Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:30 Selenskyj: Kein Treffen zwischen Kiew, Moskau und Washington vor Wahlen in Russland +++
Vor den russischen Parlamentswahlen am 20. September wird es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge kein trilaterales Treffen zur Beendigung des Krieges geben. Ukrainische und US-Unterhändler stünden in ständigem Kontakt, sagte der Staatschef. Er hoffe auf Fortschritte bei den Gesprächen über Energie- und Getreidefragen Ende September nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump.
+++ 20:50 Erste Bedrohung abgewehrt? Polen rechnet mit russischen Angriffen auf Grenzübergänge zur Ukraine +++
Polen hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht eine Bedrohung für einen seiner Grenzübergänge zur Ukraine abgewendet und rechnet damit, dass weitere Grenzübergänge ins Visier Russlands geraten werden. Moskau greife diese Handelswege an, um Kiew wirtschaftlich zu schwächen, sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Er äußerte sich, nachdem am Mittwoch Drohnen einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Moldawien in der südlichen Region Odessa getroffen und dabei zwei Menschen getötet hatten. "Letzte Nacht konnte dank der Zusammenarbeit zwischen unseren Behörden und ihren ukrainischen Partnern eine direkte Bedrohung für einen der Grenzübergänge abgewendet werden", sagte Tusk auf einer Pressekonferenz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. "Wie Sie wissen, hat Russland bereits zu provokativen Angriffen auf Grenzübergänge gegriffen - zum Beispiel in Moldawien. Wir rechnen mit ähnlichen Aktionen, die auf Grenzübergänge zur Ukraine in anderen Ländern, darunter auch Polen, abzielen." Tusk hat wiederholt gewarnt, dass die Länder an der Ostflanke der Nato auf mögliche Provokationen seitens Russlands vorbereitet sein müssen. Er sagte in Bratislava, er habe "einen recht präzisen Bericht direkt von der CIA bezüglich möglicher Ereignisse in den kommenden Monaten erhalten".
+++ 20:20 Polizei durchsucht ukrainisches Generalkonsulat nach möglicher Bedrohung - Einsatz beendet +++
Eine zunächst unklare Gefahrenlage hat am frühen Abend einen größeren Polizeieinsatz am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf ausgelöst. Eine Polizeisprecherin bestätigte den Einsatz im Umfeld des Gebäudes. Auslöser sei ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohung gewesen, dem die Polizei nachgegangen sei. Der Einsatz begann den Angaben zufolge etwa um 17.30 Uhr. Wie ein dpa-Reporter berichtete, wurde das Generalkonsulat weiträumig abgesperrt. Die Polizei sperrte auch einen Straßenabschnitt in der Düsseldorfer Innenstadt mit Flatterband ab. Mehrere Polizeiwagen waren vor Ort. Einsatzkräfte durchsuchten nach Polizeiangaben das Gebäude und sein Umfeld. Der Hinweis auf eine Bedrohung habe sich jedoch nicht bestätigt. Der Einsatz sei deshalb gegen 19.15 Uhr beendet worden. Weitere Einzelheiten nannte die Sprecherin nicht.
+++ 20:00 Rutte: Deutschland muss bei Ukraine-Unterstützung "Kurs halten" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte fordert Deutschland angesichts des Erstarkens der russlandfreundlichen AfD und der neu aufgeflammten Reformdebatte in der Bundesregierung auf, bei der Unterstützung der Ukraine und den hohen Verteidigungsausgaben Kurs zu halten. "Am eingeschlagenen Kurs festzuhalten, ist immer das Beste", sagte der Niederländer in Berlin bei einer Podiumsdiskussion mit Außenminister Johann Wadephul während der jährlichen Konferenz der deutschen Botschafterinnen und Botschafter. Rutte betonte zwar, es stehe ihm nicht zu, sich zur nationalen Politik zu äußern. Doch aus seiner 14-jährigen Erfahrung als niederländischer Ministerpräsident wisse er: "Politik ist ein hartes Geschäft. Sie ist nicht einfach. Sie ist ein Kontaktsport." Eine starke Wirtschaft sei Teil der Verteidigungsfähigkeit. Das bedeute auch, dass man stets über notwendige Reformen nachdenken müsse. Dass Vertreter unterschiedlicher Parteien dabei jeweils eigene Ansichten hätten, "ist Politik, und das ist auch kein Problem".
