Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:14 Teheran droht mit Vergeltungsmaßnahmen im Falle von Angriffen +++
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf droht angesichts stockender Verhandlungen über ein Ende des Krieges mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche Angriffe. "Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen", erklärt Ghalibaf im Onlinedienst X. Zuvor hat US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe zwischen Washington und Teheran als äußerst brüchig bezeichnet. "Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, sie werden überrascht sein", fügt Ghalibaf hinzu. "Eine schlechte Strategie und schlechte Entscheidungen führen immer zu schlechten Ergebnissen - das hat die Welt bereits verstanden."
+++ 21:38 Indiens Regierungschef mahnt zu Spritsparen und Homeoffice +++
Angesichts des Kriegs und höherer Energiepreise ruft Indiens Premierminister Narendra Modi seine Landsleute den zweiten Tag in Folge auf, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel, sagt Modi laut der Nachrichtenagentur ANI und anderer indischer Medien bei einer Rede im westlichen Bundesstaat Gujarat. Die gestörten Lieferketten als Folge des Kriegs belasten das bevölkerungsreichste Land der Erde erheblich. Indien deckt 90 Prozent seines Ölbedarfs und 60 Prozent seines Bedarfs an Flüssiggas (LPG) mit Importen ab.
+++ 20:47 Ölkonzern: Krieg hat "größten Energieschock" der Geschichte ausgelöst +++
Der Iran hat nach Einschätzung des Chefs des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco den größten Energieschock der Geschichte ausgelöst. "Selbst wenn die Straße von Hormus heute wieder geöffnet würde, würde es noch Monate dauern, bis sich der Markt wieder stabilisiert hat", sagt Amin Nasser vor Investoren in Riad. Sollte sich die Öffnung der Meerenge um weitere Wochen verzögern, würde sich eine Normalisierung "bis ins Jahr 2027 hinziehen". Der Markt habe einen "beispiellosen Versorgungsverlust" von rund einer Milliarde Barrel Öl erlebt, sagt Nasser.
+++ 20:07 Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv +++
Der Leiter der zivilen Luftfahrtbehörde in Israel ist laut einem Medienbericht der Meinung, dass die starke Präsenz von US-Militärflugzeugen am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv den Flugbetrieb beeinträchtigt. Schmuel Sakai erklärt laut der israelischen Wirtschaftszeitung "Calcalist", Ben Gurion habe sich de facto in einen US-Militärflughafen verwandelt. Die vielen US-Militärflugzeuge behinderten die israelischen Fluggesellschaften. Sie verzögerten auch die Rückkehr von internationalen Fluggesellschaften, die wegen des Kriegs ihre Israel-Flüge gestoppt hatten. Dieser Zustand könne die Flugpreise vor den Sommerferien erheblich in die Höhe treiben, warnt er dem Bericht zufolge in einem Brief an Transportministerin Miri Regev.
+++ 19:32 Wiegold: "US-Militär haut Munition raus, als gäbe es kein Morgen" +++
Dem US-Militär könnte eine Waffenknappheit drohen, vor allem bei Tomahawks und Patriots könnte es eng werden. Das liegt unter anderem an dem "geradezu verschwenderischen" Verschießen von Munition im Iran-Krieg, sagt der Militärexperte Thomas Wiegold.
+++ 18:59 Trump will US-Kraftstoffsteuer aussetzen +++
Angesichts extrem gestiegener Kraftstoffpreise will US-Präsident Donald Trump die US-Kraftstoffsteuer bis auf Weiteres aussetzen. Die Steuer solle "so lange, wie es angebracht ist" nicht weiter erhoben werden, sagt Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz, aber es ist immer noch Geld." Unklar ist bislang, ob Trump sein Vorhaben im Alleingang realisieren kann. US-Medien wie CBS News weisen darauf hin, dass eine Aussetzung der Bundeskraftstoffsteuer die Zustimmung des Kongresses voraussetze. Nach Angaben der US-Energiestatistikbehörde vom Juli 2024 erhebt die US-Regierung 18,40 Cent pro Gallone (3,785 Liter) Benzin. Bei Diesel sind es 24,40 Cent.
