Massive Attacke auf MarinebasisSie griffen Ukraine jahrelang an: Treffer auf russische Kriegsschiffe gemeldet
Bei einem größeren Luftangriff auf einen russischen Marinestützpunkt gelingen der Ukraine offenbar mehrere Treffer. Mindestens ein Fregatte der Schwarzmeerflotte wird wohl schwerer in Mitleidenschaft gezogen. Zudem sieht es so aus, als gebe es Schäden an weiteren Schiffen und der Infrastruktur.
Bei ukrainischen Attacken Anfang dieses Monats auf den Marinestützpunkt Noworossijsk sollen zwei russische Kriegsschiffe getroffen worden sein, die jahrelang Raketen auf die Ukraine abgefeuert haben. Der Generalstab der ukrainischen Armee berichtete von Beschädigungen an den Fregatten Admiral Essen und Admiral Makarow. Weitere Untersuchungen zum Ausmaß und möglichen Treffern auf andere Schiffe laufen.
Der Inlandsgeheimdienst SBU hatte vorher ukrainischen Medien mitgeteilt, dass die Fregatte Admiral Essen so schwer beschädigt sei, dass sie keine Kalibr-Marschflugkörper mehr abfeuern könne. Diese werden häufig für Angriffe auf ukrainisches Territorium verwendet.
Das Schiff soll nicht mehr in der Lage sein, die Ukraine zu attackieren. Es habe einen 18 Stunden langen Brand gegeben, so der SBU. Bei dem Angriff wurde zudem möglicherweise das Überwachungsradar beschädigt, das für die Langstreckenortung von Luft- und Oberflächenzielen zuständig ist, berichtete das Medium Kyiv Independent.
Russische Behörden hatten von Schäden an Wohnhäusern in Noworossijsk berichtet. Es gebe drei Verletzte, hieß es.
OSINT-Analysten: Minensucher beschädigt
Neben der Essen und der Makarow sollen auch der Minensucher Pikul und die U-Boot-Abwehrschiffe Yeysk und Kasimow getroffen worden sein. Die OSINT-Analysten von Cyber Borsohno schrieben, sie könnten Schäden an der Admiral Essen und der Pikul bestätigen, an der Admiral Makarow jedoch nicht. Der Kanal wertet Satellitenbilder aus.
Trotz der vielen russischen Flugabwehrsysteme soll es dem SBU zufolge auch gelungen sein, bei dem gleichen Angriff sechs der sieben Ölverladeanlagen am großen Ölterminal Sheskharis, die Hafeninfrastruktur, und ein Pantsir-Flugabwehrsystem zu beschädigen.
Die Ukraine hatte in den vergangenen Jahren mehrere Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte versenkt. Diese zog sich daraufhin mehr und mehr zurück. Noworossijsk wurde zu einem zentralen Standort. Der Hafen liegt östlich der Halbinsel Krim.
