Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:21 Ukraine-Kontaktgruppe erhöht Militärhilfe auf 35 Milliarden Euro +++
Die in der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe organisierten Unterstützer des Landes haben ihre Zusagen an Militärhilfen für Kiew für das Jahr 2026 auf 35 Milliarden Euro erhöht. Das teilt der britische Verteidigungsminister John Healey nach einem Treffen der Gruppe mit. Die 35 Milliarden Euro setzen sich nach Angaben aus Nato-Kreisen aus bereits angekündigten und neuen Beiträgen zusammen. So hatte die Bundesregierung bereits im vergangenen Jahr angekündigt, das deutsche Ukraine-Budget für 2026 liege bei rund 11,5 Milliarden Euro. Wie viel neue Zusagen nun gemacht wurden, ist bisher unklar. Nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte die Gruppe im vergangenen Jahr 45 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt. Diese Summe soll seiner Ansicht nach 2026 noch übertroffen werden.
+++ 21:00 Gute halbe Million geflohene Ukrainer haben Deutschland bereits verlassen +++
Mehr als 471.000 Menschen, die aus der Ukraine kamen, haben Deutschland nach 2022 wieder verlassen. Das geht aus Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die die Deutsche Welle abgefragt hat. Insgesamt wurden 1,157 Millionen geflüchtete Ukrainer erfasst. Darunter befanden sich rund 484.000 Männer und rund 672.000 Frauen. 305.000 von ihnen waren zum Einreisezeitpunkt minderjährig. 85.266 Männer befanden sich im kriegsfähigen Alter von 18 bis 26 Jahren. In der ganzen EU erhielten bislang 4,35 Millionen Ukrainer vorübergehenden Schutz.
+++ 20:40 Deutscher Drohnenhersteller kassiert 150 Millionen Euro +++
Der Drohnenhersteller Quantum Systems stellt die Weichen für den geplanten schnellen Ausbau von Forschung, Entwicklung und Produktion. Das Unternehmen sichert sich weitere 150 Millionen Euro Finanzierung, wie Quantum Systems mitteilt. Größter Geldgeber der aktuellen Runde ist die Europäische Investitionsbank EIB, die allein 70 Millionen Euro bereitstellt. Darüber hinaus sind die bundeseigene KfW sowie die Commerzbank und die Deutsche Bank beteiligt. Die Vereinbarung soll unterstreichen, dass "kritische Sicherheits-Infrastruktur" in Europa finanziert werden müsse, wie es in der Mitteilung heißt. Das in Gilching bei München ansässige Unternehmen stellt bisher Aufklärungs- und Überwachungsdrohnen für militärische und nichtmilitärische Zwecke her, die Bewertung überschritt nach Firmenangaben im vergangenen Jahr die Schwelle von drei Milliarden Euro. In der Ukraine sind Quantum-Drohnen seit 2022 im Einsatz. Für dieses Jahr hatte Quantum Systems bereits ein Abfangsystem für Angriffe oder Störflüge anderer Drohnen angekündigt.
+++ 20:12 Selenskyj: "Moskau meldet sich nicht" für Friedensgespräche - "wir hören nur Oreschniks" +++
Die Ukraine ist zu Verhandlungen mit Russland bereit, um den Krieg zu beenden, doch der Kreml äußert sich nicht bezüglich eines möglichen Treffens in der kommenden Woche. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Unser Verhandlungsteam arbeitet unermüdlich, die Leute stehen in Kontakt mit der amerikanischen Seite. Die Ukraine ist zu einem Treffen bereit", sagt Selenskyj. "Leider haben wir von Russland noch immer keine konkreten Antworten darauf erhalten, was für nächste Woche vorgeschlagen wird. Bisher hören wir nur von weiteren Manövern mit Oreschnik. Hier geht es definitiv nicht um Frieden."
+++ 19:50 Pistorius stellt Ukraine fünf weitere Abfangraketen in Aussicht +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius stellt der Ukraine die Lieferung von fünf weiteren PAC-3-Abfangraketen in Aussicht. Die Zusage sei jedoch an die Bedingung geknüpft, dass andere Länder insgesamt 30 dieser Flugkörper spenden, sagt Pistorius in Brüssel. Deutschland werde sich zudem an einem Projekt zum Schutz von Großstädten in der Ukraine beteiligen.
