Politik

Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 18:26 Kallas: "Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen" +++

09.03.2026, 00:01 Uhr

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärt sie in Brüssel. Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei - mit schwerwiegenden humanitären Folgen. "Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren", fügt Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. "Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen", fordert Kallas.

+++ 18:05 US-Streitkräfte versenken Irans Elite-Korvette +++

Vor der iranischen Küste geht ein Kriegsschiff der Shahid-Soleimani-Klasse durch einen Angriff der USA in Flammen auf. Videos zeigen Explosionen an Bord. Die schnellen Korvetten gelten als modernste Schiffe der Revolutionsgarden.

+++ 17:44 Libanon schlägt vier Punkte für direkte Verhandlungen mit Israel vor +++

Libanons Präsident Joseph Aoun schlägt angesichts der zugespitzten Lage zwischen seinem Land und Israel direkte Verhandlungen mit dem Nachbarland vor. Aoun habe in einer Videokonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa eine entsprechende Initiative vorgestellt, heißt es in einer Regierungsmitteilung. Sie basiere auf vier Punkten: ein vollständiger Waffenstillstand, eine sofortige Bereitstellung logistischer Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte, eine vollständige Entwaffnung der Hisbollah und direkte Verhandlungen zwischen Libanon und Israel unter internationaler Schirmherrschaft.

+++ 17:20 Merz: "Je schneller Mullah-Regime aufhört, desto schneller ist Krieg beendet" +++

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die Verantwortung für ein Ende des Iran-Krieges bei der Führung in Teheran. "Je schneller das Mullah-Regime aufhört, desto schneller ist dieser Krieg beendet", sagte er in Berlin. "Es liegt allein bei diesem Regime und den sogenannten Revolutionsgarden, die Kampfhandlungen einzustellen." Solange das nicht der Fall sei, gehe er davon aus, dass Israel und Amerika "ihre Verteidigung" gegen den Iran fortsetzten, denn dessen Bedrohung reiche weit über das Land und die Region hinaus. Merz sagte, er habe über das Wochenende mit Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen. "Allerdings ist im Augenblick nicht absehbar, wann das Mullah-Regime bereit ist, die Kampfhandlungen gegen die Nachbarschaft einzustellen." Die Bedrohung Israels und der Golfstaaten halte an und werde täglich durch Angriffe auf zivile Gebäude und Militäreinrichtungen gezeigt. 

+++ 16:49 Suezmax-Tanker mit saudischem Öl passiert Straße von Hormus +++

Ein von einer griechischen Reederei betriebener Öltanker hat Daten von Schifffahrtsdienstleistern zufolge die Straße von Hormus passiert. Das Schiff "Shenlong" habe saudisches Rohöl geladen und sei auf dem Weg nach Indien, geht aus einer Analyse der Plattformen Kpler und Lloyd's List Intelligence hervor. Der Suezmax-Tanker mit einer Kapazität von einer Million Barrel habe das Öl im saudischen Hafen Ras Tanura aufgenommen. Die iranischen Revolutionsgarden haben Schiffe vor der Durchfahrt gewarnt. Sie drohen mit Angriffen. Die Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist für den Ölhandel besonders wichtig.

+++ 16:28 G7-Finanzminister bereit für Freigabe der strategischen Ölreserven +++

Die Finanzminister der G7-Staaten haben sich zur Freigabe von Öl-Reserven bereiterklärt. "Wir sind bereit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Unterstützung der globalen Energieversorgung, beispielsweise durch die Freigabe von Vorräten", erklären sie in einer Stellungnahme im Anschluss an eine von Frankreich veranstaltete Videokonferenz.

+++ 16:05 Insider: Trumps Gaza-Plan liegt auf Eis +++

Die Verhandlungen über den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs liegen Insidern zufolge auf Eis. Grund sei der gemeinsame Angriff der USA und Israels auf den Iran und der dadurch ausgelöste breitere Nahost-Krieg, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Unterredungen ruhten seit vergangener Woche. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob die Hamas im Gegenzug für eine Amnestie die Waffen niederlegt. Ein Hamas-Vertreter bestätigt, dass die Gespräche eingefroren sind. Ein Vertreter der US-Regierung erklärt dagegen, die Arbeit an dem Plan gehe weiter, auch wenn die Reisenmöglichkeiten in der Region beeinträchtigt seien.