+++ 18:30 Trump: "Dämlicher Vorschlag" - Waffenruhe "schwach wie nie" +++
Die Waffenruhe hängt nach den Worten von US-Präsident Donald Trump nur noch am seidenen Faden. Grund dafür sei der "dämliche Vorschlag" aus Teheran zur Beendigung des Krieges, sagt er in Washington. "Sie ist so schwach wie nie, nachdem ich diesen Mist gelesen habe." Trump sagt, der Iran habe sich zunächst bereiterklärt, dass die USA das angereicherte Uran außer Landes schafften. "Aber sie haben ihre Meinung geändert, es stand nämlich nicht in dem Papier, sagt Trump. Auf Nachfrage eines Journalisten sagt Trump, er glaube dennoch, dass eine diplomatische Lösung weiter möglich sei.
+++ 18:09 Trump: Habe "den besten Plan", um den Krieg zu beenden +++
US-Präsident Donald Trump hat laut eigener Aussage "den besten Plan" um den Krieg gegen den Iran zu beenden. "Ich habe einen Plan, wissen Sie, es ist ein ganz einfacher Plan, ich verstehe nicht, warum Sie ihn nicht so aussprechen, wie er ist: Iran darf keine Atomwaffe besitzen", sagt Trump vor Reportern im Oval Office. "Also, wir werden sie nicht davonkommen lassen. Das ist der Plan. Wissen Sie, die Leute fragen: 'Was ist der Plan?' Der Plan ist ganz einfach. Die Blockade war in erster Linie ein militärischer Geniestreich", fährt Trump fort. "Aber ich habe einen großartigen Plan. Und der Plan sieht vor, dass sie keine Atomwaffen besitzen dürfen", so Trump. "Und das haben sie in ihrem Brief nicht erwähnt."
+++ 17:35 Trump: Erwäge Wiederaufnahme von "Projekt Freiheit" +++
Donald Trump erwägt die Wiederaufnahme der Initiative "Projekt Freiheit", um die weitgehend blockierte Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Das sagt der US-Präsident im Interview mit dem Sender Fox News. Dieses Mal wäre die Begleitung von US-Schiffen durch die Meerenge aber nur ein kleiner Teil einer größeren Militäroperation. Über die Hardliner im iranischen Regime sagt Trump: "Sie werden einknicken". Er werde mit ihnen verhandeln, "bis sie einen Deal eingehen." Die Zugeständnisse des Iran in der Atomfrage bezeichnet Trump in dem Gespräch als "nicht ausreichend".
+++ 17:09 Hisbollah-Video zeigt Drohnenangriff auf Iron-Dome-Batterie +++
Die Hisbollah hat Drohnenaufnahmen veröffentlicht, die einen Angriff auf eine Iron-Dome-Raketenbatterie im Norden Israels zeigen. Zu sehen ist, wie eine FPV-Drohne (First Person View) auf die Batterie zusteuert. Kurz vor dem Einschlag bricht die Aufnahme ab. Der Clip zeigt laut CNN zudem eine weitere Attacke auf dieselbe Stellung am Folgetag, bei der eine Drohne nahe einer Gruppe israelischer Soldaten detoniert. Nach Angaben der israelischen Armee wurden bei dem Vorfall mehrere Soldaten verletzt.
+++ 16:18 Greenpeace: Ölteppich im Persischen Golf könnte Schutzgebiete treffen +++
Ein neuer Ölteppich im Persischen Golf könnte nach Einschätzung von Greenpeace auch Schutzgebiete treffen. Satellitenaufnahmen deuteten darauf hin, dass sich der neue Ölteppich nahe der iranischen Insel Charg vergleichsweise stark verteilt habe, sagt Greenpeace-Expertin Nina Noelle. Es sei wahrscheinlich, dass sich das Öl unter den aktuellen Bedingungen weiter im Meer verteile und die Küsten nicht in großen Mengen erreiche. Dies sei jedoch eine vorläufige Einschätzung. Abhängig von Wind, Wellen und Strömung bestehe prinzipiell die Möglichkeit, dass Teile des Ölteppichs südwärts driften und sensible marine Lebensräume oder Schutzgebiete beeinflussen könnten. Die genaue Ursache für den Ölteppich ist noch unklar. Auf der Insel Charg im Persischen Golf ist die zentrale Infrastruktur für Irans Ölexport angesiedelt.