+++ 19:20 Mindestens vier Tote bei russischem Angriff auf Einkaufszentrum - 60 weitere Menschen verletzt +++
Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der östlich gelegenen Stadt Pawlohrad sind nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 60 Menschen seien verletzt worden, teilt der Regionalgouverneur Oleksandr Hanja mit. Bei dem Angriff seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden, fügt er hinzu. Der ukrainische Innenminister Ivan Vyhivskyj teilt im Onlinedienst Telegram mit, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich "am hellichten Tage" ereignet, als die Straßen voller Menschen waren. Die Stadt Pawlohrad liegt in der Region Dnipropetrowsk. Vor dem Krieg lebten dort mehr als 100.000 Menschen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 steht die Stadt immer wieder unter schwerem russischen Beschuss.
+++ 18:40 Situation noch unklar: Gefahrenlage an ukrainischem Generalkonsulat in Düsseldorf +++
Am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf gibt es nach Polizeiangaben eine unklare Gefahrenlage. Eine Sprecherin bestätigte auf Nachfrage einen größeren Einsatz im Umfeld des Gebäudes. Zu den Hintergründen machte sie zunächst keine weiteren Angaben. Wie ein dpa-Reporter berichtete, wurde das Konsulat am frühen Abend weiträumig abgesperrt. Einen Straßenabschnitt in der Düsseldorfer Innenstadt sperrte die Polizei mit Flatterband ab. Mehrere Polizeiwagen waren vor Ort.
+++ 18:20 Weitere Milliarden? Kanada sagt Ukraine wichtiges Luftabwehr-Paket zu +++
Kanada stellt der Ukraine nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein wichtiges Paket zur Luftabwehr sowie Unterstützung für die Energiewirtschaft in Aussicht. Dies sagt Selenskyj vor einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney. Einzelheiten dazu nennt er zunächst nicht. In seiner eigenen Stellungnahme verspricht Carney der Ukraine weitere Hilfe zur Abwehr russischer Angriffe sowie Unterstützung bei den Bemühungen um einen Beitritt zur Nato und zur Europäischen Union. Kanada hat das Land seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 mit insgesamt mehr als 25,5 Milliarden kanadischen Dollar unterstützt.
+++ 17:45 Aserbaidschanische Seeleute bei Drohnenangriff getötet - zielte russisches Militär auf Güterschiff? +++
Bei einem Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Angaben des Außenministeriums in Baku zwei Aserbaidschaner getötet worden. Zwei weitere seien verletzt in ein Krankenhaus im ukrainischen Tschornomorsk gebracht worden, teilte das Ministerium mit. Die Männer gehörten demnach zur Besatzung eines ausländischen Frachtschiffs mit dem Namen "Tedy". Der Vorfall ereignete sich den Angaben nach am Mittwoch. Das Ministerium koordiniere Maßnahmen mit seinen diplomatischen Vertretungen und den zuständigen Behörden der betroffenen Länder, hieß es. Baku benannte nicht den Verursacher des Drohnenangriffs. Erst im Juni waren fünf Aserbaidschaner bei einem Angriff auf ein Schiff im Asowschen Meer getötet worden. Im Zuge von Russlands zerstörerischen Angriffskrieg in der Ukraine kommt es immer wieder zu Angriffen auf Schiffe im Schwarzen oder Asowschen Meer. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, in der Nacht zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer auf dem Weg zum Hafen von Odessa getroffen zu haben. Es war nicht klar, ob es sich um den von Aserbaidschan berichteten Angriff handelte. Moskau erhob den Vorwurf, dass die angegriffenen Schiffe Güter für die ukrainische Armee transportiert hätten. Derweil schrieb die türkische Firma Aras Marine Yatirim Holding auf der Plattform LinkedIn von einem Schlepper mit dem Namen "Tedy", der bei einer Schiffsrettungsaktion im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen worden sei.
