Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:30 Russland greift Tankfahrzeug in Region Odessa an - zwei Tote +++

11.08.2026, 00:01 Uhr

Nach ukrainischen Angaben sind in der Region Odessa bei einem russischen Angriff auf ein Tankfahrzeug, in dem sich noch Ölreste befanden, zwei Menschen getötet worden. Der Lastwagen und ein Pkw seien durch den Angriff in Brand geraten, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, mit. Drei weitere Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

+++ 16:45 Ukraine: Haben russisches Flugabwehrsystem im Wert von 45 Millionen US-Dollar getroffen +++

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein Flugabwehrraketensystem vom Typ Buk-M3 im Wert von 45 Millionen US-Dollar und ein Logistikdepot russischer Truppen im besetzten Gebiet Luhansk angegriffen. Dies teilt der Generalstab laut der Agentur Ukrinform auf Facebook mit. Zudem seien sechs Kontrollstellen für Drohnen in den Gebieten Donezk und Saporischschja sowie in der russischen Region Kursk und eine Kommandostelle in der russischen Region Belgorod getroffen worden. Laut dem Generalstab ermöglicht die Zerstörung solcher Objekte, die Kampffähigkeit russischer Einheiten gleichzeitig in mehreren operativen Richtungen zu reduzieren.

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Ein russisches Buk-M3-System. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

+++ 16:00 Bericht: Luftabwehr in Bedrängnis - Ukraine stoppt Meldungen über Zahl russischer Raketenangriffe +++

Nach Angaben der Agentur Bloomberg berichtet die Ukraine derzeit nicht mehr über die Anzahl der Raketen, die Russland bei seinen Angriffen auf das Land abfeuert. Heute hätten die Luftabwehrkräfte zwar angegeben, dass über Nacht 98 von 120 russischen Drohnen abgefangen worden seien, doch Angaben zur Anzahl der abgefeuerten Raketen aus Russland seien nicht gemacht worden. Tatsächlich gibt es von offizieller Seite heute keine Angaben über von Russland abgefeuerte Raketen. Wie die Agentur berichtet, hatte die Ukraine schon vor wenigen Tagen ihre Berichterstattung über das Abfangen ballistischer Raketen eingestellt - als Grund nennt Bloomberg einen Angriff in der vergangenen Woche, bei dem es der Ukraine nicht gelungen sei, auch nur ein einziges von 28 Geschossen abzufangen. Unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person heißt es in dem Bericht, die ukrainischen Luftabwehrkräfte hätten ihr Berichtsformat als Sicherheitsmaßnahme in Reaktion auf die russischen Angriffe geändert. Anders als berichtet machten die ukrainischen Streitkräfte jedoch am 9. August später am Tag noch Angaben zur Anzahl der in der Nacht von Russland abgefeuerten und von der Ukraine abgefangenen Raketen.

+++ 15:15 Kiesewetter: Russisches Haus in Berlin dient als Spionagezentrale +++

Aus CDU und FDP kommen weiter Forderungen nach einer Schließung des Russischen Hauses in Berlin. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagt dem TV-Sender Welt, er gehe davon aus, dass die Einrichtung als Spionagezentrale genutzt werde. Es lebten dort mehr als hundert Menschen, "wo keiner weiß, wer das ist" und der Energieverbrauch sei unangemessen hoch, nennt er zwei Indizien. Früher sei das Russische Haus mal eine Kultureinrichtung gewesen, heute sei dies ein "Hub, der vermutlich voll ist mit technischer Aufklärung" und "voll mit Menschen, die Deutschland nicht wohlgesonnen sind", begründet Kiesewetter die Forderung nach einer Schließung. "Dieses Haus ist Symbol unserer Schwäche und russischer Einflussnahme." Mitten in Berlin "sitzt der Feind der Freiheit - und wir schauen zu", dringt auch die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann auf eine Schließung. Die Bundesregierung hatte den Fortbestand des Russischen Hauses am Montag damit begründet, dass dieses vertraglich mit dem Goethe-Institut in Moskau verknüpft sei. "Weiteres Vorgehen gegen das eine hätte unmittelbare Folgen auch in Bezug auf das andere", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Er bestätigte aber, dass die Betreibergesellschaft des Russischen Hauses unter EU-Sanktionen stehe.