+++ 15:42 Vereinzelte Tanker passieren Straße von Hormus +++
Drei Öltanker haben laut Schifffahrtsdaten am Sonntag die Straße von Hormus verlassen. Einer der Tanker, die "Stella", schien kein Öl geladen zu haben, so die Tracking-Plattform Kpler. Die beiden anderen Schiffe, "Kiara M" und "Agios Fanourios I", haben offenbar Rohöl im irakischen Hafen Al Basrah geladen und steuern in Richtung Asien. Die "Kiara" fährt mit ausgeschaltetem Transponder. Die "Agios", die von der griechischen Tankergesellschaft Eastern Mediterranean Maritime kontrolliert wird, schien an einem Punkt zurück in den Persischen Golf zu steuern, bevor sie eine Kehrtwende machte und in den Golf von Oman auslief. Der staatliche Rundfunk der Islamischen Republik Iran teilte heute mit, dass am Vortag nur ein Tanker die Meerenge passiert habe, nachdem seine Durchfahrt von der iranischen Marine genehmigt worden sei. Der staatliche Sender nannte den Namen des Tankers nicht.
+++ 15:11 Iran unterstützt Chinas Vier-Punkte-Vorschlag +++
Der iranische Botschafter in China erklärt, sein Land sei bereit, einen Vier-Punkte-Vorschlag des chinesischen Staatschefs Xi Jinping zu unterstützen, der laut Peking darauf abzielt, dauerhafte Sicherheit und gemeinsame Entwicklung in der Region des Persischen Golfs zu gewährleisten. Die Zustimmung zu dem chinesischen Vorschlag erfolgt in der Woche, in der US-Präsident Donald Trump zu einem Treffen mit seinem Amtskollegen in Peking erwartet wird. Die staatlichen chinesischen Medien haben die Einzelheiten des Plans nicht öffentlich dargelegt, erklärten jedoch im vergangenen Monat, dass er "die Einhaltung der Grundsätze der friedlichen Koexistenz, der nationalen Souveränität, der internationalen Rechtsstaatlichkeit sowie einen ausgewogenen Ansatz in Bezug auf Entwicklung und Sicherheit" beinhalte.
+++ 14:29 Bericht: Iranische Hardliner wollen möglichen Deal mit Trump verhindern +++
Eine kleine, aber einflussreiche Hardliner-Fraktion im Iran verstärkt einem Medienbericht zufolge ihre Bemühungen, ein mögliches Abkommen mit Washington zu sabotieren. Wie CNN berichtet, hält die Gruppe das Atomabkommen von 2015 zwischen dem Iran und dem Westen für einen Fehler. Während die neuen Führer in Teheran Einigkeit demonstrieren, habe die Gruppe ihre Bemühungen in den Medien, im Parlament und auf den Straßen verstärkt, um gegen ein Abkommen mit den USA zu werben. Nur ein Sieg über Washington könne für den Iran ein günstiges Abkommen sichern, so die Argumentation.
+++ 14:00 IEA-Chef: Hormus-Krise verändert Energiemärkte dauerhaft +++
Die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran wird die weltweiten Energiemärkte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) dauerhaft verändern. "Die globale Energiekarte wird neu gezeichnet", sagt IEA-Chef Fatih Birol in Wien. Er sprach erneut von der größten Energiekrise der Geschichte. Die wichtige Schifffahrtsroute im Nahen Osten habe ihren Ruf als verlässlicher Handelsweg unwiederbringlich verloren. "Der Schaden ist angerichtet", so Birol. Importeure würden sich nun dauerhaft anderen Lieferanten zuwenden. Für Europa sei dies nach dem Ukraine-Krieg bereits der zweite große Energieschock. Der Kontinent beziehe seinen Flugtreibstoff beispielsweise zunehmend aus Nigeria. Zudem führe die IEA Gespräche mit Ländern wie Kanada und Brasilien, um Alternativen zu sichern.
+++ 13:05 Kallas erwartet Einigung bei neuen EU-Sanktionen gegen israelische Siedler +++
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat neue Sanktionen gegen israelische Siedler in Aussicht gestellt. "Ich erwarte eine politische Einigung auf die Sanktionen gegen gewalttätige Siedler", sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. "Hoffentlich schaffen wir es", fügt sie hinzu.
+++ 11:46 China verurteilt US-Sanktionen gegen heimische Firmen mit Iranbezug +++
China verurteilt die US-Sanktionen gegen drei chinesische Unternehmen und bezeichnet die Maßnahmen als illegal und einseitig. Die Regierung in Washington wirft den Firmen vor, militärische Einsätze des Iran zu unterstützen. Man fordere die heimischen Unternehmen stets auf, sich an Gesetze und Vorschriften zu halten, teilt die Regierung in Peking auf einer regulären Pressekonferenz mit. Man werde deren legitime Rechte und Interessen entschlossen verteidigen. Oberste Priorität sei es, ein Wiederaufflammen der Kämpfe unter allen Umständen zu verhindern.
