Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 14:15 Hochrangiger US-Verhandler blamiert sich - und entsetzt Ukrainer +++

29.01.2026, 00:01 Uhr

Laut dem ukrainischen Medium Kyiv Independent hat ein hochrangiger US-Diplomat in einem Gespräch mit Reportern grundlegendes Basiswissen über die Ukraine und den russischen Angriffskrieg vermissen lassen. Der Mann sei sowohl Teil der Verhandlungen mit Kiew als auch Moskau, heißt es in dem Bericht. Der Diplomat soll fälschlicherweise gesagt haben, dass Kyrylo Budanow jetzt Vizepräsident der Ukraine sei. Dabei gibt es in der Ukraine überhaupt keinen Vizepräsidenten. Budanow ist neuerdings Leiter des Präsidialamtes. Den nächsten Fauxpas soll es gegeben haben, als der US-Verhandler andeutete, dass er nicht wisse, wann die umfassende russische Invasion in der Ukraine begonnen habe." Oleksandr Merezhko, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des ukrainischen Parlaments, spricht gegenüber Kyiv Independent von einem "ernsten Problem". Der US-Diplomat "hat bereits mehrere große Fehler gemacht – sowohl technische als auch, im Wesentlichen, schwerwiegende diplomatische".

+++ 13:50 Bericht: Russische Einnahmen durch Ölverkäufe deutlich gesunken +++

Die russischen Einnahmen durch Energieexporte sind einem Bericht der "Financial Times" (FT) zufolge im vergangenen Jahr gegenüber 2024 um etwa ein Fünftel zurückgegangen. Die Zeitung nennt den vergleichsweise niedrigen Ölpreis auf dem Weltmarkt und die US-Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil als Gründe. Der Preisnachlass, den Russland auf seine Ölverkäufe gewährt, sei auf mehr als 24 Dollar pro Barrel gestiegen, von etwa 15 Dollar in den zwei vorherigen Jahren. Auch wenn der finanzielle Druck die Kriegsziele von Präsident Wladimir Putin nicht verändern werde, sei er dennoch von Bedeutung. "Das Haushaltsdefizit ist derzeit definitiv ein wichtiges Thema für Putin", sagte Janis Kluge, Russland-Experte am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit, der Zeitung. Öl hat laut FT seit längerer Zeit einen größeren Anteil an den Energieeinnahmen Russlands als Gas. Diese Lücke habe sich durch den Verlust des europäischen Gasmarktes im Jahr 2022 noch vergrößert, sodass die Einnahmen stärker den Schwankungen des Ölpreises ausgesetzt seien.

+++ 13:20 Mobile Heizkraftwerke: Deutschland hilft bei Wärmeversorgung in Kiew +++

Deutschland stockt seine Winterhilfe für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur des Landes um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf. Das Geld komme zu den im Dezember bereitgestellten Mitteln von 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung hinzu, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Die in der Hauptstadt Kiew übergebenen beiden Blockheizkraftwerke seien die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und Batteriesysteme sollten folgen. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte, Russland erschwere mit seinen Angriffen das Leben in der Ukraine und setze darauf, dass viele Menschen die Flucht ergreifen. "Wir setzen auf die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes und stehen an seiner Seite." Mit den beiden Heizkraftwerken würden 86.000 Menschen, fünf Krankenhäuser, 25 Kindergärten, 13 Schulen und fast 200 Verwaltungsgebäude mit Strom und Wärme versorgt. Dies sei "Hilfe, die direkt ankommt und wirkt, wo sie am nötigsten gebraucht wird".

+++ 12:50 EU erwägt Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer +++

Hunderttausenden russischen Soldaten, die gegen die Ukraine gekämpft haben, droht ein Einreiseverbot in die EU. Nach Angaben von Estlands Außenminister Margus Tsahkna liegt ein entsprechender Vorschlag in Brüssel auf dem Tisch. Tsahkna sagte bei einem EU-Treffen, es gebe Informationen, dass viele Soldaten nach einem möglichen Ende des Krieges nach Europa kommen wollten. "Das sind sehr gefährliche Menschen", sagte er. In einem Hintergrund-Papier heißt es, seit 2022 hätten schätzungsweise 1,5 Millionen russische Staatsangehörige an Kampfhandlungen teilgenommen und rund 640.000 seien weiter aktiv im Einsatz. Ihre gemeinsamen Merkmale seien Kampferfahrung und die Anwendung von Gewalt, einschließlich der wahrscheinlichen Beteiligung an Kriegsverbrechen und anderen Gräueltaten gegen die ukrainische Bevölkerung. In dem Papier wird darauf verwiesen, dass es in Russland bereits einen Zusammenhang zwischen ehemaligen Kämpfern und zunehmender Gewalt gebe. Viele Rückkehrer hätten schwere Straftaten begangen - deren Gesamtzahl habe im ersten Halbjahr 2025 einen 15-Jahres-Höchststand erreicht. Hintergrund sei, dass bis zu 180.000 verurteilte Strafgefangene direkt für spezielle Militäreinheiten rekrutiert worden seien.

