Politik

Streit um Straße von HormusIran droht USA: "Haben noch nicht einmal begonnen"

05.05.2026, 11:35 Uhr
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Wichtig für die weltweite Schifffahrt: der Persische Golf, die Straße von Hormus und der Golf von Oman. (Foto: picture alliance/dpa/The Visible Earth/NASA)

Am Montag hat die US-Armee die Mission "Projekt Freiheit" gestartet, um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf kündigt harsche Reaktionen an.

Im Ringen um die Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf den USA mit einem weiteren militärischen Vorgehen gedroht. "Wir wissen genau, dass die Fortsetzung der gegenwärtigen Situation für die Vereinigten Staaten unhaltbar ist, obwohl wir noch nicht einmal begonnen haben", heißt es in der Erklärung Ghalibafs, der auch Leiter der iranischen Delegation in den Verhandlungen mit der US-Regierung ist, auf X. Die "bösartige Präsenz" der USA am Persischen Golf werde abnehmen, fügte er hinzu.

Am Montag hatte die US-Armee die Mission "Projekt Freiheit" gestartet. Ziel des Marineeinsatzes ist die Sicherung der Meerenge für die Handelsschifffahrt. Im Rahmen des Einsatzes waren zwei US-Zerstörer durch die Straße von Hormus in den Persischen Golf gefahren. In der Folge hatten nach US-Angaben zwei unter US-Flagge fahrende Handelsschiffe die Meerenge passiert, was Teheran umgehend dementierte.

Iranische Medien hatten ihrerseits von iranischen Raketenangriffen auf ein US-Schiff und Warnschüssen in der Nähe von US-Zerstörern berichtet. Dies hatte Washington wiederum dementiert. Außerdem wurde offenbar ein südkoreanisches Schiff attackiert und beschädigt, das auf dem Weg durch die Meerenge war.

Die für den weltweiten Handel mit Rohöl und Flüssiggas immens wichtige Straße von Hormus war zu Beginn des Irankriegs Ende Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge waren die Energiepreise weltweit in die Höhe geschossen. Derzeit gilt in der Region eine Waffenruhe, die durch den sich wieder verschärfenden Konflikt um die Straße von Hormus bedroht ist.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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