Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:50 Türkei bemüht sich um Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Moskau und Kiew +++

22.04.2026, 00:01 Uhr

Die Türkei bemüht sich um die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine und um ein Treffen der beiden Konfliktparteien. Dies erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara, wie das türkische Präsidialamt laut Reuters mitteilt. Zuvor hatte Kiew die Türkei um die Ausrichtung eines Treffens auf höchster Ebene mit russischen Vertretern gebeten. Ankara unterhält seit Moskaus großangelegtem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 gute Beziehungen zu beiden Seiten.

+++ 22:10 "Ukraine ist nicht 'später'" - Gespräche können laut Selenskyj nicht auf Ende des Iran-Kriegs warten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet es als ein "großes Risiko", anzunehmen, dass die Bemühungen um ein Ende der Kämpfe in der Ukraine erst wieder aufgenommen werden könnten, wenn der Konflikt im Iran beendet ist. Das sagte der ukrainische Staatschef im Interview beim US-Sender CNN. Es fänden zwar weiterhin technische Gespräche mit den USA statt, so Selenskyj, aber er sehe "keine Gelegenheit für ein Treffen, solange die Frage des Iran-Konflikts nicht geklärt ist". Besonders herausfordernd für die ukrainische Regierung ist, dass dasselbe US-Unterhändlerteam - unter der Leitung des US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner - sowohl die Gespräche über den Krieg im Iran als auch die in der Ukraine führt. Er verstehe zwar, sagte der ukrainische Präsident, dass sich die USA derzeit auf ihren Krieg gegen den Iran konzentrierten, aber es sei wichtig, den weiter andauernden Kampf in der Ukraine nicht zu vergessen. Für ihn sei es keine Option zu sagen: "'Wir werden später über [die Ukraine] sprechen.' (...) Die Ukraine ist nicht 'später'. Die Ukraine befindet sich bereits in einer so großen Tragödie, wir müssen einen Weg finden, dies parallel zu bewältigen."

+++ 21:35 Kreml: Kiew hat keinen "politischen Willen zur Beilegung des Konflikts" +++

Nach Angaben des Kremls ist der russische Präsident Wladimir Putin "bereit, Selenskyj zu treffen". Dies sei jedoch derzeit nicht "produktiv", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der kremlnahen russischen Nachrichtenagentur Tass. Ein solches Treffen könne erst "im Stadium einer endgültigen Einigung über die Modalitäten" produktiv sein. Zudem behauptete Peskow, auf Kiews Seite gebe es keinen "politischen Willen zur Beilegung des Konflikts". Laut Tass erklärten zudem russische Offizielle, sie seien "bereit, amerikanische Unterhändler morgen zu empfangen, falls diese dies wünschen".

+++ 20:47 Selenskyj: 90-Milliarden-Kredit der EU ist "Frage von Leben und Überleben" für die Ukraine +++

Wolodymyr Selenskyj bezeichnet den 90-Milliarden-Euro-Kredit der Europäischen Union als "Frage von Leben und Überleben" für die Ukraine. Das sagte der ukrainische Präsident nur wenige Stunden, nachdem die EU den wichtigen Kredit für sein Land bewilligt hatte, im Interview mit dem US-Sender CNN. Die Ukraine versuche, so Selenskyj im Gespräch mit Journalistin Christiane Amanpour, so viele Waffen wie möglich zu produzieren, leide aber unter Finanzierungsmangel. "Uns fehlen die Mittel. Es geht hier um unser Überleben, um unsere Verteidigung. Wir brauchen dieses Geld dringend", sagte Selenskyj. Sein Land produziere derzeit etwa 1000 Abfangdrohnen pro Tag, aber könne die Zahl mit finanzieller Unterstützung verdoppeln. Das Kiew bereits vor Monaten zugesagte Darlehen verzögerte sich, weil der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban es blockierte und forderte, dass die Ukraine die Lieferungen russischen Öls wieder aufnimmt. Nach seiner Abwahl am 12. April gab Orban die Blockade von Ukraine-Hilfen und Sanktionen gegen Russland schließlich auf.