+++ 19:22 Macron "optimistisch": Bald neue Schulden, um Ukraine zu helfen? +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigt sich zuversichtlich, dass es in der EU bald eine Einigung für die weitere Aufnahme gemeinsamer Schulden gibt. "Also ich bin da optimistisch", sagt Macron nach Beratungen mit den Staats- und Regierungschefs der anderen EU-Staaten in Belgien. Im vergangenen Jahr hätten die Mitgliedstaaten bereits wiederholt grünes Licht für Gemeinschaftsschulden gegeben. Konkret verwies Macron auf eine Entscheidung des Europäischen Rats im Dezember, mit sogenannten Eurobonds finanzielle Unterstützung für die Ukraine zu organisieren. Auch der milliardenschwere EU-Verteidigungsfonds Safe sei "eine Art Eurobonds", sagt der französische Präsident. Die Ziele müssten jeweils klar definiert werden, doch dann seien gemeinsame Schulden als Mittel mittlerweile anerkannt.
+++ 18:58 Ukraine produziert zu wenig Strom +++
Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bürger. Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagt Energieminister Denys Schmyhal auf der Sitzung des parlamentarischen Energieausschusses. Millionen Ukrainer haben länger als 20 Stunden täglich keinen Strom. Erst für den Frühling wird eine leichte Besserung erwartet.
+++ 18:36 Linke: Merz soll mit Xi über Russland sprechen +++
Linken-Chef Jan van Aken fordert von Kanzler Friedrich Merz, Chinas Präsident Xi Jinping zu einem Ukraine-Gipfel einzuladen. "Merz sollte auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Initiative ergreifen, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping einzuladen, zusammen mit der EU einen Friedensgipfel für die Ukraine zu organisieren", sagt van Aken in Anspielung auf das geplante Treffen des Kanzlers mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi. Um die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine einen entscheidenden Schritt voranzubringen, müsse man China mit ins Boot holen. "Russland wiederum ist in hohem Maße von China abhängig. Wenn Xi Jinping einlädt, muss Wladimir Putin kommen", fügt er hinzu.
+++ 18:08 Zehntausende Haushalte in Kiew wieder an Stromnetz angeschlossen +++
107.000 Haushalte in Kiew sind nach einem russischen Angriff in der vergangenen Nacht ohne Strom. Der größte Teil wird nun wieder mit Energie versorgt, teilt DTEK mit. Der Energieversorger spricht von 100.000 Familien, die wieder am Netz hängen sollen. Der Ausfall traf auch die Heizungen in 2600 Wohnblöcken.
+++ 17:45 Belgorod: Mehr als 220.000 Menschen nach Angriff ohne Strom +++
In der russischen Region Belgorod sind örtlichen Behördenangaben zufolge nach einem ukrainischen Angriff mehr als 220.000 Menschen ohne Strom. Die Attacke habe einen Unfall in einem Umspannwerk verursacht, erklärt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. "Die Reparaturarbeiten dürften mindestens vier Stunden dauern", fügt er hinzu.
+++ 17:20 Deepstate: Russen dringen bei Pokrowsk vor +++
Die Militäranalysten von Deepstate registrieren ein weiteres Vordringen russischer Streitkräfte. Bei Pokrowsk in Donezk und Robotyne im Gebiet Saporischschja hätten die Kremlkräfte Geländegewinne erzielt, teilen die Analysten auf Telegram mit.
+++ 16:55 Deutsche Firma liefert Bodenroboter an die Ukraine +++
Das deutsche Rüstungsunternehmen ARX Robotics hat ein Bodenrobotersystem an eine ukrainische Brigade übergeben. "Ich freute mich, meinen Besuch in Deutschland mit einem Besuch bei ARX Robotics zu beginnen, einem Rüstungsunternehmen, das Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte liefert", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. "Ich bin dankbar für die heutige Spende eines unbemannten Bodensystems, GEREON RCS." Die Systeme hätten sich an der Front als "sehr effektiv" erwiesen, erklärt der Minister weiter. "Sie haben bereits das Leben verwundeter ukrainischer Verteidiger gerettet, Nachschub geliefert und andere wichtige Missionen durchgeführt." Die Partnerschaft zwischen dem Unternehmen und der Ukraine solle nun ausgebaut werden.
+++ 16:33 Moskau: Sechs Kinder kehren zu Familien zurück - Dank an Melania Trump +++
Die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa kündigt die Zusammenführung von sechs weiteren Kindern mit ihren Familien an. Ein Kind kehre nach Russland zurück, fünf würden mit ihren Familien in der Ukraine vereint, teilt sie auf Telegram mit. Lwowa-Belowa dankt dabei der US-First-Lady Melania Trump für ihr "unerschütterliches Engagement und aktive Beteiligung". Trump hatte sich im August in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die durch den Krieg von ihren Familien getrennten Kinder eingesetzt. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, Tausende Kinder verschleppt zu haben, was der Kreml bestreitet.
