Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:45 Bericht: USA wollen Öltanker unter russischer Flagge vor Venezuela festsetzen +++
Die US-Streitkräfte planen, einen mit Sanktionen belegten, unter russischer Flagge fahrenden Öltanker abzufangen, der mit dem venezolanischen Ölhandel in Verbindung steht. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf CBS News. Das betreffende Schiff, ehemals "Bella 1", ist demnach bekannt für seine Beteiligung am Rohölhandel zwischen Iran und Venezuela. Am 20. Dezember umging es auf dem Weg nach Venezuela eine US-Blockade sanktionierter Öltanker, indem die Besatzung der US-Küstenwache den Zutritt verweigerte. Diese Weigerung führte schließlich zur Verfolgung des Schiffes durch die USA im Atlantik. Daraufhin sei die Bella 1 in Marinera umbenannt worden und tauchte in einem russischen Schiffsregister mit Sotschi als Heimathafen auf. Die Besatzung habe eine russische Flagge auf das Deck gemalt. Eine offizielle Bestätigung der US-Regierung für die Beschlagnahmungspläne gibt es nicht.
+++ 01:56 Grenzschutz: Russen änderten Taktik in Charkiw und Sumy +++
Die Grenzgebiete der Regionen Sumy und Charkiw sind derzeit dem intensivsten Beschuss durch russische Streitkräfte ausgesetzt. Dies erklärt der Sprecher des Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine, Andrij Demtschenko, in einer TV-Sendung. "Derzeit werden die heftigsten Beschussangriffe in den Regionen Sumy und Charkiw verzeichnet. Gleichzeitig finden in der Region Tschernihiw zwar weniger intensive, aber dennoch täglich Beschussangriffe durch den Terrorstaat statt", sagt Demtschenko laut Ukrinform. Er merkt an, dass Russland nun häufiger unbemannte Luftfahrzeuge einsetzt, insbesondere FPV-Drohnen und Munitionsabwurfdrohnen. Seinen Angaben zufolge dominierte Ende 2024 der Artilleriebeschuss, doch Russland habe seine Angriffstaktik seither geändert.
+++ 00:36 Selenskyj: In drei Monaten 90.000 Russen getötet +++
Die ukrainische Armee hat in den vergangenen drei Monaten mehr als 90.000 russische Soldaten getötet, verkündete Präsident Wolodymyr Selenskyj am 5. Januar nach einem Treffen mit dem Minister für digitale Transformation, Mychailo Fedorow, der voraussichtlich bald das Verteidigungsministerium leiten wird. Selenskyj und Fedorow erörterten die möglichen Änderungen, die der Minister in seiner neuen Funktion umsetzen wird. Laut Selenskyjs Erklärung wird Fedorow voraussichtlich innerhalb einer Woche Entscheidungsentwürfe zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit vorlegen.
+++ 23:14 Rheinmetall und MBDA forcieren Laserwaffen-Entwicklung +++
Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA Deutschland üben sich im Schulterschluss, um in ihrem Laserwaffen-Geschäft voranzukommen. Man wolle im ersten Quartal 2026 ein Gemeinschaftsunternehmen für Marine-Laser-Aktivitäten gründen, teilten die Unternehmen in Düsseldorf und Schrobenhausen mit. Die Firmen kooperieren bereits seit 2019, ein Demonstrator - also eine Laserwaffe im Erprobungsstadium - wurde zusammen entwickelt. Er wurde ein Jahr auf einem deutschen Marineschiff eingesetzt, inzwischen ist es zur weiteren Erprobung an Land gebracht worden - und zwar an einen Bundeswehr-Standort in Meppen. Von 2029 an soll das Produkt marktreif und damit regulär einsatzbereit sein.
+++ 22:06 Merz, Selenskyj und Witkoff nehmen an Ukraine-Gesprächen in Paris teil +++
Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens im Ukraine-Konflikt werden Bundeskanzler Friedrich Merz, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und mehrere weitere Staats- und Regierungschefs am Dienstagnachmittag in Paris erwartet. Aus den USA reisen der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zu dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen an. In den Gesprächen werde es um die anhaltende Unterstützung für die Ukraine und die Fragen nach einem Erreichen eines Waffenstillstandes gehen, heißt es in Berlin.
+++ 21:34 Russland nutzt Eisbrecher-Tanker, um Sanktionen zu umgehen +++
Russland nutzt seinen einzigen Eisbrecher-Tanker, um den Export von Flüssigerdgas (LNG) aus dem sanktionierten Projekt Arctic LNG 2 in der Arktis während des gesamten Winters fortzusetzen. Dafür verwendet Russland den Tanker Christophe de Margerie, berichtet Bloomberg. Dieser habe im Laufe des Tages zum dritten Mal an der Anlage seit dem 20. Dezember angelegt. Im Winter wird das Eis rund um die Arctic LNG 2-Anlage zu dick, sodass herkömmliche Schiffe die Anlage nicht mehr erreichen können.
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