+++ 20:16 Schweden: Russischer Kapitän von festgesetztem Schattenflotten-Frachter aus Haft entlassen +++

Schwedische Behörden haben den russischen Kapitän eines Frachtschiffs, das zu Putins Schattenflotte gehören soll, wieder freigelassen. Die schwedische Staatsanwaltschaft entließ den Mann laut einer Mitteilung nach rund sechs Wochen aus der Haft. Die schwedische Polizei hatte der Frachter "Caffa", der unter guineischer Flagge auf dem Weg nach St. Petersburg gewesen sein soll, Anfang März festgesetzt. Die Behörden vermuteten, dass das Schiff gestohlenes ukrainisches Getreide transportiere und zur sogenannten russischen Schattenflotte gehört - ein Netzwerk heruntergekommener Schiffe, die Moskau unter falscher Flagge und mit gefälschten Dokumenten zur Umgehung westlicher Sanktionen nutzt. Die Vorwürfe gegen den inhaftierten Kapitän - unter anderem Dokumentenfälschung und Verstöße gegen Schifffahrtsgesetze - wurden jetzt fallen gelassen. "Der Beschuldigte hat Einspruch erhoben und behauptet, er habe nicht gewusst, dass die Dokumente gefälscht waren. Nach umfangreichen Ermittlungen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass dieser Einspruch nicht entkräftet werden kann", sagte Oberstaatsanwalt Adrien Combier-Hogg.

+++ 19:32 US-Regierung: Sanktionen gegen Russland auf Bitten "gefährdeter" Länder gelockert +++

Die US-Regierung hat die Lockerungen der Öl-Sanktionen gegen Russland und den Iran entgegen früheren Ankündigungen auf Bitten "gefährdeter" Länder verlängert. Das sagte US-Finanzminister Scott Bessent während einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Senats, wie die ukrainische Zeitung "Ukrainska Pravda" meldet. Diese Länder seien wirtschaftlich von der Blockade der Straße von Hormus besonders betroffen. Dem Bericht zufolge fragte der demokratische Senator Chris Coons den Minister, warum die US-Regierung die Ausnahmeregelungen für russisches Öl nun doch verlängert und Moskau so mehr Einnahmen ermöglicht. "Diese Gelder fließen nicht nur in die Tötung von Ukrainern, sondern Russland nutzt seine Gewinne auch, um den Iran mit Drohnen und Geheimdienstinformationen zu unterstützen und unsere Truppen zu töten", wird der Senator zitiert. Bessent räumte ein, dass Russland finanziell davon profitiere und die Trump-Regierung die Entscheidung so nicht geplant habe. "Am Mittwoch war ich noch der Überzeugung, dass wir das nicht tun würden. Mehr als zehn der energiepolitisch am stärksten gefährdeten und ärmsten Länder wandten sich an mich und baten uns, die Sanktionen zu verlängern", antwortete der US-Finanzminister. Zudem behauptete Bessent laut dem Bericht, dass sich die Verlängerung positiv auf die globalen Ölpreise auswirke und damit den amerikanischen Verbrauchern zugute komme.

+++ 18:46 "Solange sie nicht 'Putinland' heißen" - Selenskyj reagiert auf "Donnyland"-Vorschlag für Gebiete im Donbass +++

Bei Treffen mit US-Vertretern greift die ukrainische Seite offenbar auch zu unkonventionellen Mitteln, um sich Washingtons Unterstützung zu sichern. Laut Berichten wurde der Vorschlag teils scherzhaft, teils als diplomatische Geste ins Gespräch gebracht, Teile des Donbass' in "Donnyland" umzubenennen - wohl um US-Präsident Donald Trump zu schmeicheln. Darauf angesprochen erklärt Wolodymyr Selenskyj, die entscheidende Frage sei, dass die Gebiete Donezk und Luhansk Teil der Ukraine bleiben. "Hauptsache ist, dass die Gebiete Donezk und Luhansk zur Ukraine gehören - solange sie nicht 'Putinland' heißen. Das ist das Wichtigste", sagte der ukrainische Präsident laut "New York Times" vor Journalisten und bezog sich dabei auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Während meiner Verhandlungen verwende ich ausschließlich die Begriffe Oblast Donezk, Oblast Luhansk, unser Donbass und das Gebiet der Ukraine. Es gibt keine anderen Bezeichnungen", sagte Selenskyj.

+++ 18:04 Luhansk vollständig eingenommen? Ukrainisches Militär widerspricht Moskaus Darstellung +++

Das Dritte ukrainische Armeekorps weist die Behauptung des russischen Verteidigungsministeriums zurück, wonach die russischen Truppen die vollständige Kontrolle über die Region Luhansk erlangt hätten. Das gab das Dritte Armeekorps bei Telegram bekannt. "Die jüngste Erklärung der Russischen Föderation zur Einnahme der Region Luhansk ist falsch: Das Dritte Angriffskorps kontrolliert die Siedlungen in der Region!", betont das Korps. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, in dem Aufnahmen von Angriffs- und Suchoperationen des ukrainischen Militärs nahe des Dorfes Nowojegorowka in der Region Luhansk zu sehen sind. "Und hier befinden sich weder Besatzungstruppen noch eingeschleuste russische Soldaten. Denn die Aufgespürten wurden von Kämpfern der Karakurt-Kolonie des 2. Mechanisierten Bataillons erfolgreich ausgeschaltet", so das Korps.