+++ 16:11 Kreml nutzt Epstein-Akten für Desinformation über Ukraine +++
Zahlreiche prorussische Beiträge in Onlinediensten nutzen einer aktuellen Studie zufolge die Akten über Jeffrey Epstein für die Verbreitung antiukrainischer Verschwörungserzählungen. Millionenfach aufgerufene Beiträge auf Facebook, X und Tiktok zitieren Dokumente der Epstein-Akten als angebliche Beweise für die Falschbehauptung, Russland habe ukrainische Kinder durch "Evakuierungen" vor einem Sexhandel-Netzwerk bewahrt, heißt es in einer Studie des Instituts für Strategischen Dialog (ISD). Ukrainische Behörden werfen dem Kreml vor, seit Kriegsbeginn mehr als 20.000 Kinder nach Russland verschleppt zu haben. Moskau gibt jedoch an, die ukrainischen Kinder "gerettet" zu haben. In den nun kursierenden Onlinebeiträgen wird dem ISD zufolge behauptet, die Epstein-Akten würden das Narrativ des Kreml beweisen: Die Akten belegten, dass "Putin keine Kinder aus der Ukraine entführt, sondern sie evakuiert hat, um sie vor dem Verkauf in den Kinderhandel zu schützen", heißt es beispielsweise in einem X-Post, der über drei Millionen Mal geklickt wurde.
+++ 15:37 Sharma: "Ukraine sieht Ungarn als Handlanger Putins" +++
Nach einer vermeintlichen Feuerpause greifen russische Streitkräfte erneut Energieanlagen in der Ukraine an. "In Kiew sind fast 2600 Wohnanlagen von der Wärmeversorgung abgeschnitten", berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma. Derweil versucht Viktor Orban, einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine abzuwenden.
+++ 15:37 Ukrainer soll für Russland spioniert haben - Urteil gefallen +++
Ein 51-jähriger Ukrainer, der als Agent des russischen Geheimdienstes tätig war und im Oktober 2023 in Saporischschja festgenommen wurde, ist zu 15 Jahren Haft und Einziehung seines Vermögens verurteilt worden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann russische Raketen- und Bombenangriffe auf die Stadt und ihre Vororte ermöglicht hatte. Zu den ausgespähten Zielen gehörten temporäre Stützpunkte von Personal und militärischer Ausrüstung des ukrainischen Heers. Um Informationen zu sammeln, installierte der Verurteilte entlang einer Autobahn getarnte Videokameras mit Fernzugriff für Russland. Der Geheimdienst erwischte ihn auf frischer Tat, als er sich einer Kamera näherte, um herauszufinden, warum keine Onlineverbindung nach Russland bestand.
+++ 15:13 Ariane Group entwickelt ballistische Raketen +++
Der Raketenhersteller Ariane Group bringt sich als Hersteller eines europäischen ballistischen Raketenprogramms mit Reichweiten von vielen tausend Kilometern ins Gespräch. Die Entwicklungsarbeiten an dem MBT genannten Programm laufen, bis zur Serienreife würden aber noch mehrere Jahre vergehen. Das sagt der Militärspartenchef Vincent Pery in München. Demnach sind mehrere europäische Regierungen interessiert. Nach Worten des Managers gab es bereits Vorgespräche, auch mit der Bundesregierung. Im Gegensatz zu Marschflugkörpern werden ballistische Raketen in große Höhen außerhalb der Atmosphäre von üblicherweise über 1000 Kilometern geschossen. Sie erreichen ihr Ziel großenteils ohne Antrieb auf der ballistischen Flugbahn. Die Raketen könnten innerhalb weniger Minuten Ziele in mehr als 1000 Kilometern Entfernung erreichen, sagte Pery. Ariane Group ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus und dem französischen Triebwerkshersteller Safran.
+++ 14:45 Bericht: Bundeswehr fehlen Freiwillige für Panzerbataillons +++
Zur Abschreckung Russlands wird erstmals eine Bundeswehrbrigade im Ausland stationiert. Doch für die Aufstellung des Kampfverbands an der Nato-Ostflanke in Litauen haben sich nach "Spigel"-Informationen bisher deutlich zu wenige Soldatinnen und Soldaten freiwillig gemeldet. "Freiwilligenbewerbungen sind nicht ausreichend", heißt es in vertraulichen Statistiken des Heeres über die Zahl der Soldaten, die sich für einen zweijährigen Einsatz an der Nato-Ostflanke gemeldet haben. Besonders bei den Mannschaftsdienstgraden, die den Großteil der Brigade stellen, sind die Zahlen zu niedrig. Konkret geht es um die Besetzung der Dienstposten für das Panzerbataillon 203 und das Panzergrenadierbataillon 122. Laut den Papieren erreichen die bisherigen Freiwilligenmeldungen nur zwischen 28 und 47 Prozent. Die beiden Einheiten sollen dieses Jahr mit Soldaten bestückt werden und 2027 voll ausgerüstet in den Einsatz an der Ostflanke gehen.
