Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:43 Selenskyj: Lage an der Front beste seit zehn Monaten +++
Für die Ukraine ist die Lage an der Front nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj die beste in den vergangenen zehn Monaten. Die ukrainischen Truppen hätten im vergangenen Monat eine russische Offensive vereitelt, teilt sein Präsidialamt mit. Allerdings würden nun die russischen Streitkräfte ihre Angriffe verstärken. Er beruft sich auf Daten der ukrainischen und britischen Geheimdienste. Zudem habe er US-Unterhändler nach Kiew eingeladen und "positive Signale" erhalten, erklärt er weiter.
+++ 11:47 Munz: Bezahlung russischer Freiwilliger kostet Unsummen +++
Russland leidet unter der schwachen wirtschaftlichen Lage im Land. Dass der Kreml solche Berichte in Staatsmedien zulässt, könnte darauf hindeuten, dass allmählich Kräfte die Oberhand gewinnen, die den Krieg in der Ukraine beenden wollen, berichtet Russland-Korrespondent Rainer Munz.
+++ 11:22 Ukraine: Massive russische Luftangriffe mit neuer Taktik +++
Russland überzieht die Ukraine nach Angaben der dortigen Luftwaffe seit Donnerstagabend mit einer anhaltenden Welle von Luftangriffen. Eine große Anzahl feindlicher Drohnen befinde sich im ukrainischen Luftraum, teilt die Luftwaffe mit. Dabei setze Moskau auf eine neue Taktik und suche nach Wegen, die ukrainische Luftabwehr zu durchdringen. "Wir sehen, dass der Feind neue Routen, ständig modernisierte Drohnen und neue Taktiken einsetzt", sagt Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im staatlichen Fernsehen. In den vergangenen 24 Stunden habe Russland mehr als 400 Langstreckendrohnen sowie zehn ballistische Raketen abgefeuert. Letztere seien vor allem auf Gebiete nahe der Front gerichtet gewesen. Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass Russland auf einen nächtlichen Drohnenbeschuss schwere Angriffe am Tag folgen lässt.
+++ 11:04 Putin-Vertrauter Medwedew erwartet keinen Nato-Austritt der USA +++
Der Vize-Chef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, rechnet nicht mit einem Austritt der USA aus der Nato. Die Regierung in Washington könnte jedoch symbolische Schritte unternehmen und etwa die Zahl der in anderen Nato-Staaten stationierten US-Truppen reduzieren, erklärt der ehemalige russische Präsident. Die offenkundigen Spaltungen innerhalb der Nato könnten zu Veränderungen der EU führen. "Die EU ist nicht länger nur eine Wirtschaftsunion. Sie kann sich ziemlich schnell in ein vollwertiges Militärbündnis verwandeln, das Russland offen feindlich gegenübersteht und in gewisser Weise schlimmer ist als die Nato." Daher müsse Moskau seine "tolerante Haltung" gegenüber einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine aufgeben. Medwedew gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.
+++ 10:45 Bericht: Fünf Verletzte bei russischem Drohnenangriff auf Minibus in Cherson +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Cherson wurden am Morgen offenbar fünf Menschen verletzt. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf die Militärverwaltung der Region. Demnach wurde um 8:30 Uhr ein Minibus getroffen. Die Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden.
+++ 10:16 Ukrainische Großstadt Charkiw unter Dauerbeschuss +++
Die ostukrainische Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag von ständigen russischen Luftangriffen überzogen. In der Nacht auf Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes Charkiw, Oleh Synjehubow, auf Telegram. Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete morgens von fünf Verletzten und Schäden an Wohnhäusern und Bürogebäuden. Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. In der Stadt herrschte fast rund um die Uhr Luftalarm. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen des iranischen Bautyps Shahed mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine, die vor dem Krieg 1,4 Millionen Einwohner zählte, liegt nur etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.
+++ 09:45 Ukrainischer Generalstab meldet 63 russische Luftangriffe +++
Im Laufe des vergangenen Tages gab es offenbar 230 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Russland habe unter anderem 63 Luftangriffe durchgeführt und 9058 Kamikaze-Drohnen eingesetzt.
+++ 09:13 Schwache Nachfrage: Russische Dienstleister streichen viele Stellen +++
Die russischen Dienstleister haben im März so viele Stellen abgebaut wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Grund dafür waren Kostensenkungen und eine schwache Nachfrage, wie aus einer Unternehmensumfrage hervorging. Der Sektor schrumpfte zudem zum ersten Mal seit sechs Monaten. Der Einkaufsmanagerindex des Finanzdienstleisters S&P Global für den Dienstleistungssektor fiel auf 49,5 Punkte, von 51,3 Zählern im Februar. Damit rutschte das Barometer unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das Neugeschäft stagnierte nach vier Monaten des Wachstums weitgehend. Einige Firmen verwiesen auf eine geringere Kaufkraft der Kunden, eine größere Unsicherheit und Auftragsverluste im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten. Auch die russische Privatwirtschaft insgesamt schrumpfte. Der Einkaufsmanagerindex, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, fiel auf 48,8 von 50,8 Punkten.