+++ 15:51 EU startet Hilfsflüge für Libanesen - Notvorräte für 130.000 Menschen +++

Die EU organisiert Hilfsflüge für die unter dem neuen Nahost-Krieg leidende Zivilbevölkerung im Libanon. Nach den Plänen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen für rund 130.000 Menschen Notfallvorräte mobilisiert werden, wie die EU mitteilte. Ein erster Flug sei für diesen Dienstag geplant. Von der Leyen kündigte die EU-Hilfe in einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus Ländern des Nahen Ostens zum Krieg im Iran an. Die EU teilt mit, Costa und von der Leyen hätten in der Runde ihre tiefe Besorgnis über die Auswirkungen der regionalen Krise auf den Libanon und die schwerwiegenden Folgen für die Zivilbevölkerung geäußert. Dazu gehörten auch die großflächigen Vertreibungen.

+++ 15:29 Libanesisches Parlament verlängert Amtszeit und verschiebt Wahl +++

Das libanesische Parlament hat seine Amtszeit um zwei Jahre verlängert und damit die für Mai geplanten Parlamentswahlen verschoben. Nach Angaben des Parlamentspräsidenten und Hisbollah-Verbündeten Nabih Berri stimmten 76 der 128 Abgeordneten für die Verlängerung der vierjährigen Legislaturperiode um zwei weitere Jahre. "Das Parlament hat die Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre beschlossen", heißt es in einer Erklärung aus seinem Büro. Auch Mitglieder des 13-köpfigen Parlamentsblocks der proiranischen Hisbollah stimmten für eine Verlängerung der Amtszeit, heißt es in lokalen Medien. Die Entscheidung des Parlaments folgte auf eine erneute Eskalation im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

+++ 15:09 "Putin sieht, dass die USA seine Unterstützer angreifen" +++

Die USA greifen den Iran an - und bieten dafür in den Tagen nach Kriegsbeginn etliche Erklärungen. Der Ausgang des Konflikts könnte für Europa gewichtige Folgen haben, wie Daniela Schwarzer betont. Die Expertin für internationale Politik erklärt auch, wie die Situation mit dem Ukraine-Krieg zusammenhängt.

+++ 14:48 Katar und Emirate fangen iranische Raketen und Drohnen ab +++

Die iranischen Angriffe in den Golfstaaten gehen weiter. Katars Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Anschließend heißt es, die Bedrohung sei vorbei und die Sicherheitslage wieder normal. In Katar befindet sich unter anderem die wichtige US-Militärbasis al-Udaid. Die Vereinigten Arabischen Emirate teilen mit, ihre Luftabwehr habe zwölf weitere Raketen abgefangen, drei seien zudem im Wasser niedergegangen. Außerdem seien von insgesamt 18 Drohnen alle bis auf eine abgefangen worden. Damit gab es im Land nach offiziellen Angaben bisher Angriffe mit etwa 250 Raketen und 1400 Raketen.

+++ 14:34 Frankreich schickt zwei Kriegsschiffe ins Rote Meer +++

Frankreich beteiligt sich mit zwei Fregatten an dem geplanten EU-Marineeinsatz "Aspides" im Roten Meer. Das kündigt der französische Präsident Emmanuel Macron auf Zypern an. Dort beriet er mit seinem zyprischen Amtskollegen Nikos Christodoulides und dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis. "Wir sind dabei, eine rein defensive Eskortmission aufzubauen, die gemeinsam mit europäischen und außereuropäischen Staaten vorbereitet werden muss", sagt Macron. Mitsotakis erklärt, Griechenland werde sich im Zuge des Iran-Konflikts um Unterstützung von anderen europäischen Staaten bemühen, um "Aspides" zu stärken.

+++ 14:15 Emirate machen Jagd auf iranische Drohnen öffentlich +++

Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat Videoaufnahmen der eigenen Luftverteidigung veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie die Streitkräfte des Landes iranische Shahed-Drohnen aufspüren und sie mit Bordkanonen abschießen.