+++ 17:38 Türkische Rüstungsfirma will Munitionsfabrik in Estland bauen +++

Das türkische Rüstungsunternehmen Arca will in dem an Russland grenzenden EU- und Nato-Staat Estland ein neues Werk zur Herstellung von Artilleriegeschossen und anderer Munition bauen. Darüber sei eine Vereinbarung getroffen worden, teilt das Estnische Zentrum für Verteidigungsinvestitionen in Tallinn mit. Demnach will die estnische Tochterfirma des türkischen Munitionsherstellers 300 Millionen Euro in den Bau der Fabrik investieren und bis zu 1000 Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion soll 2028 anlaufen. In dem Werk sollen 155-mm-Artilleriemunition, Mörsermunition verschiedener Kaliber und 122-mm-Raketen produziert werden. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wird in Estland als direkte Gefahr gesehen.

+++ 17:01 300-Millionen-Euro-Auftrag: Rheinmetall liefert Bundeswehr Kamikaze-Drohnen +++

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall liefert der Bundeswehr künftig Drohnen, die als "Loitering Munition" über dem Zielgebiet kreisen und sich dann selbstständig auf ein Ziel stürzen. Das Bundeswehr-Beschaffungsamt habe in Koblenz einen entsprechenden Auftrag über 300 Millionen Euro unterzeichnet, teilt die Waffenschmiede in Düsseldorf mit. Wie viele Drohnen das sind, ist geheim. Die Lieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen. Hergestellt werden die Flugkörper in Neuss. Die Bestellung des Modells FV-014 erfolgte innerhalb eines Rahmenvertrags, der informierten Kreisen zufolge ein Volumen von einer Milliarde Euro hat. Die Drohnen haben laut Rüstungskonzern eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern, ihr Gefechtskopf wiegt inklusive Zündvorrichtung rund vier Kilo. Die Drohne kann bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben und Ziele beobachten. Das Produkt wird vollständig in der EU produziert.

+++ 16:31 Moskau: Kein Öl aus Kasachstan mehr ab 1. Mai per Druschba-Pipeline nach Deutschland +++

Russland wird ab dem 1. Mai nach Regierungsangaben in Moskau kein Öl aus Kasachstan mehr durch seine Pipeline Druschba (Freundschaft) nach Deutschland leiten. Das Öl werde über anderen Strecken umgeleitet, sagte der für Energiefragen zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Dies hängt mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten zusammen", erklärte er. Er habe die kasachische Seite in der vergangenen Woche bei Gesprächen darüber informiert, sagte Nowak. Zuvor hatte der Energieminister des zentralasiatischen Landes, Jerlan Akkenschenow, erklärt, Russland habe den Öl-Transit über die Pipeline Druschba und weiter zur Raffinerie PCK Schwedt in Brandenburg mit Null eingeplant. Er mutmaßte, dass das den mit jüngsten ukrainischen Angriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie zusammenhänge .Nowak machte auch deutlich, dass Russland kein Interesse habe, hier als Transitland zu fungieren. "Die Deutschen haben auf russisches Öl verzichtet, das heißt, bei ihnen ist alles in Ordnung", sagte er.

+++ 15:53 Sybiha spricht von guter Lage an der Front: Ukraine wehrt "bis zu 90 Prozent" der Angriffe ab +++

Die Ukraine steht nach eigenen Angaben in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg so gut da wie seit einem Jahr nicht mehr. "Wir haben die russische Überlegenheit in der Truppenstärke durch den Einsatz von Drohnen minimiert", sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einer Erklärung vor Journalisten. Die jetzige Situation der Ukraine auf dem Schlachtfeld sei auch dank der verstärkten Luftabwehr "tatsächlich die stärkste, oder die solideste" seit einem Jahr .Laut Sybiha ist die Ukraine inzwischen in der Lage, "bis zu 90 Prozent" der Angriffe auf ukrainische Städte abzuwehren. Auch nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP von Daten der ukrainischen Luftwaffe konnten die Streitkräfte in den vergangenen Monaten regelmäßig 80 bis 90 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abfangen.

+++ 15:18 Budapest bestätigt: Russisches Öl fließt wieder durch die Druschba-Pipeline nach Ungarn +++

Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über Belarus und die Ukraine nach Ungarn transportiert, hat nach ungarischer Darstellung ihren Betrieb wieder aufgenommen. "Nach den uns vorliegenden Informationen hat die Öldurchleitung über die Druschba-Pipeline heute um 11.35 Uhr von Belarus in Richtung Ukraine wieder begonnen", schreibt der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Janos Boka, auf seiner Facebook-Seite. "Nach menschlichem Ermessen" würde das russische Erdöl ungarisches Staatsgebiet noch im Laufe desselben Tages oder spätestens bis Donnerstagmorgen erreichen, schreibt Boka weiter. Ein weiterer Zweig der Druschba transportiert das Öl auch in die Slowakei.

