Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 23:33 Trump über Iran: "Ich habe nichts unterschätzt" +++

16.05.2026, 00:33 Uhr

US-Präsident Trump weist es von sich, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagt Trump dem Sender Fox News: "Ich habe nichts unterschätzt." Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde, aktuell ist aber kein Ende in Sicht. Die USA hätten den Iran "unglaublich hart" getroffen, betont Trump. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. "Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen", so der US-Präsident. Er hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht. 

+++ 22:27 Libanon: Zivilisten leiden unter "immer verheerenderen Folgen" der israelischen Angriffe +++

Nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators für den Libanon leidet die Zivilbevölkerung trotz des aktuell pro forma geltenden Waffenstillstands vom vergangenen Monat weiterhin "unter den immer verheerenderen Folgen" der israelischen Angriffe. "Während die diplomatischen Bemühungen andauern und die Hoffnung besteht, dass die laufenden Verhandlungen den Weg für eine politische Lösung ebnen, ist die Lage vor Ort im Libanon zutiefst alarmierend", so Imran Riza in einer Erklärung. "Luftangriffe und Zerstörungen gehen täglich weiter und fordern einen inakzeptablen Tribut an Zivilisten und ziviler Infrastruktur." Die Angriffe hätten auch "einen inakzeptablen Tribut" an Ersthelfern und medizinischen Teams gefordert, die unter gefährlichen Bedingungen arbeiten, fügte er hinzu. "Die steigenden Opferzahlen stehen für verlorene oder unwiderruflich geschädigte Leben, zerrissene Familien und Gemeinschaften, die gezwungen sind, wiederholte Zyklen von Angst, Vertreibung und Verlust zu durchleben", erklärt Riza.

+++ 21:17 Kanada: Fast 200 Ex-Diplomaten fordern "strenge" Sanktionen gegen Israel +++

Rund 200 ehemalige kanadische Diplomaten fordern die Regierung von Premierminister Mark Carney auf, wegen der sich verschlechternden Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten und im Libanon "strenge" Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Wie die Nachrichtenagentur Canadian Press berichtet, sandten die ehemaligen Diplomaten einen Brief an verschiedene Medien, in dem sie erklären: "Ohne strenge internationale Sanktionen wird die israelische Regierung weiterhin das Völkerrecht und die Menschenrechte missachten und ihre Pläne zum Ausbau der Siedlungen vorantreiben." Der Brief sei von 190 ehemaligen Diplomaten unterzeichnet worden, die hochrangige Positionen innegehabt hätten. "Zwar erkennt Kanada Israels legitime Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Hisbollah an, doch die Zerstörung ganzer Städte und die hohe Zahl ziviler Todesopfer stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht dar", heißt es in dem Brief unter Bezugnahme auf die Lage im Libanon.

+++ 20:27 USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon +++

Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilt ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußert sich bislang nicht. Der Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Der gegenseitige Beschuss wurde trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons allein im Laufe des Tages mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

+++ 19:43 USA setzten Schiffe fest - erneut iranische und pakistanische Seeleute freigekommen +++

Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim. Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien "an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden", schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan in den Iran überstellt. Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Bereits Anfang Mai hatte Pakistan die Rückführung von iranischen Seeleuten bekanntgegeben. Seit fünf Wochen gilt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine fragile Waffenruhe, Verhandlungen sind jedoch ins Stocken gekommen. Pakistan vermittelt zwischen den Kriegsparteien.