+++ 13:52 TUI bringt weitere 600 Pauschalreisende nach Europa zurück +++

Der Reisekonzern TUI bringt wegen des Iran-Kriegs weitere rund 600 Pauschalreisende zurück nach Europa. Wie TUI mitteilt, flogen am Sonntag rund 300 Urlauber von den Malediven mit der konzerneigenen TUI Airline nach Manchester in Großbritannien. Darunter seien auch deutsche Reisende gewesen. Sie hatten aufgrund ausgefallener Umsteigeverbindungen am Golf ihre Rückreise nicht antreten können und seien nun mit Direktflügen zurückgebracht worden. Weitere 300 Urlauber flogen demnach in zwei Maschinen der TUI Airline von Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem Zwischenstopp im griechischen Heraklion nach Hannover und nach Manchester. 

+++ 13:31 Teheran: Europa hat Bedingungen für US-israelische Angriffe mitgeschaffen +++

Der Iran wirft europäischen Ländern vor, den Weg für die US-israelischen Angriffe auf die Islamische Republik und den dadruch ausgelösten Krieg bereitet zu haben. "Europäische Länder haben leider geholfen, diese Bedingungen zu schaffen", sagt der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei. Anstatt "auf Rechtsstaatlichkeit" zu bestehen und sich "gegen die Schikane und die Exzesse der Vereinigten Staaten zu stellen", hätten europäische Staaten sich im UN-Sicherheitsrat in der Diskussion über die Wiedereinführung von Sanktionen gegen sein Land auf die Seite der USA gestellt und zugestimmt, sagt Bakaei. "All diese Dinge haben die amerikanischen und zionistischen Parteien ermutigt, weiterhin ihre Verbrechen zu begehen", fügt er unter Verwendung von Teherans Sprachgebrauch für Israel hinzu.

+++ 13:09 Türkei: Aus dem Iran abgefeuerte Rakete über Mittelmeer zerstört +++

Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Raketen wurde der Türkei zufolge über dem östlichen Mittelmeer von Nato-Verteidigungskräften zerstört. Munitionsteile seien in der südöstlichen Provinz Gaziantep niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Türkei würde alle notwendigen Schritte zu ihrer Verteidigung unternehmen.

+++ 12:48 Israel soll weißen Phosphor im Libanon einsetzen +++

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wirft Israel vor, vergangene Woche bei einem Angriff auf ein Wohngebiet im Südlibanon verbotenerweise weißen Phosphor eingesetzt zu haben. Die Organisation habe sieben Aufnahmen verifizieren und geografisch zuordnen können, heißt es in einem Bericht. Ein Mitarbeiter spricht darin von schweren Folgen für Zivilisten. Die Brandeigenschaften von weißem Phosphor könnten zum Tod oder schweren Verletzungen führen, die lebenslanges Leid nach sich ziehen.

+++ 12:17 Libanon zu Verhandlungen über Ende der Angriffe bereit +++

Der libanesische Präsident hat eigenen Angaben zufolge die Vereinten Nationen und die Internationale Gemeinschaft über die Bereitschaft des Landes informiert, Verhandlungen zur Beendigung der israelischen Angriffe wiederaufzunehmen.

+++ 11:54 Neue Videos zeigen apokalyptische Szenen in Teheran +++

In der iranischen Hauptstadt Teheran schlagen Flammen aus Gullydeckeln, ganze Straßenzüge stehen in Brand. Hintergrund sind Angriffe auf die Öl-Infrastruktur des Landes. Indes suchen Anwohner unter Lebensgefahr nach Benzin und Sprit für Autos und Generatoren.

+++ 11:35 Zwei Todesopfer durch iranischen Raketenbeschuss in Israel +++

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel ist nach Angaben von Rettungskräften mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Mann sei auf einer Baustelle im Zentrum des Landes von Raketensplittern getroffen worden und trotz Wiederbelebungsversuchen gestorben, teilt der Rettungsdienst mit. Ein weiterer Mann wurde demnach schwer verletzt.

+++ 11:22 Frankreich fordert "radikalen Kurswechsel" von neuer iranischer Führung +++

Frankreich fordert den neuen obersten iranischen Anführer Modschtaba Chamenei zu einer grundlegenden Politikänderung auf. "Das Regime muss sich zu weitreichenden Zugeständnissen und einem radikalen Kurswechsel bereit erklären", sagt Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender France Inter. Der Iran müsse zudem die "destabilisierenden Aktionen, die für die Region und für uns selbst gefährlich sind", beenden. "Er muss den Iranerinnen und Iranern die Schlüssel zu ihrer Zukunft zurückgeben", betont der Minister einen Tag nach der Ernennung des Sohnes des getöteten Ayatollahs Ali Chamenei zu dessen Nachfolger.