+++ 10:41 Iran: US-Forderungen sind unvernünftig und einseitig +++
Der Iran bezeichnet seinen Vorschlag zur Beendigung des Krieges mit den USA und zur Öffnung der Straße von Hormus als legitim und großzügig. Die USA hielten dagegen an unvernünftigen und einseitigen Forderungen fest, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei. Zu den Forderungen Teherans gehörten ein Ende des Krieges, die Aufhebung der US-Blockade und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sowie die Herstellung der Sicherheit in der Region und im Libanon seien Teil dieses Angebots.
+++ 09:49 Bericht: Iran richtet Mann hin - angebliche Spionage für USA und Israel +++
Der Iran hat einen Mann wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel hingerichtet. Das Justizportal Misan meldet, er habe in einer wissenschaftlichen Einrichtung für Satellitentechnik gearbeitet und geheime Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben. Der Organisation Iran Human Rights Society zufolge ist der 29-jährige Raumfahrt-Ingenieur 2025 festgenommen und zu einem Geständnis gezwungen worden.
+++ 09:07 Öltanker passieren Straße von Hormus mit abgeschalteten Sendern +++
Drei Öltanker haben laut zweier Analysefirmen die Straße von Hormus mit abgeschalteten Ortungssystemen passiert, um iranischen Angriffen zu entgehen. Zwei der Schiffe haben am Sonntag mit jeweils zwei Millionen Barrel irakischem Rohöl an Bord die Meerenge durchquert, wie aus Daten von Kpler und LSEG hervorgeht. Ein dritter Tanker konnte den Persischen Golf bereits in der vergangenen Woche verlassen. Die staatliche iranische Nachrichtenagntur Tasnim meldet unterdessen, dass ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker auf dem Weg nach Vietnam am Sonntag die Straße von Hormus auf der von Iran festgelegten Route durchquert habe. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in der vergangenen Woche unter Berufung auf Insider und Schiffsdaten berichtet, dass die Vereinigten Arabischen Emirate trotz der iranischen Blockade in begrenztem Umfang Rohöl durch die Meerenge verschifft haben. Die Tanker schalteten demnach ihre Ortungssysteme ab. Auch iranische Schiffe, die die US-Blockade umgehen, schalteten diese oft ebenfalls aus.
+++ 06:57 London und Paris richten Verteidigungsministertreffen zur Straße von Hormus aus +++
Großbritannien und Frankreich richten am Dienstag ein virtuelles Treffen von Verteidigungsministern aus, bei dem es um militärische Pläne zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus gehen soll. "Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei einem Treffen von über 40 Nationen" im Rahmen der "multinationalen Mission" führen, erklärt das britische Verteidigungsministerium am Sonntag. Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem der Iran London und Paris davor gewarnt hatte, Kriegsschiffe in die Golfregion zu entsenden, und mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht hatte.
+++ 05:32 Nach gescheitertem US-Friedensvorschlag für Iran: Ölpreise ziehen an +++
Gescheiterte Friedensbemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise am Morgen kräftig steigen lassen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,14 Prozent auf 104,47 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der Sorte WTI um 3,24 Prozent auf 98,51 Dollar zulegte. Hoffnungen auf ein baldiges Ende der seit zehn Wochen andauernden Auseinandersetzung und eine Öffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus erhielten einen Dämpfer, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen hatte.
+++ 04:37 Iranische Nobelpreisträgerin Mohammadi für ärztliche Behandlung gegen Kaution freigelassen +++
Iranische Behörden haben die inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi nach Angaben ihrer Unterstützer wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes gegen Kaution freigelassen. Mohammadi sei zur medizinischen Behandlung nach Teheran gebracht worden, teilt ihre Stiftung mit. Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt in Sandschan im Norden des Iran, wo sie ihre Haftstrafe verbüßt, sei Mohammadi "gegen eine hohe Kaution eine Aussetzung der Strafe gewährt" worden. Die Nobelpreisträgerin sei mit dem Krankenwagen in ein Krankenhaus in Teheran gebracht worden, wo sie "von ihrem eigenen Ärzteteam" behandelt werde, heißt es weiter. Die Höhe der Kaution wird in der Erklärung nicht genannt.