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Das Haus wurde 1984 als Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur gegründet. (Foto: picture alliance / Ipon)

+++ 14:30 Brennende MiG-29 stürzt ab - Schleudersitz rettet Piloten +++

Beim Abfeuern einer Rakete kommt es am Himmel über der Region Odessa zum Notfall: Ein ukrainischer Kampfjet gerät in Brand und stürzt ab. Der Pilot rettet sich mithilfe eines Schleudersitzes.

+++ 13:50 Ukraine bestätigt nächsten Schlag gegen Wildberries +++

Die Ukraine hat einen erneuten Angriff auf einen Logistikstützpunkt der Versandhändlers Wildberries bestätigt. Dort sei "leicht entzündlicher kinetischer Sand" angeliefert worden und die Anlage sei "an ihrem Standort in Flammen aufgegangen", schreibt der Befehlshaber der Streitkräfte für unbemannte Systeme Robert "Madyar" Browdi auf Telegram. In der Nacht waren in dem Lager in der russischen Stadt Woronesch mehrere Feuer ausgebrochen, die mutmaßlich auf ukrainische Drohnen zurückgehen.

+++ 13:12 Selenskyj: Sibirien jetzt in Reichweite ukrainischer Angriffe +++

Die Ukraine kann nach Angaben von Präsidentn Wolodymyr Selenskyj inzwischen auch Ziele tief im russischen Hinterland bedrohen. Videoansprache. "Heute haben unsere Verteidigungskräfte der Ukraine einen weiteren Erfolg erzielt: Eine weitere Anlage der russischen Ölindustrie ist getroffen worden, und die Entfernung ist beträchtlich - mehr als 2500 Kilometer." Dabei handelt es sich um eine Raffinerie im sibirischen Tobolsk. "Nun ist auch diese Region für unsere Tiefangriffe erreichbar. Ein sehr bedeutender Erfolg unserer ukrainischen Soldaten. Ich danke allen für ihre Treffsicherheit. Es wird mehr ukrainische Tiefangriffe geben, die Russland und den Russen zeigen sollen, dass Frieden notwendig ist" 

+++ 12:40 Russischer Schattenflottentanker droht Umweltkatastrophe auszulösen +++

Ein unter kamerunischer Flagge fahrender Tanker, der zur russischen Schattenflotte gehört, lässt seit Ende Juli Öl in ein Meeresschutzgebiet vor der Küste Omans auslaufen, was eine ökologische Katastrophe zu verursachen droht. Die omanischen Behörden haben "umfassende Maßnahmen" eingeleitet, um das Schiff zu sichern, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency. Das Schiff steht auf den Sanktionslisten von EU, Großbritannien, Kanada und der Schweiz als eines von 1400 Gefährten, die von Russland verwendet werden, um die Handelseinschränkungen zu umgehen. 

+++ 12:07 ISW: Russland plant massiven Angriff auf Kiew +++

Russland bereitet wohl eine großangelegte Angriffswelle auf Ziele in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. In den kommenden Wochen plane der Kreml die Energieinfrastruktur in der Hauptstadt besonders ins Visier zu nehmen, berichtet das Institut for the Study of War (ISW). Damit solle verhindert werden, dass die Ukraine die Anlagen in Vorbereitung auf den Winter absichern kann. Zudem soll der ukrainische Mangel bei Flugabwehrraketen ausgenutzt werden.  

+++ 11:33 Ukraine attackiert russische Raffinerie in Orenburg +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der vergangenen Nacht eine russische Ölraffinerie in der Region Orenburg mit Drohnen angegriffen. Auf Videos in sozialen Netzwerken sind Rauchschwaden über der fast 1500 Kilometer von der Front gelegenen Anlage zu sehen. Bilder des Nasa-Feuerüberwachungssystem FIRMS bestätigen einen Brand auf dem Gelände.  

