Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:30 Moskau: Ausländische Streitkräfte in der Ukraine sind "legitime Ziele" +++

02.02.2026, 00:01 Uhr

Moskau hat den Verbündeten der Ukraine einmal mehr gedroht. Russland würde den Einsatz ausländischer Streitkräfte oder Infrastruktur in der Ukraine als ausländische Intervention betrachten, erklärte Außenminister Sergej Lawrow laut seinem Ministerium, wie Reuters berichtet. Ausländische Streitkräfte würden als legitime Ziele behandelt. In der Stellungnahme lobte das Ministerium auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Lösung des Konflikts.

+++ 22:02 Russland wieder auf Fußball-Bühne? Kiew zieht Vergleich zu Olympia 1936 +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiga reagiert empört auf den Vorstoß von FIFA-Präsident Gianni Infantino, Russland möglicherweise wieder an internationalen Fußballwettbewerben teilnehmen zu lassen. "679 ukrainische Mädchen und Jungen werden nie wieder Fußball spielen können - Russland hat sie getötet", schreibt Sybiga auf X. Während Russland "weiterhin noch mehr Menschen tötet", würden "moralisch degenerierte Menschen vorschlagen, die Verbote aufzuheben, obwohl Russland sich weigert, den Krieg zu beenden", heißt es in dem Post weiter. "Zukünftige Generationen werden dies als Schande empfinden, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert."

+++ 21:38 Trumps Sondergesandte Witkoff reist zu Friedensgesprächen nach Abu Dhabi +++

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, reist zu Gesprächen mit Russland und der Ukraine nach Abu Dhabi. Die Unterredungen seien für Mittwoch und Donnerstag geplant, teilt ein Vertreter des US-Präsidialamtes mit. Der Kreml bestätigte den Termin heute. Aufgrund von "erforderlichen Terminabstimmungen zwischen den drei Parteien" sei der ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplante Termin auf "Mittwoch bis Donnerstag" verschoben worden, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

+++ 21:00 Moskau wirft Berlin Rachegelüste vor +++

Die deutsche Außenpolitik in der Ukraine ist nach russischer Darstellung von Rachegelüsten geprägt. "Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen", heißt es in einer am Montag veröffentlichten schriftlichen Mitteilung des russischen Außenministeriums im Nachgang der jährlichen Pressekonferenz von Minister Sergej Lawrow zu Jahresbeginn. Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz, kritisierte das Außenamt in Moskau. In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert. Sollte Berlin dieses aber in der Ukraine versuchen, würden die Soldaten - wie andere ausländische Truppen auch - als "legitime Ziele" bekämpft werden, heißt es.

+++ 20:26 Ukraine meldet Angriff auf Markt in Charkiw am Nachmittag +++

Ukrainischen Angaben zufolge haben russische Truppen einen Markt in der Region Charkiw angegriffen. Zwei Männer seien dabei verletzt worden. Dies teilt der Bürgermeister von Osnovjanski, Ihor Terekhov, auf Telegram mit. "Nach genauen Informationen unseres Lagezentrums handelt es sich um einen Treffer auf den Markt im Stadtteil Slobidskyi", schreibt er weiter. Demnach erfolgte der Angriff um 14.25 Uhr, die russischen Streitkräfte setzten Drohnen vo Typ "Molnia" ein. Auch Verkaufsstände und Autos wurden bei dem Angriff beschädigt, erklärte der Bürgermeister weiter. Die Staatsanwaltschaft untersucht die möglichen Kriegsverbrechen.

+++ 19:52 Selenskyj sieht "Deeskalation" mit Russland +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine in den vergangenen Tagen eingetretene "Deeskalation" mit Russland begrüßt. "Die Deeskalationsmaßnahmen, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Kraft getreten sind, tragen dazu bei, das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Verhandlungsprozess und seine möglichen Ergebnisse zu stärken", erklärte Selenskyj in Onlinenetzwerken. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag gesagt, den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen der aktuellen Kältewelle um eine kurzzeitige Einstellung der russischen Angriffe auf Kiew und andere Städte gebeten zu haben.