+++ 11:09 Von der Leyen: EU kann alte Weltordnung nicht länger hüten +++

Die Europäische Union muss nach Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Macht entschiedener einsetzen. Die Gemeinschaft könne sich angesichts der Bedrohungen nicht mehr allein auf eine "regelbasierte Ordnung" verlassen, sagt von der Leyen auf einer Konferenz der EU-Botschafter. Es müsse dringend geprüft werden, ob die auf Konsens und Kompromiss ausgerichteten Institutionen und Entscheidungsprozesse der Glaubwürdigkeit der EU als geopolitischer Akteur eher nützen oder schaden.

+++ 10:51 AFP-Reporter: Mehrere Explosionen in Teheran +++

In der iranischen Hauptstadt Teheran ereignen sich am Montag erneut mehrere starke Explosionen. Wie AFP-Reporter weiter berichten, war zunächst unklar, wo sich die Detonationen ereigneten. Sie waren in mehreren Gegenden der Hauptstadt zu hören. Die USA und Israel hatten Ende Februar massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

+++ 10:26 Trump: Entscheidung über Kriegsende fällt in Absprache mit Israel +++

US-Präsident Donald Trump erklärt, er werde jede Entscheidung darüber, wann der Krieg mit dem Iran beendet werden soll, letztendlich in Absprache mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu treffen. "Ich denke, es ist gegenseitig - ein bisschen", sagt Trump der "Times of Israel" in einem Telefoninterview, wie die Zeitung berichtete. "Wir haben darüber gesprochen. Ich werde zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung treffen, aber alles wird berücksichtigt werden", wird Trump zitiert. Auf die Frage, ob Israel die Angriffe auf den Iran fortsetzen könnte, selbst wenn die USA damit aufhören, antwortet Trump: "Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird."

+++ 10:09 Nur kleiner Teil von Deutschlands Rohölimporten aus Nahost +++

Deutschland verringert seine Abhängigkeit von Rohöllieferungen in den vergangenen 20 Jahren deutlich. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 75,7 Millionen Tonnen Rohöl nach Deutschland importiert. Das waren 10,6 Prozent weniger als noch im Jahr 2020 mit 84,7 Millionen Tonnen. Im langfristigen Vergleich ist der Rückgang noch größer, wie die Wiesbadener Statistiker einordnen: 2025 sei gut ein Drittel (33,9 Prozent) weniger Rohöl eingeführt worden als noch 2005. Aus dem Nahen Osten bezog Deutschland im vergangenen Jahr 6,1 Prozent seiner Rohöllieferungen. Wichtigster Lieferant aus der Region war der Irak mit 3,1 Millionen Tonnen. Außerdem kam der Rohstoff aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, aus Saudi-Arabien und Israel. Andere Staaten des Nahen Ostens wie Oman, Katar, Kuwait oder Iran lieferten 2025 kein Rohöl nach Deutschland.

+++ 09:44 China weist Trump-Drohung gegen Chamenei-Nachfolger zurück +++

China weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Nachfolger an der Spitze des Iran zurück. China lehne eine Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder unter jeglichem Vorwand ab, sagt Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Die Sicherheit, Souveränität und territoriale Integrität des Irans müssten respektiert werden. Erneut fordert Peking Verhandlungen und ein sofortiges Ende der Militäroperationen. Trump hatte dem Iran am Wochenende gedroht, dass ein Nachfolger des bei einem israelischen Luftangriff getöteten obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.

+++ 09:20 Offenbar Sprechchöre gegen neuen obersten Anführer im Iran +++

In der iranischen Hauptstadt Teheran sind kurz nach der Ernennung des neuen obersten Anführers Modschtaba Chamenei offenbar gegen ihn gerichtete Sprechchöre zu hören gewesen. Das geht aus einem kurzen Video hervor, das am Sonntag in den sozialen Medien veröffentlicht wurde. In der Filmaufnahme, die nachts aus dem Fenster eines Gebäudes gefilmt wurde, sind weibliche Stimmen zu hören, die auf Persisch "Modschtaba soll sterben" rufen. Im Hintergrund sind religiöse Gesänge zu hören. Die Nachrichtenagentur AFP konnte vorerst nicht feststellen, wo die Aufnahme gemacht wurde oder ob ähnliche Sprechchöre auch andernorts zu hören waren.