+++ 14:47 Bundesregierung: Ukraine-Kredit könnte in 24 Stunden fließen +++

Der 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU an die Ukraine könnte nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius in 24 Stunden ausgezahlt werden. "Wir begrüßen diese Entscheidung", kommentiert er den Beschluss der EU-Botschafter. Jetzt sei noch eine einstimmige Änderung der mehrjährigen Finanzrahmenverordnung nötig. Dazu habe der Ausschuss der Ständigen Vertreter in Brüssel das notwendige Verfahren eingeleitet. "Soweit Ungarn dem schriftlichen Verfahren nicht widerspricht, ist die Änderung am Fristablauf möglich. Das sind 24 Stunden. Dann können die 90 Milliarden ausbezahlt werden", fügt Kornelius hinzu.

+++ 14:23 Wegen Putins Schattenflotte: Finnland trifft Schutzvorkehrungen wegen Ölpest-Gefahr +++

Finnland schützt seine Ostseeküste vor einer drohenden Ölpest durch Schiffe der russischen Schattenflotte. Nach Angaben einer finnischen Meeresschutz-Stiftung und der Küstenwache werden dazu dauerhafte Befestigungsringe für Ölsperren am Felssockel von Inseln im Finnischen Meerbusen angebracht. Im Falle einer Havarie sollen die Sperren eine Ausbreitung des Öls verhindern, bevor es die Küste oder empfindliche Ökosysteme erreicht. Als Schattenflotte werden die oft veralteten, nicht versicherten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland das internationale Ölembargo wegen des Ukraine-Kriegs umgeht. Das Risiko einer Ölverschmutzung in der Ostsee sei derzeit hoch, erklärt die John-Nurminen-Stiftung. Drohnenangriffe der Ukraine auf die russischen Ölhäfen Primorsk und Ust-Luga hätten es noch weiter erhöht.

+++ 13:51 Russland-Hafen brennt - Rauchsäule aus dem All sichtbar +++

Nach Angriffen auf Ölraffinerien in der russischen Hafenstadt Tuapse lodern dort weiterhin Feuer. Der Nasa zufolge erstreckt sich die Rauchwolke mittlerweile 300 Kilometer ins russische Inland. Anonyme Quellen melden, Russland habe den Betrieb inzwischen eingestellt.

+++ 13:34 Slowakei erwartet Öl via Druschba-Pipeline ab morgen +++

Die Rohöllieferungen durch die Druschba-Pipeline von der Ukraine in die Slowakei werden nach Angaben der Regierung in Bratislava voraussichtlich am Donnerstagmorgen wiederaufgenommen. Die ukrainische Seite habe darüber informiert, dass der Druckaufbau aus Belarus am Morgen begonnen habe, teilt die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Sakova auf Facebook mit. Die Pipeline war seit Januar außer Betrieb. Nach ukrainischen Angaben ist die Ursache ein russischer Angriff gewesen.

+++ 12:56 Orban gibt Blockade von Ukraine-Hilfe und Sanktionen auf +++

Ungarn gibt seine monatelange Blockade des geplanten milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine auf. Die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban trägt in Brüssel eine Entscheidung mit, die ein Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagen. Zudem kann auch ein neues Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg gebracht werden - die formellen Beschlüsse müssen in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstag abgeschlossen sein soll.

+++ 12:56 "Hausfrauen"-Drohnen: Rheinmetall-CEO reagiert auf Empörung +++

Der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns Rheinmetall greift im ntv-Interview seine vielfach kritisierte Aussage auf, "ukrainische Drohnen seien von Hausfrauen gemacht", und kontert auf Selenskyjs Reaktion. Seine Erklärung lautet: "Sie wissen ja, wie das mit den amerikanischen Journalisten ist."

+++ 12:41 Kreise: Ukraine nimmt Druschba-Pipeline wieder in Betrieb +++

Die Ukraine hat nach Angaben aus dem Energiesektor des Landes die Lieferungen von russischem Öl über die Druschba-Pipeline in Richtung Ungarn und der Slowakei wieder aufgenommen. Die Öllieferungen hätten um 12.35 Uhr (Ortszeit, 11.35 Uhr MESZ) begonnen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einem Verantwortlichen im ukrainischen Energiesektor. Kiew hofft, dass dadurch die letzte Hürde für die Auszahlung eines 90 Milliarden Euro schweren Kredits der EU für die Ukraine aus dem Weg geräumt wird.