+++ 18:35 Iranischer Oscar-Preisträger Farhadi verurteilt Tod von Zivilisten im Iran-Krieg +++

Der iranische Regisseur Asghar Farhadi hat den Tod von Zivilisten im Iran-Krieg und die Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Januar in seiner Heimat verurteilt. Farhadi beklagte bei einer Pressekonferenz beim Filmfestival in Cannes "den Tod zahlreicher Unschuldiger, von Kindern und Zivilisten" bei den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran. "Und vor diesem Krieg gab es den Tod zahlreicher Demonstranten, Menschen, die auf die Straße gegangen waren, um zu protestieren, die ebenso unschuldig waren und massakriert wurden", fügte der Regisseur hinzu. "Diese beiden Ereignisse sind äußerst schmerzhaft und werden niemals vergessen werden." Farhadi, der 2012 und 2017 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann, tritt mit seinem jüngsten Werk "Histoires parallèles" (Parallele Geschichten) im Wettbewerb um die Goldene Palme in Cannes an. Bei den regierungskritischen Protesten im Iran Anfang des Jahres waren den iranischen Behörden zufolge mehr als 3000 Menschen getötet worden. Im Ausland ansässige Nichtregierungsorganisationen schätzten die Zahl der Getöteten hingegen auf 7000 bis 35.000 Menschen, unter ihnen vor allem Demonstrierende.

+++ 18:00 Neue Gespräche zwischen Israel und Libanon - doch Kämpfe dauern an +++

Israelische und libanesische Unterhändler setzen Medienberichten zufolge ihre Gespräche in Washington fort. Das berichteten übereinstimmend der arabischsprachige Sender Al-Jazeera und die israelische Zeitung "Haaretz". Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Eine weitere Gesprächsrunde begann am Donnerstag. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz im Libanon, die nicht mit am Tisch sitzt. Mit Spannung wurde erwartet, ob die beiden Regierungen sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe einigen werden. Die bisherige Vereinbarung läuft an diesem Sonntag (17. Mai) aus. Der gegenseitige Beschuss zwischen Israel und der Hisbollah wurde jedoch trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Seit dem Beginn der jüngsten Feindseligkeiten Anfang März wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums in dem Land beinahe 3000 Menschen getötet. Die israelische Regierung will vor allem eine dauerhafte Entwaffnung der vom Iran unterstützen Hisbollah durchsetzen. Beirut pocht zunächst auf Deeskalation und einen dauerhaften Waffenstillstand. Eine Normalisierung der Beziehungen hat die libanesische Regierung unter den aktuellen Bedingungen mehrfach ausgeschlossen.

+++ 16:55 Öl aus dem Iran: Trump erwägt Sanktionslockerung für China +++

US-Präsident Donald Trump erwägt, Sanktionen gegen chinesische Firmen zu lockern, die iranisches Öl kaufen. Er werde in den nächsten Tagen darüber entscheiden, sagt der Republikaner auf dem Rückflug von seinem Staatsbesuch in China. Das sei Teil der Gespräche mit Staatschef Xi Jinping gewesen. Das US-Finanzministerium hatte zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben sollen. Dabei ging es unter anderem um Raffinerien, die Rohöl aus dem Iran verarbeiten. Die chinesische Unterstützung für den Iran ist ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So sind etwa chinesische Raffinerien ein führender Käufer von Erdöl aus dem Iran.

+++ 16:00 Straße von Hormus umgehen: Emirate wollen Bau neuer Öl-Pipeline beschleunigen +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen angesichts der vom Iran faktisch blockierten Straße von Hormus den Bau einer neuen Öl-Pipeline vorantreiben, die die Meerenge umgeht. Der Kronprinz von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohammed bin Sajed al-Nahjan, habe das staatliche emiratische Ölunternehmen Adnoc angewiesen, "die Fertigstellung des Projekts zu beschleunigen", erklärt die emiratische Regierung in Abu Dhabi. Die West-Ost-Pipeline werde die Kapazität von Adnoc über den Hafen Fudschaira verdoppeln, heißt es weiter. Sie soll demnach voraussichtlich im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden. Eine bereits bestehende, 360 Kilometer lange Pipeline, die von den Ölfeldern bei Habschan nahe Abu Dhabi nach Fudschaira am Golf von Oman führt, verfügt nach Angaben des Hafens über eine Kapazität von 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Im Hafen von Fudschaira befindet sich ein bedeutendes Ölterminal. Es wurde, wie auch weitere Häfen und Energieanlagen des Emirats, seit Beginn des Iran-Krieges wiederholt von Teheran angegriffen. Der Iran blockiert seit Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar zudem die für den weltweiten Ölhandel immens wichtige Straße von Hormus. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Inmitten der Energiekrise waren die Emirate Anfang Mai überraschend aus der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec+) ausgetreten. Mit dem Schritt können sie nun selbst Fördermenge und Preis ihres Erdöls bestimmen. Bis zum nächsten Jahr wollen die Emirate ihre Förderkapazität auf fünf Millionen Barrel pro Tag steigern.

