Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:24 Sachsens Innenminister Schuster: "Suchen noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne" +++

05.08.2026, 00:01 Uhr

Nach dem mutmaßlichen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle laufen die Ermittlungen auch am Fundort laut Sachsens Innenminister Armin Schuster noch auf Hochtouren. "Wir suchen noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne", so der CDU-Politiker bei der Pressekonferenz am Abend. Gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und weiteren Vertretern der Sicherheitsbehörden informierte er über die aktuelle Lage nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle.

+++ 21:19 Dobrindt nennt Drohnen-Vorfall «hybrides Anschlagsszenario" +++

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht in dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ein "hybrides Anschlagsszenario". Das sagte der CSU-Politiker am Abend vor Ort. Dass eine Drohne "bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario".

+++ 21:07 Bericht: Wrackteile von russischer Drohne in Moldau entdeckt+++

In Moldau sind einem Bericht zufolge Trümmerteile einer russischen Drohne gefunden worden. Wie "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf ein russischsprachiges Nachrichtenportal mit Sitz in Moldau meldet, wurden die Teile einer russischen "Geran 2"-Drohne in der Nähe des Dorfes Văleni im südmoldauischen Bezirk Cahul gefunden. Demnach stellten Sicherheitskräfte die Trümmerteile für eine Untersuchung sicher. Die Konstruktionsmerkmale, Materialien und Kennzeichnungen weisen laut der moldauischen Polizei darauf hin, dass es sich um eine russische Drohne handelt.

+++ 20:36 Mehr Bedrohungen seit Kriegsbeginn: Hessischer Verfassungsschutz wird um Spionageeinheit erweitert +++

Mit Blick auf eine wachsende Bedrohung durch Spionage und Sabotage aus dem Ausland stellt sich der hessische Verfassungsschutz neu auf. Künftig werde sich eine eigene Abteilung ausschließlich mit Spionage, hybriden Bedrohungen und Einflussnahme durch fremde Staaten befassen, kündigt Innenminister Roman Poseck von der CDU an. Einzelheiten will der Minister morgen bei einer Pressekonferenz im Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Wiesbaden erläutern. Bei dem Termin ist auch LfV-Präsident Bernd Neumann dabei. "Desinformationskampagnen, Cyberangriffe und Spionage aus dem Ausland haben sich mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verschärft", so Poseck vor einigen Wochen.

+++ 20:19 Selenskyj: Habe bei Nato-Chef um weitere Luftabwehrraketen gebeten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt mit, er habe mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Möglichkeit gesprochen, weitere Luftabwehrraketen zu beschaffen. "Mark ist über die Bedrohungen gut informiert, und wir haben unsere Bemühungen in Bezug auf Länder koordiniert, die über die erforderlichen Raketen und die Fähigkeit zur Hilfe verfügen", schreibt Selenskyj auf X. "Es ist entscheidend, jegliche Bürokratie zu beseitigen und die erforderlichen politischen Entscheidungen zu treffen." Rutte erklärte auf X, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine weiterhin die Luftabwehrmittel beschaffen können, die sie dringend benötige. Zuvor waren nach ukrainischen Angaben bei schweren russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und die umliegende Region sind mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 40 Menschen verletzt worden.

+++ 19:53 Russland: Beschuss von drei weiteren Frachtern im Schwarzen Meer +++

Russische Streitkräfte treffen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau drei weitere Frachtschiffe im Schwarzen Meer. Das Ministerium veröffentlicht Videoaufnahmen der Einschläge, nennt aber keine weiteren Details. Russland und die Ukraine verstärken derzeit ihre gegenseitigen Angriffe auf die Schifffahrt. Die Eskalation treibt die weltweiten Weizenpreise in die Höhe und droht, das Schwarze Meer nach der Straße von Hormus zu einem weiteren strategischen Engpass für den Welthandel zu machen, der kriegsbedingt blockiert wird.

