Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:21 Estland: Grenzübergänge zu Russland nur noch tagsüber offen +++

12.08.2026, 00:01 Uhr

Estland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb an den Kontrollpunkten Narva, Luhamaa und Koidula in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet bleiben. Dieselben Öffnungszeiten werden auch für die Bahngrenzübergänge gelten.

+++ 18:20 Insider: Ukraine schlägt Feuerpause für zivile Ziele im Schwarzen Meer vor +++

Die Ukraine schlägt Russland Insidern zufolge einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vor. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, eine Antwort liege noch nicht vor, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise.

+++ 17:37 Berichte: Getöteter russischer Soldat in Sewastopol war Überläufer +++

Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist in Sewastopol nach russischen Behördenangaben ein Soldat bei einer Explosion getötet worden. (Siehe Eintrag von 13.26 Uhr.) Bei dem Toten soll es sich nach inoffiziellen Berichten in Russland und der Ukraine um einen früheren ukrainischen Marineoffizier und U-Boot-Kommandanten handeln. Er sei nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau 2014 in die russische Armee übergetreten. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

+++ 16:55 Polen: Russischer Bürger wegen geplanten Attentats auf US-ukrainischen Bürger festgenommen +++

Die Behörden in Polen haben einen russischen Bürger wegen der geplanten Ermordung eines US-ukrainischen Bürgers im Auftrag Moskaus festgenommen. Die "Hinrichtung" habe "in letzter Minute" verhindert werden können, sagt Polens Regierungschef Donald Tusk vor Journalisten. Der anvisierte US-Ukrainer habe "als besonders lästig für das Regime von Wladimir Putin" gegolten, fügt er mit Blick auf den russischen Präsidenten hinzu. Es sei der erste Fall, bei dem jemand, "der auf russische Anweisung handelt, beschließt, einen Anschlag auf einen US-Bürger auf dem Gebiet eines anderen Nato-Landes zu verüben", fährt Tusk fort.

+++ 16:14 Selenskyj bittet USA um fünf Prozent ihrer Patriot-Raketen +++

Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. "Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen - PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes -, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten", teilt Selenskyj bei Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. "Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen können, werden wir alle ballistischen Raketen der Russen zerstören."

+++ 15:30 US-Truppe bei Übung von ukrainischen Drohnenpiloten geschlagen +++

Bei einer Übung des US-Militärs in Deutschland haben ukrainische Drohnenpiloten einem Medienbericht zufolge Anfang des Jahres eine US-Einheit besiegt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, wehrten bei dem Manöver "Combined Resolve" (zu Deutsch: "Gemeinsame Entschlossenheit") Angehörige der 412. ukrainischen Drohnenbrigade "Nemesis" einen mechanisierten Angriff ab. Letztlich sie die US-Truppe in dem Szenario so deutlich geschlagen worden, dass die komplette Einheit als Verstärkung zurückgeholt werden musste, um die Übung fortführen zu können.

+++ 14:34 UN: Juli tödlichster Monat für Zivilisten in Ukraine +++

Nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen sind im Juli so viele Zivilisten in der Ukraine ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2.610 weitere Zivilisten verletzt worden, gibt die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. "Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde", teilt die Mission mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, heißt es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an. In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt.

+++ 14:01 Selenskyj fordert stärkeres Engagement der USA +++

Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert ein stärkeres Engagement der USA, nachdem die Ukraine neue Vorschläge zur Beendigung des Krieges vorgelegt habe .Der Inhalt der Vorschläge wurde bislang nicht veröffentlicht. Selenskyj betont, eine stärkere Beteiligung der USA sei notwendig, da der derzeitige Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach wie vor unzureichend sei. "Wir brauchen mehr Engagement seitens der USA bei dem Friedensplan", sagt er gegenüber CNN. "Ich bin dem Team von Präsident Trump dankbar, dass es weitermachen will. Putin will diesen Krieg nicht beenden, und der Druck auf ihn ist derzeit nicht groß genug." Für die Ukraine, so Selenskyj, sei die zentrale Frage nicht nur das Territorium, sondern auch, ob ein Friedensabkommen Russland daran hindern würde, seine Streitkräfte wieder aufzubauen und eine weitere Invasion zu starten. "Warum sollte er nach einer langen Pause nicht mit ein oder zwei Millionen zusätzlichen Soldaten zurückkommen? Warum sollte er nicht zurückkommen, um uns zu besetzen?"

