Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:15 Ukrainisches Rüstungsunternehmen macht Streitkräften begehrtes Geschenk +++

23.05.2026, 00:01 Uhr

Wild Hornets ist einer der bekanntesten Abfangdrohnenhersteller der Ukraine. Die entwickelte "Sting" kostet pro Stück nur wenige Tausend Dollar und eignet sich unter anderem zur Eliminierung von angreifenden Shahed-Drohnen. Die Abfangdrohne ist auch in anderen Ländern heiß begehrt, doch der Hersteller fokussiert sich in erster Linie auf die Ukraine. Nun wird Wild Hornets 1000 "Sting" an die Streitkräfte des Landes spenden. Alleine 200 Exemplare bekommt das 38. Flugabwehrregiment geliefert:

+++ 19:31 "Berichte erhalten" - setzt Russland bald wieder die Oreschnik-Rakete ein? +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der Oreschnik-Mittelstreckenrakete. "Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet", teilt Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr. Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt - einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine:

+++ 18:43 Jahrhunderte keine Aussöhnung? Melnyk zählt russischen Vertreter bei der UN scharf an +++

Der Botschafter der Ukraine bei der UN, Andrij Melnyk, reagiert scharf auf Aussagen des russischen Vertreters Wassili Nebensja, der regelmäßig mit Provokationen auffällt. Auf eine Einladung nach Moskau von russischer Seite antwortet Melnyk: "Ich bin nicht sicher, dass ich jemals den Wunsch haben werde, Moskau zu besuchen – selbst dann nicht, wenn Russland besiegt sein wird, selbst nach dem Sturz des Putin-Regimes und der Zahlung von Reparationen." Auch wenn eine neue russische Führung um Vergebung bitte und alle russischen Kriegsverbrecher verurteilt würden, werde es über Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte keine Versöhnung zwischen der Ukraine und Russland geben, so Melnyk.

+++ 17:51 Ukraine hält nicht viel von Merz' Vorschlag und fordert "vollständige" EU-Mitgliedschaft +++

Nach einem Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Teilmitgliedschaft bekräftigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Forderung nach einer "vollständigen" EU-Mitgliedschaft seines Landes. "Ohne die Ukraine kann es kein vollwertiges europäisches Projekt geben und die Präsenz der Ukraine in der EU muss ebenso vollständig verwirklicht werden - mit allen Rechten, die mit der Mitgliedschaft verbunden sind", sagt Selenskyj. Merz hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die EU-Spitzen eine "assoziierte Mitgliedschaft" für die Ukraine ins Spiel gebracht. Der Kanzler schlug vor, Kiew die Teilnahme an Treffen der EU-Ministerräte und EU-Gipfeln der Staats- und Regierungschefs zu erlauben, ohne dem Land ein Stimmrecht zu geben.

+++ 16:56 Ukraine fliegt schwere Angriffe auf Russlands größten Hafen +++

Die Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte wollen für den Angriff auf das Ölterminal in Russlands größtem Hafen in Noworossijsk in der vergangenen Nacht mitverantwortlich sein. In einer Mitteilung heißt es: "Der Terminal, ein wichtiger Energieknotenpunkt, dient als bedeutender Umschlagplatz für Rohölexporte und ist an das Pipelinenetz des staatlichen Giganten Transneft angeschlossen. Langstrecken-Drohnen haben diese Anlage, die bis zu sieben Öltanker gleichzeitig beladen kann, bereits im April und März angegriffen." Dem Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte zufolge wurden in Noworossijsk auch die Fregatte Admiral Essen und der Raketenträger Projekt 1239 getroffen, wie Robert Brovdi auf Telegram schreibt.

+++ 16:07 Russland findet anscheinend keine Lösung gegen ukrainische Abfangdrohnen +++

Die Ukraine fängt mittlerweile fast alle klassischen Shahed-Drohnen ab. Serhii "Flash" Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, sagt laut der Nachrichtenagentur Unian: "Sogar der Feind, der nicht auf Geld schaut, versteht, dass es utopisch ist, Shaheds im Wert von 70 Millionen Dollar auf einmal mit einem fragwürdigen Ergebnis von etwa 5 Prozent einzusetzen. Maßnahmen gegen unsere Abfangdrohnen haben das Problem insgesamt nicht gelöst." Gemeint ist, dass die Ukraine rund 95 Prozent der klassischen Shahed-Drohnen eliminiert, ein großer Teil davon dank Abfangdrohnen. Laut Beskrestnow sucht Russland weiterhin nach einem Mittel gegen diese Technik.

