Iran-Krieg im Liveticker+++ 23:29 Guterres drängt auf Einhaltung der Waffenruhe +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Konfliktparteien im Libanon aufgefordert, die jüngst verlängerte Waffenruhe einzuhalten. Er rufe "alle Akteure nachdrücklich auf, die Einstellung der Kampfhandlungen uneingeschränkt zu respektieren". Trotz der jüngst verlängerten Waffenruhe bekämpfen sich Israel und die Hisbollah weiterhin im Libanon.
+++ 22:16 Israelische Angriffe treffen Südlibanon schwer +++
Israel hat mehrere Angriffe auf die Bezirke Tyros und Nabatieh im Südlibanon durchgeführt. Mehrere Menschen wurden getötet und und verletzt, außerdem richteten die Angriffe erhebliche Schäden an Wohnhäusern an, wie die staatliche Nachrichtenagentur berichtete. Die genaue Zahl der Opfer ist demnach unklar.
+++ 21:35 Iranische Börse öffnet am Dienstag wieder +++
An der iranischen Börse soll ab Dienstag wieder gehandelt werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Der Handel war während des Krieges mit den USA und Israel ausgesetzt worden. "Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen", sagt Hamid Jari, stellvertretender Leiter der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde. "Mit der Wiedereröffnung der Börse werden nun alle Bereiche des Kapitalmarktes ihre volle Tätigkeit wieder aufnehmen", fügt er hinzu.
+++ 20:44 Israelischer Soldat stirbt bei Kämpfen - über 100 Angriffe in zwei Tagen +++
Laut der "Haaretz" teilt die israelische Armee mit, dass ein Offizier bei Kampfhandlungen im Südlibanon getötet wurde. Damit sind nun 21 israelische Soldaten seit Wiederaufnahme des Krieges mit der Hisbollah im März gestorben. Die israelische Armee will trotz frisch verlängerter Waffenruhe in den vergagngen zwei Tagen 100 Ziele im Südlibanon angegriffen haben.
+++ 19:51 Trump: Ohne Friedensabkommen wird es für Iran "sehr schwer" +++
US-Präsident Trump hat den Iran gewarnt, dass es "sehr schwer werden" werde, wenn nicht bald ein Friedensabkommen zustande komme. "Sie haben ein Interesse daran, eine Einigung zu erzielen", sagt Trump dem französischen Fernsehsender BFMTV.
+++ 18:44 Israel: Hamas-Militärchef bei Luftangriff auf Gaza getötet +++
Israel hat nach eigenen Angaben den Militärchef der radikal-islamischen Hamas getötet. Iss al-Din al-Haddad sei bei einem gezielten Luftangriff auf Gaza-Stadt am Freitag ums Leben gekommen, teilten die Streitkräfte am Samstag mit. In einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz wurde Haddad als einer der Drahtzieher des Angriffs vom 7. Oktober 2023 bezeichnet
+++ 17:17 Parlamentarier: Iran plant Mechanismus für Hormus-Durchfahrt +++
Der Iran wird nach Angaben eines ranghohen Parlamentariers in Kürze einen Mechanismus zur Durchquerung der Straße von Hormus vorstellen. Es sei vorgesehen, den Schiffsverkehr entlang einer festgelegten Route durch die Meerenge zu steuern, sagt der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi. Von der Regelung sollen nur Handelsschiffe und diejenigen profitieren, die mit dem Iran kooperieren. Im Rahmen des Mechanismus würden für spezielle Dienstleistungen Gebühren erhoben. Die für den Öltransport enorm wichtige Straße von Hormus ist seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran faktisch blockiert, was weltweit zu steigenden Energiepreisen geführt hat.
+++ 16:01 Staatsfernsehen: Europäer sprechen mit Iran über Durchfahrt durch Straße von Hormus +++
Mehrere europäische Staaten verhandeln nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens mit Teheran über die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. "Nach der Durchfahrt von Schiffen aus ostasiatischen Ländern, insbesondere aus China, Japan und Pakistan, haben wir heute Informationen erhalten, wonach auch Europäer Verhandlungen mit der Marine der Revolutionsgarden aufgenommen haben", berichtet das Staatsfernsehen. Angaben, um welche Länder es sich handeln soll, machte das iranische Staatsfernsehen nicht.