+++ 12:06 Kasachstan: Öltransit nach Schwedt mit Null eingeplant +++

Kasachstan bestätigt unter Verweis auf inoffizielle Quellen, dass der Transport von Öl aus Kasachstan über Russland und die Druschba-Pipeline nach Deutschland ab Mai in Gefahr ist. Eine offizielle Erklärung Russlands gebe es nicht, sagt Energieminister Jerlan Akkenschenow. "Aber nach inoffiziellen Quellen wissen wir, dass das wahr ist." Russland habe den Transit von Öl aus Kasachstan über die Pipeline Druschba und weiter zum Werk Schwedt in Brandenburg mit Null eingeplant. Inoffiziell habe Russland dies damit erklärt, dass die technischen Möglichkeiten für den Transport von Öl aus Kasachstan nicht gegeben seien. Akkenschenow mutmaßt, dass das mit jüngsten Angriffen auf die russische Infrastruktur zusammenhänge. Er verweist auf Gespräche mit "Kollegen", wonach der Transit kasachischen Öls wieder aufgenommen werde, sobald die Frage der technischen Machbarkeit geklärt sei. Kasachstan plane nicht, die Ölförderung zu verringern. Es gebe Möglichkeiten, diese Menge über andere Routen umzuverteilen. Mehr dazu hier.

+++ 11:51 Öllieferungen durch Druschba-Pipeline sollen in Kürze starten +++

Durch die Druschba-Pipeline soll nach ukrainischen Angaben in Kürze wieder Öl in Richtung Westen fließen. Die Röhre werde gegen 13.00 Uhr (MESZ) wieder ihren Betrieb aufnehmen, sagt ein ranghoher ukrainischer, der anonym bleiben wollte. Dies könne aber auch schon früher der Fall sein, fügt er hinzu. Die Ukraine hatte am Dienstag erklärt, die nach eigenen Angaben im Januar durch einen russischen Angriff beschädigte Pipeline repariert zu haben. Den Angaben zufolge forderte der ungarische Energiekonzern MOL, der Ungarn und die Slowakei beliefert, rund 100.000 Tonnen Öl an.

+++ 11:11 Kreml verärgert: Russen suchen Heil in Hexerei +++

Tarotkarten, Heilsteine, Wahrsagungen: In Russland erleben esoterische Angebote eine große Nachfrage - auch von Soldaten. Das ist im Grunde ungefährlich, doch die Anhänger des orthodoxen Christentums im Land sind beunruhigt.

+++ 10:44 Russland: Frau und Kind bei ukrainischem Drohnenangriff getötet +++

Bei dem Einsturz eines Wohngebäudes in der russischen Stadt Sysran nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind der Lokalregierung zufolge eine Frau und ein Kind ums Leben gekommen. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischew, mit. Von der Ukraine liegt zunächst keine Stellungnahme vor. Beide Kriegsparteien haben wiederholt Vorwürfe dementiert, sie würden Zivilisten ins Visier nehmen. In Sysran befindet sich auch eine große Ölraffinerie, die in der Vergangenheit bereits mehrfach von der Ukraine attackiert wurde.

+++ 10:42 Abwehr hybrider Attacken zur Daueraufgabe geworden +++

Russland setze gezielt auch auf "hybride Mittel", erklärt Verteidigungsminister Pistorius bei der Vorstellung der Militärstrategie für Deutschland. Spionage, Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen seien keine Randphänomene mehr. Ihre Abwehr sei zur Daueraufgabe geworden. "Wir entwickeln die Bundeswehr zur konventionell stärksten Armee Europas. Kurzfristig erhöhen wir unsere Verteidigungs- und Durchhaltefähigkeit, mittelfristig streben wir einen deutlich übergreifenden Fähigkeitszuwachs an und langfristig werden wir technologische Überlegenheit herstellen", kündigt Pistorius an.

+++ 10:29 Pistorius hält an Truppenziel fest +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat erstmals in der Geschichte der Bundeswehr eine Militärstrategie vorgestellt. Darin hält der Minister an dem Ziel von 260.000 aktiven Soldaten fest, obwohl hochrangige Militärs angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland eine deutlichere Aufstockung gefordert hatten. Zusammen mit der Reserve solle die Truppe auf mindestens 460.000 Männer und Frauen anwachsen, sagt der SPD-Politiker.