+++ 09:02 Israel: Iran setzt bei Angriff erneut Streumunition ein +++

Der Iran setzt bei seinen Raketenangriffen auf Israel nach Angaben der israelischen Armee erneut Streumunition ein. Welches Gebiet in dem Land genau betroffen gewesen ist, sagt der Armeesprecher jedoch nicht. Teheran hatte in diesem Krieg sowie im Krieg im vergangenen Jahr bereits Gefechtsköpfe mit Streumunition verwendet. Zuletzt hatte es den Einsatz selbst bestätigt.  Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist. 

+++ 08:45 Nach Angriffen auf Öldepots: Benzin in Teheran rationiert +++

Nach den israelischen Angriffen auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran rationieren Tankstellen den Verkauf von Benzin stark. Autofahrerinnen und Autofahrer können aktuell pro Tankvorgang nur noch zehn Liter Sprit kaufen, wie Bewohner der Millionenmetropole berichten. An den Tankstellen bilden sich kilometerlange Autoschlangen mit stundenlangen Wartezeiten.  Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Dichter, schwarzer, toxischer Rauch verdunkelt seitdem den Himmel. Auf viele Dächer der Metropole regnete Öl herab.

+++ 08:33 Israel greift Raketen-Infrastruktur des Iran an +++

Das israelische Militär greift beim ersten Angriff auf den Iran nach Ernennung von Modschtaba Chamenei als oberster Anführer nach eigenen Angaben mehrere Ziele im Zentrum des Landes an. Bei den Angriffen der Luftwaffe seien "eine Raketenproduktionsstätte und mehrere Abschussstandorte für ballistische Langstreckenraketen" getroffen worden, heißt es in einer Mitteilung des Militärs. Des Weiteren seien das Hauptquartier der "Inneren Sicherheit" in Isfahan, eine Polizeieinrichtung und andere Einrichtungen getroffen worden, die von den Revolutionsgarden und der paramilitärischen Basidsch-Miliz genutzt würden, teilt das israelische Militär weiter mit. Diese seien ein zentraler Bestandteil "der Unterdrückung der iranischen Bevölkerung".

+++ 08:12 Richter: Mullah-Regime "ist im Besatzungsmodus" +++

"Mit aller Gewalt" klammert sich das Mullah-Regime an seine Macht, wie ntv-Korrespondent Stephan Richter berichtet. Während der Sohn Ali Chamaneis zu seinem Nachfolger ernannt wird, greift der Iran weiter die Länder des Nahen Ostens an - auch den Irak und Bahrain.

+++ 07:46 Türkei verlegt sechs F-16 Kampfjets nach Nordzypern +++

Die Türkei plant dem TV-Sender NTV zufolge die Verlegung von sechs F-16-Kampfflugzeuge nach Nordzypern. Sie sollten die Verteidigung der dortigen türkischen Gemeinschaft sicherstellen, berichtet der Sender unter Berufung auf einen Vertreter der Zivilluftfahrtbehörde der Türkischen Republik Nordzypern. Am Samstag hatte ein Insider aus dem türkischen Verteidigungsministerium bereits gesagt, dass die Türkei die Verlegung der Jets erwäge.

+++ 07:27 Insider: Drohnenangriff auf US-Stützpunkt in Kurdenregion +++

+Ein Drohnenangriff gilt Sicherheitskreisen zufolge der US-Militärbasis nahe dem Flughafen von Erbil in der irakischen Kurdenregion.

+++ 07:07 G7 berät über Freigabe von Öl-Notreserven +++

Die G7-Finanzminister beraten einem Medienbericht zufolge über die Freigabe von Öl aus Notreserven. Drei G7-Länder - darunter die USA - hätten bisher ihre Unterstützung dafür bekundet, berichtet die "Financial Times". Die Internationale Energieagentur (IEA) solle die Aktion koordinieren. Die Minister und IEA-Chef Fatih Birol würden sich noch am Montag in einer Telefonkonferenz über die Auswirkungen des Iran-Krieges beraten. Die IEA und die G7-Präsidentschaft reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

