Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:15 Angriff auf russische Bahnstrecke soll Frontversorgung gestört haben +++

08.04.2026, 00:01 Uhr

Die pro-ukrainische Partisanengruppe Atesh hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnstrecke in der russischen Region Belgorod sabotiert. Dadurch sei der Transport von Militärgütern in Richtung Kupjansk gestört worden, teilte die Gruppe auf Telegram mit. Demnach zerstörten Gruppenmitglieder gleichzeitig zwei Umspannstationen an der Bahnstrecke zwischen Stary Oskol und Urazovo, was logistische Verzögerungen bei der Versorgung mit "Munition, Ausrüstung und Vorräten" für die russischen Truppen an der Frontlinie in der Region Charkiw verursacht habe. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Atesh führt regelmäßig Sabotageangriffe in Russland und den besetzten Gebieten in der Ukraine durch, um das russische Militär zu schwächen.

+++ 06:35 Zwei Weltkriege überstanden: Russland zerstört historisches Anwesen in Region Charkiw +++

Ein russischer Angriff hat ein historisches Anwesen in der ukrainischen Region Charkiw zerstört, das laut Behörden zwei Weltkriege überstanden hatte. Der Gouverneur der Region sagte, Einsatzkräfte hätten die Flammen stundenlang trotz dauerhaftem Beschuss bekämpft, um "zumindest einen Teil dieser Geschichte zu bewahren". Das ganze Ausmaß der Zerstörung wird aktuell noch bewertet.

+++ 06:05 Region Saporischschja: Ein Toter nach russischem Angriff +++

Die russische Armee hat das Dorf Balabyne in der Region Saporischschja mit gelenkten Bomben angegriffen. Bei dem Angriff kam ein Mensch ums Leben. Wohnhäuser wurden zerstört und beschädigt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Suspilne mit Verweis auf den Leiter der Militäradministration, Iwan Fjodorow. Laut offiziellen Angaben wurden im Dorf Balabyne infolge des Angriffs Wohn- und andere Gebäude zerstört und beschädigt, und es brachen Brände aus.

+++ 05:35 Viertgrößte russische Raffinerie nach Drohnenangriff außer Betrieb +++

Die viertgrößte Ölraffinerie Russlands, Norsi, die Lukoil gehört, muss nach einem Angriff ukrainischer Drohnen am 5. April den Betrieb einstellen. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf Branchenkreise. Laut den Gesprächspartnern könnte die Lieferung bis Ende des Monats eingestellt werden. Lukoil hat auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme nicht reagiert. Die Agentur merkt an, dass die vorübergehende Schließung der Ölraffinerie die Unsicherheit im russischen Energiesektor, der unter anhaltenden ukrainischen Angriffen leidet, noch verstärken wird. Zu diesen Angriffen zählen auch solche, die auf wichtige russische Ölexportterminals am Schwarzen und am Baltischen Meer abzielen. Nach dem ukrainischen Angriff bestätigte der Gouverneur der Region Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, die Beschädigung zweier Anlagen auf dem Werksgelände sowie die Beschädigung eines Kraftwerks und mehrerer Wohnhäuser.

+++ 03:52 Russischer Geheimdienst spioniert EU-Bürger über gehackte Router aus +++

Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) hat gemeinsam mit dem FBI, polnischen Spionageabwehrbehörden und EU-Strafverfolgungsbehörden eine koordinierte Cyberoperation durchgeführt, um die nachrichtendienstlichen Aktivitäten des russischen GRU in der Ukraine und in Partnerländern zu neutralisieren. "Im Zuge der internationalen Cyberoperation wurden zahlreiche Fälle aufgedeckt, in denen der russische Militärgeheimdienst (besser bekannt als GRU) Büro- und Heim-WLAN-Router ukrainischer und ausländischer Bürger (sogenannte SOHO-Geräte) gehackt hat", berichtet Ukrinform. Laut den Ermittlungen zielten russische Agenten auf Router ab, die nicht den modernen Sicherheitsstandards entsprachen.