+++ 19:20 Drohne stürzt auf Militärgelände in Polen +++

Die polnische Militärpolizei untersucht den Absturz einer nicht identifizierten Drohne über der Kaserne einer Truppe für radioelektronische Aufklärung. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage des Senders Radio ZET in Warschau. Die Drohne sei am vergangenen Donnerstag 70 Meter entfernt von einem Waffenlager auf dem Militärgelände niedergegangen, berichtet der Sender. Die Armee-Einheit in Przasnysz 80 Kilometer nördlich von Warschau sei für die Überwachung des Funkverkehrs an Polens Grenzen im Norden und Osten zuständig. Dazu gehört auch die sogenannte Suwalki-Lücke - die strategisch wichtige Grenze zwischen den Nato-Mitgliedern Polen und Litauen mit Belarus und der russischen Exklave Kaliningrad als potenziell feindlichen Nachbarn. Die polnische Armee testet derzeit Drohnenabwehrsysteme.

+++ 18:53 Infantino will Russlands Rückkehr auf Fußball-Bühne +++

Gianni Infantino will russischen Teams wieder die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ermöglichen. "Oh, auf jeden Fall. Das müssen wir. Ja ... zumindest auf Jugendebene. Dieses Verbot hat nichts gebracht", antwortete der Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA auf die Frage in einem Interview des britischen Senders Sky, ob die FIFA ihr Verbot aufheben sollte. "Es hat nur zu mehr Frustration und Hass geführt", argumentiert Infantino. Die FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA hatten russische Teams von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Formal geschah dies jedoch nicht als Reaktion auf den militärischen Überfall auf die Ukraine, sondern aufgrund der Gefährdung der "Integrität des Wettbewerbs", wie es in der fußball-politischen Sprache heißt.

+++ 18:27 Trump: Indien wird auf russisches Öl verzichten +++

US-Präsident Donald Trump zufolge wird Indien künftig kein Öl mehr aus Russland beziehen. Der indische Premierminister Modi "erklärte sich bereit, keine russischen Öllieferungen mehr zu kaufen und stattdessen deutlich mehr Öl aus den Vereinigten Staaten und möglicherweise auch aus Venezuela zu beziehen", schreibt Trump auf Truth Social. Dies werde, so Trump, dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Ab wann die neuen Handelsbeziehungen gelten sollen, bleibt unklar. Die USA haben die Zölle gegenüber Indien von 25 auf 18 Prozent gesenkt, schreibt der US-Präsident weiter. Im Gegenzug habe Indien seine Zölle gegenüber den USA "auf Null" gesenkt.

+++ 18:02 Selenskyj hält Frieden für realistisch - und äußert Erwartung an USA +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich vor neuen Friedensgesprächen mit Russland zuversichtlich. Ein würdiger und dauerhafter Frieden sei realistisch zu erreichen, sagt er in Kiew nach Beratungen mit seinem Verhandlungsteam. Die ukrainische Delegation werde während der am Mittwoch beginnenden zweitägigen Gespräche in Abu Dhabi auch bilaterale Treffen mit US-Vertretern abhalten. "Wir betrachten das Dokument über bilaterale Sicherheitsgarantien mit den Vereinigten Staaten als fertiggestellt und erwarten weitere inhaltliche Arbeit an Dokumenten, die den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung betreffen", sagt Selenskyj. "Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Seite weiterhin entschlossen die notwendigen Bedingungen für einen Dialog schaffen wird."