+++ 10:52 Zu beliebt in Russland? Urteil stoppt Anti-Kriegs-Partei +++

Das oberste Gericht in Russland schließt die liberale Antikriegs-Partei Jabloko von der Parlamentswahl im September aus. Der Vorwurf: Die Partei wolle Russland destabilisieren. Jablokos Parteispitze kündigt Berufung an. Russland-Korrespondent Rainer Munz erklärt die Hintergründe.

+++ 10:24 Österreich zerschlägt russisches Schmuggel-Netzwerk +++

Der österreichische Geheimdienst hat ein internationales Netzwerk aufgedeckt, das die gegen Moskau verhängten EU-Sanktionen umgeht, um Russland bei der Produktion von Marschflugkörpern und Kampfflugzeugen zu unterstützen. "Die systematische Umgehung von Sanktionen durch den Einsatz von Scheinfirmen und gefälschten Dokumenten ist eine ernsthafte Bedrohung für unseren demokratischen Rechtsstaat. Dass hochpräzise europäische Technologie über Umwege in die Produktion von Marschflugkörpern und Flugabwehrsystemen fließt, ist inakzeptabel", sagt Staatssekretär Jörg Leichtfried aus dem österreichischen Innenministerium. "Wir werden auch weiterhin mit aller Konsequenz und unter internationaler Kooperation gegen jene Akteure vorgehen, die versuchen, die gesetzlichen Verbote zur Unterstützung des russischen Rüstungsapparats zu umgehen."

+++ 09:49 Selenskyj: Angriff mit nordkoreanischen Raketen +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem nächtlichen Angriff auf Saporischschja ballistische Raketen aus Nordkorea eingesetzt. Zudem kamen ihm zufolge Hyperschallflugkörper vom Typ Zirkon sowie Lenkbomben zum Einsatz. Allein in Saporischschja wurden Selenskyj zufolge durch die Angriffe mindestens sechs Menschen getötet und 19 weitere verletzt. 

+++ 09:23 Ukraine meldet über 200 Gefechte an der Front +++

Die ukrainischen Verteidiger haben sich über die vergangenen 24 Stunden offenbar mehr als 200 Gefechte mit den russischen Angreifern geliefert. Der ukrainische Generalstab spricht von insgesamt 212 militärischen Aufeinandertreffen im Tagesverlauf. Die meisten Angriffe gab es mit 26 im Bereich Konstantinowska sowie bei Pokrowsk (25).  

+++ 08:52 Russland: 13 Drohnen bei Angriff auf Moskau abgeschossen  +++

Die russische Hauptstadt Moskau wurde in der vergangenen Nacht offenbar durch ukrainische Drohnen angegriffen. 13 unbemannte Flugobjekte seien abgeschossen worden, melden die Behörden. An den Flughäfen der Hauptstadt wurde zeitweise der Flugverkehr eingeschränkt.  

+++ 08:23 Ukraine: 44 russische Artilleriesysteme zerstört +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Verlauf der vergangenen 24 Stunden nach eigenen Angaben 44 russische Artilleriesysteme zerstört. Das geht aus der Tagesübersicht des Generalstabs hervor. Darüber hinaus seien 1190 Soldaten der Putin-Armee getötet oder verwundet worden. Ferner konnten die ukrainischen Verteidiger offenbar auch vier Panzer, einen Mehrfachraketenwerfer sowie zwei Flugabwehrsysteme des Kreml außer Gefecht setzen.  

+++ 07:50 Gouverneur: Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Woronesch +++

Bei einem Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch ist ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Personen seien verletzt worden, teilt Gouverneur Alexander Gussew mit. Herabfallende Trümmerteile hätten Brände in Lagerhallen ausgelöst. Die russische Luftabwehr habe zuvor 15 Drohnen über der Stadt Woronesch und fünf Bezirken der gleichnamigen Region zerstört. Der Absturz einer Drohne habe Feuer in zwei Lagerhäusern eines großen Unternehmens verursacht, erklärt Gussew auf Telegram. In einer Anlage sei der Brand auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern eingedämmt worden, während in der anderen eine 20.000 Quadratmeter große Fläche gelöscht werde. Den Namen des betroffenen Unternehmens nennt er nicht. Der russische Online-Händler Wildberries hatte zuvor mitgeteilt, dass seine Logistikeinrichtungen in der Region Woronesch gemäß den Sicherheitsanforderungen evakuiert worden seien. Videos bei Telegram belegen, dass es sich um einen Standort des Versandhändlers Wildberries handelt.