+++ 13:26 Russischer Offizier bei Anschlag in Sewastopol getötet +++

In der auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim gelegenen Hafenstadt Sewastopol wird ein russischer Offizier bei einem Anschlag getötet. Eine Frau sei wegen des Verdachts festgenommen worden, die Tat im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes verübt zu haben, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew mit. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Bei der Verdächtigen handelt es sich der Nachrichtenagentur Tass zufolge um eine russische Staatsbürgerin. Unabhängig davon kommen in Sewastopol in der Nacht bei der Entschärfung eines Sprengsatzes fünf Menschen ums Leben, wie Raswoschajew weiter erklärt.

+++ 12:54 Behörden: Fünf Tote nach ukrainischem Angriff auf die Krim +++

Bei der Explosion eines ukrainischen Sprengkörpers in der russisch kontrollierten Hafenstadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Vier Mitglieder eines Bombenentschärfungsteams und eine Sicherheitskraft seien bei der Explosion "feindlicher Munition" gestorben, erklärt der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Michail Raswojajew im Onlinedienst Telegram. Die Männer hätten das betroffene Gebiet nach einem ukrainischen Angriff auf Sewastopol untersucht. Die Ukraine hatte das an der Südspitze der Krim gelegene Sewastopol am Morgen attackiert, woraufhin in der Stadt zeitweise der Strom ausfiel.

+++ 12:20 Russland: Raffinerie Orsk nach Angriff wohl sechs Monate außer Betrieb +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff stellt eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk den Betrieb vollständig ein. Die Reparatur der beschädigten importierten Anlagen könne wegen der Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilt der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnt vor Kraftstoffengpässen für Autofahrer. Die Ukraine nimmt verstärkt russische Raffinerien ins Visier, um die Treibstoffversorgung zu stören. Die Anlage in Orsk hat eine Jahreskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl.

+++ 11:46 UNO: Zivile Todesopfer in der Ukraine im Juli auf höchstem Stand seit Mai 2022 +++

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine hat im Juli nach Angaben der UNO ihren höchsten Stand seit dem Mai des Jahres 2022 erreicht. Im vergangenen Monat seien mindestens 437 Zivilisten in der Ukraine getötet und mindestens 2610 verletzt worden, teilt die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit. Das entspreche einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 70 Prozent im Vergleich zum Juli 2025. Die Zahl der zivilen Todesopfer sei "die höchste, die seit Mai 2022 verzeichnet wurde", teilt die Beobachtungsmission weiter mit. Eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten der ukrainischen Luftwaffe ergab, dass die russische Armee im Juli eine Rekordzahl von Raketen auf die Ukraine abgefeuert hat.

+++ 11:08 Kiews Drohnen treffen Ölraffinerie und Logistikzentrum von Wildberries +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben bei neuen Drohnenangriffen tief im russischen Hinterland eine weitere Ölraffinerie und ein Lager des größten russischen Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilt der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer Ölraffinerie des Energieriesen Gazprom. Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagt Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigt den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee wirft der Ukraine einen weiteren "Terroranschlag" gegen zivile Infrastruktur vor. Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren.

+++ 10:21 Munz: Großangriff der Ukraine - so wird in Russland berichtet +++

Die Ukraine führt einen massiven Angriff auf den russischen Schwarzmeer-Flottenstützpunkt in Noworossijsk durch. Dabei werden offenbar mehrere Schiffe getroffen. In Moskau wird indes von dieser Seite des Angriffs nur vereinzelt berichtet, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz ausführt.

