogenabhängige handeln, wie Ukrinform berichtet. Die Agenten sollen an mindestens zwei Morden in der Region beteiligt gewesen sein. Bei der Festnahme wurden die Smartphones der Verdächtigen beschlagnahmt. Auf diesen fanden die Ermittler Beweise für ihre Kontakte zu russischem Geheimdienst und die Vorbereitungen auf das geplante Attentat. Die Festgenommenen befinden sich laut Ukrinform in Untersuchungshaft. Ihnen drohe lebenslange Haft.

+++ 13:39 Von der Leyen sieht Russen hinter "digitalem Eisernen Vorhang" +++

Die jüngsten Zensurmaßnahmen in Russland erinnern aus Sicht der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an das Vorgehen der Führung der Sowjetunion im Kalten Krieg. Internet und freie Kommunikation würden derzeit so eingeschränkt, dass die Russinnen und Russen das Gefühl hätten, wieder hinter einem Eisernen Vorhang zu leben, sagt von der Leyen in einer Rede in Straßburg. Nur, dass es diesmal ein "digitaler Eiserner Vorhang" sei. Die Menschen in Russland zahlten die Rechnung für die Entscheidung von Kremlchef Wladimir Putin, gegen die Ukraine in den Krieg zu ziehen, sagt von der Leyen. Mit Blick auf den Zerfall der Sowjetunion Anfang der 1990er äußert sie allerdings auch Hoffnung. "Wenn uns die Geschichte eines lehrt, dann, dass eines Tages alle Mauern fallen", sagt die deutsche Spitzenpolitikerin.

+++ 12:58 Ukraine: Geheimdienst landet Treffer auf Ölpumpstation in Russland +++

Beamte des Inlandsgeheimdienstes der Ukraine (SBU) haben eine Ölpumpstation in der Nähe der russischen Stadt Perm mit Drohnen angegriffen. Das berichtet der SBU. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt ein Video des erfolgreichen Angriffs auf den sozialen Medien. Die Ölstation gehört dem russischen Staatsunternehmen Transneft und ist ein strategisch wichtiger Knotenpunkt des russischen Öltransportsystems. Von hier aus wird Öl in vier Richtungen verteilt, unter anderem zur Raffinerie in Perm. "Die Entfernung zu Ukraine beträgt über 1.500 Kilometer Luftlinie", schreibt Selenskyj. "Wir werden diese Reichweiten weiter ausbauen". Dies wären völlig gerechtfertigte ukrainische Reaktionen auf den russischen Terror.

+++ 12:13 Ukrainischer Geheimdienst untersucht neuen russischen Marschflugkörper +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Details über einen neuen russischen Marschflugkörper veröffentlicht. Die Luft-Boden-Waffe mit dem Namen S-71K "Kovyor" (auf Deutsch: "Teppich") basiert nach Angaben aus Kiew auf einer vergleichsweise einfachen Konstruktion und ist trotz Sanktionen auf ausländische Elektronik angewiesen, darunter Komponenten aus den USA, China, der Schweiz, Japan, Deutschland, Taiwan und Irland. Aus der Bundesrepublik sollen demnach Spannungsregler des Halbleiterherstellers Infineon verbaut worden sein.

+++ 11:32 Bericht: Boris Ruge soll neuer Botschafter in Kiew werden +++

Der 64-jährige Boris Ruge soll neuer Botschafter in Kiew werden. Das berichtet der "Spiegel". Die Zustimmung des Kabinetts in seiner Sitzung am Mittwoch gelte als Formsache. Seit 1989 arbeitet der gebürtige Kölner in höheren auswärtigen Diensten. Ruge war bereits unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Gesandter an der Botschaft in Washington D.C. sowie Botschafter in Saudi-Arabien. Seit 2023 ist er Beigeordneter Generalsekretär der Nato für politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik. Vor wenigen Monaten hatte der scheidende Botschafter Heiko Thoms seinen Wechsel nach Madrid bekannt gegeben. Er wurde im September 2025 als deutscher Botschafter in der Ukraine berufen.