+++ 14:30 Russland wittert Ölgeschäft in Kuba +++
Russland stellt nach einem US-Ölembargo und Zolldrohungen gegen die Öllieferanten Kubas Hilfe in Aussicht. "Wir sind im Kontakt mit unseren kubanischen Freunden und wir beraten Varianten, ihnen Hilfe zu leisten", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow zu Tass. Zuvor hatte die kremlnahe Tageszeitung "Iswestija" unter Berufung auf die russische Botschaft in Kuba von möglichen Öllieferungen Moskaus nach Kuba als humanitäre Hilfe berichtet. Der Inselstaat steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise mit stundenlangen Stromausfällen und Mangelwirtschaft. Seit Dezember erhält Kuba kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Dann drohte er mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten.
+++ 14:00 Nach ukrainischem Angriff lodern Flammen nahe Raketenwerk +++
Die Ukraine nimmt wohl ein Werk für Raketen- und Luftfahrttechnik im russischen Mitschurinsk ins Visier. Kurz darauf brennt ein Einkaufszentrum in der Nähe lichterloh. Aufnahmen zeigen die Einschläge, gefilmt offenbar aus einem Wohnhaus in Sichtweite.
+++ 13:37 Ukraine: Verbliebene Russen in Kupjansk sind eingekesselt +++
Eine kleine, nicht kampffähige Gruppe russischer Truppen bleibt in der Stadt Kupjansk im Gebiet Charkiw umzingelt. Das erklärt Viktor Trehubow, Sprecher der ukrainischen Streitkräfte. "Kupjansk steht unter ukrainischer Kontrolle. Eine kleine Gruppe Russen (wir können sagen, dass es derzeit die einzige ist) hält sich noch in mehreren Hochhäusern im Stadtzentrum auf. Sie sind am Leben, aber außer dem Schutz ihres eigenen Lebens zu nichts weiter in der Lage." Trehubow fügt hinzu, dass die russischen Truppen aus den Außenbezirken von Kupjansk gedrängt worden seien. Er sagt, die russischen Streitkräfte versuchten, östlich der Stadt in Richtung Kupjansk-Wuslowyj vorzustoßen. Behauptungen des Kremls, russische Soldaten hätten die Siedlung bereits besetzt, seien falsch.
+++ 13:11 Orban gegen EU-Geld für die Ukraine - Ungarn nimmt es aber gern +++
Europa sollte die Ukraine nach den Worten des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban nicht mehr finanziell unterstützen, wenn es seine eigene Wirtschaft ankurbeln möchte. "Schicken Sie Ihr Geld nicht an andere, wenn Sie es für Ihre Wettbewerbsfähigkeit brauchen, also schicken Sie das Geld nicht an die Ukraine", sagt Orban am Rande eines Treffens mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs zu Reportern. Orban ist der engste Verbündete von Kreml-Chef Wladimir Putin in der EU. Der nationalistische ungarische Regierungschef hat sich immer wieder gegen eine Unterstützung der Ukraine durch die EU ausgesprochen. Ungarn selbst ist allerdings einer der Hauptprofiteure von EU-Geld. Das Land soll zwischen 2021 und 2027 aus mehreren Töpfen gut 27 Milliarden Euro erhalten. Ungarn war 2025 erstmals seit EU-Beitritt 2004 Nettozahler. Das lag allerdings daran, dass zahlreiche Beträge eingefroren sind, weil Ungarn gegen EU-Regeln verstößt. Etwa 18-20 Milliarden Euro werden deswegen nicht an Ungarn freigegeben.
+++ 12:33 AfD-Unterstützung im Wahlkampf - Hacker deckt russische "Doppelgänger"-Kampagne auf +++
Ein Hacktivist hat die russische Desinformationskampagne "Doppelgänger" infiltriert und weitgehenden Zugriff auf deren Propaganda-Angebote erlangt, wie er dem "Spiegel" und dem ZDF vorführte. Zudem übergab er Hunderte Gigabyte an Daten. Die sogenannte "Doppelgänger"-Kampagne läuft bereits seit 2022. Ihren Namen erhielt sie, weil sie teils Nachrichtenseiten bekannter Medien kopierte und mit erfundenen Beiträgen bestückte. Trotz Sanktionen gegen die Moskauer Firmen, die im Auftrag des Kreml die Kampagne steuern, läuft diese weiter, wie der Hacktivist demonstrierte. Über deutschsprachige Domains wie "Östlicher Wind", die wie ein Nachrichtenangebot anmutet, wird etwa zugunsten der AfD Einfluss auf den laufenden Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg genommen. In einem wohlwollenden Beitrag über den dortigen AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier heißt es: "Nur diese Partei" gebe den Menschen "Hoffnung auf eine bessere Zukunft". Generell werden auf den deutschsprachigen Seiten der Desinformationskampagne auffallend viele AfD-Politiker zitiert, die schon lange wegen ihrer Russlandnähe in der Kritik stehen.