+++ 09:52 Russischer Angriff mit 133 Drohnen bei Nacht - zwei Eisenbahnarbeiter getötet +++

Russland hat in der Nacht 133 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, von denen die ukrainische Luftabwehr 111 abfangen konnte, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilt. An 15 Orten wurden Treffer verzeichnet, während an weiteren 16 Orten Trümmerteile der Drohnen niedergingen. Bei den Angriffen kamen zwei Eisenbahnmitarbeiter in der Region Odessa ums Leben, und in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja wurden mindestens sechs Menschen verletzt. Eine russische, mit einem Strahltriebwerk ausgestattete "Shahed"-Drohne habe gezielt die Lokomotive eines Personenzugs in der Region Odessa getroffen und dabei den Lokführer und seinen Assistenten getötet, sagt der Vorstandsvorsitzende der Ukrainischen Eisenbahnen, Oleksandr Pertsovskyi.

+++ 08:54 Militärhilfen für Ukraine steigen auf höchstes Niveau seit Auslaufen der US-Unterstützung +++

Die Militärhilfen für die Ukraine sind durch ein neues Darlehen der EU im Juni auf das höchste Niveau seit dem Auslaufen der US-Unterstützung angestiegen. Während die militärische Unterstützung für Kiew im ersten Halbjahr 2026 damit nahezu das Niveau des Vorjahres erreichte, blieb die finanzielle und humanitäre Unterstützung jedoch deutlich unter Vorjahresniveau, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mitteilt. Die Militärhilfen stiegen durch den neu eingeführten sogenannten European Support Loan im Juni auf 7,2 Milliarden Euro - das ist der höchste Betrag seit den im April 2024 bewilligten 9,04 Milliarden Euro. Die US-Finanzhilfen waren im Februar 2025 ausgelaufen. Nach Angaben des IfW handelt es sich dabei um den drittgrößten monatlichen Anstieg der Militärhilfe seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022. Das Institut erfasst die der Ukraine zugesagte und gelieferte militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe.

+++ 07:58 Putin provoziert Japan mit Besuch auf Kurilen-Inseln +++

Der russische Präsident Wladimir Putin besucht Medienberichten zufolge die von Japan beanspruchte Kurilen-Insel Iturup. Es war der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge Putins erste persönliche Reise zu der Inselgruppe. Zuvor hatte er Marineübungen im Fernen Osten Russlands beaufsichtigt. Russland und Japan haben nie einen formellen Friedensvertrag zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs unterzeichnet. Das Haupthindernis dafür ist der ungelöste Streit um die Inselgruppe, die in Japan als Nördliche Territorien bezeichnet wird. Japan erklärte, es protestiere aufs Schärfste gegen Putins Besuch. Außenminister Toshimitsu Motegi schreibt auf X, die nördlichen Gebiete einschließlich Iturup seien historisch und völkerrechtlich ureigenes japanisches Territorium. Iturup liegt am südlichen Ende der Kurilen nahe der japanischen Insel Hokkaido. Die Inselkette erstreckt sich im Nordosten bis zur russischen Halbinsel Kamtschatka.

+++ 07:20 Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen an Grenze zu Rumänien +++

Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden in der Region Odessa auf Telegram mit. Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt. 

+++ 06:30 Selenskyj: Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Raketen +++

Die Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagt der Staatschef in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Seinem Land stünden in diesem Jahr "zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025", sagt Selenskyj. Dagegen habe Russland "monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor". "Dieses Jahr bitte ich unsere US-Partner, mir fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen", sagt Selenskyj. "Wenn sie uns fünf Prozent verkaufen, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten. Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen, werden wir alle ballistischen Raketen Russlands zerstören."

