Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:23 Russland greift die siebte Nacht in Folge Kiew an +++

03.09.2026, 00:01 Uhr

Die siebte Nacht in Folge wird Kiew von russischen Drohnen angegriffen. Reporter des "Kyiv Independent" melden am späten Abend zwei Explosionsserien. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko ist die Luftabwehr im Einsatz. Er ruft die Bevölkerung dazu auf, in den Schutzräumen zu bleiben. Im Laufe der Nacht gibt es weitere Explosionen. Über mögliche Schäden oder Opfer ist noch nichts bekannt.

+++ 00:56 Ukraine will Diesel im Untergrund lagern +++

Die Ukraine legt angesichts der täglichen russischen Angriffe auf ihr Energiesystem nach eigenen Angaben ein Netzwerk unterirdischer Treibstofflager an. Priorität habe die ununterbrochene Versorgung mit Diesel, insbesondere für Verteidigungszwecke und kritische Infrastruktur, erklärt Energieminister Denys Schmyhal. Zudem haben die Ukraine und Rumänien Schmyhal zufolge vereinbart, die Kapazitäten für Treibstofflieferungen nach Kiew auf der Schiene und über Flusshäfen auszubauen. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf Tankstellen verstärkt und rund 300 davon vor allem in den Frontregionen zerstört oder beschädigt.

+++ 23:54 Nachrichtendienst: Russland bereitet Sabotage in Dänemark vor +++

Russland soll Sabotageaktionen in Dänemark planen. Dortige Behörden hätten die Vorbereitungen aufgedeckt, meldet die Zeitung "Berlingske". Geplante Ziele seien insbesondere Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militärischen Hilfe in der Ukraine hätten, sagt der Chef für Spionageabwehr beim dänischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil Græsholm, der Zeitung. "Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu stoppe", so Græsholm weiter. "Gleichzeitig soll uns Angst gemacht werden, damit wir die Ukrainer nicht mehr unterstützen und unsere eigene Verteidigungsfähigkeit nicht ausbauen."

+++ 23:15 Merz verspricht Selenskyj weitere Unterstützung +++

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine anhaltende zivile und militärische Unterstützung zugesichert. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj habe Merz diesen darüber informiert, dass Deutschland Russland für den hybriden Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig verantwortlich mache, teilt ein Regierungssprecher mit. Selenskyj habe sich für die deutsche Hilfe, auch bei der Luftverteidigung, bedankt.

+++ 22:15 Selenskyj ernennt neuen Kommandeur der Landstreitkräfte +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wechselt den Kommandeur der Landstreitkräfte aus. Neuer Befehlshaber wird Oberst Swjatoslaw Sajiz, der zuvor bei den Luftlandetruppen diente, wie aus einem Dekret auf der Website des Präsidenten hervorgeht. Die Personalentscheidung ist Teil von Veränderungen in der Militärführung unter dem neu ernannten Oberbefehlshaber. 

+++ 21:44 Ukraine erhält bei EU-Treffen Zusagen für Luftverteidigung +++

Die Ukraine hat bei einem EU-Außenministertreffen in Irland neue Zusagen zur Unterstützung ihrer Flugabwehr erhalten. "Wir haben uns gefreut, heute Ankündigungen von Mitgliedstaaten zu hören, Luftverteidigung bereitzustellen", sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Ende der Beratungen in der Grafschaft Wicklow. Dies sei etwas, worum man seit langem gebeten haben. Wer die neuen Zusagen machte und was sie konkret umfassen, will Kallas nicht verraten. Die Mitgliedstaaten, die entsprechende Ankündigungen gemacht hätten, würden diese auch selbst öffentlich bekanntgeben, sagt sie. "Aber für die Ukraine war es wichtig zu hören, dass es bei der Luftverteidigung tatsächlich Bewegung gibt."

+++ 21:15 Nach Tankstellen‑Angriffen werden Ukrainer kreativ +++

Die Ukraine bombardiert gezielt russische Ölraffinerien. Daher gehen die Behörden davon aus, dass Russland nun ebenso gezielt Tankstellen mit Drohnen angreift. Etliche davon sind komplett zerstört und können nicht mehr aufgebaut werden. Die anderen Zapfsäulen schützen die Ukrainer mit kreativen Maßnahmen.

+++ 20:42 Ukraine führt neues zweistufiges Luftalarm-System ein +++

Die Ukraine überarbeitet ihr Luftalarm-System und führt ein zweistufiges Warnsystem ein. Je nach Art der Bedrohung werde künftig eine Warnung der Stufe gelb oder rot ausgegeben, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Onlinediensten mit. "In der Regel wird die Stufe gelb einen Drohnenangriff anzeigen, während die Stufe rot auf eine Raketenbedrohung hinweisen wird", erläutert er. Den überarbeiteten Luftalarm-Regeln zufolge werden die Ausgangssperren in Kiew verkürzt. Zudem wird während einer Bedrohung der Stufe gelb eine U-Bahn-Linie, die den Fluss Dnipro überquert, vollständig in Betrieb bleiben. Die Maßnahmen seien eine Reaktion auf "Russlands sich wandelnde Taktiken" und "den Einsatz von Drohnen, um das zivile Leben in unseren Städten zu zermürben und die normale wirtschaftliche Tätigkeit in unserem ganzen Land zu stören", erklärt Selenskyj weiter.

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