+++ 19:15 Politikanalystin über gezielte Jagd auf Zivilisten: "Human Safari" trainiert auch Künstliche Intelligenz +++

Das russische Militär führt gerade eine beispiellose Angriffswelle auf die Ukraine. Die Armee feuert aktuell so viele Raketen auf das Land ab innerhalb weniger Tage wie sonst binnen Monaten. Politikanalystin Oxana Huss blickt auf diese neue Angriffswelle und die gezielte Jagd auf Zivilisten mit Drohnen, mit der das russische Militär auch ihre Künstliche Intelligenz gezielt trainiere:

+++ 18:46 Insider: Russische Raffinerie Saratow nach Drohnenangriff stillgelegt +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff am 2. August hat die russische Raffinerie in Saratow Insidern zufolge die Verarbeitung von Rohöl unterbrochen. Die Attacke habe Produktionsanlagen des größten russischen Ölkonzerns Rosneft beschädigt und Brände ausgelöst, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Reparatur der einzigen Rohöl-Destillationsanlage der Raffinerie dürfte zwei bis drei Wochen dauern. Rosneft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Im Juli hatte ein ähnlicher Angriff zu einer Betriebsunterbrechung geführt.

+++ 18:29 Nach Drohnen-Vorfall in Leipzig: Kiesewetter fordert Nato-Konsultationen +++

Nach dem Fund einer Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung am Leipziger Flughafen fordert der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter die Bundesregierung auf, die Nato-Bündnispartner nach Artikel 4 des Nordatlantikvertrags zu konsultieren. "Deutschland sollte zumindest Artikel-4-Konsultationen in der Nato anstrengen", sagte Kiesewetter der "Augsburger Allgemeinen". Denn die Zunahme hybrider Angriffe und das "Austesten aus Russland" führe "immer mehr zu einer Gewöhnung und damit Unterminierung unserer Sicherheit". Artikel 4 des Nato-Vertrags erlaubt es jedem Mitgliedsland, Konsultationen mit den Bündnispartnern zu verlangen, wenn es seine territoriale Unversehrtheit bedroht sieht. Es gilt als Vorstufe zum Bündnisfall nach Artikel 5.

+++ 17:52 Erfolg der ukrainischen Geheimdienstoffensive legt Russlands Schwächen offen +++

Nach 40 Tagen beendet die Ukraine nach eigenen Angaben ihre Geheimdienstoffensive gegen Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt allen beteiligten Kräften. Die Strategie der Ukraine zeigt deutlich, wo Russlands Schwachstellen liegen.

+++ 17:21 Kämpfe im Osten: Ukraine evakuiert Familien aus Kramatorsk +++

Angesichts russischer Angriffe hat die Ukraine eine Evakuierung von hunderten Familien aus der ostukrainischen Stadt Kramatorsk angeordnet. "Das ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung", erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin. "Die Sicherheitslage verschlechtert sich, deswegen ist es inakzeptabel, Kinder unter der ständigen Bedrohung russischer Angriffe zu lassen." Den Angaben zufolge sollen 525 Kinder und ihre erwachsenen Begleiter in Sicherheit gebracht werden. Zuletzt waren russische Truppen in der Region vorgerückt, laut dem der ukrainischen Armee nahestehenden Online-Portal für militärische Analysen "DeepState" befinden sie sich nur noch 20 Kilometer vom östlichen Rand von Kramatorsk entfernt.

+++ 16:43 Nach Autobombenanschlag: Drohnen-Hersteller kündigt Rache an +++

Nachdem der Chef eines russischen Drohnen-Herstellers bei einem Anschlag mit einer Autobombe schwer verletzt worden ist, kündigt das Unternehmen Rache an. Bei dem Mordanschlag auf Generaldirektor Wladimir Tkatschuk starb der Fahrer des Wagens, er selbst überlebte die Attacke, wie Tkatschuks Telegram-Kanal schreibt. In der Mitteilung wird der Ukraine vorgeworfen, hinter dem Anschlag zu stecken. Auf die Produktion der Drohnen hat der Anschlag demnach keine Auswirkung. Zudem kündigt der Telegram-Kanal des Unternehmers Rache an. Tkatschuks Unternehmen ist mit westlichen Sanktionen belegt. Persönliche Daten des Russen sind auch auf einer ukrainischen Seite für Feinde der Ukraine gelistet - mit der Information, dass sein Auto explodiert sei, er aber überlebt habe.

+++ 16:05 Militärexperte Thiele: Drohnenangriff auf Zivilisten zeigt "Realität an der Front" für Soldaten +++

Die Empörung ist groß über den russischen Drohnenangriff auf einen ukrainischen Zivilisten. Der Gemüsehändler wurde bei der Attacke schwer verletzt. Aus Sicht des Militärexperten Ralph Thiele setzt Russland gezielt auf solche Attacken, um die Zivilbevöllkerung aus einem Gebiet zu vertreiben. Das Video zeige die Realität an der Front für die Soldaten im Ukraine-Krieg, so der Oberst a.D. im Interview bei ntv. Sorgen müsse bereiten, sagt der Experte, wozu Drohnen in Zukunft wohl fähig sein werden.