+++ 11:01 Verfassungsschutz erstellt Leitfaden zu hybriden Angriffen aus Russland +++

Verschiedene Staaten setzen hybride Mittel gegen Deutschland ein, so das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 sei insbesondere durch Russland eine deutliche Intensivierung entsprechender Aktivitäten zu beobachten - sowohl im Umfang als auch in Bezug auf die Professionalität. Auch um gegen die russischen Angriffe vorzugehen, veröffentlicht das BfV eine Handreichung, die Laien zur Erkennung und Abwehr hybrider Bedrohungen befähigen soll. Darin erklärt die Sicherheitsbehörde anhand von Beispielen, wie ausländische Geheimdienste über Bots, Fake-Accounts oder Influencer falsche Informationen verbreiten, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Wichtig für die Abwehr hybrider Bedrohung sind aus Sicht des BfV Prävention und Aufklärung, eine engere Zusammenarbeit zwischen Staat, Wissenschaft, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft, eine Stärkung der Medienkompetenz und der Ausbau technischer IT-Sicherheitsmaßnahmen.

+++ 10:36 ISW: Russen scheitern mit zahlreichen Offensiven an der Front +++

Die russischen Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen an verschiedenen Stellungen an der Front zahlreiche Offensiven gestartet, jedoch an keiner Fortschritte erzielt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Russen führten demnach unter anderem Aktionen zu Vorstößen im Osten von Sumy, bei Welykyj Burluk im Norden von Charkiw, im Westen der Region Saporischschja sowie an verschiedenen Orten an der Front in der Region Donezk durch. Laut der ISW-Analysten war keine der Offensiven erfolgreich. Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 10:00 Ukraine: Ein Toter und mehrere Verletzte bei russischen Angriffen +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht die Hafen-Infrastruktur in der südukrainischen Region Odessa mit Drohnen angegriffen. Dabei seien Wohngebäude und ein Krankenhaus beschädigt sowie zwei Menschen verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Bei einem separaten Drohnen- und Raketenangriff auf die nordöstliche Region Sumy kommt ein Mensch ums Leben, zwei weitere werden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe meldet zudem, dass Russland seit Montagabend 171 Drohnen auf das Land abgefeuert habe. Davon habe die Luftverteidigung 154 abgeschossen oder unschädlich gemacht.

+++ 09:26 ISW: Russland will militärische Präsenz in Belarus weiter verstärken +++

Russland bemühe sich, seine militärische Präsenz in Belarus weiter zu verstärken. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Belarus solle weiter in russlandfreundliche Strukturen integriert werden, interpretieren die ISW-Analysten. Dabei beziehen sie sich vor allem auf die Ergebnisse des Gipfels der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Mittlerweile gehören ihr zehn Staaten an: neben China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Indien und Pakistan, sowie seit 2023 der Iran und seit 2024 Belarus. Sie definiert sich auch als Gegengewicht zu westlichen Bündnissen. Die SCO repräsentiert circa 40 Prozent der Weltbevölkerung und wird maßgeblich von Anführern autoritärer Staaten dominiert.

+++ 08:43 Munz: Siegesparade findet in Moskau ohne Panzer statt +++

Das Leben in Russland ist von zahlreichen Problemen geprägt. Neben der internationalen Isolierung machen eine Wirtschaftskrise und steigende Preise den Menschen zu schaffen. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet von der schlechten Stimmung im Land und ein deutliches Zeichen der schwierigen Lage des Kremls.

+++ 08:01 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.328.820 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1180. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Panzer, 54 Artilleriesysteme und 1775 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.894 Panzer, 40.825 Artilleriesysteme, 1356 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 350 Hubschrauber, 262.033 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:33 Ukraine: Mindestens ein Mensch bei russischen Drohnenangriffen getötet +++

Bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine ist nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy sei eine 60-jährige Frau infolge der Angriffe getötet worden, mindestens zwei weitere Menschen seien verletzt worden, erklärt der örtliche Regionalgouverneur Oleh Grigorow im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe zielten demnach "auf Wohngebäude" und lösten Großbrände aus. Die Bewohnerinnen und Bewohner der getroffenen Häuser seien gerettet worden.