+++ 10:22 Deutsche Militärstrategie nennt Russland als Hauptbedrohung +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius legt eine Strategie für den weiteren Kurs der Bundeswehr vor. Dazu stellt der SPD-Politiker eine Gesamtkonzeption militärische Verteidigung sowie die Strategie der Reserve vor. Das Verteidigungsministerium beschreibt Russland in den Grundsatzdokumenten als Hauptbedrohung. "Es bereitet sich durch seine Aufrüstung auf eine militärische Auseinandersetzung mit der Nato vor und sieht den Einsatz militärischer Gewalt als legitimes Instrument zur Durchsetzung seiner Interessen", schreibt der Minister zu dem Konzept, das aus einer erstmals verfassten Militärstrategie sowie einem Plan für die Streitkräfte besteht. Dieser legt Aufbau, Struktur und Umfang der Streitkräfte für die Zukunft fest. Beide Dokumente sind in den Details geheim.

+++ 10:14 Ukraine: Russland griff mit über 200 Drohnen an - zwei Tote +++

Die ukrainischen Streitkräfte erklären, seit dem Abend 189 von 215 russischen Drohnen abgewehrt zu haben. Einschläge gab es demnach an sieben verschiedenen Orten, zudem wurden an sechs Orten herabgestürzte Trümmerteile von Drohnen registriert. Durch Russlands Angriffe wurden nach Behördenangaben zwei Menschen in den Regionen Charkiw und Saporischschja getötet. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass in der Nacht 155 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet zerstört worden seien. Zu möglichen Opfern, Schäden oder Einschläge äußert sich das Ministerium nicht.

+++ 09:31 Nato-Jets eskortieren russische Flugzeuge +++

Im Rahmen der Nato-Mission Baltic Air Policing haben französische und rumänische Kampfjets mehrere russische Flugzeuge abgefangen. Nach Nato-Angaben handelte es sich um Aufklärungs-, Bomber, und Kampfflugzeuge. Die Einsätze fanden demnach am Montag statt. Der genaue Ort wird nicht genannt. Die Nato-Mission dient der Überwachung und dem Schutz des Luftraums der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Montag bei Telegram mit, einen planmäßigen Flug mit Langstreckenbombern des Typs Tu-22M3 über "neutralen Gewässern" der Ostsee durchgeführt zu haben. Su-35-Kampfjets hätten Begleitschutz gewährleistet, scheibt das Ministerium. Die Flugdauer habe vier Stunden betragen. Auf bestimmten Routenabschnitten seien die Flugzeuge von ausländischen Jets eskortiert worden.

+++ 08:45 ISW widerspricht russischen Behauptungen zu Gebietsgewinnen +++

Der US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) hält die Behauptungen des russischen Armeechefs zu Vorstößen in der Ukraine für stark übertrieben. So hatte Generalstabschef Waleri Gerassimow im Staatsfernsehen behauptet, seine Truppen hätten seit Anfang des Jahres 1700 Quadratkilometer ukrainisches Gebiet eingenommen, darunter 80 Ortschaften und die gesamte Oblast Luhansk. Nach eigenen Angaben fand das ISW jedoch lediglich Belege dafür, dass russische Streitkräfte seit Jahresbeginn 381,5 Quadratkilometer vorgerückt seien und 13 Ortschaften eingenommen hätten. Seit März hätten Moskaus Truppen sogar 59,79 Quadratkilometer an Gebiet verloren. Erobert hätten sie seitdem lediglich zwei Ortschaften. Wie das ISW weiter einordnet, behauptete das russische Militärkommando zuvor bereits drei Mal, die Oblast Luhansk erobert zu haben, davon zwei Mal nach der ukrainischen Gegenoffensive im Herbst 2022 in diesem Gebiet.

+++ 08:14 Behörden: Zwölf Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff in Sysran +++

Aus Russland wird ein ukrainischer Drohnenangriff in der Stadt Syzran gemeldet, die auch Standort einer Ölraffinerie ist. Nach Angaben örtlicher Behörden stürzte ein Wohnhaus teilweise ein, ein weiteres wurde beschädigt. Dabei seien zwölf Menschen verletzt worden. Vier Menschen, darunter ein Kind, seien aus Trümmern gerettet worden, teilt der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischew, mit. Die Rettungsarbeiten dauern an. Unter Berufung auf Videos von Anwohnern melden mehrere russische Telegramkanäle, dass die Flugabwehr in Syzran aktiv war und Drohnengeräusche zu hören waren. Trümmerteile von Drohnen seien auf Autos gefallen. Zudem stürzte in der an die Ukraine grenzenden Region Kursk nach Angaben der dortigen Regionalregierung eine Drohne in den Hof eines Hauses, verletzt wurde niemand. Eine Stellungnahme seitens der ukrainischen Armee liegt bisher nicht vor.

+++ 07:56 Ukraine meldet russische Angriffe auf Hafen und Bahnhof +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Schwarzmeerhafen Odessa sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht Liegeplätze, Lagerhallen und Bahnanlagen beschädigt worden. Auch Einrichtungen von Hafenbetreibern seien getroffen worden, teilt der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Bei einem weiteren Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der südlichen Region Saporischschja sei zudem ein Bahnmitarbeiter getötet worden.