+++ 12:25 Austausch mit Russland: Ukraine erhält Leichen von 1000 Soldaten +++

Die Ukraine und Russland haben erneut die sterblichen Überreste der bei den Kämpfen getöteten Soldaten getauscht. Kiew habe die Leichname von 1000 Soldaten erhalten, teilte der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bei Telegram mit. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für die Vermittlung. Dem russischen Unterhändler Wladimir Medinski zufolge sind im Gegenzug die Leichen von 38 russischen Soldaten zurückgegeben worden. Der Austausch sei auf der Basis von im vergangenen Jahr getroffenen Vereinbarungen im türkischen Istanbul erfolgt. Die Kriegsparteien tauschen regelmäßig Soldatenleichen aus. Kiew erhielt nach offiziellen Angaben allein 2025 über 15.000 Leichname zurück, Moskau nur ein Bruchteil dessen. Aufgrund des stetigen Vormarsches der russischen Truppen kann die ukrainische Armee gefallene eigene Soldaten nicht immer bergen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen die russische Invasion.

+++ 11:50 Litauen beschafft Panzerbrücken von deutschem Hersteller +++

Litauen wird zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit zwölf Brückenlegepanzer vom Typ Leguan im Wert von rund 210 Millionen Euro kaufen. Dies sei vertraglich mit dem Hersteller KNDS Deutschland vereinbart worden, teilen das Verteidigungsministerium des baltischen EU- und Nato-Landes und das Unternehmen mit. "Die gepanzerten Fahrzeuge können bei Bedarf natürliche und künstliche Hindernisse schnell überwinden, was in der modernen Kriegsführung von entscheidender Bedeutung ist. Diese Anschaffung stärkt die Verteidigung sowohl Litauens als auch der gesamten Nato-Ostflanke", sagt Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus. Der Krieg in der Ukraine wird in dem baltischen Staat als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Die Regierung in Vilnius rüstet daher die Armee massiv auf und wird unter anderem Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 aus Deutschland beziehen. In Litauen wird künftig auch eine gepanzerte Brigade der Bundeswehr fest stationiert sein.

+++ 11:20 Haßelmann an Merz: Wo bleibt Ihr Engagement für die Ukraine? +++

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat Bundeskanzler Friedrich Merz davor gewarnt, die Ukraine angesichts vieler außenpolitischer Herausforderungen aus den Augen zu verlieren. Dass Merz sich in seiner Regierungserklärung nur in einem Satz mit der Ukraine solidarisiert habe, habe ihr keine Hoffnung gegeben, "dass das nicht einfach auf der Tagesordnung vor sich hin läppert", sagte sie im Bundestag. Als Oppositionsführer habe Merz jede Woche mehr Unterstützung, stärkere Waffensysteme wie den Marschflugkörper Taurus und Sanktionen gegen die russische Schattenflotte gefordert. Jetzt stelle die Union jedoch die Regierungsfraktion, "die uns jede Woche ermahnt hat, mehr zu tun für die Ukraine", sagte die Grünen-Politikerin. Dort zeichne sich eine humanitäre Katastrophe ab. "Wo bleibt Ihr Engagement?", fragte sie in Richtung von Merz.

+++ 10:50 Kallas: Russland meint es nicht ernst mit dem Frieden +++

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland ernsthafte diplomatische Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine abgesprochen. Moskau habe zu den aktuellen Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Militärangehörige gesandt, die kein Mandat für bedeutsame Vereinbarungen hätten, sagte Kallas vor Beratungen der EU-Außenminister. "Sie meinen es definitiv nicht ernst mit dem Frieden." Das Gegenteil sei der Fall: Russland bombardiere die Ukraine weiter und wolle die Bevölkerung mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur zur Kapitulation zwingen. Angesichts der fortgesetzten Angriffe auf das ukrainische Energienetz drohe "eine humanitäre Katastrophe", warnte Kallas. "Es ist ein sehr harter Winter und die Ukrainer leiden sehr."

