Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:36 Explosionen erschüttern Öl-Hafen in den Emiraten +++
Dichter Rauch über Fudschaira: In dem Industriegebiet sollen iranische Drohnen eingeschlagen sein. Gleichzeitig spitzt sich die Lage in der Straße von Hormus zu: festgesetzte Schiffe, erschöpfte Crews und neue Angriffe. Ein Kapitän berichtet, was die dauerhafte Bedrohung mit seiner Mannschaft macht.
+++ 18:06 "Zwischen Leben und Tod" - Sorge um iranische Nobelpreisträgerin steigt +++
Die im Iran inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi schwebt nach Angaben ihrer Anwältin zwischen Leben und Tod. "Wir hatten nie so viel Angst um ihr Leben wie jetzt, sie kann jeden Moment sterben", sagt ihre Anwältin Chirinne Ardakani in Paris. Die 54-jährige Aktivistin war am Freitag aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus in Sandschan im Nordwesten des Landes gebracht worden. Das Nobelpreis-Komitee in Oslo hatte vergeblich gefordert, Mohammadi "umgehend in die Obhut ihres eigenen Ärzteteams in Teheran zu überstellen". Mohammadis Familie ist besorgt, dass sie zu spät ins Krankenhaus gebracht wurde. Sie habe zuvor zwei Mal das Bewusstsein verloren und ernste Herzprobleme, hatte die Familie erklärt. Mohammadi war in den vergangenen 25 Jahren wegen ihres Einsatzes gegen den Kopftuchzwang und die Todesstrafe im Iran wiederholt vor Gericht gestellt und inhaftiert worden. Sie hat einen Großteil der vergangenen zehn Jahre im Gefängnis verbracht, ihre beiden in Paris lebenden, erwachsenen Kinder hat sie seit 2015 nicht mehr gesehen.
+++ 17:32 Energiekommissar: EU-Staaten haben wegen Iran-Krieg 30 Milliarden Euro extra ausgegeben +++
Die Welt ist nach Einschätzung des Energiekommissars der Europäischen Union, Dan Jørgensen, mit der "wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten" konfrontiert. "Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben - ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten", sagt er in Brüssel. Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases wird normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Teheran den Schiffsverkehr durch diese Engstelle durch Drohungen und Angriffe praktisch zum Erliegen gebracht, während Washington eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt hat, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Zudem wurden in den vergangenen Monaten Energieproduktionsanlagen in mehreren Golfstaaten durch iranische Angriffe beschädigt.
+++ 17:00 Vereinigte Arabische Emirate melden iranische Angriffe mit Raketen und Drohnen +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wehren laut einer Mitteilung auf X Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran ab. "Das Verteidigungsministerium bestätigt, dass die Geräusche, die in verschiedenen Teilen des Landes zu hören sind, darauf zurückzuführen sind, dass die Flugabwehrsysteme der VAE Raketen und Drohnen abfangen", heißt es.
+++ 16:29 S&P: Energiekrise geht auch nach Öffnung der Straße von Hormus noch monatelang weiter +++
Nach Einschätzung der Preisagentur S&P Global wird sich die Energiekrise auch nach einer Öffnung der Straße von Hormus länger hinziehen. Es werde mindestens sieben Monate dauern, bis die Produktion im vorgelagerten Bereich wieder vollständig hergestellt sei, heißt es bei CNN unter Berufung auf einen Bericht. "Je länger die Meerenge gesperrt bleibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich die Versorgungskrise bis Ende 2026 und bis ins Jahr 2027 hinzieht", wird S&P zitiert. Die Schätzung sei dabei noch optimistisch und setze voraus, dass es keine dauerhaften Schäden an der Energieinfrastruktur gibt.
+++ 15:52 US-Generalstabschef: Mehr als zehn iranische Angriffe seit Waffenruhe +++
Der Iran hat nach Angaben des US-Generalstabschefs Dan Caine seit Beginn der Waffenruhe mehr als zehnmal US-Streitkräfte angegriffen. Seit der Anfang April verkündeten Feuerpause habe der Iran zudem neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt, führt Caine bei einer Pressekonferenz aus. Er spricht von Vorfällen, die alle "derzeit noch unterhalb der Schwelle für die Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen liegen".