+++ 15:22 Zwölf Tote nach ukrainischem Angriff? +++

Am Vortag war bei einem mutmaßlichen ukrainischen Drohnenangriff ein Hochschulgebäude in Luhansk getroffen worden. Dabei stürzte russischen Behördenangaben zufolge ein fünfstöckiges Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk ein. Heute steigt die Zahl der dabei getöteten Menschen auf mindestens zwölf, 38 weitere Menschen seien verletzt worden, während neun Menschen weiterhin vermisst würden, erklärt das russische Katastrophenschutzministerium. Ein von den Behörden veröffentlichtes Video zeigte Dutzende Rettungskräfte, die in den Trümmern des Gebäudes nach Überlebenden suchten. Kiew erklärt dagegen, der Angriff habe sich nicht gegen Zivilisten, sondern gegen ein Militärhauptquartier gerichtet. Das Quartier einer russischen Militäreinheit befinde sich "im Gebiet der Stadt Starobilsk", so der ukrainische Generalstab. "Die Ukraine führt Angriffe gegen militärische Infrastrukturen und Einrichtungen durch, die für militärische Zwecke genutzt werden, und hält sich dabei strikt an die Vorgaben des humanitären Völkerrechts."

+++ 14:34 Berichte über ukrainischen Gegenangriff im Norden des Donbass +++

Die Ukraine soll einen mechanisierten Angriff in Richtung Nowe im Donbass gestartet haben - also mit schwerem Kriegsgerät wie Panzern oder Schützenpanzern. Der US-Militäranalyst Rob Lee schreibt auf X: "Es ist noch zu früh, um das volle Ausmaß dieser Operation abzuschätzen, aber es würde mich nicht überraschen, wenn die ukrainischen Streitkräfte in dieser Richtung einige Geländegewinne erzielen und versuchen würden, den russischen Vorstoß zurückzuschlagen." Nowe befindet sich in direkter Nähe zur Region Luhansk.

+++ 13:55 Russische Drohne trifft Trauerzug bei Sumy +++

Am Rande der nordostukrainischen Stadt Sumy hat eine russische Drohne einen Trauerzug getroffen. Dabei wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Ihor Kaltschenko ein Mensch getötet und weitere neun schwer verletzt. Lokalen Medienberichten zufolge traf die gelenkte Angriffsdrohne die Straße in der Nähe eines Busses. Sumy liegt rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

+++ 13:16 Erneut Drohne in Lettland abgestürzt +++

In Lettland ist nahe der Grenze zu Belarus eine Drohne abgestürzt. Nach Angaben der Polizei ging das unbemannte Fluggerät im Dridza-See in der Gemeinde Kraslava nieder und explodierte beim Aufprall auf die Wasseroberfläche. Verletzt wurde niemand. Die Herkunft und Art der Drohne waren zunächst unklar. Polizei, Militär und weitere Einsatzkräfte untersuchen den Vorfall. Lettlands Streitkräfte teilten Medienberichten zufolge mit, dass der Einflug der Drohne in den lettischen Luftraum von den Radarsystemen nicht registriert worden sei. Deshalb seien auch keine Warnmeldungen an die Bevölkerung verschickt worden.

+++ 12:37 Selenskyj meldet Angriff auf russische Chemiefabrik +++

Die ukrainische Armee greift nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine große Chemiefabrik in der russischen Region Perm an. Die Produktion bei Metafrax Chemical in der rund 1700 Kilometer von der Grenze entfernten Region sei nach dem Angriff eingestellt worden. Das Werk liefere wichtige Komponenten für die russische Rüstungsindustrie, darunter für Drohnen, Raketentriebwerke und Sprengstoffe. 

+++ 11:59 Sewastopol rationiert Treibstoff für Autos +++

In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wird der Treibstoff für Autos rationiert. Die Abgabe ist bis auf Weiteres auf 20 Liter pro Fahrzeug begrenzt, teilt der örtliche Gouverneur Michail Raswoshajew mit. Er begründet den Schritt mit nicht näher genannten "logistischen Herausforderungen". In Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert. Am Mittwoch meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass fast alle wichtigen Ölraffinerien in Zentralrussland nach ukrainischen Drohnenangriffen ihre Produktion stoppen oder drosseln mussten. Zudem gilt in Russland von April bis Ende Juli ein Exportverbot für Benzin. Der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow erklärte am Donnerstag, die Behörden sähen keine Gefahr für die Kraftstoffversorgung.