+++ 06:54 Bericht: Video zeigt massive Angriffe des ukrainischen Geheimdienstes auf russische Stellungen in Luhansk +++

Beamte des Inlandsgeheimdienstes der Ukraine (SBU) haben gemeinsam mit Einheiten des ukrainischen Militärs massive Angriffe gegen die russischen Streitkräfte in der Region Luhansk durchgeführt. Das schreibt Ukrinform unter Berufung auf eine Mitteilung des SBU. Dazu veröffentlicht der Geheimdienst ein Video. Das Gebiet Luhansk ist teilweise bereits seit 2014 unter Kontrolle der von Moskau unterstützten Separatisten. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gelang es den Russen, große Teile der Region zu besetzen. Durch verschiedene Gegenoffensiven versuchen die Ukrainer, die Region zurückzuerobern. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst habe zunächst strategische Stellungen identifiziert. Daraufhin führten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte und des SBU "hochpräzise Drohnenangriffe" auf verschiedene Ziele durch. Dabei soll unter anderem ein Munitionsdepot, ein Logistiklager und weitere Stützpunkte des russischen Armeepersonals in der Region getroffen worden sein.

+++ 06:15 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete in Charkiw und Saporischschja zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben kürzlich an verschiedenen Stellungen an der Front Gebiete zurückerobert. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Das ukrainische Militär sei in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine sowie in der Nähe der Stadt Orichiw in der Region Saporischschja in der südlichen Ukraine vorgerückt. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 04:22 Ungarns designierter Regierungschef Magyar strebt Treffen mit Selenskyj an +++

Ungarns designierter Regierungschef Peter Magyar bietet ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj angeboten. Ziel sei es, die Situation der ethnischen Ungarn in der westukrainischen Region Transkarpatien zu verbessern, schreibt Magyar auf Facebook. Das Treffen könne Anfang Juni in Berehowe stattfinden, wo mehrheitlich ungarische Einwohner lebten. In Transkarpatien lebt eine große ungarische Gemeinschaft. Die Beziehungen zwischen Budapest und Kiew hatten sich 2017 verschlechtert, als die Ukraine ein Gesetz verabschiedete, das Ukrainisch als Hauptsprache für die Sekundarbildung vorschrieb. "Es ist an der Zeit, dass die Ukraine die seit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden rechtlichen Beschränkungen aufhebt", sagt Magyar. Wenn diese Probleme gelöst werden könnten, "können wir sicherlich ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn aufschlagen".

+++ 02:45 US-Botschafterin in der Ukraine wirft hin +++

Die amtierende US-Botschafterin in Kiew, Julie Davis, tritt von ihrem Posten zurück. Sie werde im Juni 2026 aus dem diplomatischen Dienst ausscheiden, teilt das US-Außenministerium mit. Die "Financial Times" hatte zuvor berichtet, Davis' Rückzug sei auf Meinungsverschiedenheiten mit der Politik von Präsident Donald Trump und ihre Frustration über dessen nachlassende Unterstützung für die Ukraine zurückzuführen. Das Außenministerium weist diese Darstellung als "falsch" zurück. Die von den USA geleiteten Waffenstillstandsgespräche mit Russland und der Ukraine sind weitgehend ins Stocken geraten, da Washington seinen Fokus auf den Krieg mit dem Iran konzentriert hat. 

+++ 01:11 Moskauer Siegesparade am 9. Mai ohne militärische Ausrüstung +++

Die Militärparade in Moskau zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland wird in diesem Jahr ohne die Kolonne mit militärischer Ausrüstung stattfinden. Das teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Es werden demnach Soldaten aller Teilstreitkräfte mitmarschieren, außerdem werde es Kunstflugstaffeln und SU-25-Kampfflugzeuge zu sehen geben. Kadetten von Militärschulen seien aufgrund der "operativen Lage" aber nicht dabei.

+++ 23:24 Selenskyj: Ukrainische Rüstungsindustrie produziert inzwischen auch für den Export +++

Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. "Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der großen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergeben sich Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern. Drohnengeschäfte gebe es mittlerweile mit anderen Ländern in Europa, im Nahen Osten und im Kaukasus. Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Selenskyj mit mehreren Monarchien in der Golfregion Verträge über Abfangdrohnen geschlossen. 