+++ 05:50 Ukraine: Vier russische Kriegsschiffe in Noworossijsk getroffen +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Rahmen einer nächtlichen Operation auf dem Marinestützpunkt Noworossijsk in der russischen Region Krasnodar vier russische Kriegsschiffe angegriffen. Das bestätigen der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte (AFU) und der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU). Nach vorläufigen Angaben wurden die Fregatten "Admiral Makarov" und die "Admiral Essen", sowie das Raketenschiff "Buyan-M" und das Patrouillenschiff "Vasily Bykov" in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt. "Die ukrainischen Streitkräfte schwächen konsequent die Fähigkeit der Russischen Föderation, ihre bewaffnete Aggression fortzusetzen", erklärt der Generalstab in seiner Stellungnahme und fügte hinzu, dass weitere Einzelheiten folgen würden.

+++ 05:00 Schiffsverkehr im Hafen von Odessa lässt deutlich nach +++

Der Betrieb am Hafen von Odessa hat ukrainischen Angaben zufolge wegen verstärkter russischer Angriffe deutlich nachgelassen. Im Juli hätten 159 Schiffe den Schwarzmeerhafen Hafen angelaufen, verglichen mit 400 im Vorjahresmonat, teilt der stellvertretende ukrainische Infrastrukturminister Andrij Kaschuba der Nachrichtenagentur Reuters mit. Er beruft sich auf Daten der ukrainischen Hafenbehörde. "Einige Schiffseigner und Verlader warten darauf, dass sich die Sicherheitslage verbessert", ergänzt Kaschuba. Auch in dieser Nacht wurde der Hafen von Odessa wieder von russischen Drohnen angegriffen, Behörden zufolge brach ein Feuer aus.

+++ 02:57 Ukraine will nicht mehr genau zu russischen Raketenangriffen informieren +++

Die Ukraine wird keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden "bestimmte Änderungen" bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, so Luftwaffensprecher Jurij Ihnat bei Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden. Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftwaffe zerstörten oder abgefangenen Raketen werde nicht mehr genannt. Gleiches gelte für russische Raketen, "die ihr Ziel nicht erreicht haben". Bisher hatten die ukrainischen Streitkräfte de facto täglich eine Bilanz der russischen Angriffe mit genauen Zahlen veröffentlicht. Künftig werde die Ukraine nur noch allgemeine Angaben zu den russischen Angriffen machen, kündigt der Luftwaffensprecher an. Zugleich versichert er, dass die Bevölkerung weiterhin in Echtzeit vor Angriffen gewarnt und Luftalarm ausgelöst werden solle.

+++ 00:43 Nach Drohnenangriff: Großer Stromausfall auf der Krim +++

Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.

+++ 23:39 Ukraine und Moldau vereinbaren Rabatt für Getreidetransporte +++

Die Ukraine und die Republik Moldau einigen sich auf einen Tarifnachlass von 50 Prozent für den Schienengüterverkehr bis zum Jahresende. Damit sollen ukrainische Getreideexporte erleichtert werden, da russische Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen die traditionellen Routen blockieren, teilt der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf Telegram mit. Das moldauische Infrastrukturministerium bestätigt die Vereinbarung und erhofft sich dadurch für den Rest des Jahres ein Transportvolumen von bis zu 600.000 Tonnen Getreide. Dies entspreche etwa zehn Prozent der geschätzten ukrainischen Ausfuhren und sichere der staatlichen moldauischen Eisenbahn trotz der niedrigeren Tarife Einnahmen.

+++ 22:11 Russlands dezimierte Schwarzmeerflotte geht in Rauch auf +++

Die Ukraine attackiert den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk massiv. Laut dem Bürgermeister der Stadt kommt ein Kind ums Leben. Noworossijsk gilt als letzte Bastion der arg dezimierten russischen Schwarzmeerflotte.

