Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:13 Ukraine richtet Botschaft an den Iran +++

28.07.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilt Sybiha bei X mit. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen. Der Minister räumt ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet zu haben. Demnach fordert Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. "Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden", sagt der Minister.

+++ 20:29 Russland lockert Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf +++

Knapp zwei Monate nach dem Beginn von Begrenzungen beim Kraftstoffverkauf in Russland infolge ukrainischer Angriffe sind in mehreren Regionen die Beschränkungen wieder aufgehoben oder gelockert worden. Anfang der Woche wurden die Maßnahmen in mindestens sieben Regionen aufgehoben oder gelockert, wie aus Angaben der Behörden und Medienberichten hervorgeht. Darunter sind die Hauptstadt Moskau, die zweitgrößte Metropole St. Petersburg sowie stark betroffene Regionen im Süden. In Moskau und St. Petersburg hoben die Mineralölkonzerne Lukoil, Teboil und Gazprom Neft die Abgabebeschränkungen an ihren Tankstellen vollständig oder teilweise auf, wie das Fachmedium Infotek berichtet. Laut örtlichen Medienberichten wurden die Einschränkungen auch in den Regionen Rostow, Wolgograd, Stawropol und Krasnodar im Südwesten sowie in der Region Omsk in Sibirien gelockert oder aufgehoben.

+++ 19:39 US-Senatoren einig auf Gesetz zu mehr Russland-Sanktionen +++

US-Senatoren der Republikaner und Demokraten haben sich auf ein Gesetz geeinigt, dass Russland durch neue Sanktionen stärker unter Druck setzen soll. Das Gesetz soll laut neu veröffentlichten Ergänzungen den Namen des jüngst verstorbenen Senators Lindsey Graham tragen, der es seit Monaten vorangetrieben hatte. Medienberichten zufolge könnte das Gesetz noch diese Woche im Senat verabschiedet werden. Allerdings ist das die zweite Kongresskammer, das Repräsentantenhaus, bereits in den Ferien, so dass es nicht vor September in Kraft treten dürfte. Das Gesetz vor allem bei Erdgas- und Ölexporten an - einer zentralen Geldquelle für den russischen Staat auch zur Finanzierung des Angriffskrieges in der Ukraine. Es berechtigt den US-Präsidenten, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie die fünf Länder, die Russland am stärksten helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die wichtige Käufer von russischem Erdöl sind. 

+++ 18:47 Jäger: "Trump bemerkt, dass Putin unter Druck steht" +++

Bei der Trauerfeier für Lindsey Graham ist spürbar, dass sich das Verhältnis zwischen Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump weiter zum Positiven geändert hat. Politologe Thomas Jäger erklärt, welches Bild "Fernsehmann Trump" derzeit vom russischen Präsidenten Putin hat.

+++ 18:12 Selenskyj spricht von gutem Treffen mit Trump +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet seine Begegnung mit seinem US-Kollegen Donald Trump in Washington als gut. Im Mittelpunkt der Gespräche im Oval Office standen nach Angaben Selenskyjs Lizenzen für die ukrainische Produktion von US-Abfangraketen für das Patriot-System sowie die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland. "Wir haben auch über Diplomatie gesprochen - es ist wichtig, den diplomatischen Prozess zu intensivieren", schreibt Selenskyj auf Telegram.

+++ 17:45 Soldaten ukrainischer Eliteeinheit wegen Folterung von Kameraden angeklagt +++

Das staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine klagt laut einem Medienbericht zwei Soldaten wegen angeblicher Folter und unrechtmäßiger Inhaftierung von Kameraden an. Wie das Portal "Kyiv Independent" meldet, handelt es sich um Angehörige der Sanitätseinheit des 425. separaten Sturmregiments "Skelja". Zuvor hatte das ukrainische Nachrichtenportal Babel Misshandlungen in dem Regiment aufgedeckt und 26 Todesfälle von Rekruten während der Ausbildung dokumentiert.