+++ 10:20 Ballons aus Belarus dringen in polnischen Luftraum ein +++

Mehrere Flugobjekte aus Richtung Belarus sind nach Angaben der polnischen Armee nachts in den Luftraum über Polen eingedrungen. Nach Analysen des Flugverhaltens und der Geschwindigkeit habe es sich dabei höchstwahrscheinlich um Ballons gehandelt, die vom Wind getragen wurden, wie das Oberkommando der Streitkräfte auf X mitteilt. Der Grenzschutz bestätigte, dass es sich bei den ersten untersuchten Objekten um Schmugglerballons handele. In der östlichen Region Podlachien gab es vorübergehend Einschränkungen für die zivile Luftfahrt. Das EU- und Nato-Mitglied Polen hat seit Jahren ein angespanntes Verhältnis zu seinem östlichen Nachbarn Belarus. Das autoritär regierte Land ist ein Verbündeter Russlands. Polen und die EU beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze gebracht zu haben, um Druck auf den Westen auszuüben.

+++ 09:55 Merz: Europa muss Sprache der Machtpolitik sprechen +++

Kanzler Friedrich Merz fordert von Europa angesichts einer sich neu herausbildenden Welt der Großmächte mehr machtpolitisches Selbstbewusstsein. Die Europäer würden ihre Vorstellungen nur dann jedenfalls zum Teil durchsetzen können, "wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen. Wenn wir selbst eine europäische Macht werden", sagt der CDU-Chef. Europa sei in den vergangenen Jahrzehnten die politische Kraft gewesen, die auf der Geltung des Rechts als der Grundlage der Beziehungen zwischen Staaten und Völkern bestanden habe. "All das wollen wir bewahren und auch in Zukunft schützen."

+++ 09:25 Kreml lädt Selenskyj zu Gesprächen nach Moskau ein +++

Der Kreml schlägt überraschend neue Töne an: Selenskyj könne "gerne nach Moskau kommen", berichtet ntv-Russland-Korrespondent Rainer Munz aus dem Kreml. Diese Einladung sei "interessant", sagt Munz und zieht eine Parallele zum syrischen Staatsoberhaupt.

+++ 08:55 ISW: China bleibt wichtiger Lieferant für russischen Angriffskrieg +++

China leistet weiterhin entscheidende Unterstützung für die russische Waffenproduktion, darunter Oreschnik-Raketen und Shahed-Langstrecken-Drohnen. Das "Institute for the Study of War" (ISW) beruft sich bei dieser Einschätzung auf einen Bericht des "Telegraph", wonach Journalisten der Zeitung Technologie und fortschrittliches Gerät im Wert von 10,3 Milliarden US-Dollar identifizierten, die die Volksrepublik China innerhalb eines nicht näher genannten Zeitraums nach Russland geliefert habe. Die chinesischen Lieferungen ermöglichen es Russland laut ISW, die Produktion von Drohnen auszuweiten, die von den russischen Streitkräften unter anderem für Langstreckenangriffe auf das ukrainische Hinterland eingesetzt werden.

+++ 07:34 Atomkraft: Greenpeace kritisiert Frankreichs Abhängigkeit von Russland +++

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft Frankreich vor, trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterhin atomares Material aus Russland zu beziehen. Eine Auswertung von Zolldokumenten sowie Daten zu Uran-Lieferungen wiesen darauf hin, dass Russland weiterhin von großer Bedeutung für den französischen Stromkonzern EDF, das Atomunternehmen Orano und das Kerntechnikunternehmen Framatome sei. Eine Schlüsselrolle bei den Lieferungen von angereichertem Uran spiele der russische Nuklearkonzern Rosatom, teilt Greenpeace mit. Von den vielfältigen Sanktionen gegen Russland ist der Kernkraftsektor bislang aber ausgenommen. Frankreich sei aufgrund seiner energiepolitischen Entscheidungen "von der russischen Atomindustrie abhängig, die mittlerweile zu einem kriminellen Kriegsunternehmen geworden ist", sagt Greenpeace-Atomexpertin Pauline Boyer. Das französische Wirtschaftsministerium beteuert, dass die Regierung entschlossen sei, die Abhängigkeit von Russland weiter zu verringern. Der Anteil der französischen Importe von angereichertem Uran aus Russland an den Gesamtimporten ist in den vergangenen Jahren bereits deutlich gesunken.