+++ 21:42 Ukrainische Truppe klagt in Video: seit Tagen kein Essen, seit Monaten keine Ablösung +++

Eine Gruppe an der Front gegen Russland kämpfender ukrainischer Soldaten ruft in einem Video die Armeeführung um Hilfe an. Der Kommandant des Zuges der 121. Territorialverteidigungsbrigade, Anatolij Saitschuk, beklagt in der Aufzeichnung, dass die Männer schon seit vier Monaten nicht mehr abgelöst worden seien und viele Tage ohne Essen oder Wasser auskommen müssten. Das am Dienstag veröffentlichte Video verbreitete sich schnell in Online-Netzwerken. "Wir sind jetzt in einem Unterschlupf, den wir selbst gefunden haben, weil alle Stellungen zerstört wurden", sagt der Kommandant in dem Video, das sich direkt an Armeechef Mychailo Drapaty richtet. "Über Zeiträume von drei bis sieben Tagen sind wir nicht mit Lebensmitteln oder Trinkwasser versorgt worden." Seinen Angaben zufolge hatten die Soldaten sogar einmal zwölf Tage lang kein Wasser und hätten angefangen, ihren eigenen Urin zu trinken. Ursprünglich hätte der Einsatz der Einheit demnach einen Monat dauern und die Versorgung mit Drohnen gewährleistet werden sollen. Das Kommando der 121. Brigade bestätigt auf Facebook die Echtheit des Videos und teilt mit, sie unternehme alle notwendigen Schritte, um die Soldaten in einer "extrem schwierigen" Gefechtslage angemessen zu versorgen.  

+++ 21:13 Russland wirft der Ukraine weltweiten Anstieg von Getreidepreisen vor +++

Russland wirft der Ukraine vor, mit Angriffen auf die russische Agrarinfrastruktur die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Die ukrainischen Angriffe verschärften den Mangel an Getreide sowie Düngemitteln und dienten den Interessen bestimmter westlicher Staaten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die Ukraine hatte den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, woraufhin Getreideterminals den Betrieb einstellten. Beide Länder gehören zu den weltweit größten Getreideexporteuren und greifen regelmäßig gegenseitig Hafenanlagen an. Nach den Angriffen auf Noworossijsk stiegen die Getreidepreise an den Rohstoffmärkten deutlich. 

+++ 20:33 Ukraine meldet drei getroffene russische Kriegsschiffe im Hafen von Noworossijsk +++

Ukrainische Streitkräfte greifen nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes SBU den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen an und treffen dabei drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen. Bei zwei der Schiffe handele es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten "Admiral Essen" und "Admiral Makarow", teilt der SBU auf Telegram mit. Das dritte sei ein Patrouillenboot. Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. 

+++ 19:57 Russland meldet "Eroberung" von Dorf, das es nicht gibt +++

Russland meldet fast täglich neue Geländegewinne in der Ukraine. Nun will Moskau ein Dorf erobert haben, das seit 1997 offiziell gar nicht mehr existiert. Experten zweifeln am Ausmaß des russischen Vormarschs.

+++ 19:21 Angriffe auf Lagerhäuser lassen Wildberries-Umsätze einbrechen +++

Die ukrainischen Angriffe auf Lagerhäuser der Onlinehandelsplattform Wildberries, bei denen mindestens 14 Logistikzentren niedergebrannt wurden, haben das Geschäftsmodell nachhaltig geschädigt. Der Handel macht etwa drei Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Russlands aus. Wie der ukrainische Auslandsgeheimdienst laut Ukrinform meldet, seien etwa 20 Prozent der Lagerkapazitäten zerstört worden. Die Verluste des Unternehmens belaufen sich laut Schätzungen auf 100 bis 200 Milliarden Rubel (1,04 – 2,08 Mrd. Euro) . Zudem verlassen angeblich viele Verkäufer die Plattform. Der Umsatz soll bereits um 25 Prozent eingebrochen sein. So gerät das Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten. Der gesamte Finanzierungsbedarf von Wildberries soll sich auf 1,3 Billionen Rubel (14 Mrd. Euro) belaufen.  

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