+++ 16:56 Tusk rügt Gewalt gegen Ukrainer in Polen +++

Nach einem brutalen Übergriff auf ein Paar aus der Ukraine kritisiert Polens Regierungschef Donald Tusk die wachsende Gewalt gegen Ukrainerinnen und Ukrainer in seinem Land. Zu Beginn des russischen Angriffskriegs sei die Welt beeindruckt gewesen von der Solidarität der Polen mit den Kriegsflüchtlingen aus dem Nachbarland, sagt Tusk in Warschau. "Das alles wird gerade zerstört, wenn wir zulassen, dass Banditen, Hooligans und gewöhnliche Kriminelle Menschen schlagen und erniedrigen, nur weil sie einen etwas anderen Akzent haben." Aktuell wachsen in Polen die Ressentiments. Wie die Zeitung "Rzeczpospolita" kürzlich unter Berufung auf die neuesten Statistiken der Polizeizentrale berichtete, wurden allein im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 180 Fälle von Hassverbrechen gegen Ukrainer gemeldet. Dies war ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

+++ 15:16 Irland beharrt auf Weiterbetrieb russischer Aluminium-Fabrik +++

Der irische Regierungschef Micheal Martin lehnt weiter ab, dass die russische Aluminium-Raffinerie im Norden Irlands unter EU-Sanktionen fällt. Aluminium stehe bisher nicht auf der Sanktionsliste, sagt er bei einem Besuch von Kanzler Friedrich Merz in Dublin. Die Raffinerie beliefere auch Fabriken in der EU wie etwa im französischen Dünkirchen. Merz sagt, dass man über das russische Werk reden werde, aber nicht öffentlich. "Hier gilt es auch, die eigenen europäischen und nationalen Interessen zu wahren", mahnt er. Der Frage, warum im niedersächsischen Lingen die Produktion russischer Brennelemente erlaubt werde, wich er aus. Die EU hatte kürzlich ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Etliche EU-Staaten verhindern aber, dass Wirtschaftsbereiche unter die Sanktionen fallen, die für sie wichtig sind.

+++ 15:38 Treffen zwischen Selenskyj und Trump hinter verschlossenen Türen +++

Das heutige Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in Washington findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Anwesenheit von Journalisten statt. Es wird nicht erwartet, dass die beiden Staatschefs öffentliche Erklärungen abgeben werden. Das Treffen startete offiziellen Angaben zufolge um 15.30 Uhr (MEZ).

+++ 15:00 EU bestellt nach Luftraumverletzung Vertreter Russlands ein +++

Die EU bestellt in Reaktion auf neue Drohnenvorfälle und die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der Ostukraine den Geschäftsträger Russlands in Brüssel ein. "Wir haben unsere scharfe Verurteilung der vorsätzlichen Verletzung des rumänischen Luftraums durch russische Drohnen zum Ausdruck gebracht", erklärt ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Dieser rücksichtslose Akt stelle eine ernste Eskalation dar und bedrohe die Sicherheit der Menschen in der EU, die regionale Stabilität und den internationalen Frieden. Den Angaben zufolge wird bei dem Treffen zudem die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der frontnahen ukrainischen Stadt Slowjansk in der Region Donezk thematisiert. Nach Angaben Lettlands handelt es sich bei dem Konsulat um die einzige dauerhaft besetzte europäische Vertretung in der Frontregion. Sie wurde von einer russischen Präzisionslenkbombe vom Typ KAB-250 getroffen.

+++ 14:28 Kreml: Ukraine weitet Radius ihrer Angriffe aus +++

Russland macht die Ukraine für einen Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer verantwortlich und erklärt, dass dies als Angriff auf den Iran selbst gewertet werden müsste. Die Ukraine weite den geografischen Radius ihrer "terroristischen Angriffe" aus, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Diese Bedrohung muss neutralisiert und definitiv zerstört werden." Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden.