+++ 17:32 Bei EU-Entscheidung übergangen? Ungarn klagt gegen Gasimport-Verbot aus Russland +++

Ungarn hat eine Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gegen den von der EU beschlossenen Importstopp für Erdgas aus Russland eingebracht. Dies teilte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X mit, kurz nachdem die entsprechende Verordnung im Amtsblatt der EU erschienen war. Auch die Slowakei hatte eine Klage angekündigt. Szijjarto begründete den Gang vor den EuGH damit, dass bei der Beschlussfassung Ende Januar Ungarn und die Slowakei nicht hätten überstimmt werden dürfen. Vom Charakter her hätte es sich um einen Sanktionsbeschluss gehandelt, für dessen Annahme Einstimmigkeit nötig gewesen wäre. Der Rat der Mitgliedsstaaten hatte jedoch die Importstopp-Verfügung als handelspolitische Maßnahme behandelt, für deren Billigung eine qualifizierte Mehrheit ausreicht. Ungarn ist in hohem Maße von Gasimporten aus Russland abhängig.

+++ 17:00 Militäranalyst: "Es ist Zeitverschwendung, derzeit mit Russland zu reden" +++

Militäranalyst Hendrik Remmel hält momentan nicht den richtigen Zeitpunkt für Friedensgespräche gekommen. Der Wissenschaftler vom German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) sagte ntv, er halte die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine sogar für einen Fehler. Beide Seiten seien nicht bereit, ihre Positionen aufzugeben, und derzeit sei auch keine Seite militärisch so sehr in Not, dass sie Zugeständnisse machen müsste. "Ich glaube nicht, dass man, solange Russland nicht in eine Position der relativen militärischen Schwäche kommt, überhaupt verhandlungsbereit ist. Und dass es im Grunde genommen Zeitverschwendung ist, derzeit mit Russland zu reden", sagte Remmel. Erst wenn der militärische Druck für eine Seite steigt, wären Russland und die Ukraine bereit, von ihren Verhandlungspositionen abzurücken. "So lange geht der Krieg definitiv weiter." Russland diktiere zwar den Krieg, aber zu großen operativen Durchbrüchen werde es für die russische Seite nicht kommen.

+++ 16:28 Panzer und Infanterie zerstört: Ukraine stoppt Russen bei Kupjansk +++

Eigenen Angaben zufolge haben die ukrainischen Streitkräfte einen Versuch der russischen Truppen, in Richtung Kupjansk vorzustoßen, vereitelt. Dies teilen Soldaten der 43. separaten mechanisierten Brigade auf Facebook mit. Ein von den Truppen veröffentlichtes Video soll den Angriff zeigen. Demnach zerstörten sie die Infanterie und die militärische Ausrüstung der Russen, darunter auch ein Panzer. "Infolgedessen schlug der feindliche Angriff fehl."

+++ 16:00 Russland meldet zwei Tote nach ukrainischem Angriff +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind Behördenangaben zufolge zwei Menschen getötet worden. Im Zuge des Angriffs in der Nacht zum Montag seien zwei Zivilisten getötet worden und ein Wohnhaus in der Stadt Stary Oskol in Brand geraten, erklärt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram.

+++ 15:30 Ukrainische Armee über Wowtschansk: "Die Lage is offen gesagt schwierig" +++

Die ukrainischen Streitkräfte melden russische Vorstöße bei der Stadt Wowtschansk in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine. "Die Lage ist "offen gesagt schwierig", sagte Viktor Tregubov, Sprecher der für das Gebiet zuständigen ukrainischen Streitkräfte laut Ukrinform. Demnach rücken russische Truppen auf ukrainische Stellungen am Stadtrand von Wowtschansk vor. "Die Stadt ist vollständig zerstört, es gibt keine Infrastruktur, die als Barriere dienen könnte", fügte Tregubov hinzu. Er betonte zudem, dass die Stadt schon seit langer Zeit heftig umkämpft ist und die Entfernung zur russischen Grenze mit nur fünf Kilometer minimal ist.