+++ 07:10 Wegen Beschimpfungen von Meloni: Italien bestellt russischen Botschafter ein +++

Italien hat am Dienstag den russischen Botschafter einbestellt, nachdem ein Kreml-Propagandist die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im russischen Fernsehen beschimpft hatte. Italiens Außenminister Antonio Tajani schreibt auf der Plattform X, er wolle nach den "äußerst schwerwiegenden und beleidigenden Äußerungen" formell Protest aussprechen. Medienberichten zufolge nannte der Moderator Wladimir Solowjow die Ministerpräsidentin in seiner Sendung unter anderem eine "faschistische Schlampe", "zertifizierte Idiotin" und "Schande für die Menschheit".

+++ 06:28 Bericht: Ukraine schlägt vor, Teil des Donbass "Donnyland" zu nennen +++

Bei Friedensgesprächen in den letzten Monaten haben ukrainische Vertreter vorschlagen, einen Teil des Donbass, um den Russland weiterhin kämpft, "Donnyland" zu nennen. Das berichtet die "New York Times", die sich auf vier mit den Verhandlungen vertraute Personen beruft, die anonym bleiben wollen. Als ein ukrainischer Unterhändler den Begriff erstmals zum Teil im Scherz erwähnte, geschah dies demnach im Rahmen eines Versuchs, die Regierung von US-Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, sich mehr gegen Russlands territoriale Ansprüche zu stellen. Der Begriff tauche wohl in keinem offiziellen Dokument auf, sei jedoch in Gesprächen weiterhin verwendet worden, heißt es in dem Bericht weiter. Die Zeitung schreibt, der Vorschlag spiegele "eine globale Realität wider, in der Regierungen an Trumps Eitelkeit appellieren, um die Stärke der USA auf ihre Seite zu ziehen". Mehr dazu hier.

+++ 05:50 Dua Lipa hilft ukrainischem Sanitätsbataillon mit einem Pickup +++

Die britische Popsängerin Dua Lipa hat bei einer Benefizveranstaltung in London Spendengelder für ein Fahrzeug des Ersten Separaten Medizinbataillons der Ukraine gesammelt. Der Pickup soll Sanitätern helfen, Verwundete im Kampfgebiet zu retten. Die Mittel kamen bei einer Charity-Party im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Club For" zusammen, organisiert über Dua Lipas Plattform Service95 und die britische NGO Driving Ukraine. Letztere wurde 2022 vom Freiwilligen Finn Watt gegründet und hat seitdem mehr als 300 Fahrzeuge für humanitäre und militärische Zwecke an die Ukraine übergeben.

+++ 04:34 EU-Länder stimmen über Auszahlung des Milliarden-Kredits für die Ukraine ab +++

Die Botschafter der EU-Länder stimmen am heutigen Mittwoch über die Auszahlung des im Dezember beschlossenen 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine ab. Die zyprische Ratspräsidentschaft hat den Tagesordnungspunkt auf die Agenda für das Botschaftertreffen gesetzt. Um die für die Auszahlung notwendige Anpassung des EU-Haushalts zu beschließen, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen. Bisher hatte Ungarn die Freigabe des Geldes im Streit mit der Ukraine um russische Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline blockiert. Die Ankündigung der Abstimmung nährt jedoch in Brüssel die Hoffnung, dass Budapest seine bisherige Blockade aufgeben wird. "Wir erwarten einige positive Entscheidungen", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag mit Verweis auf das Botschaftertreffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Dienstag, die Druschba-Pipeline sei repariert, sodass die Öllieferungen in die EU wieder aufgenommen werden könnten.

+++ 03:15 Bericht: Elf Verletzte bei russischem Drohnenangriff in Region Charkiw +++

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Charkiw sind offenbar elf Menschen verletzt worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den staatlichen Rettungsdienst der Ukraine. Demnach sind vier Brände ausgebrochen. Mehrere Gebäude seien beschädigt worden.

+++ 01:59 Mehr als 70 Prozent der Ukrainer konsumieren russische Inhalte im Internet +++

Trotz des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs konsumieren 71 Prozent der Ukrainer regelmäßig russischsprachige Inhalte im Internet - fast ein Viertel davon täglich. Das ergab eine Studie des Meinungsforschungsunternehmens Gradus im Auftrag des ukrainischen Kulturministeriums. Kulturministerin Tetjana Beresjna betont, die Gründe seien keine ideologischen: "Die Menschen tun das aus Gewohnheit - russische Inhalte sind verfügbar und es gibt davon viel." Als Lösung fordert sie den gezielten Aufbau eines starken ukrainischen Kulturangebots als Alternative.