+++ 12:05 Treffen in einer Woche: Russen geben Trumps "Friedensrat" einen Korb +++
Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärt, Russland plane nicht, eine Delegation zum ersten Treffen des von Donald Trump ins Leben gerufenen "Friedensrats" zu entsenden. Sacharowa fügt gegenüber den staatlichen russischen Nachrichtenagenturen Ria und Interfax hinzu, dass Moskau seine Haltung zu diesem Gremium noch nicht endgültig festgelegt habe. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte zuvor bereits, dass eine Teilnahme Wladimir Putins an der Veranstaltung nicht geplant sei. Medienberichten zufolge soll die erste Sitzung des Gremiums, das auf Initiative Trumps als Plattform zur Lösung internationaler Konflikte eingerichtet wurde, am 19. Februar in Washington stattfinden. Experten vermuten, dass der US-Präsident ein Gremium parallel zur Nato aufzubauen versucht, in dem er alle Zügel in der Hand hält.
+++ 11:29 "Russland hat 40 Eisbrecher vor Ort, Europa keinen" +++
Die Arktis gerät immer mehr in den Fokus sowohl Russlands, als auch der USA. Auch Europa plant jetzt Operationen im hohen Norden. Was dieser Schritt aussagt und wie die Kräfte am Nordpol verteilt sind, erklärt Militärexperte Ralph Thiele.
+++ 11:01 Briten öffnen Geldbörse: 500 Millionen für Kiews Flugabwehr und Raketen +++
Das britische Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass Großbritannien der Ukraine neue Verteidigungsraketen und -systeme im Wert von über 500 Millionen Pfund (rund 574 Mio. Euro) zur Verfügung stellen wird. Verteidigungsminister John Healey sagt, Großbritannien werde erstmals 150 Millionen Pfund (172 Mio. Euro) für die Prioritätenliste der NATO für die Ukraine (PURL) bereitstellen, ein Programm, das sicherstellen soll, dass Luftabwehrraketen schnell in die Ukraine gelangen. Im Rahmen eines 390-Millionen-Pfund-Vertrags (448 Mio. Euro) werden weitere tausend leichte Mehrzweckraketen, die in Belfast hergestellt werden, an die Ukraine geliefert.
+++ 10:31 Russischer Großangriff: Hunderttausende in Odessa sind ohne Strom und Wasser +++
Infolge des massiven russischen Angriffs auf Kiew sind dem Bürgermeister zufolge fast 2600 weitere Wohngebäude in der Hauptstadt ohne Heizung. Mehr als 1100 Wohnblöcke könnten nach nächtlichen russischen Angriffen immer noch nicht beheizt werden, teilt Vitali Klitschko mit. In der südukrainischen Stadt Odessa sind nach einem russischen Angriff fast 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Das teilt der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Zudem seien fast 200 Gebäude in der Stadt ohne Heizung. Auch in der südöstlichen Stadt Dnipro hätten 10.000 Verbraucher keine Heizung mehr. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland in der Nacht 219 Drohnen und 24 ballistische Raketen ein.
+++ 10:00 Selenskyj deutet Wahlen an - Kreml tritt plötzlich auf die Bremse +++
Berichte über mögliche Wahlen im Frühjahr in der Ukraine seien "verfrüht", erklärt Kreml-Sprecher Peskow auf einer Pressekonferenz. "Es ist noch zu früh, um über die Bereitschaft der Ukraine zu sprechen, im Frühjahr Wahlen abzuhalten, da die aktuellen Informationen kaum mehr als ein Austausch von Nachrichten sind", erklärt er. "Moskau verfolgt die Informationsflüsse aufmerksam, muss sich jedoch auf Primärquellen stützen, da keine offiziellen Erklärungen zu Frühjahrswahlen abgegeben wurden." Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, der ukrainische Präsident Selenskyj signalisiere Bereitschaft zu Wahlen - als möglichen Termin wurde der 15. Mai genannt. Es wird spekuliert, dass die US-Regierung Druck auf Selenskyj macht, zeitnah Wahlen auszurufen. Dies widerspräche eigentlich der ukrainischen Verfassung, die eine Wahl zu Kriegszeiten ausschließt. Die russische Regierung säht seit langem Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Selenskyjs Präsidentschaft. US-Präsident Trump hatte diese Propagandaversuche Russlands in der Vergangenheit teilweise übernommen.