+++ 13:56 Bericht: Stromausfall nach ukrainischem Angriff auf der Krim +++

Ein ukrainischer Angriff auf die besetzte Stadt Feodossija auf der Krim verursacht einem Bericht zufolge in der Nacht einen Stromausfall. In der Stadt im Südosten der Halbinsel sei ein Umspannwerk von ukrainischen Drohnen getroffen worden, berichtet der "Kyiv Independent". Das Portal zitiert den pro-ukrainischen Telegram-Kanal "Crimean Wind", wonach daraufhin in einem Großteil der Stadt der Strom ausfiel. Der Generalstab der Ukraine hatte zuvor mitgeteilt, ukrainische Truppen hätten in der Nacht ein Logistikdepot sowie ein Kraftstoff- und Schmierstofflager in der Nähe des Dorfes Ichki auf der Krim angegriffen.

+++ 13:21 Polen widerspricht Putin: "Keine territorialen Ansprüche gegenüber Ukraine" +++

Polen dementiert die Behauptung von Russlands Machthaber Wladimir Putin, wonach es Teile der Westukraine für sich beansprucht. "Polen hat keine territorialen Ansprüche gegenüber der Ukraine erhoben, erhebt derzeit keine und beabsichtigt auch in Zukunft nicht, solche geltend zu machen", erklärt das Außenministerium in Warschau. Vielmehr erkenne Polen die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine in ihren gesetzlich festgelegten, international anerkannten Grenzen uneingeschränkt an. "Die Andeutungen Moskaus über angebliche Pläne zur Annexion westlicher Gebiete der Ukraine, unter anderem durch Polen, stellen einen primitiven Versuch der Desinformation dar." Putin hatte zuvor behauptet, Warschau wolle sich ehemals polnische Gebiete in der Ukraine zurückholen.

+++ 12:52 Ukraine: Erfolgreicher Angriff auf russisches "Öldepot von nationaler Bedeutung" +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die Streitkräfte des Landes am Montag das staatliche russische Kraftstofflager "Prioritet" in Borok in der Republik Udmurtien angegriffen. Demnach verlief der Angriff erfolgreich, er habe einen Brand auf dem Gelände ausgelöst. Die Anlage liegt den Angaben zufolge mehr als 1300 Kilometer entfernt von der ukrainischen Grenze. Die Anlage wird als "großes Öldepot von nationaler Bedeutung" beschrieben, in der Kraftstoffe, Erdölprodukte und Schmierstoffe für den Einsatz in Notfällen und zur Deckung des militärischen Bedarfs gelagert würden.

+++ 12:17 Raffinerie in Westsibirien steht nach Angriff still +++

Die russische Raffinerie Tjumen im Westen Sibiriens hat die Ölverarbeitung am vergangenen Samstag nach einem ukrainischen Drohnenangriff eingestellt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet. Eine Anlage zur Diesel-Entschwefelung und eine zur Benzinproduktion hätten Feuer gefangen. Unklar ist demnach, wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Der Betreiber ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Lokalbehörden hatten am Samstag lediglich mitgeteilt, dass ein ukrainischer Drohnenangriff ein Feuer in der Raffinerie ausgelöst habe. Die Anlage liegt mehr als 2000 Kilometer von der Ukraine entfernt. Die Ukraine nimmt seit geraumer Zeit verstärkt die russische Ölinfrastruktur ins Visier, was in einigen Gebieten zu akuten Treibstoffengpässen geführt hat.

+++ 11:59 Viele Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Busse +++

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf zwei Busse werden nach russischen Angaben insgesamt 24 Menschen verletzt. In der Grenzstadt Schebekino sei eine Drohne in einen Linienbus eingeschlagen, teilt der amtierende Gouverneur der westrussischen Region Belgorod, Alexander Schuwajew, mit. 19 Menschen seien verletzt worden, 6 davon schwer. Eine weitere Attacke gibt es russischen Angaben zufolge in den besetzten Gebieten: In der Stadt Horliwka unweit von Donezk habe eine ukrainische Drohne fünf Personen verletzt, als sie in einen Bus eingeschlagen sei, teilt Horliwkas Bürgermeister Iwan Prichodjko mit.