+++ 11:19 Ukraine meldet mindestens fünf Tote nach russischen Angriffen +++

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind innerhalb eines Tages mindestens fünf Menschen getötet und mindestens 62 weitere verletzt worden. Das berichtet der "Kyiv Independent" unter Berufung auf ukrainische Behörden. Besonders schwer betroffen ist demnach die Region Cherson im Süden des Landes. Dort wurde nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Prokudin mindestens ein Mensch getötet, 20 weitere wurden verletzt. Russische Angriffe hätten zudem Wohnhäuser, eine Kirche und mehrere zivile Fahrzeuge beschädigt. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht 124 Drohnen gestartet, darunter vor allem Shahed-Drohnen. Nach ukrainischen Angaben wurden 102 davon abgefangen oder unschädlich gemacht.

+++ 10:38 Selenskyj lehnt Pläne für "assoziierte" EU-Mitgliedschaft ab +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt einen deutschen Vorschlag für eine "assoziierte" EU-Mitgliedschaft seines Landes ab. Dies sei ungerecht, da die Ukraine damit kein Stimmrecht in der Europäischen Union erhielte, schreibt Selenskyj in einem Brief an die EU-Spitze. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vorgeschlagen, der Ukraine als Zwischenschritt eine Teilnahme an EU-Treffen ohne Stimmrecht zu erlauben. Dies solle ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erleichtern. Selenskyj betont in dem Schreiben, nach der Abwahl des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban im vergangenen Monat sei der Weg für echte Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen frei. "Wir verteidigen Europa – und zwar vollständig, nicht nur teilweise und nicht mit halben Sachen." Die Ukraine verdiene daher eine faire Behandlung und gleiche Rechte.

+++ 09:51 Tote und Vermisste nach ukrainischem Drohnenangriff auf Wohnheim +++

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk steigt die Zahl der Toten laut Behörden auf zehn. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk geborgen worden, teilt das russische Zivilschutzministerium mit. Insgesamt gebe es 48 Verletzte. Laut den örtlichen Behörden werden noch elf Studentinnen und Studenten vermisst.

+++ 09:12 Polen erhält erste US-Kampfjets vom Typ F-35 +++

Polen erhält inmitten der Debatten über die Verlässlichkeit des Nato-Bündnispartners USA drei gekaufte Kampfjets vom Typ F-35. Die Flugzeuge landeten am Freitagabend auf dem polnischen Luftwaffenstützpunkt Lask. "Das ist ein großer Tag für Polen", sagte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bei einer kurzen Zeremonie. Die neuen Kampfjets aus den USA würden die Fähigkeiten der gesamten polnischen Armee verbessern und die Sicherheit "in der ganzen Region" verändern. Polen hatte 2020 beim US-Rüstungskonzern Lockheed Martin für 4,6 Milliarden Dollar (rund vier Milliarden Euro) insgesamt 32 F-35-Kampfjets bestellt. Nun werden die ersten Flugzeuge ausgeliefert.

+++ 08:31 US-Senatoren drängen auf Freigabe von Ukraine-Hilfen +++

US-Senatoren aus beiden Parteien fordern Verteidigungsminister Pete Hegseth auf, ein bereits genehmigtes Ukraine-Hilfspaket in Höhe von 400 Millionen US-Dollar endlich freizugeben. Das berichtet der "Kyiv Independent". In einem Schreiben kritisieren die Abgeordneten, dass sich die Auszahlung seit Monaten verzögere. Das Paket war bereits im Dezember 2025 vom Kongress beschlossen worden, liegt nach Angaben der Senatoren aber weiter im Pentagon. Die Parlamentarier warnen laut Bericht vor sicherheitspolitischen Risiken durch weitere Verzögerungen und betonen, die Ukraine brauche schnelle Unterstützung.