+++ 15:02 USA drohen bei weiteren Angriffen auf Handelsschiffe mit "vernichtender Feuerkraft" +++
Die USA drohen dem Iran bei weiteren Angriffen in der Straße von Hormus mit einer massiven Antwort. Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt in Washington, die USA suchten nicht den Konflikt. Wenn der Iran aber US-Streitkräfte oder weitere Handelsschiffe angreife, werde er "mit der überwältigenden und vernichtenden Feuerkraft der USA konfrontiert". Präsident Donald Trump halte sich die Option offen, "den Beginn größerer Kampfhandlungen bei Bedarf erneut anzuordnen".
+++ 14:23 Trotz Angriffen: Waffenruhe laut Hegseth nicht vorbei +++
Laut US-Angaben hat der Iran gestern Marschflugkörper und Drohnen auf US-Schiffe abgefeuert. Heute sei es aber ruhiger. Das Unternehmen "Projekt Freiheit" sei unabhängig von der "Operation Epic Fury", erklärt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Das Ziel sei, Schiffe vor iranischen Angriffen zu schützen. Die internationalen Gewässer gehörten allen Nationen, so Hegseth. Die Waffenruhe sei nicht vorbei. Man beobachte die Situation aber sehr genau.
+++ 13:55 Iranischer Nachbarstaat will enger mit EU zusammenarbeiten +++
Die EU und die Ex-Sowjetrepublik Armenien wollen künftig enger zusammenarbeiten. Im Fokus sollen dabei vor allem Sicherheit und Verteidigung sowie Projekte in den Bereichen Energie, Verkehr und Digitales stehen, wie es nach einem Gipfeltreffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und Premierminister Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan heißt. Die Südkaukasusrepublik Armenien grenzt an die Türkei, Georgien, den Iran sowie Aserbaidschan und strebt seit einiger Zeit in Richtung EU. Früher war sie enger Bündnispartner Moskaus. Die EU ist ein wichtiger Partner Armeniens, etwa für Handel und Investitionen, schon seit 2021 ist ein Partnerschaftsabkommen in Kraft. Die EU hat ein geostrategisches Interesse, Länder wie Armenien an sich zu binden.
+++ 13:00 Weiterer Anschlag in London: Starmer warnt Iran +++
Premierminister Keir Starmer warnt den Iran nach vermehrt antisemitischen Angriffen in Großbritannien davor, Hass und Gewalt zu sähen. Eine der Ermittlungsrichtungen sei, herauszufinden, ob ein ausländischer Staat hinter einigen dieser Angriffe stecke, sagt Starmer der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Botschaft laute an den Iran oder "jedes andere Land, das versuchen könnte, Gewalt, Hass oder Spaltung in der Gesellschaft zu schüren", dass das nicht toleriert werde. In den vergangenen Wochen und Monaten war es in Großbritannien vermehrt zu Angriffen auf jüdische Einrichtungen gekommen, meist waren es Brandanschläge. Heute wurde die Polizei zu einem Brand an einer früheren Synagoge im Londoner Bezirk Tower Hamlets gerufen. Laut Mitteilung entstand ein geringer Schaden an der Vorderseite des Gebäudes, verletzt wurde niemand.
+++ 12:20 Irans Außenminister reist zum größten Handelspartner des Landes: China +++
Inmitten des andauernden Konflikts mit den USA reist Irans Außenminister Abbas Araghtschi heute nach China. Wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim mitteilt, will Araghtschi mit seinem chinesischen Amtskollegen über Entwicklungen in der Region sprechen. China ist einer der Hauptabnehmer der iranischen Öl- und Gasproduktion. Die Volksrepublik hat auch die gegen iranische Häfen gerichtete US-Seeblockade in der Straße von Hormus kritisiert. Zuletzt war Araghtschi zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in St. Petersburg.
+++ 11:28 Ifo: Ölkonzerne geben Tankrabatt bislang nur teilweise weiter +++
Der seit 1. Mai geltende Tankrabatt der Bundesregierung kommt einer Studie zufolge nicht vollständig an den Zapfsäulen an. Bei Diesel haben die Tankstellen in den ersten drei Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich vier Cent weitergegeben, wie es in der einer veröffentlichten Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts heißt. Beim Superbenzin waren es demnach durchschnittlich zwölf von 17 Cent. "Die geringe Weitergabe beim Diesel könnte damit zusammenhängen, dass Deutschland Diesel importiert", sagt der stellvertretende Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, Florian Neumeier. "Was am Wochenende getankt wurde, unterlag vermutlich noch der vollen Steuer." Das Ifo-Institut äußert zugleich grundsätzliche Kritik an der Maßnahme der Bundesregierung, die damit auf den durch den Iran-Krieg ausgelösten Ölpreisschock reagiert. "Auch wenn die Politik kurzfristig einen günstigeren Benzinpreis an den Zapfsäulen erzielt hat, werden hiermit die falschen Anreize gesetzt", sagt Neumeier.