Die Ukraine hat zur Abwehr der seit 2022 von Russland betriebenen Invasion ihre Drohnenangriffe zuletzt massiv ausgeweitet. Dabei werden immer wieder auch zivile Ziele getroffen. Das verstößt gegen das Kriegsrecht. Die Unterscheidung zwischen zivilen und militärischen Zielen ist schwierig, weil das russische Militär eigene Fahrzeuge teilweise als zivil tarnt, was ebenfalls gegen das Kriegsrecht verstößt. Russland hat seit Beginn des großangelegten Überfalls 2022 immer wieder zivile Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter zahlreiche Wohnhäuser.

+++ 11:26 Bericht: Brücke zwischen Russland und Nordkorea fast fertig - Ukraine sieht darin Nachschubroute +++

Russland und Nordkorea stehen laut einem Medienbericht kurz vor der Fertigstellung einer Brücke über den Grenzfluss Tumen. Es wäre die erste Straßenverbindung zwischen beiden Ländern, berichtet der britische "Guardian". In der Nähe befindet sich die einzige Eisenbahnbrücke auf dem schmalen Grenzstreifen. Demnach hat Nordkorea seinen Teil des Projekts, einschließlich der Zoll- und Quarantäneeinrichtungen, vor der ursprünglich für den 19. Juni geplanten Eröffnung fertiggestellt. Allerdings sei Russland in Verzug geraten.

Die Behörden beider Länder erklären das Projekt mit der Ausweitung von Handel und Tourismus. Der "Guardian" zitiert dagegen eine Untersuchung der ukrainischen Menschenrechtsorganisation "Truth Hounds", der zufolge mit der Brücke ein diskreter Korridor für die militärische Logistik geschaffen werden soll. Seit dem Überfall auf die Ukraine 2022 haben Russland und Nordkorea ihre militärische Zusammenarbeit massiv ausgeweitet. Erst kürzlich sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Russland habe weitere 30.000 Soldaten aus Nordkorea für den Krieg gegen die Ukraine angefordert.

+++ 10:56 Verirrte Drohnen: Finnland schränkt Luft- und Seeverkehr ein +++

Finnland schließt wegen der Gefahr verirrter Drohnen einen Teil seines Luftraums und schränkt den Seeverkehr vor seiner Südküste nahe der russischen Grenze ein. Die Maßnahmen sollen den Behörden sichere Gegenmaßnahmen und den Schutz von Unbeteiligten ermöglichen, sollte eine Drohne in das Gebiet eindringen, sagt ein finnischer Militärsprecher. Zur Herkunft der Informationen über mögliche Drohnenaktivitäten äußert er sich nicht. Hintergrund sind wiederholte Vorfälle, bei denen ukrainische Militärdrohnen auf dem Weg zu Zielen in Russland in den Luftraum von Nato-Staaten wie Finnland, Estland, Lettland und Litauen eindringen. Die Ukraine und Nato-Staaten machen russische Störsender für die Kursabweichungen verantwortlich. Die Regierung in Moskau wirft der Ukraine dagegen vor, die Drohnen absichtlich über die Grenzen zu steuern.

+++ 10:39 Mobilmachung? Munz: "Putin gibt anderes Zeichen" +++

Das russische Außenministerium teilt mit, für neue Friedensprozess-Ideen offen zu sein. Dennoch sieht Russland-Korrespondent Rainer Munz wenig Hoffnung. Aus dem Parlament und von Putin selbst kommen andere Signale. An kursierenden Gerüchten um eine neue Mobilmachung dürfte dennoch derzeit wenig dran sein.