+++ 15:41 Ukrainischer Botschafter zu Drohnen-Vorfall in Leipzig: "Wer könnte es sein außer Russland?" +++

Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksii Makeiev, vermutet Russland hinter dem Drohnen-Vorfall. «Ich hoffe, dass auch all die Behörden in Deutschland jetzt die Tatsachen feststellen. Aber wer könnte es noch sein außer Russland?», sagte er dem Nachrichtensender Welt TV. 

+++ 15:02 Autobombe explodiert: Chef von russischer Drohnenfabrik schwer verletzt +++

Bei der Explosion einer Autobombe in der Nähe der russischen Stadt Jekaterinburg ist der Chef eines Drohnen-Herstellers schwer verletzt und sein Fahrer getötet worden. Wladimir Tkatschuk, Leiter des Unternehmens Uraldronzavod, liege auf der Intensivstation, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Insider bei den Rettungsdiensten. Der Angriff auf seinen Mercedes ereignete sich Medienberichten zufolge bereits gestern, wurde aber erst heute bekannt. Tkatschuks Firma stellt sogenannte "Vampir"-Drohnen her. Diese werden von einem Piloten über eine Videobrille mit Echtzeitübertragung gesteuert und von den russischen Streitkräften im Krieg gegen die Ukraine in großem Umfang eingesetzt. Es handelt sich um das zweite Attentat auf einen russischen Drohnenentwickler innerhalb einer Woche. Russland macht die Ukraine regelmäßig für derartige Anschläge auf hochrangige Militär- und Rüstungsvertreter verantwortlich. Eine Stellungnahme aus Kiew zu dem Vorfall liegt bislang nicht vor.

+++ 14:39 Anschlagsversuch auf ukrainische Frachtmaschinen? Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen +++

Ein mutmaßlicher Anschlagsversuch mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Sicherheitsbehörden alarmiert. Nach dem Vorfall in der Nacht zum Mittwoch übernahmen die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen. Der "Bild"-Zeitung zufolge wurde die Drohne in unmittelbarer Nähe zu ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt. Zudem ist den Behörden zufolge eine Frachtmaschine in der Nähe des Airports in der Luft mit einem "unbekannten Flugobjekt" zusammengestoßen und wurde leicht beschädigt. Der Flughafen gehört zur kritischen Infrastruktur und ist wichtiges Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine,

+++ 13:55 Putin ernennt neue Kommandeure für seinen Angriffskrieg +++

Russland will in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine schlagkräftiger werden durch eine Bündelung der Logistiktruppen und anderer Einheiten im Unterstützungsbereich. Kremlchef Wladimir Putin gibt die neue Struktur bei einem Treffen mit der Militärführung bekannt und ernennt Waleri Solodschuk zum Chef dieser rückwärtigen Dienste. Künftig sollten alle diese Dienste im Hinterland "in einer Hand" liegen, sagt Putin nach Kremlangaben. Unter den aktuellen Bedingungen sei das eine "Kampfaufgabe". Der Präsident erklärt auch, dass Russland seine Streitkräfte ausgehend von den Kriegserfahrungen und Erfordernissen an der Front neu strukturiere.

+++ 13:34 Vize-Minister: Warschau und Washington sprechen über ständige US-Stützpunkte in Polen +++

Polen und die USA führen nach Angaben aus Warschau Gespräche über die Einrichtung ständiger US-Stützpunkte in Polen. "Wir haben die Vorbereitungsphase bereits hinter uns, ganz zu schweigen von dem schon lange bekundeten politischen Willen", sagt der polnische Vize-Verteidigungsminister Pawel Zalewski dem Sender TVP Info. Sein Land sei von Washington über die Bildung eines US-Teams informiert worden, das der Partner bei den Gesprächen sein werde. "Wir wissen, dass wir über mehrere Stützpunkte sprechen wollen, über eine schrittweise Umwandlung (der derzeitigen) US-Stützpunkte in permanente Stützpunkte", fügt Zalewski hinzu. Warschau und Washington tauschten bereits ihre "Vorschläge" aus, die aber "noch nicht offiziell" seien.

+++ 13:06 Selenskyj: Lieferungen von Flugabwehrraketen sinken drastisch +++

Die Ukraine erhält nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj derzeit nur noch ein Drittel so viele Flugabwehrraketen wie im Jahr 2025. Er drängt die Politiker der verbündeten Länder dazu, weitere Lieferungen zu genehmigen. "Dies betrifft nicht nur diesen Sommer, sondern die gesamte erste Hälfte des Jahres 2026", erklärt Selenskyj auf X nach einem tödlichen russischen Angriff auf Kiew.