+++ 07:04 Neue Rufe nach deutschen Atomwaffen +++

Angesichts wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit der USA und der russischen Aggression in Osteuropa werden erneut Forderungen nach einer nuklearen Bewaffnung Deutschlands laut. "Deutschland braucht eigene taktische Atomwaffen", sagt Frank Pieper, Brigadegeneral der Bundeswehr, im "stern". Mit konventionellen Waffen lasse sich der russische Präsident Wladimir Putin nicht abschrecken, der immer wieder die "nukleare Keule" gegenüber den Europäern heraushole. Pieper, der auch Direktor Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr ist, betonte, die Äußerungen wegen der Sensibilität des Themas als Privatperson und Staatsbürger zu machen. "Die nukleare Frage ist der Kern der nationalen Souveränität eines Staates. Auch Deutschland muss sich dieser Frage stellen", fordert auch Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn. "Es geht hier um die Existenz der Bundesrepublik", so der Historiker. Der frühere Außenminister Joschka Fischer und Carlo Masala von der Bundeswehruniversität München sind strikt gegen einen deutschen Sonderweg. Eine deutsche Atombombe sei völkerrechtlich kaum durchsetzbar, meint Fischer. Großbritannien und Frankreich sind derzeit die einzigen westlichen europäischen Länder mit Atomwaffen.

+++ 06:34 Bundesregierung will militärisch relevante Pipelines kaufen +++

Der US-Ölkonzern Sunoco muss nach der Übernahme des deutschen Tanklagerbetreibers TanQuid militärisch genutzte Pipeline-Anteile an den Bund abgeben. Dem "Spiegel" liegt ein entsprechender Bericht des Wirtschaftsministeriums vor. TanQuid verwaltet rund 20 Prozent aller deutschen Tanklagerkapazitäten und hält 49 Prozent an der Fernleitungs-Betriebsgesellschaft. Diese betreibt den deutschen Anteil der Nato-Pipeline-Systeme und versorgt mehrere Militärflugplätze mit Kerosin. Experten schätzen diese Infrastruktur als wichtig für die Einsatzfähigkeit der Luftwaffen ein. Laut Ministeriumsbericht ist TanQuid nun verpflichtet, die militärisch relevanten Pipeline-Anteile "zeitnah an den Bund, vertreten durch das Bundesverteidigungsministerium, zu veräußern", schreibt das Magazin. Die übrigen 51 Prozent befinden sich bereits in staatlicher Hand. Die Übernahme von TanQuid durch Sunoco steht in der Kritik, weil Sunoco zum Energiekonzern Energy Transfer gehört. Dessen Chef Kelcy Warren gilt als Unterstützer und enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump.

+++ 06:04 "Wegwerf-Agenten" sollen künftig härter bestraft werden +++

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig wirbt für eine Änderung im Strafgesetzbuch, die sich gegen sogenannte Wegwerf-Agenten richtet. "Wir stellen uns den autoritären Kräften und ihren Handlangern entschlossen entgegen", sagt Hubig. Dabei geht es unter anderem um die Anpassung des Strafrahmens bei geheimdienstlicher Agententätigkeit. Laut einem diese Woche im Rechtsausschuss beschlossenen Änderungsantrag soll künftig derjenige, der im Auftrag einer fremden Macht in Deutschland "eine vorsätzliche rechtswidrige Tat begeht", mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden. Ebenso soll bestraft werden, wer für eine solche Tat einen Auftrag erteilt. Dass jetzt der neue Straftatbestand geschaffen werden soll, hängt mit Ermittlungen zu mehreren Sabotagefällen zusammen, bei denen vermutet wird, dass der Auftrag dazu jeweils aus Russland kam. Dazu zählt etwa eine Serie von Sachbeschädigungen an Autos in vier Bundesländern während des Bundestagswahlkampfes. Dabei wurden Auspuffrohre mit aushärtendem Bauschaum verstopft. Am Tatort hinterließen die Täter jeweils Aufkleber mit einem Bild des damaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck und der Aufschrift "SEI GRÜNER!".

+++ 05:39 Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine +++

Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet worden. Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk in der Nacht ihr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärt Regionalgouverneur Iwan Fedorow bei Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

+++ 04:39 Litauische Regierungschefin zu Antrittsbesuch bei Merz +++

Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt heute die litauische Ministerpräsidentin Inga Ruginiene in Berlin. Nach der Begrüßung mit militärischen Ehren (ab 13.00 Uhr) ist ein Gespräch im Bundeskanzleramt vorgesehen. Neben bilateralen und europapolitischen Fragen werden dabei nach Angaben der Bundesregierung auch die Ukraine und die euroatlantische Sicherheit zu den Themen zählen. Auch die Stationierung der Panzerbrigade 45 der Bundeswehr in Litauen wird bei dem Treffen Thema sein. Im Anschluss an das Gespräch ist gegen 14.00 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz geplant.