+++ 15:06 Analyse: Ukraine wehrte mehr als 80 Prozent der Luftangriffe ab +++

Russland hat im Januar weniger Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert als im Vormonat. Im Januar feuerte die russische Armee 4452 Angriffsdrohnen ab und damit 13 Prozent weniger als im Dezember 2025, wie eine AFP-Analyse zeigt, die auf Daten der ukrainischen Luftwaffe basiert. Russland feuerte im Januar zudem 135 Raketen ab, das sind 23 Prozent weniger als im Vormonat. Von den 4587 von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen und Drohnen konnten den ukrainischen Angaben zufolge 83 Prozent abgeschossen werden. Der Januar in der Ukraine war der Monat mit den schlimmsten Ausfällen von Strom, Heizung und Wasser seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022.

+++ 14:45 Ukrainische Luftabwehr beklagt gravierenden Mangel: Statt sechs Raketen gibt es nur zwei +++

Eigenen Angaben zufolge verfügen die Luftabwehrkräfte der Ukraine zeitweise nicht über ausreichend Raketen, um die russischen Luftangriffe abzuwehren. So führe ein Mangel an Luftabwehrraketen dazu, dass einige ukrainische Luftabwehrsysteme zeitweise leer stehen, obwohl sie angesichts russischer Angriffe benötigt würden, sagte Yurii Ihnat, Sprecher der Luftwaffe, in einem Interview mit der ukrainischen Nachrichtenagentur RBC Ukraine. Als Beispiel nannte er ein NASAMS-System zur Luftverteidigung, das eigentlich sechs Raketen fasst. "Aber statt sechs Raketen im Werfer sind nur zwei vorhanden." Russland verfolge derzeit die Taktik, eine einzelne Regionen intensiv anzugreifen. "Manchmal haben unsere Flugabwehrraketensysteme wie NASAMS oder IRIS-T bei solchen massiven Angriffen einfach keine Zeit zum Nachladen", fügte Ihnat hinzu.

+++ 14:18 Ukrainische Eisenbahn warnt Reisende: Fahrt Bus statt Zug +++

Die ukrainische Eisenbahngesellschaft Ukrsalisnyzja hat Bahnkunden vor einem zunehmend "hohen Risiko" auf Strecken im Osten der Ukraine gewarnt. Sie ruft Reisende auf, stattdessen den Bus zu nutzen, um durch das Land zu kommen. Hintergrund sind die jüngsten russischen Angriffe, die sich vor allem auf das Bahnnetz der Ukraine konzentrieren, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Netzwerken erklärt. Die russische Armee konzentriere sich weiterhin auf den "Terror gegen unsere Logistik", schreibt er. Insbesondere in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja habe es Angriffe gegeben, die es besonders auf Bahnanlagen abgesehen hätten. Der Ukraine ist es bislang gelungen, ihr Zugnetz trotz des seit fast vier Jahren andauernden Krieges aufrechtzuerhalten.

+++ 13:53 Heftige Zahlen: Putin fliegt seine Wirtschaft immer mehr um die Ohren +++

Während im Kreml über einen baldigen Sieg fabuliert wird, geht es mit den russischen Staatsfinanzen wegen des Krieges weiter bergab. Die "Bild" berichtet unter Berufung auf Zahlen der Bundesregierung, dass Einnahmen aus Energiegeschäften nur noch 22 Prozent des russischen Staatshaushalts ausmachen. Früher seien es bis zu 50 Prozent gewesen. Zudem sollen 40 Prozent aller staatlichen Ausgaben mittlerweile in den Krieg gegen die Ukraine fließen und 87 Prozent der kriegswichtigen Industriegüter aus China stammen. Der russische Staatsfonds verfügt dem Bericht zufolge nur noch über die Hälfte seiner Mittel und liegt bei rund 42 Milliarden Euro. Der Militärökonom Marcus Keupp schreibt auf X: "Nicht, dass das überraschend wäre. Die Gesetze der Physik und der Ökonomie gelten auch in Russland. Vielleicht merkt man das in Deutschland auch allmählich: Das Aufwachen aus diesen fiebrig-mystischen Ostträumereien dauert lange."