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Hegseth bekräftigte zuletzt die Ukraine-Hilfen, nannte jedoch keinen Zeitpunkt. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

+++ 06:58 Rutte mahnt gerechtere Verteilung der Ukraine-Militärhilfe an +++

Nato-Generalsekretär Mark Rutte bekräftigt die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine und fordert eine gerechtere Verteilung der Militärhilfen. Derzeit trügen nur "sechs oder sieben Verbündete die Hauptlast", sagt Rutte beim Treffen der Nato-Außenminister. Vor allem Europas Nato-Staaten hatten ihre Unterstützung ausgeweitet, nachdem die USA ihre Militärhilfe für Kiew zurückgefahren hatten. Rutte betont, die politische und militärische Unterstützung für die Ukraine stehe innerhalb der Nato nicht infrage. Zugleich verurteilt er die anhaltenden russischen Angriffe auf zivile Ziele. Die Nato arbeite daran, die Hilfen für die Ukraine "substanziell, berechenbar und nachhaltig" zu gestalten und stärker an den dringendsten Bedürfnissen Kiews auszurichten, so Rutte.

+++ 06:13 Helfer aus Deutschland unterstützen Ukraine mit 3D-Druckteilen +++

Die Ukraine wird im Abwehrkampf gegen Russland auch von Freiwilligen in Deutschland unterstützt: Aktivisten der Initiative "Drukarmija" produzieren mit 3D-Druckern massenhaft Plastikteile für Soldaten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute. Gedruckt werden unter anderem Drohnenzubehör, Akkugehäuse, Tablet-Halterungen und medizinische Ausrüstung. Nach Angaben der Organisation beteiligen sich fast 3000 Freiwillige mit rund 7000 Druckern an dem Netzwerk, etwa 600 Helfer kommen aus dem Ausland. Der deutsche Ableger sei einer der größten, sagt Mitgründer Jewhen Wolnow. Die Druckaufträge werden online vermittelt, die fertigen Teile anschließend gesammelt und in die Ukraine transportiert.

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Mit einer Orthese aus dem 3D-Drucker können beinamputierte ukrainische Soldaten ihre wunden Stellen schonen. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 05:32 UN-Chef verurteilt mutmaßlichen Angriff auf Wohnheim in russisch besetztem Gebiet +++

UN-Generalsekretär António Guterres verurteilt den Angriff auf ein Studentenwohnheim im russisch besetzten Gebiet Luhansk. "Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen", sagt ein Sprecher von Guterres. Auf Bitten Russlands war der UN-Sicherheitsrat in New York zu dem Thema zusammengekommen. Kremlchef Wladimir Putin hatte den Angriff als "Terrorakt" bezeichnet. Es gebe bisher mindestens 6 Tote, 39 Verletzte und 15 Vermisste, so Putin. Das Gebäude einer Berufsschule in Starobilsk war in der Nacht nach russischen Angaben von einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Der ukrainische Generalstab teilte hingegen mit, dass im Bereich der Stadt Starobilsk eines der Hauptquartiere der russischen militärischen Spezialeinheit "Rubikon" getroffen worden sei.

+++ 03:46 Ölterminal in Schwarzmeerhafen brennt +++

Herabstürzende Drohnentrümmer haben nach offiziellen Angaben einen Brand in einem Ölterminal im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ausgelöst. Ein Mann wurde verletzt, wie der Einsatzstab der südrussischen Region Krasnodar auf Telegram mitteilt. Mehrere Gebäude sowie das Tanklager der Anlage seien getroffen worden. Rettungskräfte seien im Einsatz. In der weiter nördlich gelegenen Hafenstadt Anapa beschädigten Drohnen dem Einsatzstab zufolge zudem Wohnhäuser. 

+++ 01:32 AfD will stillgelegtes Kraftwerk nicht der Ukraine überlassen +++

Pläne des bundeseigenen Kraftwerksbetreibers Sefe, ein stillgelegtes Gaskraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern an die Ukraine zu verschenken, sorgen auf Betreiben der AfD weiter für Diskussionen im Bundestag. Die Partei fordert, die Schenkungspläne fallenzulassen und die Anlage an seinem Standort in Lubmin bei Greifswald zu belassen. Dort erreichen die russischen Nord-Stream-Erdgasleitungen das deutsche Festland. Es könne ja sein, dass sich das Verhältnis zu Russland nach einem Ende des Ukraine-Kriegs eines Tages wieder normalisiere und dann erneut Erdgas durch die Leitung in der Ostsee fließe, sagt der AfD-Abgeordnete Leif-Erik Holm. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Lubmin ist ein Kraftwerk, das für die russische Nord-Stream-1-Pipeline gebaut wurde. Es diente dazu, die nötige Wärme herzustellen, um das Erdgas aus Russland ins deutsche Netz zu bringen. Nachdem Russland hat die Gaslieferungen wenige Monate nach dem Angriff auf die Ukraine eingestellt hatte, wurde die Anlage stillgelegt.