+++ 06:42 US-Tomahawk-Rakete traf Marinestützpunkt neben iranischer Schule +++

Ein Video untermauert die Vermutung, dass eine amerikanische Rakete wahrscheinlich eine iranische Grundschule getroffen hat, wobei 175 Menschen, darunter viele Kinder, ums Leben gekommen sein sollen. Das Video, das von der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr hochgeladen und von der "New York Times" überprüft wurde, zeigt eine Tomahawk-Marschflugrakete, die am 28. Februar einen Marinestützpunkt neben der Schule in der Stadt Minab trifft. Das US-Militär ist die einzige an dem Konflikt beteiligte Streitkraft, die Tomahawk-Raketen einsetzt. Eine Reihe von Beweisen, die von der "NYT" zusammengetragen wurden – darunter Satellitenbilder, Beiträge in sozialen Medien und andere verifizierte Videos – deuten darauf hin, dass das Gebäude der Shajarah-Tayyebeh-Grundschule durch einen Präzisionsschlag, der zur gleichen Zeit wie die Angriffe auf den Marinestützpunkt erfolgte, schwer beschädigt wurde. Der Stützpunkt wird von den Islamischen Revolutionsgarden betrieben.

+++ 06:24 Katar fängt Raketenangriff ab +++

Die Streitkräfte von Katar fangen einen Raketenangriff ab. Dies teilt das Verteidigungsministerium des Landes mit.

+++ 06:02 Rauch über Ölraffinerie in Bahrain nach Angriff +++

Nach einem iranischen Drohnenangriff steigt einem Augenzeugen zufolge dicker Rauch über der Ölraffinerie Bapco in Bahrain auf. Die Regierung hatte zuvor von Verletzten und Schäden in der Gegend von Sitra berichtet.

+++ 05:40 USA ordnen Ausreise von Diplomaten aus Saudi-Arabien an +++

Die USA ordnen wegen Sicherheitsrisiken die Ausreise von entbehrlichen Diplomaten und deren Familien aus Saudi-Arabien an. Bereits am Dienstag hatte die US-Botschaft in Riad die freiwillige Ausreise nahegelegt. Am selben Tag war die Vertretung von iranischen Drohnen getroffen worden, wobei ein Brand ausbrach und Sachschaden entstand.

+++ 05:15 Iran: Atomanlage in Isfahan beschädigt +++

Eine Nuklearanlage in Isfahan ist iranischen Angaben zufolge bei israelisch-amerikanischen Angriffen beschädigt worden. Es sei jedoch keine radioaktive Strahlung ausgetreten, meldet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Zentrum für nukleare Sicherheit.

+++ 04:54 Israel greift erneut im Iran und im Libanon an +++

Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon fort. Die Luftwaffe habe eine neue Welle an Attacken gegen Infrastruktur der iranischen Führung im Zentrum des Landes begonnen, teilte die Armee in der Nacht mit. Zudem sei erneut Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen worden. Derweil gab die Armee Entwarnung für die eigene Bevölkerung, nachdem der Iran zuvor erneut Raketen auf Israel gefeuert hatte.

+++ 04:05 Mehr als 30 Verletzte bei iranischem Drohnenangriff auf Insel Sitra in Bahrain +++

Bei einem iranischen Angriff auf die Insel Sitra in Bahrain sind nach bahrainischen Regierungsangaben mindestens 32 Menschen verletzt worden. Mindestens vier Menschen seien bei dem Drohnenangriff am frühen Montagmorgen schwer verletzt worden, unter diesen Schwerverletzten seien auch Kinder, teilt das Innenministerium laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur mit. Alle Verletzten seien Bürger des Königreichs. In Sitra seien zudem mehrere Häuser in Sitra bei einem Angriff beschädigt worden. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten zwei laute Explosionen auf der Insel.

+++ 03:24 Nach Machtübernahme von Chameneis Sohn: Iran greift Israel mit Raketen an +++

Kurz nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran hat Teheran Israel laut Staatsmedien mit Raketen angegriffen. "Iran hat unter (...) Modschtaba Chamenei die erste Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert", berichtet der staatliche Sender Irib auf seinem Kanal im Onlinedienst Telegram. Der Sender veröffentlicht zudem ein Foto eines Projektils, das die Aufschrift "Auf Ihren Befehl Sayyid Modschtaba" trägt. Sayyid ist ein Ehrentitel im schiitischen Islam. In weiten Teilen von Zentral- und Nordisrael ertönt Raketenalarm, darunter auch die Städte Tel Aviv und Haifa.