+++ 14:33 "Unverantwortlich": Libanons Regierungschef kritisiert Hisbollah scharf +++
Libanons Regierungschef Nawaf Salam wirft der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz vor, den Libanon in einen neuen "unverantwortlichen" Krieg hineingezogen zu haben. Einen Tag nach der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat Israel zuvor erneut Hisbollah-Ziele im Nachbarland angegriffen. Die Hisbollah lehnt die Feuerpause wie auch die direkten Gespräche ab und griff Israel erneut mit Drohnen an.
+++ 13:18 Trump verliert bei kritischen Iran-Nachfragen die Fassung +++
US-Präsident Trump steht wegen des Iran-Kriegs enorm unter Druck. Auf der Rückreise aus China konfrontieren ihn Reporter mit Fragen zu dem weiter andauernden Konflikt - und Trump schimpft mal wieder los.
+++ 12:18 Israel greift Hisbollah-Infrastruktur im Süden des Libanon an +++
Einen Tag nach der Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon greift Israels Armee nach eigenen Angaben erneut Ziele der Hisbollah im Nachbarland an. Die Streitkräfte hätten Angriffe auf die Infrastruktur der vom Iran unterstützten Miliz "in mehreren Gebieten im Süden des Libanon" begonnen, teilt die Armee mit. Libanons staatliche Nachrichtenagentur ANI berichtet von Angriffen auf mindestens fünf Dörfer im Süden des Landes, in denen die Menschen zuvor einem Evakuierungsaufruf gefolgt waren. Die israelische Armee hatte vorab die Bewohner von neun Dörfern in den Regionen Saida und Nabatije aufgefordert, die Orte angesichts der bevorstehenden Luftangriffe zu verlassen.
+++ 10:21 Mit dieser Pipeline umgehen die Emirate die Straße von Hormus +++
Die Blockade der Straße von Hormus setzt die Ölstaaten im Nahen Osten unter Druck. Viele sind auf die wichtige Route angewiesen. Nur Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Alternativen über Pipelines – und können einen Teil ihres Öls auch ohne die Meerenge exportieren. Und genau da soll für die Emirate jetzt der Schlüssel liegen: Für volle Unabhängigkeit in Sachen Öllieferungen.
+++ 09:53 Irans Präsident dankt Papst für "moralische Haltung" gegen US-Angriffe +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian dankt Papst Leo XIV. für dessen Haltung zu den US-Militärschlägen gegen den Iran. Der Papst habe eine "moralische, logische und gerechte" Position gegen die Angriffe eingenommen, sagt Peseschkian laut der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Fars. Leo hatte in den vergangenen Wochen den Unmut von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen, nachdem er mehrfach Krieg kritisiert und zum Frieden aufgerufen hatte. Trump zeigte sich wütend und griff Leo auf seiner Plattform Truth Social in mehreren Beiträgen wegen dessen Äußerungen verbal an.
+++ 09:01 Iran warnt Unterstützer von UN-Resolution der USA +++
Die iranische Mission bei den Vereinten Nationen (UN) warnt, dass jedes Land, das einen von den USA unterstützten Resolutionsentwurf zur Straße von Hormus mitträgt, eine "internationale Verantwortung" für die Folgen übernehmen werde, sollte Washington eine erneute militärische Eskalation auslösen. In der auf X veröffentlichten Erklärung wurde den USA vorgeworfen, ihre Liste der Mitunterstützer zu instrumentalisieren, um ein "falsches Bild" einer breiten internationalen Unterstützung für rechtswidrige Handlungen und militärischen Abenteurertum zu erzeugen. Der von den USA, Bahrain und anderen Golfstaaten unterstützte Resolutionsentwurf fordert ein Ende der iranischen Angriffe sowie die Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus.
+++ 06:55 Bericht: Iran soll Tanklesegeräte an US-Tankstellen gehackt haben +++
US-Beamte vermuten, dass iranische Hacker hinter einer Reihe von Angriffen auf Systeme stecken, die den Kraftstoffstand in den Lagertanks von Tankstellen in mehreren Bundesstaaten überwachen. Das berichtet der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Quellen. Demnach nutzten die Hacker automatische Tankmesssysteme (ATG), die online und nicht passwortgeschützt waren. Dadurch sollen in einigen Fällen die Anzeigewerte der Tanks manipuliert worden sein, nicht jedoch der tatsächliche Kraftstoffstand, so die Quellen. Es sei nicht bekannt, ob die Cyberangriffe physische Schäden oder Beeinträchtigungen verursacht haben. Die Sicherheitslücken haben aber Bedenken hervorgerufen, da der Zugang zu einem ATG es einem Hacker theoretisch ermöglichen könnte, ein Gasleck unentdeckt zu lassen, so private Experten und US-Beamte. Laut den mit den Ermittlungen vertrauten Quellen ist Irans Geschichte von Angriffen auf Gastanksysteme ein Grund dafür, dass das Land als Hauptverdächtiger gilt. Die Quellen warnen jedoch, dass die US-Regierung aufgrund fehlender forensischer Spuren der Hacker möglicherweise nicht eindeutig feststellen könne, wer verantwortlich sei.