+++ 07:18 Selenskyj: Russland hat zusätzliche ballistische Raketen von Nordkorea erhalten +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland neue Waffen von Nordkorea erhalten. "Dies ist das erste Mal in der Geschichte Russlands, dass das Land keinen sicheren strategischen Rückraum mehr hat. Und dies ist das erste Mal, dass es ohne Verstärkung aus Nordkorea nicht mehr kämpfen kann", sagt der ukrainische Staatschef. "Es bereitet sich nun darauf vor, ein weiteres Kontingent von Koreanern auf seinem Territorium zu stationieren. Stellen Sie sich vor, es hat zusätzliche ballistische Raketen aus Nordkorea erhalten. Und jeder auf der Welt sollte verstehen, was das bedeutet." 

+++ 06:44 Ukraine lässt nächstes Wildberries-Lager in Flammen aufgehen +++

Die Ukraine hat in der vergangenen Nacht offenbar erneut einen Standort des russischen Versandhändlers Wildberries angegriffen. Dabei wurden Drohnen gegen das Lager in Woronesch eingesetzt, berichten Beobachter. Auf bei Telegram verbreiteten Videos ist zu sehen, wie Flammen aus dem Gebäude schlagen. In den vergangenen Wochen sind die ukrainischen Streitkräfte wiederholt gegen die Lager des Versandhändlers vorgegangen, der auch militärische Ausrüstung sowie Drohnenzubehör verkauft. 

+++ 06:06 Ukrainischer Kampfjet bei Mission abgestürzt +++

Ein ukrainischer Kampfjet vom Typ MiG-29 gerät bei einem Kampfeinsatz in Brand und stürzt ab. Der Pilot rettet sich nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit dem Schleudersitz und wird in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignet sich in der südukrainischen Region Odessa, als der Pilot russische Stellungen ins Visier nimmt, wie die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei es beim Abfeuern einer Rakete zu einem Notfall gekommen. Dadurch habe das Flugzeug Feuer gefangen und der Pilot die Kontrolle verloren, obwohl er noch versucht habe, die Maschine zu retten. Die genaue Absturzursache werde untersucht. 

+++ 05:26 Russische Oppositionspartei kämpft für freie Wahlen und Ukraine-Frieden +++

Nach dem Urteil über ihren Ausschluss von der Parlamentswahl in Russland will die liberale Oppositionspartei Jabloko weiter um ihre Teilnahme bei der Abstimmung kämpfen. Die Partei setzt sich aktiv für Frieden in der Ukraine ein. "Sie irren sich, wenn Sie glauben, dass man mit einem Federstrich Millionen Menschen abschreiben kann, die Frieden, Freiheit und eine normale Zukunft für ihr Land wollen", schreibt Jabloko-Chef Nikolai Rybakow bei Telegram an die russische Behörde.

+++ 04:22 Militärverwaltung: Opferzahl steigt in Saporischschja +++

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem seien in der Stadt im Südosten des Landes 20 Menschen verletzt worden, teilt der Chef der Militärverwaltung in der Region, Iwan Federow, in der Nacht bei Telegram mit. "Leider hört die Zahl der Opfer nach der feindlichen Attacke nicht auf zu steigen."

+++ 02:34 Nächtlicher Angriff auf Saporischschja +++

Bei russischen Angriffen auf die südostukrainische Stadt Saporischschja werden in der Nacht zwei Menschen verletzt. Wie der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, mitteilt, wird die Stadt mit Raketen und Bomben attackiert. Durch den Beschuss werden zudem mehrere Gebäude beschädigt. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff liegt bisher nicht vor.