+++ 02:11 Klöckner reist zur Nato-Ostflanke +++

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reist vor dem Hintergrund des andauernden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zu Antrittsbesuchen nach Estland und Litauen. Bei der dreitägigen Reise der CDU-Politikerin soll es nach Angaben des Bundestags vor allem um die bilateralen Beziehungen zu den beiden EU- und Nato-Ländern, die sicherheitspolitische Lage im Baltikum sowie Digitalisierung und Cyber-Sicherheit gehen. Zum Abschluss ihrer Reise will Klöckner deutsche Soldaten auf dem litauischen Militärstützpunkt Rukla besuchen. Dabei soll es auch um die sich im Aufbau befindende Brigade "Litauen" der Bundeswehr gehen, die dem Schutz der Nato-Ostflanke und der Abschreckung Russlands dienen soll.

+++ 00:27 Trump empfängt Rutte nach Äußerungen über möglichen Nato-Austritt +++

Vor dem Hintergrund heftiger Kritik aus Washington an der Nato trifft Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Laufe des Tages US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Sie wollten "die aktuelle Sicherheitslage" erörtern, einschließlich der Kriege im Iran und in der Ukraine, teilt eine Nato-Vertreterin mit. Weiteres Thema werde die Vertiefung der transatlantischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sein. Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdenken zu wollen. Trump warf den europäischen Verbündeten vor, die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. Rutte zeigt Verständnis für beide Seiten und agiert als Vermittler zwischen Washington und dem Rest der Allianz.

+++ 23:16 Selenskyj: Kiewer Militär redet bei Straße von Hormus mit +++

Ukrainische Soldaten sind nach Angaben von Präsident Selenskyj an Beratungen über die Wiederherstellung einer freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligt. "Sichere Seeschifffahrt ist ein globales Gut - das wissen wir aus unserer Erfahrung mit der Verteidigung des Schwarzen Meeres", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er äußert sich nicht dazu, wo und in welchem Format ukrainische Militärs beteiligt sind, um die vom Iran blockierte Ölexportroute am Persischen Golf wieder freizubekommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden.

+++ 22:16 Viele Russen weichen auf türkischen Messenger aus +++

Weil die russischen Behörden den Zugang zu beliebten Messengern wie Telegram und Whatsapp einschränken oder blockieren, wächst in Russland das Interesse an Alternativen. Wie die "Moscow Times" berichtet, belegt der türkische Messenger BiP im russischen App Store den zweiten Platz der meist heruntergeladenen Apps in der Kategorie "Soziale Netzwerke". Bei RuStore habe BiP bereits 300.000 Downloads. Auf Platz eins sei der staatlich geförderte Messenger MAX. Oppositionelle gehen davon aus, dass die russischen Sicherheitsdienste Zugriff auf die Daten von MAX haben.

+++ 21:47 Ukraine meldet 15 Verletzte nach russischem Angriff +++

Die Stadt Pryluky ist am Dienstagmorgen vom russischen Militär angegriffen worden. Laut den Behörden der östlich von Kiew gelegenen Region Tschernihiw wurden 15 Zivilisten verletzt. Einer von ihnen befinde sich in einem kritischen Zustand. Ziel der Angriffe seien Verwaltungsgebäude gewesen.

+++ 21:02 Bericht: Russlands wichtigster Schwarzmeer-Terminal setzt Öl-Export aus +++

Die Rohölexporte vom russischen "Scheskharis"-Terminal im Schwarzmeerhafen Noworossijsk wurden nach einem massiven Drohnenangriff und einem Brand ausgesetzt, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen der Nachrichtenagentur Reuters mitteilten. Der Terminal, der normalerweise 700.000 Barrel Rohöl pro Tag verlädt, ist Russlands wichtigster Ölverladepunkt am Schwarzen Meer.

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.