+++ 10:21 Ukrainische Drohnen lösen Großbrand aus +++

Jetzt gibt es mehr Details über den ukrainischen Angriff auf die Oblast Moskau in der Nacht. Nach russischen Angaben wurden dabei schwere Schäden angerichtet. Eine Drohne sei in einem Wohnblock eingeschlagen, teilt der Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow, mit. Über Opfer ist bisher nichts bekannt. "Außerdem sind durch eine abgestürzte Drohne Reifen auf einer Freifläche in Brand geraten", heißt es weiter. Es handle sich um eine Recyclinganlage. Bilder deuten auf einen Großbrand hin. Medienberichten zufolge wurde zudem eine Lagerhalle getroffen - in der Nähe befindet sich ein Lager des Online-Großhändlers Wildberries. Das Unternemen wurde zuletzt von der Ukraine verstärkt ins Visier genommen. Laut dem Moskauer Gouverneur Sergej Sobjanin schickte die Ukraine etwa 390 Drohnen Richtung Moskau, die meisten seien abgefangen worden.

+++ 09:50 Selenskyj für Trump-Treffen in USA eingetroffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist mittlerweile in den USA eingetroffen, wie er bei X mitteilt. Mit Blick auf sein geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump erklärt er, oberste Priorität hätten die Raketenabwehr und die strategische Kooperation mit den USA. Die Ukraine benötige zur Abwehr des russischen Angriffskriegs dringend mehr Unterstützung bei der Flugabwehr.

+++ 08:57 Reisner: "Russen marschieren voran - aber sehr langsam" +++

Im Kleinen kann die Ukraine beim Kampf gegen die russische Invasion immer wieder Erfolge vorweisen. Insgesamt aber "marschieren die Russen vor" - allerdings langsam, wie Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer analysiert. Gleichzeitig sieht er bei Donald Trump in den USA eine mögliche Wende.

+++ 08:33 Zwei Einwohner von Cherson sterben nach Angriffen +++

Zwei Menschen, die bei russischen Angriffen auf die Stadt Cherson schwere Verletzungen erlitten haben, sind im Krankenhaus gestorben, teilt Oleksandr Prokudin, Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Cherson, bei Telegram mit. Es handelt sich um eine 89-jährige Frau und einen 58-jährigen Mann.

+++ 08:02 Ukrainische Drohnen greifen russisches Industriegebiet an +++

Ukrainische Drohnen greifen einen Industriekomplex in der Oblast Moskau an, meldet der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjowde. Ein Wohngebäude in der Stadt Tschechow - südlich der russischen Hauptstadt Moskau - soll zudem getroffen worden sein.

+++ 07:01 Putin will Zahl der russischen Streitkräfte erhöhen +++

Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, mit dem die Sollstärke der russischen Streitkräfte erhöht werden soll - die zweite derartige Entscheidung seit Beginn des Sommers. "Die Sollstärke der Streitkräfte der Russischen Föderation wurde auf 2.426.130 Personen, darunter 1.535.000 Soldaten, festgelegt. Der entsprechende Erlass wurde von Putin unterzeichnet", verkündet das russische Verteidigungsministerium bei Telegram. Das Dokument tritt demnach am 1. August in Kraft.

+++ 06:11 Russische Satellitenbilder für Iran? Trump verspricht Selenskyj Aufklärung +++

Donald Trump empfängt heute Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Der ukrainische Präsident behauptet, Russland würde Satellitenbilder amerikanischer Stützpunkte im Nahen Osten an den Iran weitergeben, um weitere Angriffe im Iran-Krieg zu ermöglichen, berichtet Ukrainska Pravda. Trump wolle Wladimir Putin persönlich fragen, ob dies wahr sei, kündigt der US-Präsident vor Journalisten an Bord der Air Force One an.

+++ 05:02 Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig". Trump unterstützte zudem verschärfte Sanktionen der G7-Gruppe gegen Russland.