+++ 15:38 Iran-Krieg spaltet Brics-Staaten - keine Abschlusserklärung nach Zwist mit Emiraten +++

Der Iran-Krieg entzweit auch nicht-westliche Staaten. Ein Treffen der Außenminister der sogenannten Brics-Staaten in Neu-Delhi ist ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Grund waren gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Das Gastgeberland Indien veröffentlichte lediglich eine Erklärung, in der es auf unterschiedliche Ansichten zur Lage im Nahen Osten hinwies. Die Brics-Staaten sind ein Bündnis von Ländern an der Schwelle zur Transformation in Industriestaaten. Sie wollen ein Gegengewicht zur westlich dominierten Vereinigung der G7-Staaten bilden. Mitglieder sind Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Äthiopien, Ägypten, der Iran und die VAE. Der Iran hatte gefordert, den Krieg der USA und Israels gegen sein Land zu verurteilen. Er warf den Emiraten zudem eine direkte Beteiligung an militärischen Einsätzen vor. Außenminister Abbas Araghtschi sagte auf einer Pressekonferenz, ein namentlich nicht genanntes Brics-Mitglied habe Teile der Erklärung blockiert. Er erklärte weiter, der Iran habe keine Probleme mit diesem bestimmten Land. Der Iran greife lediglich US-Militärstützpunkte an, die sich bedauerlicherweise auf dessen Boden befänden. Das iranische Militär hat die Emirate seit Beginn des Krieges am 28. Februar mehrfach mit Raketen und Drohnen angegriffen. Eine Stellungnahme der VAE lag zunächst nicht vor. Vor allem Indien leidet unter der Blockade der Straße von Hormus, durch die vor dem Krieg ein Fünftel des weltweit verschifften Öls transportiert wurde.

+++ 15:08 Trump: Bei der Suche nach angereichertem Uran im Iran geht es "um Außenwirkung" +++

US-Präsident Donald Trump hat die Suche nach den Vorräten an hoch angereichertem Uran im Iran als Frage der politischen Außenwirkung dargestellt. "Ich denke, es geht eher um Außenwirkung als um alles andere", sagte Trump in einem während seines Besuchs in China geführten Interview mit Moderator Sean Hannity im Nachrichtensender Fox News. "Ich würde mich einfach besser fühlen, wenn ich es bekäme", sagte Trump zu den Beständen, die sich derzeit noch im Iran befinden sollen. "Die Alternative wäre, es wieder zu bombardieren", fügte der Präsident an. Er würde sich aber "einfach besser fühlen, wenn wir es bekommen, und wir werden es bekommen". Trump reagierte auf Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Dieser hatte in einem Interview erklärt, der Krieg gegen den Iran sei "nicht vorbei", weil das sensible Nuklearmaterial aus dem Iran geschafft werden müsse.

