Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:50 Trump ruft Putin zu Beendigung des Krieges in der Ukraine auf +++
Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen. "Ich will, dass er den Krieg beendet", sagt Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortet Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen." Zugleich äußert der US-Präsident sich anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe "sein Wort gehalten", indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei "viel", sagt Trump und fügt hinzu: "Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt."
+++ 02:32 CDU-Außenpolitiker Hardt: Kreml hat kein Interesse an Frieden +++
Vor den geplanten Gesprächen zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern in Abu Dhabi warnt der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt vor zu großen Erwartungen. "Die Erfahrung lehrt, dass hohe Erwartungen an Friedensverhandlungen mit Putin unangebracht sind. Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben", sagt der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zweck der Verhandlungen sei für Russland Präsidenten Wladimir Putin ein Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibe die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas.
+++ 01:26 Sieben Verletzte bei Angriff auf Wohnhaus in Charkiw +++
Sieben Menschen sind bei einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in Charkiw verletzt worden. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf die Polizei der Region Charkiw. "Laut aktualisierten Informationen suchten sieben Personen medizinische Hilfe. Ein 57-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau erlitten Verletzungen. Vier weitere Frauen im Alter zwischen 84 und 90 Jahren sowie ein 28-jähriger Mann erlitten akute Stressreaktionen", so die Strafverfolgungsbehörden.
+++ 00:04 Empörung in Berlin über Moskaus Revanchismus-Vorwürfe +++
Der vom russischen Außenministerium gegen Deutschland erhobene Vorwurf des "Revanchismus" stößt in Berlin parteiübergreifend auf Empörung. "Es ist bizarr, dass ein Vertreter eines imperialistischen Regimes, welches schlimmste Kriegsverbrechen begeht, die Unterstützung europäischer Staaten für die Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung mit haltlosen Revanchismusvorwürfen zu diffamieren versucht", sagt der Grünen-Politiker Anton Hofreiter, der im Bundestag den EU-Ausschuss leitet, der "Süddeutschen Zeitung". Ähnlich äußerte sich der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt. "Die russischen Ablenkungsversuche erreichen immer neue Absurditäten", sagt der CDU-Politiker. Deutschland könne "eben wegen seiner Geschichte nicht wegschauen, wenn in Europa gemordet wird". Die Ukrainer hätten während des Zweiten Weltkriegs zu den größten Leidtragenden der NS-Verbrechen gehört. Das russische Außenministerium hatte die deutsche Unterstützung für die Ukraine zuvor als Revanche für frühere Niederlagen bezeichnet.
+++ 22:20 Ukraine soll Stellungen in Kupjansk zurückerobert haben +++
Die ukrainischen Streitkräfte sollen in der umkämpften Stadt Kupjansk in der Region Charkiw ihre Stellungen zurückerobert haben. Das berichtet das ukrainische Open-Source-Kartierungsprojekt DeepState. Zuvor hatten russische Truppen versucht, die Front mit schweren Offensivoperationen an mehreren Achsen zu überwinden. Moskau versucht, Kupjansk von Norden und Osten her einzukreisen, um seine Präsenz auf der Westseite des Flusses Oskil zu festigen.
+++ 21:54 Nato-Chef Rutte: Friedenslösung erfordert harte Entscheidungen +++
Ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges wird Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge harte Entscheidungen erfordern. Dies sagt Rutte bei einem Besuch in Kiew vor dem ukrainischen Parlament. 90 Prozent der ukrainischen Flugabwehrraketen stammten aus dem von der Nato ins Leben gerufene Beschaffungsprogramm PURL, führt er aus.
+++ 21:25 Selenskyj: Ansatz von Verhandlungsteam wird nach Angriffen angepasst +++
Die Ukraine wird den Ansatz ihres Verhandlungsteams nach den neuen russischen Angriffen auf die Energieversorgung des Landes anpassen. Dies kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Es habe sich bei den Angriffen in der Nacht um einen gezielten Schlag mit einer Rekordzahl an ballistischen Raketen gehandelt. Russland habe den US-Vorschlag für eine Feuerpause missbraucht, um Raketen zu horten und auf die kältesten Tage des Jahres mit Temperaturen unter minus 20 Grad zu warten. In Abu Dhabi soll am Mittwoch die nächste Runde der Friedensgespräche beginnen.
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