+++ 22:26 Putin beklagt ukrainische Angriffe auf zivile Infrastruktur in Russland +++

Kremlchef Wladimir Putin beklagt eine Häufung ukrainischer Angriffe gegen zivile Objekte in Russland . "Immer öfter werden auch mit Drohnen Schläge gegen zivile Infrastruktur geführt", sagte er bei einer Sitzung zu Fragen der Sicherheit bei den bevorstehenden Duma-Wahlen im Herbst. Er verwies dabei auf die jüngsten Attacken gegen Ölreservoirs in der Schwarzmeerstadt Tuapse. Die Ukraine hat innerhalb der vergangenen zwei Wochen drei schwere Angriffe gegen Tuapse gestartet. Als nach der jüngsten Attacke in der Nacht zum Dienstag erneut schwere Brände ausbrachen, riefen die Behörden erstmals zur Evakuierung anliegender Straßenzüge auf. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert. Russland attackiert seit Jahren die Infrastruktur in der Ukraine wie das Eisenbahn- und Stromnetz sowie gezielt Heizkraftwerke im Winter. Bei den russischen Attacken kommen in der Ukraine fast täglich Zivilisten zu Tode, Wohnhäuser und für die Bewohner lebenswichtige Infrastruktur werden zerstört.

+++ 21:57 König Charles ruft in den USA zur Verteidigung der Ukraine auf +++

Der britische König Charles setzt sich vor dem US-Kongress in Washington für die Ukraine ein. Dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten zu beobachten gewesen sei, sei auch für die Verteidigung der Ukraine "und ihres äußerst mutigen Volkes" erforderlich, um einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden zu sichern, sagt Charles in einer Rede vor dem Kongress. Die Partnerschaft zwischen Europa und den USA sei "heute wichtiger denn je".

+++ 21:12 "Waffenexporte aus der Ukraine werden Realität werden" - Selenskyj stellt Drohnen-Abkommen für Partner vor +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wird der Export ukrainischer Waffen in andere Länder Realität. Das erklärte der ukrainische Staatschef am Abend in den sozialen Medien. "Der Export ukrainischer Waffen wird Realität - wir haben alle Details auf Ebene unserer staatlichen Institutionen genehmigt. Unsere Sicherheitsexpertise und unsere im modernen Krieg erprobten Waffen sind derzeit für alle Partner von Interesse", so Selenskyj. Ihm zufolge hat die ukrainische Regierung den Partnern, die die Ukraine unterstützen, ein spezielles Kooperationsformat namens "Drohnen-Abkommen" vorgeschlagen. Diese Abkommen umfassen die Produktion und Lieferung von Drohnen, Raketen, Munition und anderen gefragten Waffensystemen, militärischer Ausrüstung und Software, die Integration in die Verteidigungssysteme der Partner sowie den Austausch ukrainischer Expertise und notwendiger Technologien. "Auf zwischenstaatlicher Ebene definieren wir auf Grundlage des Gegenseitigkeitsprinzips den Rahmen für die Sicherheitskooperation durch ein entsprechendes Abkommen. Anschließend wird der Prozess auf Ebene der staatlichen Institutionen und der Hersteller fortgesetzt. Wir vereinfachen bürokratische Verfahren, gewährleisten ein angemessenes Niveau der Exportkontrolle und führen praktische Betriebsmechanismen für Unternehmen ein", betonte er.

+++ 20:26 Für Moskau Spione rekrutiert: Geheimdienst nimmt IT-Spezialisten fest +++

Der ukrainische Sicherheitsdienst SSU hat einen IT-Spezialisten festgenommen, der russische Geheimdienste bei der Rekrutierung ukrainischer Staatsbürger unterstützt haben soll. Das teilt der Sicherheitsdienst laut Ukrinform mit. Der Festgenommene, ein IT-Experte aus der Region Tscherkassy, ​​hatte neue Rekrutierungskanäle für den russischen Geheimdienst eingerichtet, die sich an ukrainische Einwohner ansprechen sollten. Den Akten zufolge registrierte er Mobilfunknummern ukrainischer Telekommunikationsanbieter, um gefälschte Social-Media-Profile zu erstellen.

+++ 19:43 Pistorius: Deutschland profitiert von strategischer Zusammenarbeit mit Ukraine +++

Deutschland profitiert laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der militärischen Unterstützung der Ukraine. Es sei eine strategische Partnerschaft daraus geworden, die immer weiter ausgebaut werde, sagte der SPD-Politiker in Berlin nach Beratungen. Daran nahmen von deutscher Seite neben Pistorius auch Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche teil. Virtuell zugeschaltet war der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Auch Vertreter aus der Finanzbranche, von Startups und aus der Rüstungsindustrie waren eingeladen. Pistorius sagte, Deutschland lerne zum Beispiel von der Ukraine in den Bereichen Drohnen und Cyberabwehr hinzu.

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