+++ 12:39 Putin ernennt Ljamin zum Chef der neuen Drohnen-Streitkräfte +++

Der russische Präsident Wladimir Putin ernennt Denis Ljamin zum Leiter der neu gegründeten Drohnen-Streitkräfte. Diese Teilstreitkraft ist für den Einsatz von unbemannten Systemen zuständig. Ljamin war zuvor Stabschef der Truppengruppe "Zentrum" der russischen Streitkräfte.

+++ 12:12 Ukrainische Drohnen treffen mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie +++

Die Ukraine hat Russland in der Nacht mit großen Drohnenschwärmen angegriffen und mehrere Logistikzentren und eine Raffinerie getroffen. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilt mit, es seien 475 feindliche Drohnen abgefangen worden. Von Luftalarm betroffen waren demnach der Westen und das Zentrum des europäischen Russlands. Die Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Die genannte Zahl lässt aber auf einen massiven ukrainischen Angriff schließen. In Ufa in der Teilrepublik Baschkortostan, etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt, wurde nach Angaben russischer Telegramkanäle eine Raffinerie getroffen. Fotos zeigen eine hohe Rauchsäule über der Anlage von Baschneft-Novoil. Offiziell teilt Republikchef Radij Chabirow mit, dass Drohnentrümmer auf ein Industriegelände gefallen seien und einen Brand ausgelöst hätten. Tote oder Verletzte gebe es nicht, schreibt er in sozialen Netzwerken.

+++ 11:32 Von der Leyen verurteilt russische "Gräueltaten" +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt die nächtlichen russischen Angriffe auf die Region Kiew scharf und sichert der Ukraine ihre Unterstützung zu. Die Angriffe mit mindestens 17 Toten seien "schreckliche Gräueltaten", erklärt von der Leyen auf X. "Russland muss für die Zerstörung bezahlen", fügt sie hinzu. Unabhängig von den tödlichen Angriffen in der Nacht verkündet Brüssel die Auszahlung weiterer Hilfen für die Ukraine aus Zinsgewinnen, die auf eingefrorene russische Vermögen in der EU zurückgehen. Die EU werde der Ukraine weitere 1,4 Milliarden Euro aus diesen Zinsgewinnen auszahlen, teilt die EU-Kommission mit. Sie stammen demnach aus dem ersten Halbjahr 2026.

+++ 10:44 Kiew wehrlos - Angriff wird in Russland zynisch gefeiert +++

Die vom ukrainischen Präsidenten Selenskyj ausgerufene 40-tägige Offensive gegen Russland setzt zwar einige Erfolge, gleichzeitig aber ist die Ukraine selbst russischen Luftangriffen zusehend schutzlos ausgeliefert. Entsprechend verheerend sind die jüngsten Angriffe, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz erklärt.

+++ 10:33 Nato-Sprecher: Drohne nahe ukrainischem Flugzeug am Leipziger Flughafen +++

Am Leipziger Flughafen ist eine Drohne nach Angaben eines Nato-Sprechers in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs gesichtet worden. Die Polizei habe das Fluggerät in der Nacht gesichert. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Morgen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein.

+++ 10:19 Ukrainischer Generalstab meldet fast 260 Front-Gefechte +++

Im Laufe des vergangenes Tages hat es zwischen ukrainischen und russischen Truppen offenbar 259 Gefechte an der Front gegeben. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Besonders schwer umkämpft waren demnach Pokrowsk und Kostiantynivka.

+++ 09:25 Selenskyj beklagt erneut Mangel an Flugabwehrwaffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt erneut den Mangel an Flugabwehrwaffen gegen Russlands ballistisches Raketenarsenal. "Abfangmunition für ballistische Raketen hätte die Leben derjenigen retten können, die heute getötet wurden", schreibt er in sozialen Netzwerken. Die Partner der Ukraine müssten verstehen, dass jede verspätete Lieferung, jede Weigerung, Raketenabwehr bereitzustellen, zu Tod und Zerstörung führe. Seinen Angaben nach wurden nach dem nächtlichen Angriff auf die Hauptstadt Kiew und das Umland bereits 17 Tote gezählt. Es gebe 44 Verletzte.