+++ 23:51 Bericht: Drohnenangriffe zwingen Russland zu deutlichem Rückgang der Ölproduktion +++

Ukrainische Angriffe auf russische Häfen und Raffinerien sowie der Stopp der Öllieferungen über die Druschba-Pipeline haben Russland im April zu einem deutlichen Rückgang der Ölförderung gezwungen. Laut fünf anonymen Quellen und Reuters-Berechnungen sank die Produktion um rund 300.000 bis 400.000 Barrel pro Tag gegenüber dem Niveau der ersten Monate des Jahres - möglicherweise der stärkste monatliche Rückgang seit der Covid-Pandemie vor sechs Jahren.

+++ 22:09 Russland soll Massengrab bei Mariupol zerstört haben +++

Russland soll ein Massengrab nahe der Ortschaft Manhush bei Mariupol zerstört haben. Satellitenbilder, die der Stadtrat von Mariupol - er operiert seit der russischen Besatzung 2022 im Exil - veröffentlicht, sollen zeigen, dass das Gelände in eine Straßenbaustelle umgewandelt wurde. Dort wurden demnach Bewohner begraben, die während der 86-tägigen russischen Belagerung der Stadt 2022 ums Leben kamen. Nach ukrainischen Schätzungen wurden dabei mindestens 22.000 Zivilisten getötet - die tatsächliche Zahl könnte deutlich höher liegen. "Die russischen Besatzer verschleiern das wahre Ausmaß der Verluste sowie der begangenen Kriegsverbrechen", erklärt der Stadtrat.

+++ 21:06 Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung" für die Ukraine +++

Vor einer EU-Abstimmung über ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine dankt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Unterstützung. Auf X erklärt Selenskyj, in einem Gespräch mit Merz habe er dessen "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt. Sie hätten Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen besprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben". Thema des Gesprächs waren laut Selenskyj auch "Treffen und Verhandlungen diese Woche". "Danke, Friedrich, für die Unterstützung und die Bereitschaft, bei allem zu helfen!", schloss der ukrainische Präsident seine Erklärung.

+++ 20:31 Rheinmetall-Chef: Rüstungsproduktion kann schnell hochgefahren werden +++

Die deutsche Rüstungsindustrie ist nach Einschätzung von Rheinmetall-Chef Armin Papperger in der Lage, ihre Kapazitäten zügig auszubauen. "Das ist machbar und ich sehe da kein Problem drin", sagt er auf der Hannover Messe. Schon die Fertigung von Artilleriemunition habe sein Unternehmen seit Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine mehr als verzehnfacht. "Da geht es um riesige Investitionen." Und die habe sein Unternehmen zum Teil ohne schriftlichen Auftrag getätigt, "per Handschlag", sagt Papperger. Der Vertrag sei erst danach gekommen. "Und wenn wir dieses Vertrauen haben, dann kriegen wir auch Geschwindigkeit." Sein Auftritt wurde mehrfach durch Proteste unterbrochen. Demonstranten riefen "Nie wieder Krieg" und "Nie wieder Wehrpflicht" - mehrere wurden von Sicherheitskräften aus dem Saal getragen.

+++ 19:50 Bericht: Tochter des Dnipro-Bürgermeisters besitzt wohl Villa am Comer See +++

Kateryna Filatowa, Tochter des Bürgermeisters von Dnipro, Borys Filatow, soll Eigentümerin einer Villa am Comer See in Italien sein. Das berichtet die ukrainische Plattform "Hromadskyi Kontrol" unter Berufung auf italienische Grundbuchauszüge. Demnach sind auf den Namen Filatowa drei Objekte sowie ein Grundstück in Cernobbio eingetragen - darunter eine dreigeschossige Villa mit 821 Quadratmetern und Pool. Der Kaufpreis betrug laut Vertrag aus dem Jahr 2018 rund 8,4 Millionen Euro; Filatowa war damals 24 Jahre alt. Die Redaktion betont, dass Name, Geburtsdatum und Wohnort (Dnipro) mit denen der Tochter des Stadtoberhaupts übereinstimmen - dies aber keine abschließende Bestätigung der Identität darstelle. Das Büro von Bürgermeister Filatow wies die Berichte als russische Informationsoperation zurück.

+++ 19:06 Drohnen zeigen Geisterstadt - Russland greift weiter an +++

Drohnenaufnahmen der ukrainischen Armee zeigen die zerstörte Stadt Tschassiw Jar im Donbass: Leere Straßen, Krater, zerschossene Häuser. Trotz anhaltender russischer Angriffe halten ukrainische Truppen die strategisch wichtige Position.

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