+++ 09:31 Ukrainische Drohne trifft russische Ölraffinerie in 1700 Kilometern Entfernung +++
Die Ukraine hat eine Ölraffinerie des russischen Konzerns Lukoil in Uchta mit Kamikazedrohnen getroffen. Die Stadt befindet in der Region Komi und damit mehr als 1700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Videos in sozialen Medien zeigen eine Drohne, die durch eine winterliche Landschaft fliegt. Zudem ist eine riesige Rauchsäule zu sehen, die ein Feuer in der Raffinerie zeigen soll.
+++ 09:07 Bericht zu Sanktionsumgehung: China exportiert westliche Autos nach Russland +++
Zehntausende Autos werden im Rahmen von "Graumarktgeschäften" von China nach Russland exportiert. Damit werden die Sanktionen westlicher und asiatischer Regierungen sowie die Verpflichtungen der Autohersteller zum Rückzug aus dem russischen Markt umgangen. Dies geht aus Registrierungsdaten hervor, die von Reuters geprüft wurden, sowie aus Interviews mit fünf Personen, die an diesem Handel beteiligt sind. Die Sanktionen und Unternehmenszusagen waren eine Reaktion auf die Vollinvasion Russlands in der Ukraine. Doch der florierende Handel mit diesen Fahrzeugen, darunter auch deutsche Luxusmodelle geht teilweise über informelle Netzwerke weiter, wie die Interviews und Daten des russischen Forschungsunternehmens Autostat zeigen. Die meisten werden in China hergestellt - wo viele internationale Marken gemeinsam mit lokalen Partnern Fahrzeuge bauen - oder nach der Fertigung an anderen Standorten dorthin verschifft. Eine wachsende Zahl davon sind "Gebrauchtwagen" ohne Kilometerstand - Neuwagen, die von Händlern oder Zwischenhändlern in China als verkauft registriert, dann aber als Gebrauchtwagen neu klassifiziert und exportiert werden. Gebrauchtwagen ohne Kilometerstand werden in China oft stark rabattiert angeboten. In Russland erzielen sie jedoch Preise, die denen von nie zugelassenen Neuwagen ähneln.
+++ 08:38 Kreml blickt auf Nato-Treffen: "Zwei Dinge ganz wichtig" +++
Wenn die Nato über künftige Ukraine-Hilfen berät, richtet sich auch Moskaus blickt nach Brüssel. Über einen Umstand freut man sich im Kreml jetzt schon. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet über die russische Sicht auf das Treffen.
+++ 08:06 Neben Kim, Xi und Putin? - Kreml-Sprecher spekuliert über Trump-Besuch am 9. Mai +++
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow spricht in einem Interview mit der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass vom Besuch internationaler Gäste am 9. Mai - dem "Tag des Sieges" anlässlich des Endes des Zweiten Weltkriegs. Auf die Frage, ob auch US-Präsident Trump dabei sein werde, sagt Peskow demzufolge: "Wir werden zumindest anfragen, oder er teilnehmen kann oder nicht".
+++ 07:38 Russland attackiert wieder ukrainische Energieanlagen - mehrere Verletzte +++
In der Nacht greift Russland die Ukraine erneut mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Schwere Schäden und Verletzte gibt es Behördenangaben nach in der Hauptstadt Kiew und im Schwarzmeerhafen Odessa. Zwei Menschen seien bei dem Raketenangriff auf Kiew verletzt worden, einer davon schwer, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Nach Klitschkos Angaben sind erneut Infrastrukturobjekte Ziel der Raketenangriffe. Es habe aber auch Einschläge in privaten Wohnhäusern gegeben. Kiew kämpft wegen der ständigen russischen Luftangriffe seit Wochen mit Problemen bei der Energieversorgung - sowohl beim Strom als auch bei der Heizung. Einen Verletzten gibt es auch in Odessa nach einem massiven russischen Drohnenangriff. Weiteren 23 Personen werde psychologische Hilfe nach einem Einschlag in einem neunstöckigen Wohnhaus geleistet, schreibt Gouverneur Serhej Lyssak bei Telegram.
+++ 07:11 Meta wettert gegen "Komplett-Blockade" von Whatsapp in Russland +++
Der Chatdienst WhatsApp wirft der russischen Regierung den Versuch einer Komplett-Blockade vor. Über 100 Millionen Nutzer von sicherer und privater Kommunikation auszuschließen, werde zu weniger Sicherheit für die Menschen in Russland führen, kritisiert eine Sprecherin der zum Facebook-Konzern Meta gehörenden App. Man werde alles Mögliche unternehmen, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben. Die russische Regierung schränkt bereits seit einiger Zeit nach und nach die Funktionen internationaler Messenger-Apps ein. Bei WhatsApp etwa waren Anrufe bereits nur noch über VPN-Verbindungen (Virtual Private Network) möglich. Eingeschränkt wurden auch Telegram und der Apple-Dienst iMessage. WhatsApp hat eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was bedeutet, dass nur die beteiligten Nutzer Beiträge im Klartext sehen können - aber nicht WhatsApp als Betreiber. Die russischen Behörden hatten seit Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine die Kontrolle und Zensur im Internet noch einmal drastisch verschärft. Während ausländische Dienste eingeschränkt werden, wurde in Russland der einheimische Messenger Max auf den Markt gebracht.