+++ 03:43 Bundesnetzagentur: Gaspreise können moderat steigen +++
Wegen des Iran-Kriegs kann es nach Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagt Klaus Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für 12 Monate oder länger." Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen. Müller ergänzt: "Aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine." Müller mahnt zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. "Gas ist ein wertvolles Gut." Beim Strom sieht es anders aus. "Im Strombereich haben wir sinkende Preise durch einen - auch jahreszeitlich bedingt - deutlichen Anteil kostengünstiger erneuerbarer Energie", sagt Müller.
+++ 02:43 US-Senator: US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht +++
Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt. Es sei "schockierend, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben", sagt Mark Kelly in der CBS-Sendung "Face The Nation" und fügt an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg "ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan" hineingezogen habe. Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Senator aus Arizona über bestimmte Munitionsarten informiert - nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Es werde "Jahre" dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Konkrete Angaben macht Kelly nicht.
+++ 01:31 Umfrage: 51 Prozent der Deutschen für Beteiligung an Hormus-Militärmission +++
Die Bundesregierung diskutiert seit einigen Wochen die deutsche Beteiligung an einer Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus. Die Bereitschaft dazu hatte Bundeskanzler Friedrich Merz mehrfach erklärt. Voraussetzungen für eine solche Beteiligung sind das Ende der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran, ein tragfähiges militärisches Konzept, etwa durch eine UN-Resolution, sowie die Zustimmung des Bundestags. Auch wenn die Bedingungen für einen solchen Einsatz nach wie vor unklar sind, stehen die Deutschen in dieser Frage hinter ihrer Regierung. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und RTL sind 51 Prozent dafür, 44 Prozent dagegen.
+++ 00:25 Schiffe in Straße von Hormus: Iran droht UK und Frankreich +++
Die iranische Regierung droht Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort”, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärt Vize-Außenminister Kasem Charibabadi auf X. Der französische Präsident Emmanuel Macron betont unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
+++ 23:39 Großbritannien entsendet Kriegsschiff in den Nahen Osten +++
Das britische Verteidigungsministerium kündigt an, die HMS Dragon in den Nahen Osten zu verlegen, um bei der Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu helfen. Das Schiff ist derzeit im östlichen Mittelmeer stationiert, wohin es Anfang März entsandt worden war, um die britischen Militärstützpunkte vor iranischen Drohnenangriffen zu schützen. Großbritannien und Frankreich führen eine internationale Initiative an, um die Meerenge wieder zu öffnen und zu schützen, sobald sich der derzeitige fragile Waffenstillstand in eine stabile Waffenruhe verwandelt. Ein französischer Flugzeugträgerverband durchquerte am Mittwoch den Suezkanal, um diese Bemühungen zu unterstützen.
+++ 22:42 Trump: Antwort des Iran auf US-Vorschlag absolut inakzeptabel +++
US-Präsident Donald Trump hält die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für "völlig inakzeptabel". "Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht - VÖLLIG INAKZEPTABEL", schreibt er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag nennt er nicht.
+++ 22:08 Netanjahu telefoniert offenbar mit Trump +++
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einem Medienbericht zufolge mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dies berichtet die Jerusalem Post mit Verweis auf eine anonyme Quelle. Der Inhalt des Gesprächs ist nicht bekannt. Der Iran hat über Pakistan am Nachmittag seine Antwort auf einen US-Vorschlag für ein mögliches Kriegsende übermittelt.
+++ 21:33 Bericht: Iran antwortet ausführlich auf US-Vorschlag, will aber Nuklearanlagen behalten +++
Der Iran lehnt einem Medienbericht zufolge den US-Vorschlag für eine Beendigung des Krieges ab. Wie das "Wall Street Journal" mit Verweis auf zwei anonyme Quellen berichtet, habe Teheran ausführlich auf mehreren Seiten auf die US-Offerte geantwortet. Die Antwort bringe beide Seiten jedoch nicht zusammen: Der Iran schlage ein Ende der Angriffe und eine stückweise Öffnung der Straße von Hormus vor. Zudem solle in den nächsten 30 Tagen verhandelt werden, was mit dem iranischen Uran passiere. Teheran biete an, einen Teil des radioaktiven Materials in ein Drittland zu schaffen - jedoch einen Teil im Land zu behalten. Sollten die Verhandlungen scheitern, fordere der Iran eine Garantie, das angereicherte Uran zurückzubekommen. Das Regime lehne zudem ab, seine Nuklearanlagen abzubauen.
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