+++ 08:39 Gouverneur: Ein Toter bei russischem Angriff in Region Sumy +++
Bei einem russischen Angriff in der Region Sumy ist offenbar eine Person getötet worden. Das berichtet das Portal "Ukrainska Pravda" mit Verweis auf den Gouverneur Oleh Hryhorov. Demnach wurden drei Menschen verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Unter ihnen sei eine 29-jährige Frau in kritischem Zustand.
+++ 08:02 Bekommt die Nordseeküste einen weiteren Militärhafen? +++
Die Deutsche Marine prüft, ob an der Nordseeküste ein weiterer Militärhafen eingerichtet werden soll. Wo genau dieser entstehen könnte, ist nach dpa-Informationen noch offen. Als Favoriten gelten die Häfen in Emden und Bremerhaven, wo bereits jetzt militärische Güter etwa bei Truppentransporten und Verlegeübungen umgeschlagen werden. Sowohl der Bremer Senat als auch die Staatskanzlei in Hannover sprechen sich für ihre jeweiligen Häfen als neue Marinestützpunkte aus. An der Nordseeküste verfügt die Marine bislang nur in Wilhelmshaven über einen eigenen Hafen - den Marinestützpunkt Heppenser Groden.
+++ 07:21 Bericht: 600.000 Landminen entschärft +++
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben Einheiten des Staatlichen Katastrophenschutzdienstes (SES) der Ukraine laut einem Medienbericht eine Fläche von fast 200.000 Hektar (circa 2000 Quadratkilometer) von Landminen geräumt. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den SES. Demnach haben die Einheiten rund 600.000 Sprengsätze entschärft.
+++ 06:21 Behörden: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt worden. In der südöstlichen Region Cherson habe Russland mit "Artillerie, Granatwerfern und Drohnen" angegriffen, erklärte die regionale Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Ein 42-jähriger Mann sei getötet worden, als eine Drohne ein ziviles Fahrzeug getroffen habe. Bei Luftangriffen und Artilleriebeschuss seien außerdem 16 Menschen verletzt worden. In der nördlich der Hauptstadt Kiew gelegenen Region Tschernihiw habe eine ballistische Rakete Gebäude eines Unternehmens getroffen, erklärte derweil die zuständige Militärverwaltung. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden.
+++ 05:31 Kreml telefoniert mit Iran: Straße von Hormus "für uns offen" +++
Die Straße von Hormus ist nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow für Russland nicht gesperrt. "Sie ist für uns offen", sagt Uschakow nach Angaben der russischen Agentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Agentur Tass berichtet, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen.
+++ 04:20 Sicherheitsexperte: Putin hat Deutschland im Visier +++
Deutschland sei Putins wahres Angriffsziel, warnt Erkki Koort, Direktor des Instituts für Innere Sicherheit an der Estnischen Akademie für Sicherheitswissenschaften. "Was nützen Angriffe auf die Grenzgebiete zwischen Russland und der Nato, ohne zuvor den strategischen Rücken zu neutralisieren? Und dieser Rücken liegt in Deutschland", zitiert ihn die polnische Zeitschrift "Wprost". Wer die Nato schwächen wolle, müsse ihr logistisches Zentrum treffen, argumentiert der Sicherheitsexperte.
+++ 02:46 Vance reist kurz vor Parlamentswahl zu Ukraine-Kritiker Orban +++
US-Vizepräsident JD Vance wird kurz vor der Parlamentswahl in Ungarn in das osteuropäische Land reisen und Ministerpräsident Viktor Orban treffen. Der Besuch des Stellvertreters von US-Präsident Donald Trump ist für kommenden Dienstag und Mittwoch geplant, wie das Weiße Haus mitteilt. Die Parlamentswahl in Ungarn ist am 12. April. Die US-Regierung hatte schon im Februar Wahlkampfhilfe für Orban geleistet, der im Ukraine-Krieg einen russlandfreundlichen Kurs fährt.
+++ 00:48 Russische Drohnenangriffe rund um Charkiw +++
Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, meldet zahlreiche russische Drohnenangriffe auf seine Stadt. Sie hätten den ganzen Tag angehalten, schreibt Terechow auf Telegram. Demnach gab es Angriffe auf vier Stadtteile der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Sie hätten mehrere Brände ausgelöst. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden, darunter ein achtjähriges Mädchen. Nach Behördenangaben schlugen mindestens 20 Drohnen in der Stadt ein. Weiter südlich in der Stadt Saporischschja beschädigten russische Drohnen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow ein Hochhaus und ein Unternehmen.
+++ 22:51 Melania Trump soll verschleppten ukrainischen Kindern geholfen haben +++
Das Weiße Haus kündigt die Rückkehr von sieben ukrainischen Minderjährigen aus Russland in ihre Heimat an. Die First Lady, Melania Trump, habe sich dafür eingesetzt, heißt es in einer Mitteilung. Demnach war es das vierte Mal, dass sie die Rückkehr von Kindern zu ihren Familien vorangetrieben hat. "Ich bin ermutigt, dass beide Seiten weiterhin zur Zusammenarbeit bereit sind und die Sicherheit und das Wohlergehen der Kinder über diesen abscheulichen Krieg stellen", erklärt sie. Im letzten Jahr wandte sich Melania Trump in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und forderte die Rückkehr ukrainischer Kinder, die während des Krieges nach Russland verschleppt worden waren.
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