+++ 14:30 Trump und Merz telefonieren: Kanzler sieht sich mit US-Präsident einig bei Iran +++

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sich mit US-Präsident Donald Trump einig mit Blick auf das weitere Vorgehen im Iran-Krieg. Beide hätten während Trumps Rückreise aus China ein "gutes Telefonat" geführt, schreibt Merz im Online-Dienst X. "Wir sind uns einig: Iran muss jetzt an den Verhandlungstisch. Die Straße von Hormus muss geöffnet werden. Teheran darf keine Nuklearwaffen haben." Trump hatte heute seinen Besuch in China beendet. Chinas Staatschef Xi Jinping äußerte nach Trumps Darstellung dabei die Bereitschaft, bei der Öffnung der vom Iran weitgehend blockierten Straße von Hormus zu helfen. Zudem habe Peking zugesagt, Teheran nicht militärisch zu unterstützen. In den vergangenen Wochen hatten Äußerungen von Merz zum Iran-Krieg für Verstimmung in Washington gesorgt. Der Kanzler hatte den USA vorgeworfen, "offensichtlich keine Strategie" im Irak-Krieg zu haben und sagte mit Blick auf die US-Verhandlungen mit Teheran, da werde "eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung". Trump hatte erbost auf die Äußerungen des Kanzlers reagiert und Merz Ende April vorgehalten, er wisse nicht, wovon er rede. Der Präsident machte wiederholt klar, dass er sich von Deutschland und anderen Nato-Verbündeten nicht ausreichend unterstützt fühlte. Anfang Mai kündigte er dann den Rückzug Tausender US-Soldaten aus Deutschland an.

+++ 14:00 Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten +++

Russland bietet iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe an. "Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen", sagt Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankt der russischen Regierung für ihren "Vorschlag". Araghtschi bestätigt damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.

+++ 13:34 Emirate wollen mit Ölpipeline-Projekt die Straße von Hormus umgehen +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre Abhängigkeit bei Öllieferungen durch die Straße von Hormus verringern und beschleunigen daher den Bau einer neuen Ölpipeline. Der Kronprinz habe den staatlichen Ölkonzern ADNOC angewiesen, das Projekt "West-East Pipeline" voranzutreiben, teilt die Pressestelle der Regierung in Abu Dhabi mit. Die Pipeline sei bereits im Bau und solle 2027 in Betrieb gehen. Damit solle die Exportkapazität über den Hafen Fudschaira bis 2027 verdoppelt werden. Der ursprüngliche Zeitplan für das Projekt wurde nicht bekannt gegeben.

+++ 12:40 Straße von Hormus aus Irans Sicht nur für Feinde gesperrt +++

Die Straße von Hormus ist aus Sicht der iranischen Regierung nur für ihre Feinde gesperrt. "Die Straße von Hormus ist aus unserer Sicht nicht geschlossen, insbesondere nicht für befreundete Länder. Sie ist nur für unsere Feinde geschlossen", sagt Außenminister Abbas Araghtschi am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe in Neu-Delhi. Irans Chefdiplomat stellt überraschend auch eine Aufhebung von Einschränkungen durch die iranische Marine in Aussicht. Araghtschi nennt dafür als Voraussetzung ein Ende des Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten. "Dann werden wir sicherstellen, dass die sichere Passage für jedes einzelne Schiff garantiert ist", sagt er.

+++ 11:14 Trump: Xi und ich denken sehr ähnlich über den Iran +++

Der chinesische Staatschef Xi Jinping und Donald Trump denken nach Aussage des US-Präsidenten "sehr ähnlich" über den Iran. "Wir wollen, dass das endet. Wir wollen nicht, dass sie eine Atomwaffe besitzen", sagt Trump beim Gipfel in Peking. "Wir wollen, dass die Meerengen offen sind, und wir wollen, dass sie es beenden, denn es ist eine verrückte Sache." Er fügt hinzu: "Sie sind ein bisschen verrückt. Und das ist nicht gut. Das geht nicht. Sie dürfen keine Atomwaffe besitzen." Er habe mit dem chinesischen Staatschef über den Iran gesprochen.