+++ 09:04 Russland: Haben drei Frachter nahe Odessa beschädigt +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nähe der ukrainischen Hafenstadt Odessa drei Frachtschiffe beschädigt. Zudem seien in Kiew und Umgebung mehrere Logistikzentren und Versorgungseinrichtungen angegriffen und beschädigt worden. Sie seien für militärische Zwecke genutzt worden, teilt das Ministerium mit.

+++ 08:22 Armee: Ukraine konnte bei nächtlichem russischem Angriff keine einzige Rakete abschießen +++

Bei dem russischen Angriff auf die Region Kiew in der Nacht mit mindestens 15 Toten konnte die ukrainische Armee nach eigenen Angaben keine einzige Rakete abschießen. Die russische Armee habe die Ukraine mit 115 Drohnen und 28 Raketen angegriffen, 98 Drohnen seien abgefangen worden, erklärt die Luftwaffe. Kiew klagt seit längerem über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung.

Feuerwehrleute-loeschten-einen-Brand-nachdem-russische-Raketen-ein-Lagerhaus-getroffen-hatten
Feuerwehrleute löschen einen Brand, nachdem russische Raketen ein Lagerhaus getroffen haben. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 08:05 Ukraine: Nordkorea verlegt Raketeneinheit nach Westrussland +++

Eine nordkoreanische Raketeneinheit hat dem ukrainischen Geheimdienst zufolge mit der Verlegung in den Westen Russlands begonnen und könnte für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt werden. Die Einheit könne mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, erklärt Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst. Demnach plant Russland, die rund 90 nordkoreanischen Soldaten in der westrussischen Region Woronesch zu stationieren. Russland hat seit Ende 2023 bereits zahlreiche nordkoreanische Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Die Entsendung einer eigenen Einheit wäre eine Ausweitung der ohnehin umfassenden militärischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Sie hatten 2024 einen gegenseitigen Verteidigungspakt unterzeichnet. Ukrainischen Angaben zufolge hat Nordkorea zudem Millionen Artilleriegranaten geliefert und 14.000 Soldaten in die russische Region Kursk entsandt.

+++ 07:32 Gemüsehändler attackiert - "Menschensafari"-Opfer zeigt sich nach brutalem Angriff +++

Ein Video sorgt in der Ukraine aktuell für Entsetzen und Wut: Es zeigt, wie ein Gemüsehändler in der Stadt Cherson von einer Drohne verfolgt wird. Die Ukraine spricht von einer gezielten Terror-Kampagne Russlands gegen Zivilisten. Der Mann aus dem Video überlebt den Angriff und spricht über seine Erlebnisse.

+++ 07:05 Rettungsdienst meldet 14 Tote bei russischem Angriff auf Region Kiew +++

In der Region Kiew sind nach Angaben des Rettungsdienstes 14 Menschen getötet worden. 27 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Rettungsdienst auf Telegram mit. Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew bei dem Luftangriff in der Nacht beschädigt worden.

Smoke-rises-in-the-city-during-a-Russian-missile-strike-amid-Russia-s-attack-on-Ukraine-in-Kyiv-Ukraine-August-5-2026
Rauch steigt während eines russischen Raketenangriffs über Kiew auf. (Foto: REUTERS)

+++ 06:39 Gouverneur: Lager des Onlinehändlers Wildberries brennt in Tula +++

In der russischen Region Tula ist nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Brand geraten. Ein Mensch sei verletzt worden, teilt Dmitri Miljajew auf Telegram mit. Der russische Marktführer Wildberries bestätigt den Angriff auf Telegram. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, die Lieferströme würden umgeleitet. Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt. Miljajew zufolge wurden zudem zwei Industrieanlagen in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie zwei Wohnhäuser in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt.

+++ 05:39 Luftangriffe in der Nacht: Todesfall im Bezirk Butscha +++

Nach Angaben der ukrainischen Regionalbehörde kommt in der Nacht im Bezirk Butscha ein Mensch ums Leben - offenbar durch ballistische Raketen. Die Ukraine drängt bei ihren Verbündeten seit Monaten auf die Lieferung von weiteren US-Patriot-Raketen, um den eigenen Luftraum besser gegen Angriffe schützen zu können.

+++ 04:58 Raketenangriff: Zahl der Verletzten steigt in Kiew +++

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Zahl der Verletzten steigt auf 22, meldet die Militärverwaltung. Zudem soll es Schäden in mindestens sieben Bezirken der ukrainische Hauptstadt geben. Die Luftabwehr ist im Einsatz.