+++ 13:22 Kallas: "Russland hat in den letzten 100 Jahren mindestens 19 Länder angegriffen +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagt auf der Oslo Security Conference, dass Russland in den letzten 100 Jahren mindestens 19 Länder angegriffen habe. Einige davon sogar drei oder vier Mal. "Keines dieser Länder hat jemals Russland angegriffen", so Kallas. Die Frage sei, wie sichergestellt werden könne, dass der Krieg gegen die Ukraine nicht weitergehe – oder sich auf andere Regionen ausweite. "Wir brauchen Zugeständnisse von russischer Seite – Einschränkungen ihres Militärbudgets, ihrer Armee oder ihrer Atomwaffen, um diese Bedrohung zu beseitigen, sowie Haftung für die von ihnen begangenen Verbrechen", fordert Kallas.

+++ 12:54 Selenskyj: Keine neuen Angriffe auf landesweites Energienetz +++

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj keine neuen gezielten Raketen- oder Drohnenangriffe auf die landesweite Energieinfrastruktur verübt. Es habe jedoch Attacken auf Energieanlagen in den Frontregionen gegeben, teilt Selenskyj auf Telegram mit. Der Schwerpunkt der russischen Angriffe liege wie in den vergangenen Tagen auf der Transportlogistik. Beide Länder hatten am Freitag erklärt, die Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Gegenseite gestoppt zu haben.

+++ 12:19 Munz: "Russland muss für Öl große Preisnachlässe hinnehmen" +++

Russland erlebt einen historisch kalten Winter. Währenddessen sollen auf der Weltbühne in Abu Dhabi erneut Verhandlungen zum Krieg in der Ukraine stattfinden. ntv-Korrespondent Rainer Munz rechnet nicht damit, dass es im Wüstenstaat zu einem Durchbruch kommt:

+++ 11:54 Russland bestätigt Termin: Gespräche in Abu Dhabi ab Mittwoch +++

Russland bestätigt den neuen Termin einer Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington über ein Ende des Ukraine-Konflikts ab Mittwoch. Aufgrund von "erforderlichen Terminabstimmungen zwischen den drei Parteien" sei der ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplante Termin auf "Mittwoch bis Donnerstag" verschoben worden, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den neuen Termin für das trilaterale Treffen bereits am Vortag bekannt gegeben. Vor gut einer Woche hatten Unterhändler Moskaus und Kiews in Abu Dhabi erstmals direkt miteinander über einen von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen.

+++ 11:14 Starlink-Registrierung kommt - Ukraine dankt Elon Musk +++

Die ukrainische Regierung genehmigt laut Verteidigungsministerium eine Whitelist für Starlink-Terminals. Diese müssen darauf registriert werden, nicht verifizierte Terminals werden offline geschaltet. Russland hatte zuletzt vermehrt Drohnen mit dem Satelliten-Internet des Unternehmens SpaceX ausgestattet und damit die Ukraine angegriffen. Durch die Starlink-Terminals können Ziele laut ukrainischen Angaben manuell angesteuert werden, zudem sollen die russischen Drohnen immun gegen elektronische Kriegsführung sein. Das Verteidigungsministerium dankt ausdrücklich Firmenchef Elon Musk für die Zusammenarbeit, die "dazu beiträgt, das Leben von Zivilisten zu retten".