+++ 17:15 Brite soll im Auftrag Russlands Sabotageakte an Drohnenfabrik in England vorbereitet haben +++
Ein Brite soll im Auftrag des russischen Militärgeheimdienstes Sabotageaktionen an einer Drohnenfabrik im Südwesten Englands vorbereitet haben. Wie die Staatsanwaltschaft bei einer Gerichtsanhörung in London darlegte, soll der 31-jährige Joshua C. Screenshots von Google Maps an eine Kontaktperson weitergegeben haben, auf denen eine Drohnenfabrik sowie vier weitere Produktionsstandorte in der Stadt Swindon zu sehen sind. C., der aus Swindon stammt, wird die Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes und die Vorbereitung einer Straftat zur Last gelegt. Die Anklagepunkte beziehen sich auf den Zeitraum zwischen dem 27. März und dem 5. September 2026 und folgen auf Ermittlungen der britischen Anti-Terror-Polizei. C. stand laut Anklage in Kontakt mit "einer Person, von der angenommen wird, dass sie mit dem GRU Volunteer Corps in Verbindung steht, einer Gruppe, die von Russlands Militärgeheimdienst kontrolliert wird", und erhielt von dieser seine Anweisungen. Neben der Weitergabe der Screenshots soll er "angeboten haben, einen Sabotageakt zu begehen". Er stellte den Angaben zufolge bereits Nachforschungen an, etwa zu einem WLAN-Störgerät. Der Beschuldigte, der sich vor Gericht nicht zu den Vorwürfen äußerte, muss bis zur nächsten Anhörung am 25. September in Untersuchungshaft bleiben.
+++ 16:40 Ukrainischer Außenminister: Gezielter Angriff auf amerikanisches Unternehmen - zwei Tote in Dnipro +++
Nach ukrainischen Angaben hat das russische Militär bei Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro ein Werk des Sonnenblumenölherstellers Oleyna getroffen. "Es handelt sich um ein Unternehmen, das bereits mehrmals beschossen wurde", schreibt der Bürgermeister von Dnipro, Boris Filatow, auf Telegram. "Jeder weiß, dass dies amerikanisches Eigentum ist, welches dem Bunge-Konzern gehört." Erst kürzlich habe US-Senator Richard Blumenthal das Werk besucht. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schreibt auf X, dass mindestens zwei Menschen bei dem Angriff mit Marschfkugkörpern getötet und fünf weitere verletzt worden seien. Demnach wurde das Werk ernsthaft beschädigt. "Das ist kein Zufall, sondern Teil der systematischen Terrorkampagne Moskaus gegen amerikanische Unternehmen und wirtschaftliche Interessen", so Sybiha weiter. "Der Vorfall ereignete sich nur wenige Wochen nach einem Angriff auf ein weiteres Unternehmen in amerikanischem Besitz in der Region Sumy." Laut ukrainischen Angaben hatte Russland das Werk des Sonnenblumenölherstellers bereits im Januar 2026 angegriffen. Damals seien 300 Tonnen Pflanzenöl auf die Straße ausgelaufen.
+++ 16:10 19 Verletzte nach russischen Angriffen auf Kramatorsk - Baby unter den Verwundeten +++
Durch russischen Beschuss sind in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 19 Menschen verletzt worden, darunter ein acht Monate altes Baby. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt.
+++ 15:19 Augenzeugen filmen: Explosionen überziehen Strand und Promenade von russischer Touri-Hochburg +++
Unbemannte ukrainische Boote greifen die Strandpromenade von Sotschi an. Dabei werden mindestens 28 Menschen verletzt, darunter zwei Kinder. Augenzeugen filmen, wie die Sprengladungen auf den Urlaubsort herabregnen.
+++ 14:40 Sprengstoff-Drohne: Opposition fordert von Bundesregierung Beweise für Russlands Schuld +++
Innenpolitiker von Union und SPD haben Forderungen der Opposition zurückgewiesen, die Bundesregierung müsse ihre Schuldzuweisung an Russland nach dem misslungenen Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle mit Beweisen untermauern. Wie immer bei Strafermittlungen sei die Staatsanwaltschaft Herrin des Verfahrens, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, am Rande einer Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestags. Und wenn man wolle, dass diese Ermittlungen erfolgreich abgeschlossen werden, "dann gibt man nicht zwischendurch irgendwelche detaillierten Beweismittel der Öffentlichkeit preis, sondern die gehören hinterher in ein Gericht". Die Grünen-Fraktion hatte die Sondersitzung beantragt, um neue Erkenntnisse zur hybriden Bedrohung durch Russland und zu deutschen Gegenmaßnahmen zu erhalten. Hintergrund ist der Drohnenfund Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle. Dort war eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies. Fiedler rief die Opposition auf, der Bundesregierung in diesem Punkt zu vertrauen. Mehrere Politiker der AfD hatten Zweifel daran geäußert, dass Russland die Verantwortung für die Sprengstoff-Drohne trägt und von der Bundesregierung gefordert, sie solle Beweise dafür liefern. Abgeordnete der Grünen und der Linken warfen der Bundesregierung vor, sie über die Erkenntnisse zu dem Anschlagsversuch in den vergangenen Wochen nicht ausreichend informiert zu haben.