+++ 02:29 Huthis feiern neuen obersten Anführer im Iran +++

Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters als obersten Anführer des Iran begrüßt. "Wir gratulieren der Islamischen Republik Iran, ihren Anführern und ihrem Volk, zur Wahl von (...) Modschtaba Chamenei als obersten Anführer der Islamischen Revolution in dieser wichtigen und entscheidenden Phase", erklärt die vom Iran finanzierte jemenitische Miliz im Onlinedienst Telegram. Dass Chamenei die Nachfolge seines bei US-israelischen Angriffen getöteten Vaters Ayatollah Ali Chamenei angetreten habe, sei ein "neuer Sieg für die Islamische Revolution und ein vernichtender Schlag gegen die Feinde der Islamischen Republik und die Feinde der Nation", erklären die Huthis weiter.

+++ 01:31 Trump: Teures Öl ist "kleiner Preis" angesichts der Bedrohung durch Irans Atomprogramm +++

Der infolge des Iran-Kriegs stark gestiegene Ölpreis ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nur ein kleines notwendiges Opfer angesichts der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm. "Kurzfristige Ölpreise, die schnell wieder sinken werden, wenn die Zerstörung des iranischen Atomprogramms beendet ist, sind ein sehr kleiner Preis, der für Sicherheit und Frieden in den USA und auf der Welt zu zahlen ist", schreibt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Nur Narren würden anders denken", fügt er hinzu.

+++ 00:48 Ölpreis steigt um weitere 20 Prozent auf rund 111 Dollar +++

Der Ölpreis steigt angesichts des nicht absehbaren Endes des Iran-Kriegs weiter kräftig an. US-Öl kostete am späten Abend rund 20 Prozent mehr als am Freitag und wurde mit 111,24 Dollar pro Fass (159 Liter) gehandelt. Die Sorte Brent verteuerte sich in ähnlichem Umfang bis auf 111,14 Dollar. Vor dem Beginn des Krieges vor rund einer Woche hatte Brent noch rund 73 Dollar gekostet - damit ist der Preis seitdem um mehr als 50 Prozent gestiegen.

+++ 00:29 Katar fordert Deeskalation im Iran-Konflikt +++

Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman al-Thani ruft alle Seiten im Iran-Konflikt zur Deeskalation auf. "Wir werden weiter mit den Iranern sprechen und auf eine Deeskalation hinwirken", sagt der Ministerpräsident in einem Interview des Senders Sky News. Der Iran müsse zunächst alle Angriffe auf die Golfstaaten und andere Länder einstellen, die nicht an diesem Krieg beteiligt seien. Die USA und Israel hatten vergangene Woche koordinierte Angriffe auf den Iran begonnen, woraufhin Teheran Raketen auf Israel und Ziele am Golf abfeuerte.

+++ 23:53 US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab +++

Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. "Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab", sagt Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen gesorgt, nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen gewaltigen Feuerball. Israels Armeesprecher Effie Defrin betont, Israel habe in der Nacht zu Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt worden seien. "Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die gesamte Bevölkerung am Laufen hält", sagt er. Israel kämpfe nicht gegen das "großartige iranische Volk", sondern nur gegen das "Terrorregime", erklärt Defrin.

+++ 23:21 Macron telefoniert mit Trump und iranischem Präsidenten +++

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat der französische Staatschef Emmanuel Macron Telefonate mit US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian geführt. In dem Gespräch mit Peseschkian habe er ein sofortiges Ende der iranischen Angriffe auf Länder in der Golfregion verlangt, schreibt Macron im Onlinedienst X. Der französische Präsident ist der erste westliche Staatenlenker, der seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mit Peseschkian telefoniert hat. Er habe auch darauf gepocht, dass Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigibt, fügt Macron hinzu. Zu seinem Telefonat mit Trump machte er keine näheren Angaben.

+++ 22:37 US-Militär warnt Zivilisten im Iran +++

Das US-Zentralkommando (Centcom) fordert die Zivilbevölkerung im Iran auf, in ihren Häusern zu bleiben, da iranische Streitkräfte angeblich dicht besiedelte Gebiete nutzen, um Drohnen und Raketen abzufeuern. "Diese gefährliche Entscheidung gefährdet das Leben aller Zivilisten im Iran, da Orte, die für militärische Zwecke genutzt werden, ihren Schutzstatus verlieren und nach internationalem Recht zu legitimen militärischen Zielen werden könnten", heißt es in einer Erklärung. Admiral Brad Cooper fügt hinzu: "Das terroristische Regime des Iran missachtet in eklatanter Weise das Leben von Zivilisten, indem es Partnerstaaten am Golf angreift und gleichzeitig die Sicherheit der eigenen Bevölkerung gefährdet." Ähnliche Vorwürfe gab es seitens der USA und Israels auch gegen die Hamas im Gazastreifen.