+++ 09:25 Trump nach China-Besuch auf Rückweg in die USA +++

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem mehrtägigen Staatsbesuch in China wieder auf dem Rückweg in die USA. Der Republikaner stieg auf dem Hauptstadtflughafen in Peking in die Air Force One und reckte zur Verabschiedung noch eine geballte Faust in die Luft. Es war nach 2017 bereits der zweite Staatsbesuch Trumps in China. Die beiden größten Volkswirtschaften tauschten sich auch über den Iran-Krieg aus. Peking soll nach Angaben Trumps ein nicht näher ausgeführtes Hilfsangebot unterbreitet haben. China erneuerte indes die Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe (Eintrag 06:09 Uhr).

+++ 09:05 IDF ruft Bewohner von fünf libanesischen Ortschaften zur Evakuierung auf +++

Die israelische Armee (IDF) ruft die Bewohner von fünf Ortschaften im Süden des Libanon zur sofortigen Evakuierung auf. Angesichts der "Verletzung des Waffenruheabkommens durch die terroristische Hisbollah" sähen sich die Streitkräfte "gezwungen, mit aller Härte gegen sie vorzugehen", sagt der arabischsprachige Sprecher der IDF, Avichai Adraee, bei X. Adraee nennt fünf Dörfer in der Nähe der Stadt Tyros an der Küste im Süden des Libanon. Die Bewohner sollten unverzüglich ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer entfernt von den Dörfern und Städten aufhalten. Die israelische Armee erklärte am Freitag, dass einer ihrer Soldaten im Süden des Libanon getötet worden sei. Nähere Angaben machte sie nicht.

+++ 08:16 Trump: Xi zu Hilfe bei Hormus-Öffnung bereit +++

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump stellt China auch Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus für Öl- und Gastransporte in Aussicht. In einem Interview mit Fox News sagt er laut vorab verbreiteten Auszügen, der chinesische Präsident Xi Jinping habe ihm mit Blick auf die Meerenge zugesichert: "Wenn ich in irgendeiner Weise helfen kann, würde ich gerne helfen." Die Straße von Hormus ist von Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs weitgehend blockiert. Das US-Militär sperrt seinerseits die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. China als wichtiger Abnehmer iranischen Öls dringt auf eine rasche Öffnung der Meerenge, durch die ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte verläuft.

+++ 07:43 Trump: USA und China wollen Iran am Besitz von Atomwaffen hindern +++

China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen, sagt Trump zum Abschluss seines Besuches in China. Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie "die Meerenge offen" wollten, fürht Trump mit Blick auf die für die internationale Schifffahrt wichtige Straße von Hormus weiter aus. "Wir haben viele verschiedene Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können."

+++ 06:09 China fordert dauerhafte Waffenruhe im Iran-Krieg +++

Nach US-Präsident Donald Trumps Äußerung über ein angebliches chinesisches Hilfsangebot im Iran-Krieg erneuert Peking seine Forderung nach einer dauerhaften Waffenruhe. Die Schifffahrtswege sollten so schnell wie möglich wieder geöffnet werden, teilt das Außenministerium in Peking mit Blick auf die Straße von Hormus mit. Es brauche eine umfassende und dauerhafte Waffenruhe, um die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion voranzutreiben, so die Behörde weiter. 

+++ 04:28 Trump droht Iran: "Werde nicht mehr lange geduldig sein" +++

US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. "Ich werde nicht mehr lange geduldig sein", sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den USA.

+++ 03:39 Experten: Blockade der Straße von Hormus bringt Wale in Südafrika in Gefahr +++

Tausende Kilometer vom Nahost-Konfliktgebiet entfernt leiden auch viele Wale in den Gewässern vor Südafrika unter den Folgen der Blockade der Straße von Hormus, warnt die Internationale Walfang-Kommission (IWC). Viele Schiffe umfahren derzeit die Meerenge, womit sich das Verkehrsaufkommen vor Südafrikas Küste deutlich erhöht. Für Wale steige damit die Gefahr tödlicher Kollisionen mit Schiffen massiv.