+++ 23:46 Nordländer weisen russische Anschuldigungen zurück +++

Die Außenminister der nordischen und baltischen Staaten weisen in einer gemeinsamen Erklärung "Russlands offensichtliche Desinformationskampagne und Falschbehauptungen" zurück. Moskau hatte zuvor unbelegte Vorwürfe gegen die EU- und Nato-Mitglieder Estland, Lettland und Litauen erhoben, ukrainische Drohnenangriffe zu unterstützen und ihren Luftraum und ihr Staatsgebiet dafür zur Verfügung zu stellen. "Russland versucht, von seinem völkerrechtswidrigen Krieg abzulenken und Nato-Verbündete einzuschüchtern. Dies wird nicht gelingen und muss unverzüglich aufhören", schreiben die Chefdiplomaten der sogenannten NB8-Staaten. 

+++ 22:29 Bulgarien gegen Ukraine-Tribunal +++

Bulgariens neuer Regierungschef Rumen Radew begründet die ablehnende Haltung seines Landes zu einem Sondertribunal für Verbrechen gegen die Ukraine mit dessen Recht auf eine eigene Meinung. Ein solches "Militär-Tribunal" habe eine Wirkung, wenn ein Staat besiegt worden sei, kapituliert habe und sein Führer gefangen genommen sei, sagt Radew. "Ich denke, dass diese Bedingungen momentan nicht existieren und kaum existieren werden." 

+++ 21:53 Ungarns neuer Ministerpräsident Magyar verhängt Agrar-Einfuhrverbot gegen Ukraine +++

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar verhängt laut einer Mitteilung auf X ein Einfuhrverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der Ukraine. Auch unter Vorgänger Viktor Orban hatte es solche Einfuhrbeschränkungen gegeben. Der ungarische Landwirtschaftsminister Bona Szabolcs hatte bereits gestern in einem Beitrag angekündigt, dass man nicht zulassen werde, dass "ukrainische oder andere importierte Produkte die Lebensgrundlage der ungarischen Landwirte und die Versorgung der ungarischen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln gefährden. Der Schutz ungarischer Lebensmittel, ungarisches Ackerland und ungarischer Landwirte ist ein nationales Interesse". Magyar teilt zudem mit, er ziehe Ungarns Absicht zurück, aus dem Internationalen Strafgerichtshof auszutreten.

+++ 21:10 Ukraine: Russland setzt systematisch verbotene chemische Kampfstoffe ein +++

Die Ukraine wirft Russland den massenweisen Einsatz von verbotenen chemischen Kampfstoffen vor. Dies sei zu einer systematischen Taktik der Armee auf dem Schlachtfeld geworden. "Seit Beginn der groß angelegten Invasion wurden offiziell mehr als 13.300 Fälle dokumentiert, in denen der Feind chemische Kampfstoffe eingesetzt hat", heißt es vom Verteidigungsministerium.

+++ 20:24 USA verhandeln nicht mehr mit Ukraine und Russland: "Von vornherein eine Niete" +++

Der Politikwissenschaftler Thomas Jäger schreibt auf X in Bezug auf die Nachricht, dass die USA nicht mehr mit der Ukraine und Russland verhandeln: "Wenn Rubio nach seinem Abendgebet einen Anflug von Demut verspürt, wird er wissen, dass das ImmoDuo Trumps von vornherein eine Niete war und nur die militärische Unterstützung der Ukraine einen Weg zur Beendigung des Kriegs aufweisen könnte." Die USA hatten als Gesandte die Immobilienunternehmer Steve Witkoff und Jared Kushner zu Verhandlungen geschickt. Vor allem Witkoff war immer wieder damit aufgefallen, russische Erzählungen zu übernehmen. Viele Experten trauten dem Duo von Anfang an nicht zu, den Weg zu einem Frieden ebnen zu können.

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