+++ 10:39 Deutsche Firmen in der Golf-Region spüren Kriegsfolgen stark +++
Deutsche Unternehmen spüren die Folgen des Iran-Krieges vor allem bei ihren Aktivitäten im Nahen Osten. "Die Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung hat sich zerschlagen", sagt der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, unter Verweis auf eine neue Umfrage. "Die Weltwirtschaft steckt im Krisenmodus, das bekommen die Unternehmen unmittelbar zu spüren." Am stärksten betroffen sind deutsche Unternehmen, die in der Golf-Region aktiv sind, beispielsweise in Saudi-Arabien, Kuwait, Israel, Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier sei die Bewertung der aktuellen Geschäftslage regelrecht eingebrochen. Wegen der Abhängigkeit von Energie-Importen aus Nahost hat sich auch die Stimmung deutscher Firmen in Indien oder Sri Lanka deutlich verschlechtert.
+++ 09:53 Iran droht den USA: "Haben noch nicht einmal begonnen" +++
Im Ringen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus droht der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA mit einem weiterem militärischen Vorgehen. Die Armee seines Landes habe mit den Angriffen "noch nicht einmal begonnen", erklärt Ghalibaf bei X. "Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben", heißt es in der Erklärung Ghalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist. Die "bösartige Präsenz" der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügt er hinzu.
+++ 09:14 Reederei meldet erfolgreiches Durchfahren der Straße von Hormus +++
Ein Containerschiff der dänischen Reederei Maersk hat nach Unternehmensangaben die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passiert. Das unter US-Flagge fahrende Handelsschiff "Alliance Fairfax" "verließ am 4. Mai den Persischen Golf über die Straße von Hormus", heißt es in einer Erklärung der Reederei. Demnach wurde das Schiff bei seiner Durchfahrt vom US-Militär geschützt. "Der Transit verlief ohne Zwischenfälle und alle Besatzungsmitglieder sind gesund und munter", teilt Maersk weiter mit. Den Angaben zufolge gehört die "Alliance Fairfax" zur US-Reederei Farrell Lines, einer Maersk-Tochter. Das Schiff habe seit Beginn des Iran-Kriegs "wegen Sicherheitsbedenken" im Persischen Golf festgesessen.
+++ 08:39 US-Geheimdienste: Nukleare Kapazitäten des Iran wohl weitgehend unverändert +++
Laut Einschätzungen der US-Geheimdienste hat sich offenbar die Zeit, die der Iran für den Bau einer Atomwaffe benötigen würde, seit dem vergangenen Sommer nicht verändert. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Im vergangenen Sommer schätzten Analysten, dass ein Angriff der USA und Israels den Zeitplan um bis zu ein Jahr nach hinten verschoben habe. Dies soll sich auch nach zwei Monaten Irankrieg in diesem Frühjahr nicht verändert haben. Um das iranische Atomprogramm erheblich zu behindern, müssten noch die verbliebenen Bestände an hochangereichertem Uran im Iran vernichtet oder beiseite geschafft werden. Die UN-Atomaufsichtsbehörde geht davon aus, dass der Iran noch auf 60 Prozent angereichertem Uran in einem unterirdischen Tunnelkomplex im Nuklearforschungszentrum Isfahan lagert.
+++ 07:57 Feuer auf Schiffen in iranischem Hafen +++
In einem Dock des südiranischen Hafens Dayyer soll auf mehreren Handelsschiffen Feuer ausgebrochen sein. Dies berichtet der Sender Al-Dschasira unter Berufung auf iranische Staatsmedien.. Die Feuerwehr ist demnach noch damit beschäftigt, die Brände unter Kontrolle zu bringen. Die Ursache des Vorfalls sei unbekannt, heißt es weiter.
+++ 07:25 Drei Inder verletzt: Indien reagiert empört und kritisiert Teheran +++
Auch Indien verurteilt den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vom Montag. Dieser Angriff, bei dem drei indische Staatsbürger verletzt worden seien, sei "inakzeptabel", erklärt das indische Außenministerium bei X. Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten. Den VAE zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff eine Ölanlage in der Hafenstadt Fudschaira getroffen.