+++ 02:43 Raketen treffen Kiew - eine Person stirbt +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew stirbt nach ukrainischen Angaben eine Person, zwölf Menschen seien zudem verletzt. In mehreren Stadtteilen sollen Gebäude schwer beschädigt worden sein, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Russland äußert sich zu dem Vorfall bisher nicht.

+++ 01:56 "Wahrscheinlich Raketeneinschlag": Wohnhaus in Kiew in Flammen +++

In einem 20-stöckigen Wohnhaus in Kiew ist nach Angaben von Vitali Klitschko ein Feuer ausgebrochen. Ursache dafür sei "wahrscheinlich ein Raketeneinschlag", teilt der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht mit. Zudem seien mehrere Lagerhallen getroffen worden.

+++ 00:50 Klitschko meldet in Kiew nächtliche Raketenangriffe +++

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mit ballistischen Raketen an. Die Luftabwehr sei im Einsatz, schreibt der Bürgermeister in der Nacht bei Telegram.

+++ 00:03 Putin: Mehr Beschränkungen für in Abwesenheit verurteilte Russen +++

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete ein Gesetz, das weitreichende finanzielle und konsularische Beschränkungen für im Ausland lebende russische Staatsbürger vorsieht, die in Abwesenheit verurteilt wurden, berichtet The Moskow Times. Das Gesetz richtet sich an Personen außerhalb Russlands, die nach Ansicht der Behörden gerichtlich angeordnete Strafen umgehen, nachdem sie in Abwesenheit verurteilt wurden. Kritiker fürchten, dass Putin damit verstärkt gegen Kreml-Kritiker vorgehen könnte.

+++ 22:14 Russische Streitkräfte attackieren Gelände von Kinderkrankenhaus in Saporischschja +++

Russische Streitkräfte haben das Gelände des regionalen Kinderkrankenhauses von Saporischschja am Abend angegriffen. Das meldet Iwan Fedorow, der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Saporischschja, bei Telegram. "Der Feind griff das Gelände des regionalen Kinderkrankenhauses an. Glücklicherweise befanden sich alle Kinder und das medizinische Personal bei Auslösung des Luftalarms im Schutzraum. Es gab keine Verletzten", schrieb Fedorow. Durch den Einschlag wurde die Fassade des Krankenhauses beschädigt und die Fensterscheiben gingen zu Bruch. Augenzeugen zufolge wurde bei der Attacke eine russische Molnija-Drohne eingesetzt. Die Explosion sei in mehreren Stadtbezirken zu hören gewesen. In Saporischschja gilt weiterhin Luftalarm.

+++ 21:37 Selenskyj: Mehr als 30.000 russische Militärangehörige im Juli mit Drohnen "ausgeschaltet" +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Juli allein durch den Einsatz von Drohnen mehr als 30.000 russische Militärangehörige außer Gefecht gesetzt. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Insgesamt haben unsere Einheiten an der Front im Juli 30.272 Russen ausgeschaltet - und zwar speziell durch den Einsatz von Drohnen. Diese Zahl umfasst sowohl Getötete als auch Schwerverletzte. Zudem beinhaltet sie nur jene Fälle, für die es eindeutige Videobeweise gibt", so Selenskyj.

+++ 20:54 Fast 8000 Gefechte: Generalstab berichtet über "intensiven Juli" +++

Hinter der Ukraine liegt ein Monat mit intensiven Kampfhandlungen. Wie das ukrainische Verteidigungsministerium unter Berufung auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine mitteilt, gab es an der Front knapp 8000 Gefechte. "Durchschnittlich gab es mehr als 250 Kämpfe pro Tag. Zum Vergleich: Im Juni waren es 7.316 Gefechte. Im Juli führte der Feind fast 97.000 Beschussangriffe durch, darunter mehr als 1.300 unter Einsatz von Mehrfachraketenwerfern (MLRS)", heißt es in der Erklärung laut Ukrinform.

+++ 20:03 "Sind zutiefst besorgt" - Türkei fordert nach Drohnenangriff mehr Sicherheit im Schwarzen Meer +++

Die Türkei ruft die Kriegsparteien Russland und Ukraine nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff dazu auf, für Sicherheit im Schwarzen Meer zu sorgen. Man appelliere an die Akteure, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten, teilte das Außenministerium in Ankara mit. "Wir sind zutiefst besorgt, dass sich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine trotz unserer Warnungen weiter im Schwarzen Meer ausbreitet und auch zivile Schiffe in Mitleidenschaft zieht", hieß es weiter.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.