+++ 02:27 Israel-Libanon-Gespräche verlaufen laut US-Angaben "positiv" +++

Die jüngsten Gespräche in Washington im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind nach US-Angaben bislang "positiv" verlaufen. Es habe am Donnerstag "produktive Gespräche" gegeben, sagt ein ranghoher Vertreter des US-Außenministeriums. An diesem Freitag werde es ein weiteres Treffen geben, fügt er hinzu.

+++ 01:23 Bericht: Vergeltungsattacken von Saudi-Arabien und der Emirate gegen Iran +++

Als Vergeltung für iranische Angriffe auf das eigene Staatsgebiet sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einem Medienbericht zufolge während des jüngsten Konflikts im Nahen und Mittleren Osten ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt angriffen, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf aktuelle und ehemalige ranghohe US-Beamte. Der Zeitpunkt und die Ziele der unabhängig voneinander durchgeführten Attacken sind bisher unbekannt.

+++ 00:42 Irakisches Parlament spricht neuer Regierung das Vertrauen aus +++

Das irakische Parlament hat der neuen Regierung unter Ministerpräsident Ali al-Saidi das Vertrauen ausgesprochen. Dies teilt das Büro des Regierungschefs mit. Das Vertrauen ist erteilt, wenn das Parlament mehr als die Hälfte der Minister bestätigt. Von den geplanten 23 Ministern sind nun 14 bestätigt, über die weiteren Posten werde noch verhandelt, meldet die Nachrichtenagentur Ina.

+++ 23:38 US-Repräsentantenhaus lehnt Resolution zu Iran-Krieg ab +++

Das US-Repräsentantenhaus lehnt eine von den Demokraten eingebrachte Resolution zur Beendigung des Iran-Krieges äußerst knapp ab. Die Vorlage scheitert mit 212 zu 212 Stimmen, da für eine Verabschiedung eine einfache Mehrheit erforderlich ist. Ziel der Initiative ist es, den Militäreinsatz von US-Präsident Donald Trump zu stoppen, bis der Kongress diesen genehmigt. Es ist die dritte Abstimmung in der Kammer über eine solche Resolution in diesem Jahr. Die Ergebnisse werden dabei zunehmend knapper. Trumps Republikaner verfügen nur über eine dünne Mehrheit. Auch im Senat scheiterte am Mittwoch eine ähnliche Vorlage mit 50 zu 49 Stimmen knapp.

+++ 22:16 Bericht: Internet im Iran soll im Juni wieder freigeschaltet werden +++

Im Iran soll das Internet einem Bericht zufolge nach mehr als 75 Tagen Anfang Juni wieder freigeschaltet werden. Ein von Vizepräsident Mohammed-Reza Aref geleiteter "Sonderstab" solle in der kommenden Woche die notwendigen Schritte einleiten, damit das Internet in der ersten Juni-Woche wieder für alle Bürger verfügbar werde, berichtet die Tageszeitung "Etemad" auf ihrem Webportal unter Berufung auf Regierungskreise. Die Regierung hatte den Internetzugang seit Kriegsbeginn nahezu vollständig blockiert. Seither können die fast 90 Millionen Iraner nur auf staatlich genehmigte Webseiten zugreifen. Offiziell begründet der Staat die Sperre mit Sicherheitsbedenken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Führung vor allem verhindern wollte, dass Berichte, Bilder und Videos über das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden.

+++ 21:25 Deutschland stellt weitere Beiträge für Hormus-Einsatz in Aussicht +++

Berlin stellt weitere Beiträge zu einer möglichen multinationalen Initiative zur Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht. Deutschland könne auch durch Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen unterstützen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Außerdem sei "eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission" möglich. Allerdings müssten mehrere Voraussetzungen erfüllt sein: "Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages." Bislang waren ein Minenjagdboot und ein Versorgungsschiff für den möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vorgesehen.

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