+++ 02:12 Merz: Deutschland hilft Ukraine "in diesen besonders schweren Tagen" +++

Kanzler Friedrich Merz hat der Ukraine "in diesen besonders schweren Tagen" weitere Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland zugesagt. "Im Rahmen eines Winterpakets haben wir zum Jahreswechsel 2025/2026 zusätzliche 160 Millionen Euro für die Ukraine eingezahlt, in den Ukraine Energy Support Fund", sagt Merz. Damit könnten dringend benötigte Technologien für die Wärmeversorgung beschafft werden, weil Russland systematisch versuche, die Energieversorgung für die Zivilbevölkerung zu zerstören. Außerdem liefere Deutschland Blockheizkraftwerke und modulare Kesselanlagen für Kitas, Gesundheitszentren und Schulen, "die in der Ukraine vollkommen rücksichtslos durch Russland attackiert werden". Die Bundesrepublik sende zudem Luftverteidigungssysteme, Abfangdrohnen, gepanzerte Fahrzeuge und Munition. "Wir wollen, dass die Kämpfe aufhören. Wir wollen, dass Russland am Verhandlungstisch bleibt und dort auch bereit ist, diesen Angriffskrieg im Wege eines verhandelten Friedens zu beenden."

+++ 23:43 Angebliche Terrorplanung: Teenager in Russland verurteilt +++

Ein russisches Gericht hat einen Jugendlichen wegen angeblicher Vorbereitung eines Terroranschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Dem 2011 geborenen Teenager wurde nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienst FSB vorgeworfen, einen Brandanschlag auf ein Verwaltungsgebäude des Verteidigungsministeriums vorbereitet zu haben. Medienberichten zufolge soll es sich um ein Kreiswehrersatzamt handeln. Der Teenager soll laut FSB Kontakt mit einer in Russland verbotenen ukrainischen Terrororganisation aufgenommen und Anweisungen angenommen haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig.

+++ 22:12 Bundeskanzler Merz: "Wir sind hier kein Vermittler" +++

Bundeskanzler Friedrich Merz erteilt Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zum Ukraine-Krieg eine Absage. "Die Gespräche sind vor allen Dingen zwischen der Ukraine und Russland notwendig", sagt er nach Beratungen im Koalitionsausschuss. Das seien die beiden Kriegsparteien. "Wir sind hier kein Vermittler." Vizekanzler Lars Klingbeil ergänzt, derzeit würden die Verhandlungen in der Tat vor allem zwischen der Ukraine und Russland geführt. "Ob und wann der Zeitpunkt kommt, wo europäische Staats- und Regierungschefs mit Putin wieder direkt reden, das wird man dann zu entscheiden haben", sagt Klingbeil. "Aber gerade sehe ich den Zeitpunkt nicht."

+++ 21:36 Selenskyj: Russland plant neuen großen Angriff +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt, dass die russische Seite einen neuen massiven Angriff vorbereite. "Das geht aus unseren Geheimdienstinformationen hervor. Die Vereinigten Staaten, Europa und alle unsere Partner müssen verstehen, wie sehr dies die diplomatischen Gespräche diskreditiert. Das gilt für jeden einzelnen russischen Angriff." In Kiew sollen die Temperaturen am Wochenende wieder stark fallen. Arbeiter aus der Energieindustrie konnten zudem gerade erst wieder viele Wohnblocks an die Netze anschließen (siehe Eintrag von 17:00 Uhr). Dennoch leben weiterhin auch Menschen komplett ohne Strom und Heizung. Selenskyj kritisiert die Stadtverwaltung: "Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern."

+++ 20:59 USA: Nur noch Gebietsfrage offener Punkt bei Verhandlungen +++

Die Gebietsfragen rund um Donezk im Osten der Ukraine sind nach Worten von US-Außenminister Marco Rubio der letzte verbliebene Streitpunkt bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es handele sich um ein "sehr schwieriges" Thema, sagt Rubio vor einem Senatsausschuss. Bei den Folgegesprächen werde es zwar möglicherweise eine US-Präsenz geben. Die bisherigen Gesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, nähmen daran aber nicht mehr teil.

+++ 20:28 Schreckliche Bilder: Russischer Angriff setzt Personenzug in Brand +++

Immer wieder greift Russland den Schienenverkehr in der Ukraine an. In Charkiw treffen Drohnen einen Personenzug und setzen in Brand. An Bord sollen sich weit mehr als 100 Personen befinden, darunter auch Soldaten. Selenskyj verurteilt den Angriff scharf:

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