+++ 14:03 Nato-Chef Rutte: Russland verliert monatlich mehr als 40.000 Soldaten +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte lobt Deutschland als treibende Kraft beim Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit und warnt vor einer anhaltenden Bedrohung durch Russland. In einer Rede zum Abschluss der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt in Berlin würdigt Rutte die Entscheidung der Bundesregierung, bis 2029 insgesamt 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben. "Ihr habt bei der Verteidigung in den sechsten Gang geschaltet", sagt Rutte. Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg sagt er, Russland setze seine Angriffe unvermindert fort und erleide monatlich Verluste von mehr als 40.000 getöteten oder schwer verwundeten Soldaten. Zugleich nehme die Zahl russischer hybrider Angriffe in Europa zu, darunter Cyberattacken, Sabotage und Aktionen mit Drohnen.
+++ 13:23 Portal: Drei Kriegsschiffe der russischen Schwarzmeerflotte bei Angriff getroffen +++
Laut dem ukrainischen Telegramkanal Exilenova+ haben die ukrainischen Streitkräfte gestern den russischen Hafen von Noworossijsk angegriffen. Nun veröffentlicht der Kanal Satellitenbilder, die das Ausmaß der Schäden belegen sollen. Demnach wurden drei Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte getroffen: eine Korvette des Typs Buyan-M, die Fregatte "Admiral Essen" sowie die Fregatte "Admiral Makarow".
+++ 12:47 Moskau: Mitarbeiter der britischen Botschaft plante Anschlag auf Diplomaten +++
Russland hat nach eigenen Angaben einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der britischen Botschaft unter dem Vorwurf festgenommen, dass er in ukrainischem Auftrag einen Anschlag auf den Botschafter des Vereinigten Königreichs ausführen sollte. Die Verantwortung für den Anschlag habe Kiew dann Moskau zuweisen wollen, erklärt der russische Geheimdienst FSB. Ziel dieses Komplotts sei es gewesen, dass Großbritannien seine Waffen- und Rüstungslieferungen an die Ukraine verstärkt und die Sanktionen gegen Russland verschärft, führt der FSB aus. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
+++ 11:54 Munz: "Das heißt nicht, dass Russland die EU angreifen will" +++
Kreml-Chef Putin versichert US-Präsident Trump offenbar in einem Telefonat, keine Pläne für einen Angriff auf die EU zu haben. ntv-Korrespondent Rainer Munz ordnet aus Moskau ein, was von diesen Aussagen zu halten ist. Die immer weicheren Relativierungen Washingtons deuten derweil nicht auf eine Ukraine-Lösung hin.
+++ 11:16 Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung vor +++
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Russland Menschenhandel bei der Rekrutierung von ausländischen Kämpfern vor. "Viele Rekruten wurden mit falschen Versprechungen von zivilen Jobs, hohen Gehältern, einem Aufenthaltstitel oder der russischen Staatsbürgerschaft gelockt und fanden sich prompt an der Front in der Ukraine wieder", schreibt Amnesty in einem veröffentlichten Bericht. Bei der Anwerbung werden demnach Mittel wie Nötigung, Betrug, Täuschung oder die Ausnutzung einer wirtschaftlichen Schwächelage eingesetzt. Damit seien die Voraussetzungen für den Vorwurf des Menschenhandels nach dem UN-Protokoll von Palermo aus dem Jahre 2000 erfüllt.
+++ 10:34 Kim Jong Un bedankt sich bei Soldaten für Auslandseinsatz +++
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un dankt Staatsmedien zufolge den Soldaten seines Landes für ihren Einsatz im Ausland. In einer Rede anlässlich des 78. Jahrestags der Staatsgründung würdigt Kim seine Landsleute im Ausland, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldet. Besondere Anerkennung zollt Kim demnach den im Ausland stationierten Soldaten. Nordkorea ist in den vergangenen Jahren enger an Russland herangerückt. Beobachtern zufolge unterstützt das Land Moskau in seinem Krieg gegen die Ukraine mit Truppen und Munition. Im Gegenzug erhält das international isolierte Land demnach Finanzhilfen, Lebensmittel, Energie und militärische Technologie aus Russland.