+++ 06:58 Wadephul trifft heute Israels Außenminister +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul empfängt heute seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar in Berlin. Themen der Begegnung dürften unter anderem der Iran-Krieg und Israels Kampf gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon sein. Im Anschluss an die Gespräche im Auswärtigen Amt wollen Wadephul und Saar am frühen Abend gemeinsam vor die Presse treten. Die Bemühungen um eine Beendigung des Iran-Krieges kommen seit Inkrafttreten einer Waffenruhe nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Angst vor einer erneuten Eskalation. Wadephul hatte am Wochenende Irans Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat zu einer Freigabe der blockierten Straße von Hormus gedrängt und Teheran zu einem vollständigen und nachprüfbaren Verzicht auf Atomwaffen gedrängt. Bei einem Besuch in Israel hatte Wadephul im März die Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palälstinenser im Westjordanland verurteilt.
+++ 06:24 Südkorea untersucht Schiffsbrand - Trump beschuldigt Iran +++
Nach einem Brand auf einem von Südkorea betriebenen Schiff in der Straße von Hormus wollen die Behörden in Seoul die Ursache untersuchen. Das südkoreanische Außenministerium teilt mit, man werde die genaue Ursache des Unglücks klären, wenn das Schiff abgeschleppt und der Schaden begutachtet worden sei. Nach Angaben eines Sprechers der Reederei HMM war das Feuer im Maschinenraum des unter der Flagge Panamas fahrenden Frachtschiffes ausgebrochen. An Bord seien 24 Besatzungsmitglieder, darunter sechs südkoreanische Staatsangehörige. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor den Iran beschuldigt, das Schiff beschossen zu haben. Er forderte Südkorea auf, sich den US-Bemühungen zur Öffnung der Meerenge anzuschließen.
+++ 05:55 Starmer ruft zu Deeskalation auf +++
Der britische Premierminister Keir Starmer kritisiert die jüngsten Angriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate und ruft zu einer Deeskalation auf. London "verurteilt die Drohnen- und Raketenangriffe, die auf die Vereinigten Arabischen Emirate abzielen", erklärt Starmer. "Diese Eskalation muss aufhören", fügt er hinzu. Der Iran müsse sich "ernsthaft an Verhandlungen beteiligen, um sicherzustellen, dass die Waffenruhe im Nahen Osten Bestand hat und eine langfristige diplomatische Lösung erreicht wird", fordert der britische Premier.
+++ 04:46 Reederei bestätigt: US-Frachter hat Straße von Hormus verlassen +++
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Handelsschiffe durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu eskortieren. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Zerstörern der Marine passiert, teilte das US-Militär mit. Nun bestätigt die Reederei Maersk, dass der unter US-Flagge fahrende Frachter "Alliance Fairfax" in Begleitung des US-Militärs den Golf über die Straße von Hormus verlassen habe. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper teilt mit, das US-Militär ermutige Schiffe und Reedereien, die Meerenge trotz iranischer Drohungen zu durchfahren.
+++ 02:52 Feuer auf Frachtschiff in Straße von Hormus gelöscht +++
Nach einer Explosion auf einem Schiff unter südkoreanischer Flagge in der Straße von Hormus ist das Feuer gelöscht. Die Besatzung habe vier Stunden zum Löschen der Flammen benötigt, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap. Todesopfer gebe es nicht. Auch über mögliche Verletzungen der 26-köpfigen Besatzung ist nichts bekannt. Das Schiff lag laut Yonhap zum Zeitpunkt der Explosion in Gewässern nahe den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Meerenge vor Anker. US-Präsident Donald Trump hatte auf Truth Social geschrieben, dass der Iran ein südkoreanisches Frachtschiff beschossen habe. Von der Reederei selbst wurde ein Angriff bislang nicht bestätigt.
+++ 01:57 Arabische Staaten verurteilen Angriff auf Emirate +++
Arabische Staaten verurteilen die erneuten Angriffe Irans auf die Vereinigten Arabischen Staaten scharf. Jordaniens Außenminister Aiman al-Safadi missbilligt den "brutalen Angriff" in einem Telefongespräch mit seinem emiratischen Amtskollegen Abdullah bin Sajed al Nahjan, wie die jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtet. Der Golfstaat Bahrain bezeichnet die Attacken als "gefährliche Eskalation, die die Sicherheit und Stabilität der Region bedroht". Es handle sich um einen klaren Verstoß gegen die geltende Waffenruhe.