+++ 23:43 Russland: Ukrainische Drohne verletzt zehn Zivilisten auf der Krim +++

Im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim verletzt eine ukrainische Drohne nach Angaben der Besatzungsbehörden zehn Zivilisten. Die Drohne sei gegen 14 Uhr Ortszeit (13 Uhr MESZ) in ein fünfstöckiges Wohnhaus der Großstadt Kertsch eingeschlagen, teilt Olga Kurlajewa, die Beraterin des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow, mit. Ein Feuer sei in der dritten und vierten Etage ausgebrochen, unter den Verletzten sei auch ein Kind, schrieb sie bei Telegram.

+++ 23:05 US-Militär: Hinken Ukraine bei Drohnenproduktion hinterher +++

Das US-Militär hinkt beim Aufbau einer eigenen Drohnenproduktion der Ukraine nach offiziellen Angaben weit hinterher. Die USA befänden sich in der schwierigsten Anfangsphase, sagt Travis Metz, der das Drohnenprogramm des US-Verteidigungsministeriums leitet. Während die Ukraine in diesem Jahr voraussichtlich sechs bis sieben Millionen kleine Angriffsdrohnen produzieren werde, komme das 1,1 Milliarden Dollar schwere US-Programm bis Februar auf insgesamt knapp 200.000 bestellte Exemplare. Der Weg von null auf 200.000 sei jedoch deutlich schwerer als die spätere Ausweitung der Produktion, erklärt Metz.

+++ 22:15 Caritas-Mitarbeiterin bei russischem Raketenangriff auf Charkiw getötet +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Charkiw ist am Wochenende eine Mitarbeiterin des katholischen Hilfswerks Caritas getötet worden. Die Hilfsorganisation sei "tief erschüttert über den Tod unserer Kollegin der Caritas Ukraine", erklärt der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. Ihr zehnjähriger Sohn sei verletzt worden, er habe aber "diese Tragödie überlebt". Bei dem Raketeneinschlag am Sonntag sei ihr Haus vollständig zerstört worden. Die Frau war der Caritas zufolge als Sozialarbeiterin in einem Team für medizinische Hilfen tätig. Demnach musste sie 2022 nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine aus ihrer Heimatstadt Wowtschansk fliehen und baute sich in Charkiw ein neues Leben auf.  

+++ 21:49 Ehefrau von Kreml-Sprecher Peskow klagt gegen EU-Sanktionen +++

Die Ehefrau des russischen Präsidialamtssprechers Dmitri Peskow, Tatjana Nawka, geht juristisch gegen ihre EU-Sanktionen vor. Wie aus einer Veröffentlichung der EU hervorgeht, klagt die ehemalige Eiskunstlauf-Olympiasiegerin vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf Aufhebung der Strafmaßnahmen. Sie fordert zudem Schadenersatz in Höhe von gut zwei Millionen Euro. Die EU hatte Nawka im Juni 2022 im Zuge des russischen Vorgehens in der Ukraine mit einem Einreiseverbot und finanziellen Restriktionen belegt. Auch Jekaterina Ignatowa, die Ehefrau des Chefs des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, Sergej Tschemesow, geht offiziellen Datenbanken zufolge auf diesem Weg gegen die Sanktionen vor. 

+++ 21:22 Russland beschießt Hafen von Mykolajiw - ein Toter, mehrere Verletzte +++

Die russische Armee greift Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Mykolajiw mit Drohnen an. Dabei sei ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden, teilt die ukrainische Seehafenverwaltung mit. Es handele sich um Schiffe, die seit Beginn der russischen Invasion 2022 in Mykolajiw festgesteckt hätten. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau spricht dagegen von zwei Schiffen, die für Lieferungen an die ukrainische Armee eingesetzt worden seien. Sie seien "im Moment des Entladens von Militärgütern" getroffen worden, heißt es in einer Mitteilung. Für diese Angaben gibt es keine Belege.  

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