+++ 10:41 Stromloses Kiew zittert - "Haben hier gerade -23 Grad" +++

Noch immer harren in der ukrainischen Hauptstadt Kiew etliche Bürger ohne Heizung und Strom aus. Parallel lässt der Winter die Temperaturen ins Bodenlose fallen. Nadja Kriewald schildert die Situation vor Ort:

+++ 10:09 Ausgerechnet Medwedew warnt vor Auslaufen des Atom-Abrüstungsvertrags +++

Der regelmäßig mit bizarren Hasstiraden auffallende stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, warnt eindringlich vor den Folgen eines ersatzlosen Auslaufens des Atom-Abrüstungsvertrags "New Start". Sollte es kein Nachfolgeabkommen geben, müsse die Welt alarmiert sein, dass die größten Atommächte erstmals seit den frühen 1970er-Jahren keinen Einschränkungen mehr unterlägen, sagt Medwedew in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters und russischen Medien. "Ich will nicht sagen, dass dies sofort eine Katastrophe bedeutet und ein Atomkrieg beginnt, aber es sollte dennoch jeden alarmieren." Rüstungskontrollverträge spielten nicht nur bei der Begrenzung von Sprengköpfen eine entscheidende Rolle, sondern dienten auch der Überprüfung von Absichten und der Vertrauensbildung, erklärt Russlands Ex-Präsident weiter. Medwedew bringt immer wieder Nuklearschläge gegen den Westen ins Spiel.

+++ 09:28 Ukrainische Einheit berichtet von spektakulärer Operation bei Pokrowsk +++

Das 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftlandetruppen meldet eine Befreiungsoperation bei Pokrowsk. Nach Darstellung der Einheit wurden vier ukrainische Soldaten während eines Angriffs auf einen Beobachtungsposten von einer russischen Sabotage- und Aufklärungsgruppe gefangengenommen. Dann seien sie jedoch von der ukrainischen Luftaufklärung entdeckt worden, die über dem Gebiet patrouillierte. Angriffsdrohnen seien sofort zur Unterstützung eingesetzt worden. "Das schnelle Herannahen eines Schwarms von FPV-Drohnen verwirrte den Feind und lenkte seine Aufmerksamkeit ab. Die ukrainischen Truppen nutzten diesen Moment und konnten erfolgreich aus der Gefangenschaft fliehen", heißt es in einer Mitteilung. In der Vegetation und in Schützengräben seien die russischen Soldaten daraufhin von mehr als zehn ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Das 7. Korps veröffentlichte ein Video, das den Vorgang zeigen soll.

+++ 08:49 CSIS sieht massive Unterstützung Chinas für russischen Angriffskrieg +++

Laut dem Center for Strategic and International Studies (CSIS) hat China seine Exporte von kriegsrelevanten Gütern nach Russland deutlich erhöht. Chinesische Exporte hätten Russland dabei geholfen, die Produktion von ballistischen Iskander-M-Raketen von 2023 bis 2024 zu verdreifachen, heißt es von der Denkfabrik. Iskander-M werden regelmäßig für Angriffe auf ukrainische Städte verwendet und sind schwer abzufangen. 70 Prozent der russischen Importe von Ammoniumperchlorat, einem wesentlichen Bestandteil des Treibstoffs für ballistische Raketen, seien im Jahr 2024 auf China entfallen, schreibt das CSIS unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Economic Security Councils. Peking habe Russland auch mit Drohnengehäusen, Lithiumbatterien und Glasfaserkabeln beliefert – "den entscheidenden Komponenten für Glasfaserdrohnen, die in der Ukraine eingesetzt werden und elektronische Störsignale umgehen können".

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Ein russisches Iskander-M-System. (Foto: imago/ITAR-TASS)

+++ 08:01 "Russland hat sich vollständig in einen sadistischen Kult des Todes verwandelt" +++

Der ukrainische Journalist und Autor Illia Ponomarenko nimmt in einem Beitrag auf X Bezug auf die jüngsten russischen Angriffe und schreibt, das moderne Russland habe sich "vollständig und unwiderruflich in einen schrecklichen sadistischen Kult des Todes, der Zerstörung und der totalen Vernichtung verwandelt". Seit mehr als einem Jahrzehnt erscheine es immer wieder so, als hätten die Menschen in der Ukraine bereits alles gesehen und nichts könne sie mehr überraschen, schreibt Ponomarenko, der in Butscha nahe Kiew lebt. "Doch mit jedem Jahr versinkt Russland mehr und mehr in einem so unmenschlichen Satanismus, dass einem die Worte fehlen, und man beginnt zu glauben, dass dies immer noch die Wahnvorstellungen eines gewalttätigen Verrückten sind und nicht die Realität Europas im Jahr 2026."

