Teheran antwortete mit Raketen Bericht: Emirate griffen heimlich Ölraffinerie im Iran an

Während des mehrwöchigen Kriegs der USA gegen den Iran attackierte Teheran mit fast 3000 Drohnen und Raketen die Emirate. Die schlagen offenbar auch zurück, wie erst jetzt bekannt wird. Dabei fügten die VAE einer Raffinerie schwere Schäden zu.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben offenbar selbst Luftangriffe im Iran durchgeführt. Zu den Zielen der Militärschläge gehörte unter anderem eine Ölraffinerie auf der iranischen Insel Lawan, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Quellen.
Dieser Angriff ereignete sich Anfang April, etwa zu der Zeit, als Präsident Trump nach einer fünfwöchigen Luftkampagne einen Waffenstillstand im Krieg verkündete. Ob die Feuerpause bereits verkündet war oder diese noch ausstand, lässt der Bericht offen. Die Attacke soll einen Großbrand ausgelöst und damit einen Großteil der Anlagen für Monate außer Kraft gesetzt haben.
Die Emirate selbst haben sich bisher nicht zu den Angriffen bekannt. Der Iran erklärte nach dem Schlag auf seine Raffinerie lediglich, dass diese Ziel eines Angriffes geworden sei. Teheran reagierte in der Folge mit Raketen- und Drohnenangriffen gegen die Emirate und Kuwait.
Die USA waren dem Bericht zufolge durch den Angriff der Emirate nicht verärgert, da die Feuerpause noch am Beginn stand. Vielmehr nahm man in Washington erfreut zur Kenntnis, dass das Land sich an der Militärkampagne gegen Teheran beteiligte.
Die Emirate verfügen über eine Luftwaffe, die mit westlichen Kampfjets ausgestattet ist. Neben Flugzeugen vom Typ F-16 stehen den Piloten auch französische Mirage-Jets zur Verfügung.
Nach Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran wurden die VAE immer wieder Ziel von iranischen Angriffswellen. Das Regime in Teheran feuerte mindestens 2800 Raketen und Drohnen auf die Emirate. Kein anderes Land wurde in dem Krieg häufiger durch den Iran angegriffen. In den VAE sorgten die Attacken für massive Einschränkungen beim Flugverkehr und damit auch im wichtigen Tourismussektor.