+++ 01:19 Russland greift Kiew in der Nacht mit Raketen an +++

Bei einem russischen Angriff auf Kiew ist in der Nacht mindestens eine Person verletzt worden. Nach Angaben der Militärverwaltung steht in der ukrainischen Hauptstadt unter anderem ein Lagerhaus in einem zentralen Bezirk in Flammen.

+++ 00:26 Angriff auf russische Raffinerie treibt Diesel-Preis weltweit +++

Die Dieselpreise in Europa und den USA sind am Montag nach Angriffen auf Raffinerien in Russland stark gestiegen. Die europäischen Raffineriemargen für Diesel legten um fast zehn Prozent zu. Der Terminkontrakt für ultraschwefelarmen US-Diesel kletterte um 7,4 Prozent auf 4,19 Dollar pro Gallone. Dies war der größte Anstieg seit dem 13. Juli. Zuvor war eine ukrainische Attacke auf eine Raffinerie in der russischen Region Tatarstan bestätigt worden. 

+++ 22:02 Leipziger Flughafen: Angebote für Besucher nach Drohnenvorfall ausgesetzt +++

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle gibt es dort keine Besucherführungen mehr. Zudem wurde die Besucherterrasse gesperrt. Beides teilt der Airport auf seiner Internetseite mit. "Liebe Gäste, vor dem Hintergrund des aktuellen Vorfalls am Flughafen Leipzig/Halle und der weiterhin laufenden Untersuchungen haben wir uns entschieden, Besucherführungen vorsorglich vorübergehend auszusetzen. Wir bedauern sehr, dass gebuchte Touren daher derzeit nicht wie geplant stattfinden können", heißt es. Sobald Führungen wieder möglich seien, wolle der Flughafen darüber informieren. In der vergangenen Woche hatte "Bild" berichtet, dass es unter anderem noch Nachttouren in den Sicherheitsbereich des Flughafens gebe.

+++ 21:32 Ex-BND-Chef Kahl erneut als Zeuge im Spionage-Prozess +++

Im Prozess wegen des Verdachts der Russland-Spionage gegen einen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) ist nach mehr als zweieinhalb Jahren noch immer kein Ende absehbar. Am 168. Verhandlungstag wurde erneut der frühere BND-Präsident Bruno Kahl als Zeuge vernommen. Der 64-Jährige ist inzwischen in Rom deutscher Botschafter im Vatikan. Vor mehr als zwei Jahren war er das erste Mal vor dem Berliner Kammergericht als Zeuge gehört worden. Im Zentrum stand damals die Frage, welchen Schaden die mutmaßliche Russland-Spionage angerichtet hat. Kahl sprach damals von einer "Katastrophe". Bei der aktuellen Befragung ging es in der zunächst öffentlichen Vernehmung vor allem darum, wann der frühere Geheimdienstchef von dem Verdacht erfuhr, dass Informationen weitergegeben sein könnten. Was dann veranlasst wurde, um zu klären, wer dahintersteckt - und wie der BND-Mitarbeiter ins Visier geriet.

+++ 20:57 Nawalnaja: Im Kreml haben sie Angst vor der Wahl +++

Die russische Oppositionspolitikerin Julia Nawalnaja hat den Ausschluss der liberalen Partei Jabloko von der Parlamentswahl im September als ein Zeichen von Angst im Kreml vor den Kriegsgegnern bezeichnet. Der Kreml habe erkannt, dass die Menschen in Russland angefangen hätten, sich zusammenzuschließen, sagt die Witwe des im Straflager zu Tode gequälten russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny, der zu den schärfsten Kritikern von Kremlchef Wladimir Putin gehörte.

Es gehe nicht so sehr nur um die Partei Jabloko, die einen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen fordert in dem russischen Angriffskrieg, sagt Nawalnaja in ihrem Exil im Ausland. "Es geht darum, dass Millionen von Russen die Möglichkeit bekommen, das zu sagen, was sie wirklich über Putin und den Krieg denken", sagt sie bei X mit Blick auf die Dumawahl in gut einem Monat.

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