+++ 10:00 Bericht: Ukrainische Firma entwickelt Kopie der russischen Molnija-Drohne +++
Das ukrainische Rüstungsunternehmen GrimTech entwickelt einem Bericht zufolge eine Drohne, die stark der russischen Angriffsdrohne Molnija ähnelt. Wie das ukrainische Portal Militarnyi unter Berufung auf einen Unternehmensvertreter berichtet, befindet sich die Entwicklung der Grim LA-80 in der Endphase. Demnach verfügt das ukrainische Pendant über eine Nutzlast von bis zu fünf Kilogramm und eine Reichweite von maximal 100 Kilometern. Sie soll hinter feindlichen Linien gegen stationäre Ziele wie Befestigungen und Unterstände zum Einsatz kommen. Russland setzt seine Molnija-Drohne seit 2024 in großer Stückzahl in der Ukraine ein.
+++ 09:21 Ukraine: Russische Erdgasanlagen in Sibirien angegriffen +++
Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben zwei russische Erdgasanlagen in Westsibirien angegriffen, die rund 3000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegen. Ziele waren zwei große Anlagen der Gaskondensat-Industrie in Nowy Urengoi und im Bezirk Purowski in der Jamal-Nenzen-Region, dem Zentrum der russischen Erdgasproduktion.
+++ 09:01 Selenskyj in Kanada eingetroffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Kanada eingetroffen. Bei seinem Besuch werde es vor allem um Unterstützung für die ukrainische Flugabwehr und die Vorbereitungen auf den Winter gehen, sagt er nach seiner Ankunft. Es seien wichtige Treffen und Vereinbarungen geplant. Unter anderem wird Selenskyj bei Premierminister Mark Carney erwartet.
+++ 08:25 Russische Drohne trifft belebtes Zentrum von Sumy +++
Erneut hat Russland zivile Ziele in der Ukraine angegriffen: Bei einem Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Stadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 20 wurden verletzt - unter ihnen wohl auch drei Teenager.
+++ 07:47 Bericht: Trump erwägt, CIA-Chef größere Rolle bei Verhandlungen zu geben +++
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Bericht zufolge, CIA-Direktor John Ratcliffe eine größere diplomatische Rolle bei den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu übertragen. Wie die "Financial Times" berichtet, haben US-Beamte ihre europäischen Kollegen über die geplante diplomatische Neuausrichtung informiert. Trump erwägt demnach, die Rolle der derzeitigen Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner bei den Verhandlungen zu reduzieren. Den Quellen zufolge hat Trump allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Das Weiße Haus bezeichnet den Bericht der "Financial Times" als "völlig falsch".
+++ 07:10 Russland: Acht Verletzte nach Angriff mit Marinedrohnen in Sotschi +++
Bei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind nach Behördenangaben acht Menschen verletzt worden. Die Strandinfrastruktur sei nach dem Angriff teilweise beschädigt, teilen die Behörden der Region Krasnodar über den Messengerdienst Telegram mit. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video in den sozialen Medien zeigt Schüsse und eine Explosion an einer Uferpromenade. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
+++ 06:38 Ukrainischer Kommandeur: USA raten uns, sich auf einen langen Krieg einzustellen +++
Nach Angaben eines ukrainischen Kommandeurs haben die USA der Ukraine beim jüngsten Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe mitgeteilt, sich auf einen jahrelangen Krieg vorzubereiten. Er habe diese Nachricht von US-Unterstaatssekretär Elbridge A. Colby erhalten, schreibt Jurij Fedorenko, Befehlshaber der 429. Drohnenbrigade "Achilles", auf Facebook. Demnach bestätige diese Nachricht, dass es nach der jüngsten Gesprächsrunde zwischen Washington und Moskau keine "wunderbare Deeskalation" geben werde. "Eine kalte Dusche für alle, die auf einen schnellen Frieden gehofft haben: Die US-Vertreter drängen auf die Vorbereitung auf jahrelangen Krieg." Ein echter Friedensprozess in den kommenden Monaten sei unwahrscheinlich, so Fedorenko. Die 36. Sitzung der Ukraine-Kontaktgruppe im Ramstein-Format fand am 8. September als Videokonferenz statt.
+++ 06:14 Bürgermeister: Verletzte durch russischen Angriff auf Charkiw +++
In der vergangenen Nacht sind in der ukrainischen Stadt Charkiw drei Personen durch einen russischen Drohnenangriff auf die Stadt verletzt worden. Das sagt der Bürgermeister der Stadt, Igor Terekhov, gegenüber Journalisten. Den Angaben zufolge fand der Angriff gegen 22:30 Uhr statt. Demnach seien drei Stadtbezirke von Drohnen getroffen worden.