+++ 00:28 Iran: Konflikt um Straße von Hormus lässt sich nicht militärisch lösen +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, es gebe für die Krise in der Straße von Hormus keine militärische Lösung. Die Gespräche unter Vermittlung Pakistans machten Fortschritte. Zugleich warnt er die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate davor, sich von "Übelwollenden in einen Sumpf" ziehen zu lassen.
+++ 23:01 Merz verurteilt iranische Angriffe auf Vereinigte Arabische Emirate +++
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert die jüngsten Angriffe des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate. "Diese Angriffe verurteilen wir scharf", erklärt Merz auf X und ergänzt: "Unsere Solidarität gilt den Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und unseren Partnern in der Region." Weiter schreibt er: "Teheran muss an den Verhandlungstisch zurückkehren und aufhören, die Region und die Welt zur Geisel zu nehmen: Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen. Es darf keine weiteren Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner geben."
+++ 22:08 Iran rechtfertigt Angriff auf Emirate +++
Irans Streitkräfte rechtfertigen ihren Angriff auf Ölanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Attacke sei zunächst nicht geplant gewesen, sagt ein namentlich nicht genannter Militärvertreter dem staatlichen iranischen Rundfunk. Sie sei jedoch Ergebnis des "Abenteurertums der US-Armee", heißt es zur Begründung. Konkret nennt der Vertreter eine "illegale Passage von Schiffen durch verbotene Routen der Straße von Hormus". Dafür müsse die US-Marine Rechenschaft ablegen. Nach Behördenangaben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war nach einem iranischen Drohnenangriff in der Hafenstadt Fudschaira ein Großbrand in einem Industriegebiet ausgebrochen. Außerdem fing das Militär drei Raketen aus dem Iran ab.
+++ 21:29 Türkei warnt vor längerer Energiekrise +++
Die Welt muss sich nach Einschätzung des türkischen Energieministers Alparslan Bayraktar darauf einstellen, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Preis- und Versorgungskrise auf dem Energiemarkt länger andauert. Die Türkei selbst habe derzeit keine Engpässe, sagt Bayraktar dem Sender Tvnet. Allerdings vergrößerten die Entwicklungen rund um die gesperrte Straße von Hormus und der Opec-Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate im vergangenen Monat die Unsicherheiten.
+++ 21:05 Angriff auf US-Schiff? Fritz: "Informationen überschlagen sich im Moment" +++
Der Iran meldet einen Angriff auf ein US-Militärschiff in der Straße von Hormus. Washington bestreitet dies allerdings. ntv-US-Korrespondent Gordian Fritz ordnet die Hintergründe und die sich "überschlagenden Informationen" näher ein.
+++ 20:35 USA werben für UN-Resolution: Iran soll Drohungen einstellen +++
Die USA wollen im UN-Sicherheitsrat für eine Resolution zur Sicherung der Straße von Hormus werben. Darin soll der Iran aufgefordert werden, seine Angriffe und Drohungen gegen die Handelsschifffahrt einzustellen, das Verlegen von Seeminen in der Meerenge zu unterlassen sowie seine Versuche zur Erhebung illegaler Zölle zu beenden, sagt der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz. Der Text werde gemeinsam mit Bahrain und anderen Golfstaaten erarbeitet. Zur Frage, ob man Opposition in dem mächtigsten UN-Gremium erwarte, sagt Waltz: "Wir können uns niemanden vorstellen, der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht verminen und keine Zölle erheben darf." Unterschied zu einer vorangegangen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem "heißen Konflikt" stehe.
+++ 19:47 Trump droht Iran mit Vernichtung +++
US-Präsident Donald Trump droht Teheran einmal mehr mit Vernichtung. Der Iran werde "von der Erde gefegt", sollte das Land US-Schiffe angreifen, die im Rahmen des "Project Freedom" im Einsatz sind, sagt der Republikaner dem Sender Fox News. "Wir verfügen über mehr Waffen und Munition von viel höherer Qualität als zuvor“, sagt Trump. "Wir haben die beste Ausrüstung. Wir haben überall auf der Welt Material. Wir haben überall auf der Welt Stützpunkte. Sie sind alle mit Ausrüstung bestückt. Wir können all das Material einsetzen, und das werden wir auch tun, wenn es nötig ist."
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.