+++ 22:17 Iran hat einen neuen Führer - Expertenrat wählt Chamenei-Sohn Modschtaba +++

Modschtaba Chamenei, der Sohn des getöteten Ayatollah Ali Chamenei, ist laut staatlichen Medienberichten zum neuen Führer des Iran ernannt worden. Die Entscheidung für Modschtaba wurde am Abend im staatlichen Fernsehen bekannt gegeben. Das iranische Volk wurde zur Einheit und zur Treue gegenüber dem neuen geistlichen Führer aufgerufen. Schon Stunden vorher hatte sich die Entwicklung abgezeichnet. Hosseinali Eshkevari, ein Mitglied des Geistlichen Rates, der mit der Wahl beauftragt war, hatte in einem in iranischen Medien veröffentlichten Video gesagt, die Wahl sei abgeschlossen. "Der Name Chamenei wird weiterbestehen", hatte er hinzugefügt, ohne aber Modschtaba beim Namen zu nennen. Dieser war zuvor bereits als wahrscheinlichster Nachfolger bezeichnet worden.

+++ 22:15 In Hotel getötet - Israel: Drei Männer waren Kommandeure von iranischer Eliteeinheit +++

Laut israelischer Armee sind drei der fünf in einem Hotel in Beirut getöteten Männer Kommandeure der Eliteeinheit Quds Force der iranischen Revolutionsgarde gewesen. Zuvor hatte das libanesische Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass ein israelischer Luftangriff das Stadtzentrum von Beirut und "ein Hotelzimmer" in Raouche, einem beliebten Touristenziel, getroffen habe. Zunächst wurde von vier Toten und zehn Verletzten berichtet, so das Ministerium. Nun hat das israelische Militär die Namen der fünf bei dem Angriff getöteten Personen veröffentlicht, darunter dreier Quds-Kommandeure und zweier Vertreter der Hisbollah. 

+++ 21:56 Parlamentspräsident stellt klar: Der Iran wird nicht kapitulieren +++

US-Präsident Donald Trump habe einen "großen Fehler" begangen, als er davon ausging, dass der Iran nach wenigen Kriegstagen kapitulieren würde, erklärt der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf. "Ohne Zweifel werden unsere Nation und unser Volk nicht kapitulieren", zitiert die staatliche Nachrichtenagentur IRNA ihn. "Sie werden kämpfen, sich wehren und nicht aufgeben." Der Sprecher warnt, dass der Iran "Gegenmaßnahmen" gegen jedes Land am Golf ergreifen werde, das den Vereinigten Staaten erlaubt, seine Stützpunkte für Angriffe auf Teheran zu nutzen. Er wiederholt auch die Äußerungen des Sprechers der Islamischen Revolutionsgarde, der zuvor gewarnt hatte: "Wenn der Krieg gegen die Infrastruktur weitergeht, werden wir ohne zu zögern zurückschlagen."

+++ 21:31 Video widerlegt Trump: USA haben sehr wahrscheinlich iranische Mädchenschule getroffen +++

Neue Videoaufnahmen zeigen, dass eine US-amerikanische Tomahawk-Rakete für den Angriff auf eine Einrichtung der Revolutionsgarden am 28. Februar verantwortlich ist, die sich neben der getroffenen Mädchenschule befand. Die von Mehr News veröffentlichten und von Bellingcat geolokalisierten Aufnahmen zeigen Rauch, der bereits aus in der Nähe befindlichen Mädchenschule aufsteigt. Dort wurden iranischen Berichten zufolge 165 Menschen, darunter viele Kinder, getötet. Die Bilder widersprechen Behauptungen des US-Präsidenten, der erklärte, dass eine iranische Rakete die Mädchenschule getroffen habe. Die Bilder der Tomahawk-Rakete belegen nun, dass es die USA waren, die zu dieser Zeit den Ort beschossen haben. 

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