+++ 03:18 VAE verteidigen mutmaßliche Iran-Angriffe +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums werden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.
+++ 01:50 Bericht: Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon +++
Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sollen sechs Menschen getötet worden sein. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht dazu. Die USA haben gerade die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.
+++ 00:43 Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise +++
In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden. Seit dem Morgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0,02 Euro) pro Liter angehoben, berichten indische Medien. Es ist der höchste Anstieg seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor über vier Jahren. Dem indischen Sender NDTV zufolge ist es jetzt der geringste Preisanstieg unter den größten Volkswirtschaften. Indiens Premierminister Narendra Modi hatte seine Landsleute zuletzt angesichts der Nahost-Krise und steigender Energiekosten aufgerufen, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel.
+++ 23:33 Trump über Iran: "Ich habe nichts unterschätzt" +++
US-Präsident Trump weist es von sich, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagt Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt." Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde, aktuell ist aber kein Ende in Sicht. Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betont Trump. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", so der US-Präsident. Er hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.
+++ 22:27 Libanon: Zivilisten leiden unter "immer verheerenderen Folgen" der israelischen Angriffe +++
Nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators für den Libanon leidet die Zivilbevölkerung trotz des aktuell pro forma geltenden Waffenstillstands vom vergangenen Monat weiterhin "unter den immer verheerenderen Folgen" der israelischen Angriffe. "Während die diplomatischen Bemühungen andauern und die Hoffnung besteht, dass die laufenden Verhandlungen den Weg für eine politische Lösung ebnen, ist die Lage vor Ort im Libanon zutiefst alarmierend", so Imran Riza in einer Erklärung. "Luftangriffe und Zerstörungen gehen täglich weiter und fordern einen inakzeptablen Tribut an Zivilisten und ziviler Infrastruktur." Die Angriffe hätten auch "einen inakzeptablen Tribut" an Ersthelfern und medizinischen Teams gefordert, die unter gefährlichen Bedingungen arbeiten, fügte er hinzu. "Die steigenden Opferzahlen stehen für verlorene oder unwiderruflich geschädigte Leben, zerrissene Familien und Gemeinschaften, die gezwungen sind, wiederholte Zyklen von Angst, Vertreibung und Verlust zu durchleben", erklärt Riza.
+++ 21:17 Kanada: Fast 200 Ex-Diplomaten fordern "strenge" Sanktionen gegen Israel +++
Rund 200 ehemalige kanadische Diplomaten fordern die Regierung von Premierminister Mark Carney auf, wegen der sich verschlechternden Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten und im Libanon "strenge" Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Wie die Nachrichtenagentur Canadian Press berichtet, sandten die ehemaligen Diplomaten einen Brief an verschiedene Medien, in dem sie erklären: "Ohne strenge internationale Sanktionen wird die israelische Regierung weiterhin das Völkerrecht und die Menschenrechte missachten und ihre Pläne zum Ausbau der Siedlungen vorantreiben." Der Brief sei von 190 ehemaligen Diplomaten unterzeichnet worden, die hochrangige Positionen innegehabt hätten. "Zwar erkennt Kanada Israels legitime Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Hisbollah an, doch die Zerstörung ganzer Städte und die hohe Zahl ziviler Todesopfer stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht dar", heißt es in dem Brief unter Bezugnahme auf die Lage im Libanon.
+++ 20:27 USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon +++
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilt ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußert sich bislang nicht. Der Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Der gegenseitige Beschuss wurde trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons allein im Laufe des Tages mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.
+++ 19:43 USA setzten Schiffe fest - erneut iranische und pakistanische Seeleute freigekommen +++
Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim. Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien "an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden", schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan in den Iran überstellt. Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Bereits Anfang Mai hatte Pakistan die Rückführung von iranischen Seeleuten bekanntgegeben. Seit fünf Wochen gilt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine fragile Waffenruhe, Verhandlungen sind jedoch ins Stocken gekommen. Pakistan vermittelt zwischen den Kriegsparteien.
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