+++ 07:22 ISW: Russland baut militärische Infrastruktur nahe der Grenze zu Finnland aus +++

Russland baut laut Institut für Kriegsstudien (ISW) militärische Infrastruktur in der Nähe der finnischen Grenze aus, "wahrscheinlich als Teil umfassenderer militärischer Expansionsbemühungen, mit denen die russischen Streitkräfte auf einen möglichen zukünftigen Konflikt mit der Nato vorbereitet werden sollen". Der finnische Rundfunk Yle veröffentlicht Satellitenbilder aus dem Zeitraum zwischen Juni 2024 und Oktober 2025, die Bauarbeiten auf dem Militärstützpunkt Rybka in Petrosawodsk zeigen. Yle berichtet, dass auf Satellitenbilder aus den Monaten Mai und August 2025 zu sehen sei, dass Russland auch eine neue Militärstadt in Kandalaksha für die Garnison Luptsche-Sawino baut.

+++ 06:49 15 Tote bei russischem Horror-Angriff auf Bus - Außenminister äußert sich +++

Alles sieht nach einem weiteren der unzähligen Kriegsverbrechen Russlands aus: In der Region Dnipro wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 15 Menschen bei einem Angriff auf einen Bus mit Bergarbeitern getötet. "Es handelte sich nicht um ein militärisches Ziel, sondern um hart arbeitende Männer, die nach ihrer Schicht zu ihren Familien zurückkehrten. Das ist wirklich schrecklich. Russland beweist einmal mehr seinen Status als Terrorstaat", schreibt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X. "Die russischen Mörder, die für diese und andere Gräueltaten verantwortlich sind, müssen vor Gericht gestellt werden."

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Russland verbreitet gerne die Lüge, es würde nur militärische Ziele angreifen.

+++ 06:00 Schweden stellt eines der größten Hilfspakete bereit - Ukraine könnte mächtige Waffe erhalten +++

Schweden bereitet laut Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow eines seiner größten Hilfspakete für die Ukraine vor. Darunter fielen Flugabwehr und Saab-Radarsysteme. Zudem gebe es Gespräche zur Förderung gemeinsamer Verteidigungsinnovationen- und Produktionen sowie zusätzliche Systeme zur elektronischen Kriegsführung und Drohnen, darunter auch jene für Tiefenschläge. "Darüber hinaus wurden während des Gesprächs Fragen der Luftwaffe konkret erörtert, insbesondere die Möglichkeit der Lieferung von Gripen-Flugzeugen und der Übertragung von Meteor-Raketen", heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Über die Lieferung von Gripen-Kampfjets wird bereits seit Jahren gesprochen. Meteor Luft-Luft-Raketen würden eine enorme Verbesserung für die Ukraine darstellen, da sie eine Reichweite von 200 Kilometern haben. Die Ukraine verfügt in diesem Segment über keine Waffe mit vergleichbar hoher Reichweite.

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Meteor-Raketen können aus sicherer Entfernung abgefeuert werden und Ziele in der Luft treffen. (Foto: IMAGO/Eibner)

+++ 05:07 Russland und China bekräftigen "grenzenlose" Partnerschaft +++

China und Russland haben kurz vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 eine "grenzenlose" strategische Partnerschaft erklärt. Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, sichert China bei einem Besuch in Peking nun im Gegenzug die Unterstützung Russlands in der Taiwan-Frage zu. "Wir sehen, dass Chinas Widersacher die Lage in der Taiwan-Straße weiter destabilisieren", sagt Schoigu der Nachrichtenagentur Tass.