+++ 06:40 Ukrainische Drohnen treffen Fabrik für russische Raketensysteme +++
Unabhängige Medien und lokale Behörden berichten, dass ukrainische Drohnen in der Nacht ein russisches Militärwerk in Michurinsk im Gebiet Tambow und eine Einrichtung des Verteidigungsministeriums in Kotluban im Gebiet Wolgograd angegriffen hätten. Der Telegram-Kanal Astra berichtet unter Berufung auf Anwohner, dass das Werk JSC Progress in der Stadt Michurinsk und benachbarte Gebäude in der Nacht unter Beschuss geraten seien. Der Gouverneur des Gebiets Tambow, Jewgeni Pervyschow, berichtet, dass bei dem Angriff zwei Menschen verletzt wurden und "mehrere Gebäude" sowie ein Lebensmittelgeschäft beschädigt wurden, äußert sich jedoch nicht zum Zustand des Waffenwerks. Das JSC Progress Plant produziert Hightech-Luftfahrt- und Raketensteuerungssysteme sowie Ausrüstung für Gas- und Ölpipelines. In Kotluban sei eine "Einrichtung des Verteidigungsministeriums" infolge herabstürzender Trümmer einer abgeschossenen Rakete in Brand geraten, behauptet Gouverneur Andrej Bocharow.
+++ 06:11 Lawrow behauptet: Kennen 20-Punkte-Friedensplan bis heute nicht +++
Washington hat Moskau noch keinen neuen Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt, erklärt der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber russischen Medien. Lawrow behauptet, der Kreml habe den 20-Punkte-Plan zur Beendigung des Konflikts, den das Weiße Haus im Januar 2026 mit Kiew und Europa vereinbart hatte, nicht erhalten. Er sagt, die USA hätten den Plan nicht an Russland weitergeleitet, behauptet aber gleichzeitig, das Dokument entspreche nur den Interessen Kiews und Europas. Das deutet darauf hin, dass Moskau mit dessen Inhalt zumindest vertraut ist. Im Gespräch mit russischen Journalisten beruft sich Lawrow erneut auf den "Geist von Anchorage", der seiner Meinung nach "einen Weg zum Frieden eröffnet" habe. Im August 2025 traf sich der damalige Präsident Donald Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Anchorage, Alaska. Die beiden diskutierten unter anderem die Bedingungen für ein Ende des Krieges gegen die Ukraine. Vereinbart wurde nichts, westliche Regierungen kritisierten jedoch, dass Trump hernach lange Zeit nahezu ausschließlich russische Positionen vertrat.
+++ 05:41 Umfrage: Mehrheit für Gespräche zwischen Merz und Putin +++
Eine große Mehrheit der Deutschen ist für direkte Gespräche zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Ukraine-Kriegs. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagen 58 Prozent der Befragten, dass sie solche Gespräche eher oder sogar voll und ganz befürworten würden. Nur 26 Prozent sprechen sich dagegen aus. Besonders groß ist der Wunsch nach direkten Kontakten zwischen Merz und Putin im eigenen Lager des CDU-Chefs Merz. Von den Wählern der Union sind der Umfrage zufolge 64 Prozent dafür, besonders niedrig ist die Zustimmung bei den Anhängern der Linken mit 47 Prozent. Angesichts der bisher erfolglosen Vermittlungsbemühungen der USA dringt Frankreichs Präsident Macron auf direkte Gespräche der Europäer mit Putin. Merz hat sich dazu skeptisch geäußert.
+++ 03:52 Massiver Luftangriff auf Kiew +++
Russland greift Kiew in der Nacht massiv mit Raketen und Drohnen an. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von Treffern in Wohn- und Geschäftsgebäuden auf beiden Seiten des Flusses Dnipro. Die ballistischen Raketen hätten Infrastruktur der Stadt zum Ziel gehabt. Der Angriff auf die Hauptstadt dauere an, teilt er mit. Reporter berichten von Explosionen in der Stadt. Das Ausmaß der Schäden ist bislang unklar.