+++ 04:44 Berichte über Drohnenangriff auf Dagestan +++
Das ukrainische Militär greift Ziele in der russischen Teilrepublik Dagestan mit Drohnen an. Videos in den sozialen Medien sollen mehrere Brände in der Stadt Machatschkala zeigen, in der Region wurde Luftalarm ausgerufen. Es gibt Berichte über Explosionen in der Nähe Hafens der Stadt am Kaspischen Meer. Machatschkala liegt etwa 750 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
+++ 01:38 Russen greifen Krywyj Rih an +++
Russland startet in der Nacht einen massiven Drohnenangriff auf Krywyj Rih im Süden der Ukraine. Der Leiter der Militärverwaltung, Oleksander Vilkul, berichtet von Einschlägen in Wohngebieten. Derzeit wisse man von zwei Verletzten, einer von ihnen sei in ernstem Zustand, so Vilkul. Mehrere Einfamilienhäuser und Hochhäuser seien beschädigt worden, auch zivile Infrastruktur wurde demnach getroffen. Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Selenskyj.
+++ 00:37 Trump: Putin will eine Vereinbarung +++
Kremlchef Wladimir Putin ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump zu einer Vereinbarung zur Beilegung des Ukraine-Kriegs bereit. "Wir hatten ein großartiges Gespräch. Er will eine Vereinbarung", sagt der Präsident vor seinem Abflug zu einem Parteikongress der Republikaner in Dallas auf eine entsprechende Journalistenfrage über das Telefonat mit Putin. Und wenn auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Vereinbarung wolle, wäre das "sehr schön".
+++ 23:26 Russland nimmt Kiew unerbittlich unter Feuer +++
Nach den russischen Drohnenangriffen am hellichten Tag auf Kiew steigt die Zahl der Opfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht jetzt von einer Toten und 17 Verletzten. Eine jetgetriebene russische Drohne hatte am Nachmittag ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, ein Feuer brach aus. Am Abend gab es einen weiteren Einschlag in ein Hochhaus, auch hier gab es einen Brand. Russland hatte seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt unmittelbar nach einer kurzen Feuerpause während des Besuchs der US-Gesandten Witkoff und Kushner wieder aufgenommen. Am Dienstag starben in Kiew fünf Menschen durch massiven Raketen- und Drohnenbeschuss.
+++ 22:15 Merz: Wenig Anzeichen für russische Verhandlungsbereitschaft +++
Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich skeptisch, dass Russland wirklich zu neuen Friedensverhandlungen über die Ukraine bereit ist. "Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten", sagt Merz nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Bundesregierung mache seit Monaten Gesprächsangebote, um eine diplomatische Lösung zu erreichen. Man werde die Ukraine so lange weiter unterstützen. Das diene nicht der Verlängerung des Krieges, sondern dessen Beendigung.
+++ 21:45 Russische Angriffe fordern dutzende zivile Opfer: Tote und Verletzte +++
Bei russischen Angriffen auf ukrainische Städte sind nach offiziellen Angaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Sumy kommen drei Menschen beim Einschlag einer Drohne auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums ums Leben. 14 weitere Personen werden verletzt. Die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine wird von mindestens neun Gleitbomben getroffen, berichten die Behörden. Dabei werden mindestens neun Bewohner verletzt. In Kiew kommt bei einem brutalen Angriff auf ein neunstöckiges Wohnhaus ein Mensch ums Leben, sieben weitere werden verletzt, darunter zwei Kinder. Bei großangelegten Angriffen auf Mykolajiw sterben zwei Menschen, sieben weitere werden verletzt. " Mein tiefstes Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen der Getöteten", schreibt Selenskyj in den sozialen Medien und fordert alle Partner dazu auf, sich auf die notwendigen Schritte zur Deeskalation und zur Beendigung der Tötungen konzentrieren
+++ 21:00 Norwegens Premier: Selenskyjs Flieger nur knapp von Drohne verfehlt +++
Ein Flugzeug mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Bord ist nach norwegischen Angaben auf dem Weg nach Oslo beinahe von einer Drohne getroffen worden. "Sein Flug wäre beim Start in Moldau fast von einer Drohne getroffen worden. Das ist die Realität, in der er lebt", sagte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe dem Rundfunksender NRK. Selenskyj war zu Beerdigung von König Harald V. in die norwegische Hauptstadt Oslo gereist. Am Vorabend hatte er mit Störe, Finanzminister Jens Stoltenberg und Außenminister Espen Barth Eide unter anderem über norwegische Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gesprochen.
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