+++ 02:50 Hyundai lässt Rückkaufoption für russisches Werk verstreichen +++

Der südkoreanische Autobauer Hyundai Motor hat eine Rückkaufoption für sein früheres Werk in Russland verstreichen lassen. Die Option war im Januar ausgelaufen. Hyundai hat das Werk 2024 für einen symbolischen Preis von 97 Dollar an die russische AGR Automotive Group verkauft. Der Betrieb in dem Werk ruht bereits seit März 2022 nach Ausbruch des russischen Angriffs auf die Ukraine und der darauf folgenden westlichen Sanktionen.

+++ 01:39 CDU-Verteidigungsexperte Röwekamp setzt bei nuklearer Abschreckung auf gemeinsame EU-Lösung +++

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, ist offen für die Forderung nach einem europäischen Atomschutzschirm: "Ich schließe definitiv aus, dass Deutschland eigenständig Atomwaffen herstellt oder anschafft", sagt er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Ich will nicht ausschließen, dass ein Teil der nuklearen Abschreckung künftig auch durch europäische Streitkräfte vorgenommen wird." Die Aufgabenteilung könne der Teilhabe mit Amerika ähneln, in dem die nukleare Partnernation die Sprengköpfe stelle und Deutschland die Trägerflugzeuge mit Besatzungen, erklärt Röwekamp.

+++ 00:22 Strack-Zimmermann hält europäischen Atomschutzschirm mittelfristig für kaum umsetzbar +++

Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat skeptisch auf die Forderung des Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, reagiert, einen europäischen Atomschutzschirm einzurichten: "Mal so eben einen eigenen europäischen nuklearen Schirm aufzubauen, klingt gut, ist aber kurz- bis mittelfristig schwer umsetzbar", sagt die FDP-Politikerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Unsere primäre Aufgabe ist es, unter Hochdruck die konventionelle und Cyberabwehr aufzubauen und gemeinsam in Europa unsere Beschaffung zu synchronisieren und zu organisieren", sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament. Europa müsse zukünftig innerhalb der Nato deutlich mehr liefern. Ziel sei es auch, den Amerikanern konventionelle Aufgaben abzunehmen, erklärt Strack-Zimmermann.

+++ 23:24 Ukrainisches Militär spricht von 150 Gefechten an der Front +++

Im Laufe des Sonntags habe es 150 Gefechte gegeben, schreibt der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht. "Der Feind führte 25 Luftangriffe durch und warf 76 gelenkte Bomben ab. Darüber hinaus setzte er 2872 Kamikaze-Drohnen ein und führte 2452 Beschüsse von Ortschaften und Stellungen unserer Truppen durch."

+++ 22:13 Viele Gebäude weiter ohne Heizung - Selenskyj kritisiert unzureichende Maßnahmen in Kiew +++

Der ukrainische Präsident Selenskyj kritisiert die Maßnahmen der Stadt Kiew, die Wärmeversorgung in zahlreichen Gebäuden wiederherzustellen, als unzureichend. Hunderte Wohnhäuser seien noch ohne Heizung, sagt der Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft. "Die Reparaturarbeiten dauern noch an. Und dies kann sicherlich nicht als normal angesehen werden in einer Stadt, in der seit weit mehr als einer Woche täglich Hunderte von Gebäuden ohne Heizung sind, unabhängig von der Situation. Ob es Angriffe gibt oder nicht, Hunderte von Gebäuden in Kiew bleiben ohne Heizung. Das bedeutet, dass die in der Stadt ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen."

+++ 21:49 Klitschko: Noch über 200 Häuser ohne Heizung +++

In Kiew, wo es aktuell Minus 18 Grad sind, sind nach Angaben des Bürgermeisters noch 244 Häuser ohne Heizung. Am Abend schreibt Vitali Klischko am Telegram, dass die Reparaturarbeiten weitergehen. Zudem verweist er darauf, dass nach dem Stromausfall am Samstag in mehr als 3400 Häuser die Wärmeversorgung ausgefallen war.

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