+++ 02:00 Selenskyj will Datum für EU-Beitritt der Ukraine +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ein konkretes Datum für einen EU-Beitritt seines Landes enthalten soll. Für die Ukraine sei es wichtig, alles dafür zu tun, bis 2027 für einen EU-Beitritt bereit zu sein, schreibt er in den sozialen Medien. Zumindest die wichtigsten Schritte werde sie erreichen. "Ich will ein genaues Datum", so Selenskyj. Wenn in dem Abkommen, das die USA, Russland, die Ukraine und Europa unterzeichnen sollen, kein genaues Datum stehe, werde Russland alles dafür tun, um den Beitrittsprozess zu blockieren. Russland werde das nicht selbst, sondern über bestimmte europäische Vertreter tun. Die EU sei für sein Land eine Sicherheitsgarantie.
+++ 23:45 ISW: Russland institutionalisiert Drohnenangriffe auf Zivilisten +++
Der britische Thinktank "Institute for the Study of War" (ISW) schreibt in einer Analyse, die russische Armee institutionalisiere die "Schädigung von Zivilisten als kriegerisches Mittel". Russland erhöhe mit der Entwicklung seiner Drohnen das Potenzial für zivile Schäden. So würden die Grenzen zwischen militärischen und zivilen Zielen verwischt. Das ISW warnt, die russischen Praktiken seien leicht nachzuahmen und würden "wahrscheinlich die Wechselwirkung zwischen militärischen Operationen und dem zivilen Leben in zukünftigen Kriegen grundlegend prägen".
+++ 22:11 Ukraine meldet russischen Vorstoß über gefrorenen Fluss +++
In der Ostukraine sollen russische Truppen den zugefrorenen Fluss Siwerskyj Donez überquert haben und sich in der Ortschaft Zakitne am Südufer festgesetzt haben. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform. In den vergangenen Tagen hätten "mehrere kleine Gruppen" der russischen Armee den Fluss überquert, sie würden von ukrainischen Truppen gesucht.
+++ 21:41 London verdoppelt Zahl der in Norwegen stationierten Soldaten +++
Großbritannien wird angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Russland die Anzahl seiner in Norwegen stationierten Soldaten verdoppeln. "Die Zahl der in Norwegen stationierten britischen Soldaten wird binnen drei Jahren von 1000 auf 2000 verdoppelt", teilte der britische Verteidigungsminister John Healey mit. "Die Anforderungen an die Verteidigung steigen, und Russland stellt seit dem Kalten Krieg die größte Bedrohung für die Sicherheit der Arktis und des hohen Nordens dar", betonte Healey in einer Erklärung.
+++ 21:12 Russische Soldaten leiden unter Telegram-Einschränkungen +++
Russische Soldaten scheinen derzeit mit Kommunikationsproblemen zu kämpfen. Der "Guardian" zitiert den Kreml-treuen Kanal "Dva Majora", Telegram sei das einzig verbliebene Mittel der Abstimmung zwischen verschiedenen Einheiten. Die Einschränkung könne zu Problemen bei der Drohnenabwehr führen. Der russische Unternehmer und Blogger Iwan Utenkow schrieb auf Telegram: "An der Front herrscht das totale Chaos! Die Starlinks sind ausgefallen, und jetzt stören sie sogar Telegram! Wie sollen wir denn kämpfen? Mit Brieftauben?" Der Messenger Telegram steht in Russland unter Druck. Die Aufsichtsbehörde Roskomnadsor drosselt offenbar die Geschwindigkeit, mit der auf Telegram kommuniziert werden kann.
+++ 20:33 Video zeigt, wie Sprengsatz russischen Raketenwerfer trifft +++
Eine ukrainische Drohneneinheit will einen russischen Raketenwerfer zerstört haben. Videos zeigen, wie ein Sprengsatz abgeworfen wird und dann an dem BM-27-System detoniert.
+++ 20:05 Nato-Beamter: Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung dieses Jahr eher unwahrscheinlich +++
Ein ranghoher Nato-Beamter hat die Lage für die ukrainischen Streitkräfte als "weiter schwierig" bezeichnet. Russische Kräfte machten entlang mehrerer Abschnitte der Front weiterhin schrittweise Geländegewinne, erklärte er. Zu den begrenzten russischen Erfolgen im vergangenen Monat habe neben dem für Russland günstigen Kräfteverhältnis sehr wahrscheinlich auch das schlechte Wetter beigetragen. Dieses habe die Wirksamkeit der ukrainischen Abwehrdrohnen reduziert.
"Russische Truppen halten den Druck auf ukrainische Kräfte durch den massiven Einsatz von Drohnen und Artillerie aufrecht und setzen auf zermürbende Taktiken", sagte der Beamte. Ihre operative Wirksamkeit werde allerdings durch die Qualität des Personals, logistische Belastungen und Anpassungen der gegnerischen Kräfte begrenzt. Deshalb bleibe ein vollständiger Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung trotz begrenzter Reserven und dünner Verteidigungslinien in diesem Jahr eher unwahrscheinlich.
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